"Über mir ein Himmel"

06.09.2012

Herbststimmung.
Noch kann die Balkontüre halb geöffnet bleiben.
Die Samen der Wunderblumen sind schwarz und reif zum Einsammeln.
Mit vornüber gebeugten Köpfen verblühen die Sonnenblumen in ihren grossen Töpfen.
Am nebligen Himmel fliegen die letzten Schwalben.
Und ich habe die zwei Gedichtbände von Luisa Famos neben mir liegen.


Über mir ein Himmel
Weit
Schweigend.
Das Lied eines Vogels
Weckt mich.
Ich sehe wie er
Den Himmel quert
Ohne Spur.
So auch ich.
Und was bleibt
Sieht niemand.
Und doch bleibt alles.
 
geboren 1930 in Ramosch
gestorben 1974 in Ramosch

2 Kommentare:

Quer hat gesagt…

So schön und direkt zu Herzen gehend - ja sie schrieb berührende Texte!
Ich habe das Arche-Bändchen von ihr: herzergreifend.

Liebe Grüsse in den Tag,
Brigitte

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Luisa Famos,
liebe Frau Quer,
gehört zu meinen Lieblingslyrikerinnen. Ihre einfachen, klaren Gedichte gehen direkt ins Herz - und sie liebte (wie ich!) den Herbst.

Herzlich Hausfrau Hanna