Nachtzug nach...

28.11.2010






Dank Anhora erinnerte ich mich, dass ich Pascal Merciers 'Nachtzug nach Lissabon' vor ungefähr vier Jahren gekauft hatte. Die Buchhändlerin gab mir damals netterweise einen 30% Freundschaftsrabatt...

Ich suchte das ungelesene Buch hervor - es befand sich ganz weit unten im Bücherstapel.
Der Anfang nahm mich gefangen. Die ersten hundert Seiten las ich in einem Rutsch durch, atemlos vor Begeisterung. Die Idee, einfach wegzufahren und das normale, gewohnte Leben hinter sich zu lassen,  faszinierte mich.

Dann geschah etwas, was mich selbst jetzt noch leicht geniert:
Die Geschichte wurde mir zu langfädig, ertrank mir in zu vielen schönen, wohlgewählten Worten.
Diese mussten mich derart sediert haben, dass ich immer und immer wieder über die gleichen Sätze las, ohne den Inhalt mitzubekommen. Irgendwann wurde mir das zu anstrengend, ich konnte nicht mehr. Das Buch glitt mir aus den Händen, und ich schlief ein.

PS.  Ich wollte den 'Nachtzug nach Lissabon' unbedingt fertiglesen.
Auch deshalb, weil ich überzeugt war, dass Pascal Mercier gut schrieb.
Nachdem mir jedoch immer wieder dasselbe passierte und ich über dem Buch einnickte, gab ich knapp vor  Seite 200 auf.

PPS. Jetzt liegt das Buch im Altpapier und wartet auf die nächste Abfuhr.



8 Kommentare:

theomix hat gesagt…

Wenn schon im Titel der Zug durch nie Nacht rattert, muss irgendwo in der Mitte das Schnarchen beginnen. ;)
Ich hab es durchgehalten, fand es auch ganz spannend, aber, hm, worum ging es noch mal?

Lisette hat gesagt…

;-)
es ging mir wie Dir Hanna, aber ich habe die langfädigen Passagen einfach überlesen und habe mich so zum Schluss durchgerarbeitet.

Ein Buch, welches mir wirklich nachhaltig in Erinnerug geblieben ist, denn die "nicht-langfädigen" Seiten waren das Durchhalten wert...

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Und jedes Mal,
lieber Jörg-theomix,
wenn der Zug hält, wacht man wieder auf und liest weiter...;-)

Herzlich und im Moment sehr wach grüsst
Hausfrau Hanna

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Vielleicht,
liebe Lisette,
hätte ich es auch so machen und die langatmigen Stellen überlesen sollen. Jetzt ist es halt zu spät, das Buch ist wie gesagt im Altpapier...

Danke trotzdem für den Tipp, ich werde ihn beim nächsten Buch beherzigen... ;-)
Hausfrau Hanna

Anhora hat gesagt…

Ich hoffe, du bist wenigstens bis zu der Rede des jungen portugiesischen Autors gekommen, die er zum Schulabschluss hielt, irgendwo mittendrin. Da waren ein paar aufwühlende Gedanken drin!

Es ist nicht jedermanns Sache, mehrere hundert Seiten zu lesen, wenn es eigentlich keine Handlung gibt. Aber die Denkanstöße fand ich bemerkenswert, deshalb las ich es in einem Zug durch.

@theomix: Es ging um die Frage, ob das eigene Leben, so wie man es führt, das einzig mögliche ist oder nicht.

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!

Anhora

Hausfrau Hanna hat gesagt…

"Ich hoffe, du bist wenigstens bis zu der Rede des jungen portugiesischen Autors gekommen"

Liebe Anhora,
bin ich leider nicht :-(
Wie ich geschrieben habe, knapp vor Seite 200 habe ich das Handtuch geworfen, bzw. das Buch entsorgt...
Wahrscheinlich war einfach der Zeitpunkt nicht der richtige, um dieses Buch zu lesen.

Auch dir einen schönen Tag
Hausfrau Hanna

PS.Dein Kommentar führt möglicherweise dazu, dass ich das Buch wieder aus dem Altpapier fische und später nochmals zu lesen beginnen... :-)

Anhora hat gesagt…

Sind wir ein bisschen unentschlossen? *lach*

Lass das Buch mal im Altpapier. Bücher sind so verschieden wie ihre Leser, und zu dir passen offenbar andere Bücher. Es muss einen schon packen, schließlich soll Lesen Spaß machen, sonst kann mans ja lassen. Was hat dir denn in letzter Zeit am besten gefallen von deiner Lektüre?

Interessiertes Grüßle
Anhora

Hausfrau Hanna hat gesagt…

"Sind wir ein bisschen unentschlossen? *lach*"


Liebe Anhora,
ja, wir sind;-)

Im Moment bin ich thematisch voll auf Norden eingestellt, auf 'Elche, Glögg und Mord im Schnee'...;-)
Hauptsache: Spannend!

Einen schönen Tag wünscht
Hausfrau Hanna