Zwei oder drei Küsse?

29.04.2011





Ich habe drei Küsse gesehen.
'Die Grosse' hingegen nur zwei. Wir stritten ein bisschen hin und her, wer recht hatte.
Hausmann konnte auch nicht helfen, da er genau in dem Moment, als sich Prinz und Prinzessin auf dem Balkon des Königsschlosses küssten, in der Küche die zweite Pizza in den Ofen schob.
Wir assen die Pizza übrigens vor dem Fernseher und von Hand. Um auch ja nichts zu verpassen.
'Die Grosse' konnte es nicht lassen und zappte immer wieder durch die hochzeitsübertragenden Kanäle.
RTL gewann, weil uns Katja, die lispelnde Reporterin, am besten gefiel:
"Kate thieht auth wie eine Hollywood-Thönheit!"
Am Ende, als die Balkontüre geschlossen und der Nylonvorhang gezogen war, waren wir uns alle drei einig:
Wir fanden die Hochzeit etwas langweilig und fade.
Auch vier Küsse hätten daran nichts geändert. 

PS. Und so war der einzige wirkliche Höhepunkt die knusprige, auf den Punkt gebackene Pizza, in die wir herzhaft bissen,
meint Hausfrau Hanna

Was Psychoanalyse mit horrendem Salär und Bettnässen zu tun hat...

27.04.2011


In einem Interview im 'Magazin' beantwortete der Verwaltungsratspräsident der Novartis (der ausserdem bis 2010 auch noch Konzernchef war) u.a. Fragen zu seinem Einkommen. Dieses Einkommen ist übrigens so astronomisch hoch, dass ich die genaue Zahl jeweils ganz schnell wieder vergesse...
Viel spannender allerdings fand ich Daniel Vasellas Aussage, dass er vor einigen Jahren eine Psychoanalyse gemacht hatte. Das, ich gebe es zu, hätte ich dem Spitzenmanager nicht zugetraut.
In einer Psychoanalyse geht es grob zusammengefasst um Selbsterfahrung und Selbsterkenntnis, die im günstigen Fall eine positive, nachhaltigeVerhaltensveränderung bewirken.

Eine Woche später gab es als Reaktion auf das Interview einige Leserbriefe.
Einer stach besonders hervor.
Er war von einem Psychiater verfasst.  Dieser stellte den Therapieerfolg mit folgendem Psychiaterwitz in Frage:

"Hat dir dein Analytiker eigentlich gegen das Bettnässen helfen können?"
"Nein, aber es macht mir nichts mehr aus."




PS. Diese Pointe lässt mich im Moment das nicht-mehr-zeitgemässe oder wegtherapierte schlechte Gewissen von Früher zurückwünschen. Ämmel für gewisse Leute,
meint Hausfrau Hanna

Der schönste Tag im Leben!

26.04.2011

Kate Middleton, die Tochter aus reichem, bürgerlichen Haus, musste lange auf die Verwandlung zur Prinzessin warten.
An diesem Freitag wird ihre Geduld belohnt mit der Einheirat in die Königsfamilie der Windsor & Wales. Zwar wollen laut einer Umfrage der englischen Presse nur wenige tauschen mit ihr.
So wenig erstrebenswert erscheint heute der Prinzessinnenstatus. Und so schwer wiegt die Bürde...
Nicht mehr getragenes Ausstellungsstück im Schloss Drottningholm

PS. Dazu muss sich die königliche Braut mit der Last einer langen, unbequemen Schleppe herumplagen und einem Diadem, das wahrscheinlich pochende Kopfschmerzen verursacht.

Und das am schönsten Tag ihres Lebens,
meint mitleidig Hausfrau Hanna

Die ersten Spargeln

25.04.2011

Wir hatten die ersten Spargeln. Aus dem Badischen. Mit etwas Mayonnaise und neuen Kartöffelchen, die man in der Schale lassen kann.
Spargeln sind etwas Wunderbares!
Sie haben e i n e n einzigen Nachteil. Und den riecht man.
Und dieser Geruch wiederum hat in der Tiefe  diese Erinnerung ausgelöst:

Es war im Frühling 1995.
Für eine berufliche Weiterbildung zogen wir uns in ein ruhiges Begegnungszentrum im Jura zurück.
Die Doppelzimmer waren nur mit dem allernotwendigsten ausgestattet: Bett, Nachttischchen, Kasten und Lavabo. Die Gemeinschaftsdusche befand sich draussen auf dem Gang. Die Toiletten, je eine pro Stockwerk, ebenfalls.
Zum Abendessen gab es Spargeln.
Der Küchenchef wollte wohl etwas ganz Besonderes aufstellen, da an diesem Wochenende der Bischof mit seinen Leuten ebenfalls für eine Auszeit zu Gast war.
Da sassen wir nun alle im gleichen Speisesaal.
Wir assen Spargeln, tranken nicht zu knapp Weissen dazu und schauten immer wieder verstohlen hinüber zum bischöflichen Tisch. Vor allem RosaMaria, die einzige Katholikin in unserer Gruppe.
Nach dem Essen passierte es dann.
Spargeln sind nicht nur gesund, sie wirken auch harntreibend.
Und da es bloss diese zwei Toiletten für vielleicht vier Dutzend Menschen gab, mussten wir anstehen im Korridor.
Alle, die zur Türe heraustraten, sahen etwas peinlich berührt aus und klärten die Wartenden auf.
Bald schon stank es bis in den Gang hinaus nach abgegangenem Spargelwasser. 
Wir lachten leicht verkrampft.
Dann schoss RosaMaria mit ihrem gesegneten Humor den Vogel ab:
"So, jetzt habe ich zuhause etwas zu erzählen. Ich habe nicht nur die Wirkung von Spargeln erfahren an diesem Wochenende, ich habe dazu noch mit Bischof Vogel geschlafen..."
Hier legte sie absichtlich ein Kunstpäuschen ein, um dann fortzufahren:
"...unter dem gleichen Dach nämlich!"
Da war es definitiv um uns geschehen. Wir bogen uns vor Lachen. Und als  zwei Männer aus des Bischofs Entourage völlig entgeistert an uns vorbeigingen, brachen wir noch ganz zusammen.


PS. Übrigens erfuhren wir wenige Wochen später vom Rücktritt des im Bistum sehr beliebten Bischofs.
Er bekannte sich zu seiner Partnerin und einem Leben mit ihr und dem Kind, das sie von ihm erwartete.

Frohe Ostern

23.04.2011


Die Taube ist zwar kein typisches Ostertier.
Aber ein Hase, ein Huhn oder ein Lamm wollten mir partout nicht über den Weg laufen diese Woche...




PS. Und deshalb wünscht Hausfrau Hanna allen hier Vorbeischauenden mit dem leise und liebevoll gurrenden Täubchenpaar

Frohe  Ostern - Glad Påsk!



Woher - wohin?

21.04.2011


"Ist es nicht wunderbar,
dass wir nicht wissen,
woher wir kommen,
wohin wir gehen?
Das Wissen
würde das Wunder
zerstören."



PS. Wahrscheinlich waren auch die Selbstversuche mit der bewusstseinserweiternden Substanz LysergSäureDiäthylamid mitbeteiligt, dass der Chemiker und Forscher Albert Hofmann in seinen späten Jahren zu so weisen, wahren, wundervollen Worten gefunden hat - 
meint Hausfrau Hanna.

Voll Sehnsucht nach dir...

20.04.2011

Ein schönes Lied.
Ein schöner Text.
Und immer, wenn etwas schön ist, aus Schweden...



Im Refrain ist ein Streichinstrument zu hören, das typisch ist für nordische Musik. Die Nyckelharpa. Oder etwas frei übersetzt die Schlüsselgeige. Im Ton ähnelt die Nyckelharpa einer Bratsche, sie wird jedoch auf dem Oberschenkel ruhend gespielt.

Im Lied geht es um die Sehnsucht. Und das Ahnen um einen Himmel hier auf Erden.
Es geht natürlich um die Liebe und den Mann, der mit seiner Zärtlichkeit alle Sorgen, Schmerzen, Schatten und Dunkelheit auflöst.

PS. Das  i s t  doch schön, oder?
Meint ganz ergriffen Hausfrau Hanna

Fortbewegungsarten

19.04.2011


Rennen, laufen, joggen oder seckeln - wie Kinder hier sagen - ist eine Fortbewegungsart, die momentan wieder Hochkonjunktur hat.
Die Saison ist eröffnet.
Die Sportlichen fallen Bienenschwärmen gleich über die Fusswege her.
Viele machen dabei keine gute Falle. Mein geschultes Auge sieht  die eingesunkenen Haltungen, das Zuviel an Schweiss und Röte im Gesicht, die eingeknickten Füsse, die nach innen gedrehten Beine. Ganz oben dann kompensieren gespannte Schultern und halten das ganze Gerüst fest.

Stockholm-Marathon 2010

PS. "Gesund, gesund kann das nicht sein..."  sorgt sich Hausfrau Hanna
PPS. Zum gleichen Thema machte sich BodeständiX ebenfalls seine Gedanken. Hier lesen!
PPPS. Und auch bei Theomix geht es um Fortbewegung: Das Bahnfahren.

Trevlig resa heisst gute Reise!

16.04.2011

Morgen fliegen 'die Grosse' und 'die Kleine' mit ihren Eltern nach Stockholm, um mit ihren schwedischen Verwandten Ostern zu feiern.
Da man in Schweden den Osterhasen nicht kennt, der überall in den Gärten die bunten Eier für die Kinder versteckt, ist man nicht so vom Wetter abhängig.
Trotzdem.
Ich wünsche sonniges Wetter und angenehme Temperaturen.
Hela familjen (die ganze Familie) verbringt Ostern nämlich in der stuga (Sommerhaus) draussen auf der Schäreninsel.
Ohne Ofenheizung...

 'Triakel' spielt auf!


PS. Für solche österliche Ausflüge bin ich nicht abgehärtet genug,
meint trotz allem etwas heimwehgeplagt
Hausfrau Hanna

Einerseits - andererseits...

15.04.2011


Schweden ist eine moderne, aufgeschlossene Demokratie. Und hat als Staatsoberhaupt einen König...

'Kronprinzessin Victoria' und ihr 'Prinz Daniel' vor ihrer Trauung in der Drottninggatan...;)


Schweden hat weltweit am meisten Fahnenstangen, an denen das goldblau leuchtende, nordische Kreuz im Winde  flattert. Und steht trotzdem allem Nationalisten kritisch und distanziert gegenüber...

Hausfrau Hanna fähnchenschwenkend an der königlichen Hochzeit


Schweden und Schwedinnen jeden Alters legen weniger Wert auf abgestimmte Mode, kleiden sich unkonventioneller und frischer...

 


... und haben dennoch keine Berührungsängste vor traditionellen Kleidern und Trachten:

Am schwedischen Nationalfeiertag 6.Juni 2010






Astrid ersetzt Selma!

14.04.2011


Schweden bekommt neugestaltete Kronen.
Aus Papier.
Auf dem bescheidenen 20-Kronennötli, das sich in jedem Kindergeldbeutelchen befindet, wird Selma Lagerlöf ersetzt durch Astrid Lindgren.
2014 wird Nils Holgersson seine Reise durch Schweden beenden und Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter oder Karlsson vom Dach Platz machen.

Die stets um Ausgleich und Gerechtigkeit bemühten Schweden verteilen die Sujets hälftig auf Frauen und Männer:
Greta Garbo, die schöne, geheimnisvolle Filmschauspielerin wird vom 100er lächeln.
Der Film- und Theaterregisseur Ingmar Bergman auf dem 200er.
Auf den höchsten Schein, den 1000er, schafft es Dag Hammarskjöld, der UN-Generalsekretär.
Die Operndiva  Birgit Nilsson auf den 500er.
Und ein weiterer Musiker, der populäre Evert Taube, auf den 50er.


Evert Taube 


PS. Nur den König sucht man wieder vergebens.
Aber der lebt ja auch noch...

Kuchen und Spiele

13.04.2011

Sommersonntag im April.
Die Blätter an den Platanen knospen hervor, bilden aber noch kein schliessendes Schattendach.
Nahe des Flusses schauen wir im grellen Sonnenlicht einem Boule-Turnier zu.
Auf dem Platz herrscht eine mediterran heitergelöste Stimmung.
Frauen sorgen für das leibliche Wohl. Sie geben an einem Stand Essen und Trinken aus.
Wir entscheiden uns für selbstgemachten Apfelkuchen und Kaffee und setzen uns zum Essen auf einen flachen Stein.
Es sind fast ausschliesslich Männer, die konzentriert und treffsicher die Metallkugeln werfen.
Ein unrasierter, müde wirkender Endfünfziger wartet auf seinen Einsatz:
"Beim nächsten Wechsel will ich gegen eine sexy Frau spielen", höre ich ihn sagen.
Oha!





Hausfrau Hanna will sich neu entdecken

12.04.2011

Es regnet in Strömen.
Und in der neuen Ausgabe der 'Brigitte Woman' habe ich soeben den Artikel 'Wer sich neu entdeckt, kann sich neu erschaffen', gelesen. Die Yogaexpertin Anna Trökes und der Neurobiologe Gerald Hüther geben Auskunft, was für positive Auswirkungen Yoga auf die psychophysische Gesundheit des Menschen hat.

"Sich neu erschaffen ohne Stress und Leistungsdruck, das hat etwas für sich", denke ich, " ich könnte es ja versuchen. Angebote gibt es in Hülle und Fülle. Oder aber ich übe doch zuerst allein und mit diesem Video":



PS. In den letzten 10 Jahren veröffentlichte Anna Trökes übrigens 30 Bücher.
Etwas viel,
meint unterdessen schon wieder leicht verunsichert Hausfrau Hanna

Frühlingsgrün

11.04.2011

"Liegt es am Frühling, dass sich schwarze Politiker plötzlich zu grünen wandeln?"

fragt sich heute Hausfrau Hanna

Von rohem Fleisch, Hamburgern und Kleingedrucktem

09.04.2011

Ich kannte einmal einen Mann, bei dem war ich nicht sicher, ob er ein Nachfahre der Tataren, dieses wilden Reitervolkes aus dem Osten, war. Von den Tataren wurde nämlich behauptet, sie hätten rohes Fleisch unter den Sätteln gelagert, um es beim stundenlangen Reiten weich und geniessbar zu machen.
Reiten tat er zwar nicht, mein friedlicher Tatarenbekannter.
Er besuchte für den Tatargenuss ein Traditionslokal in der Stadt.
Die 'Brötlibar'.
Überfiel ihn nämlich beim Ausgang in die Stadt der Hunger, konnte er nicht anders und verschlang dort Rohfleischbrötchen mit Zwiebelgarnitur. Und zwar nicht bloss deren drei.
An einem Abend sollen es ...
...20 Stück gewesen sein.


Das Kleingedruckte bitte beachten... !

PS. Die Geschichte vom Tataresser fiel mir übrigens wieder ein, als ich dieses Werbeplakat in der Stadt entdeckte...

PPS. Es muss nicht unbedingt Tatar sein -  an diesem sommerlichen Frühlingswochenende schmeckt auch Gegrilltes gut,
meint Hausfrau Hanna

Hausfrau Hanna schwärmt

08.04.2011

Soeben habe ich Elisabeths E-Mail gelesen mit dem Fernsehtipp für heute Abend:

"Hej!
Vill bara tipsa om att "Så ska det låta" har börjat sändas på TV igen - minns att du gillade det lika mycket som jag. Hittills har tre avsnitt sänts, det första var underbart, det andra ok och det tredje bra.
Ikväll sänds det fjärde...Längtar!..."
 
Bereits seit 1997 gibt es die Musikshow im schwedischen TV. Und ist ein absoluter Renner...
Den ich übrigens während meines achtwöchigen Stockholmaufenthalts im letzten Jahr kein einziges Mal verpasst habe.
Freitagabend um 20 Uhr geschah immer dasselbe Ritual:
Hausfrau Hanna breitete sich im Sessel von IKEA aus, das Glas Rotwein und den Teller Bioköttbullar vor sich... dann konnte es losgehen.
Selten habe ich mich so gut unterhalten - und wie nebenbei noch Schwedisch gelernt:


PS. Chuck Berry är nummer ett för denna låten, men Brolle du är också underbar,
svärmar Hausfrau Hanna ;-)

PPS. Hier, wen es interessiert, noch die Übersetzung von Elisabeths Mail:
"Ich will dich nur darauf aufmerksam machen, dass "Så ska det låta" wieder im TV ausgestrahlt wird - ich erinnere mich, dass du die Sendung genauso genossen hast, wie ich. Bis jetzt wurden drei Sendungen ausgestrahlt, die erste war wunderbar, die zweite ok und die dritte gut.
Heute Abend wird die vierte gesendet... ich warte sehnsüchtig!..."

Storchgeklapper

07.04.2011


Zwar liess ich mir die Geschichte vom Storch, der den Eltern die Kinder bringt, als Kind nicht einfach so unterjubeln. Zu fadenscheinig erschien sie mir.

Letzte Woche nun wurde ich unsicher, ob im Märchen nicht doch ein wahrer Kern steckt.
Hoch oben auf dem Mast, direkt vor der neugotischen Kirche, führte nämlich ein Storchenpaar seinen Paartanz auf.
Es tat das zärtlich.
Und vor aller Augen:



PS. Das könnte an diesem passenden Ort doch Segen bringen! Kindersegen...
Vom Storch vorbeigebracht, meint Hausfrau Hanna ;-)

Über die Grenze

06.04.2011

Gestern hab ich es zeitlich nicht geschafft zu bloggen.
Und heute habe ich fast schon Entzugserscheinungen.
Deshalb melde ich mich ganz kurz, bevor ich mich über die benachbarte Grenze fahren lasse.
Mit dem ÖV natürlich... ;-)

PS. Ab Morgen wieder wie gewohnt,
verspricht Hausfrau Hanna

Zwischen zwei Haltestellen (17)

04.04.2011


Ich fahre im gelbroten Bähnlein, dem wir als Jugendliche 'Crèmeschnitten-Express' gesagt haben, ins enge Tal hinauf.
Im Viererabteil nebenan sitzt eine Frau. Den Fensterplatz hat sie dem 'schnüfeligen' Bub überlassen. Grossmutter und Enkel, wie ich vermute.
"Omi", sagt nach einer Weile des Hinausschauens und Staunens der Kleine mit seiner hellen Kinderstimme, "du bisch alt, gäll?"
"Mh", bestätigt die in meinen Augen nicht alte Grossmutter, "und dann gibt es noch die ganz alten Leute."
Der Bub sieht zufrieden aus.
Dann sagt er: "Omi, ich bin auch alt. Ich gehe nämlich bald in den Kindergarten."

Väder heisst Wetter...

03.04.2011

Fällt mir sonst nichts ein, kann ich ja übers Wetter schreiben.
Wetter passt immer.
In Stockholm warten die Leute auf den Frühling und hoffen auf solches Wetter.
Denn "Många är trötta på kalla nätter och plötsliga snöfall. Men mildare väder och solchanser väntar i helgen". 
(Viele sind der kalten Nächte und des plötzlichen Schneefalls müde. Aber am Wochenende warten milderes Wetter und Chance auf Sonne).

Mild bedeutet dann wohl 8 Grad...


PS. Bei uns 25 Grad. Es ist Sommer!

Zwischen zwei Haltestellen (16)

01.04.2011

Gestern im Bus.
Im Sitz hinter mir telefoniert einer. Aufgestellt und laut.
Plötzlich fällt der Begriff 'TimeOut-Musik'.
Wenn es um Musik geht, werde ich aufmerksam.
Es geht um eine Komposition. Mit Strophe und Refrain, Freestyle und Rap.
Am Natel wird alles genau besprochen. Ein gut eingespieltes Team.
"Ich mache die Strophen. Du den Refrain. Die Kids übernehmen den Rap."
Der hinter mir Sitzende bestätigt alles mit vielen "Ok, ok, ok, ok..." und "das ist cool".
Seine Begeisterung steckt mich an.
Als er sein Gespräch beendet hat, drehe ich mich um und frage ihn, was denn 'TimeOut-Musik' sei.
Der Mann erzählt, dass er am Samstag bei einem Event mitmache, der viele attraktive Angebote  für Jugendliche im Programm habe. Der Song sei ein Teil davon.
Während er mir alles genau erklärt, drückt er den Halteknopf im Bus, steigt aus und lässt mich etwas perplex zurück.
Denn der Eventveranstalter ist das 'Blaue Kreuz'.