Die ich in mir trage...

20.11.2011


Letzter Sonntag vor dem 1.Adventsonntag.


Totensonntag oder Ewigkeitssontag.
Heute wird in den Gottesdiensten der Menschen gedacht, die während des Kirchenjahres gestorben sind.
Die Glocken der benachbarten reformierten Kirchen haben begonnen, den Gottesdienst einzuläuten.
Ich öffne für einen Moment die Balkontüre.
Soeben fällt die letzte Glocke ein.
Das Geläute klingt, ich bilde es mir wahrscheinlich nur ein, etwas dunkler und schwerer als sonst.
Ich besuche keinen Gottesdienst.
Ich trage die mit mir verbundenen Verstorbenen in mir.
Und lese Hilde Domins Gedicht.
Wieder und wieder.
Denn einmal genügt nicht.


Jeder der geht
belehrt uns ein wenig
über uns selber.
Kostbarster Unterricht
an den Sterbebetten.
Alle Spiegel so klar
wie ein See nach großem Regen,
ehe der dunstige Tag
die Bilder wieder verwischt.

2 Kommentare:

Sofasophia hat gesagt…

liebe hausfrauhanna - nicht nur die schwedenliebe teilen wir uns, nein, du magst auch hilde domin! wie schön. ich mag dein blog und darum verleihe ich dir hiermit den „Versatile Blog Award“. er berechtigt dich dazu, deinen leserInnen sieben möglicherweise bis anhin verschwiegene details aus deinem leben zu verraten.
du kannst ihn hinterher an fünfzehn andere mitbloggerInnen verleihen.
die regeln findest du hier: http://sofasophia.wordpress.com/2011/11/20/ausgezeichnet/
herzlich, d.

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Ich verweise,
liebe Sophasophia,
auf meinen aktuellen Blogbeitrag.
Den aufzuschalten ganz schön zu tun gegeben hat... ;-)
Mit einem herzlichen Danke für die Auszeichnung
Hausfrau Hanna