Von der Baustelle zum Luxusapartmenthaus

21.10.2010

Sieben Monate hatten wir die Hölle hier.
Ein passenderes Wort fällt mir zur Totalrenovation des unauffälligen Miethauses mit den günstigen Wohnungen in ein Luxusapartmenthaus nicht ein.
Letzte Woche nun fuhren die Möbeltransporter vor. In Windeseile wurde das Trottoir mit Teilen aus dem Baumarkt und Möbeln der oberen Preisklasse vollgestellt.
Für drei Tage war nur noch sanftes Hämmern durch die Wände zu hören, als die Apartments eingerichtet wurden für die neuen Mieter.

Aus der Abfall- und Müllhalde im Hinterhof war in der Zwischenzeit ein puristischer Kyotogarten mit Steinen und einer fast schon meditativen Ausstrahlung entstanden.
Gestern nun entfernte ich die letzten Grüselsachen, die in unserem grünbewachsenen Garten liegengeblieben waren:
Bierdosen. Zigarettenkippen. Betonfragmente. Plastikhüllen.
Ich warf alles hinüber in die gepflegte Umgebung.
Hausfrauenrache.
Soeben wollte ich ein kleines Stück Beton hinüberwerfen, als mich seine besondere Form nachdenklich stimmte:
"Auch Spekulanten haben im Brustkorb ein Herz. Wenn auch nur ein kleines..."

2 Kommentare:

Lisette hat gesagt…

oder vielleicht soll es Dir sagen:

lass Dein weiches Herz nicht verhärten durch solche unschönen Sachen...
Räum Deinen Garten frei und geniess es und wirf auch Deine negativen Gefühle damit über den Zaun...

mit HERZ-lichen Grüssen schreibt Dir Lisette

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Liebe Lisette,
ungefähr so habe ich die stumme Botschaft des kleinen 'betonghjärta' ebenfalls verstanden.

Dir ein von Herzen kommendes Danke für diesen Kommentar
Hausfrau Hanna