Das Siegerlied: Der Neujahrsballon!

31.12.2014


Letzter Tag des Jahres.
Ich erinnere mich an diesen Beitrag, den ich im Mai geschrieben habe.
In einer schwedischen Musiksendung wurde der beste Schlagertext für ein neukomponiertes Lied von Benny Andersson gesucht.
Was bei uns schwer vorstellbar ist, ist in Schweden normal:
Ein Literaturwissenschaftler und Essayist, Horace Engdahl, verfasste ebenfalls einen Text, liess sich von einem kleinen Neujahrsballon inspirieren und gewann den Wettbewerb.
Und weil Text und Musik so schön zum Jahreswechsel passen, kommt hier das Siegerlied:



PS. Füllt heute um Mitternacht beim Klang der Glocken nicht nur eure Gläser zum Anstossen, sondern füllt auch einen kleinen Heissluftballon mit euren Wünschen!
Und lasst ihn dann als Lichtpunkt zum Himmel steigen...

Kommt gut ins Neue Jahr!
Hausfrau Hanna 

Beschneite Stadt

30.12.2014



Ein Schneemann war etwas Vergängliches.
Dennoch bauten wir ihn in jedem Winter zusammen.
Aus Schneekugeln.
Die Kohlenaugen auf gleicher Höhe, die Rüeblinase gerade.
Aus Steinen der vergnügte Mund.
Vater musste auf seine Pfeife verzichten. 
Und Mutter auf den Besen, den wir in die Armhöhle drückten.
Fertig.


Heutiger Schneemann


PS. Vorgestern ist endlich, endlich Schnee gefallen, hat die Stadt mollig eingepackt und Erinnerungen geweckt... :)

Standhaft bleiben

28.12.2014


Weihnachten ist vorbei.
In der Migros sind seit gestern die Geschenkpackungen Pralinés zum halben Preis erhältlich.
Und jetzt wird es Zeit, eine Liste für die guten Vorsätze im neuen Jahr anzulegen...






Frohe Weihnachten! Glad Jul!

24.12.2014


Gestern war so etwas wie Vor-Weihnacht.
Die Sonne schien am leuchtend blauen Himmel, und ich machte mich auf den Weg.
Im zweitschönsten Dorf des Landkantons besuchte ich den Dom, der nach langer Renovations'pause' wieder geöffnet war.
Im Innern tönte weihnächtliche Flöten- und Orgelmusik.
Ein Duo übte für den Weihnachtsgottesdienst.
Kleinkindgrosse Krippenpuppen waren aufgestellt.
Und Maria schien genau die Frage zu stellen, die  Ängelchen auf ihre Zeichnung geschrieben hatte:  "Josef, wie lange brauken wir noch bis nach Bethlehem?"



Ein Mitarbeiter war beschäftigt mit dem Aufstellen der weihnächtlichen Szene. Er trug die drei Könige an ihren Platz. "Sie sind noch unterwegs", sagte er und richtete dann sorgfältig und genau die Arme und Köpfe der Weisen aus dem Morgenland.
Genau in diesem Moment ertönte das  'O du fröhliche' durch den riesigen Kirchenraum.
Und eine Familie sass ganz still da und staunte.


PS. Und ich wünsche allen hier Lesenden Fröhliche, helle Weihnachten! 
Jag önskar alla mina bloggvänner och alla andra som kikar in här en riktigt God Jul! 

Weihnachtsgrüsse aus dem Schloss

20.12.2014


Drei Dinge sind im Advent für Hausfrau Hanna ein absolutes Muss. Und selbstverständlich haben alle drei mit Schweden zu tun:
Zum einen sind das die Tässchen mit heissem Glögg. Dieses Jahr einen überaus edlen aus dem südschwedischen Småland, der fruchtig nach Preiselbeeren schmeckt und nicht zu süss ist.
Dazu Pepparkakor, dünn wie Oblaten, die auf der Zunge zergehen und einen wunderbaren Lebkuchengeschmack im Gaumen hinterlassen...

.

Und gestern als Krönchen auf dem i die Weihnachtsgrüsse aus dem Schloss... :)

PS. Hausfrau Hannas kleine Hilfe zum besseren Verstehen:

"Vad säger tomten när han kommer in?"
"Ho ho! Det finns snälla barn!"

"Was sagt der Weihnachtsmann, wenn er hereinkommt?"
"Ho ho! Hier hat es liebe Kinder!"

PPS. Süss, die kleine Prinzessin Estelle! Schwedisch eben... 

Hinter der Glasscheibe

19.12.2014


Dieses Frohlocken, 
Tanzen, Drehen und Springen!
Einfach nur so.
Einfach nur froh.
Weihnachtsfroh...



PS. Ein frohes 4.Adventswochenende - einfach nur so,
wünscht allen 
Hausfrau Hanna




Wachengel

18.12.2014


Wie jedes Jahr in der Adventszeit.
Die Durchsagen der Polizei ab Band im Tram und im Bus, dass man achtgeben soll auf die Handtasche und das Portemonnaie.
Dabei wachen nie so viele güldne Engel über uns...



Ein ultimativ neuer Farbton!

17.12.2014


Heute fand ich dieses Bild im Mailfach vor, das mir die in Frankreich lebende Madame Smilla geschickt hat:

 Bild Madame Smilla  

Gestern hat Madame Wolle gefärbt, die von ihren Schafen mit so wundervollen Namen wie Estelle, Echalotte oder Estragon, stammt.  Hier!
Eigentlich hätte die Wolle ROT werden sollen. 
Nach dem Besuch auf meinem Blog wortschöpfte Madame S. jedoch spontan eine ganz neue Farbbezeichnung für ihre eigenwillige Kreation: 
Elchgeweihrosé!
Ich empfehle, den Begriff sofort patentieren zu lassen...
... möchte jedoch anfügen, dass das gestern kein Elch war.

Sondern ein Rentier... 




Schaut! Hier seht ihr ins...

16.12.2014


... Rentiergehege des städtischen Zoos.
Besonders augenfällig ist das männliche Leittier mit seinem prachtvollen, riesigen Geweih. Hoheitsvoll und königlich, wie es dieses trägt. Und dabei weder in die Knie geht, noch einbricht...




Rentiere sollen (so habe ich es gelesen und auch geglaubt) schüchterne Tiere sein...



Bei jedem ihrer Schritte knirschen und knacken die Sehnen.
Das habe die Natur so eingerichtet, damit sich die Herde während der winterlichen Nebel oder im dichten Schneefall in der Tundra nicht verliere...


PS.  Das ergibt Sinn! 
PPS. Auch wenn ich persönlich das Geräusch noch nie wahrgenommen habe...



Frühling im Winter

15.12.2014


Am Samstagnachmittag bei frühlingshaften 11 Grad.
Wie an der Riviera sitzen die Menschen auf der Treppe, geniessen den Moment.
Sie essen, trinken, hören Musik, füttern die Möwen...



... und ein leicht bekleidetes, sportliches Männerquartett zelebriert seinen Auftritt:



Kurze Zeit später schwimmen sie publikumswirksam vorbei.
Zwei von ihnen erwische ich im Gegenlicht.
Und eine Möwe, die ihnen vorausfliegt... ;)






Lilasilberner Aufsteller!

13.12.2014


Gestern bekam ich per Post eine Zeichnung von Ängelchen.
Auf dem puristisch ganz in Lila gemalten Hintergrund klebten zur Dekoration unzählige Silbersternchen.
Genau im Zentrum zeichnete Ängelchen ein grosses Porträt der Maria und liess diese ihren auf dem Blatt keinen Platz mehr gefundenen Mann fragen:

"Josef, wie lange brauken wir noch bis nach Bethlehem?"



PS. Ich wünsche allerseits ein frohes 3.Adventswochenende und ein bisschen Zeit für die lila und silbernen Sternschnüppchen... :)
Hausfrau Hanna

Dem Wetter entfliehen...

11.12.2014


Wenn es im Dezember grautrübneblig ist, geht man am besten an einen Ort, wo das Wetter keine Rolle spielt.
Entweder ins Kino.

Oder in den Zolli:










Ein Hund erlebt die Stadt!

10.12.2014


Heute Morgen hatte ich eine ganz besondere Mail im Mailbriefkasten.
Sie war von Tuba.
Tuba ist ein Hund, ein Kromfohrländer.
Er ist übrigens massgebend daran beteiligt, dass sich meine uralten, tiefsitzenden Kinderängste Hunden gegenüber etwas aufzulösen begannen.
Nun, gestern waren Tuba und Hundepartnerin Wurzel mit Frauchen Lisette in der Stadt.
Stadttraining nennt man das.
Leider haben wir uns dabei verpasst...


PS. Wer gerne einmal aus der Sicht eines Hundes die Stadt erlebt, hier geht es zu Tubas Bericht!

PPS. Tuba ist auch in meiner Blogroll 'Gernbesuchte Seiten'.
Viel Vergnügen!



Zwischen zwei Haltestellen (69)

08.12.2014


O, o, o, wie sind wir alle froh,
wenn der Nikolaus wird was bringen
und vom Tannenbaum wir singen,
O, o, o, wie sind wir Kinder froh. 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben


PS. Am Samstag kam der Nikolaus nicht zu Fuss (und auch nicht mit dem Esel):
Er kam per Schlauchboot.

PPS. Und fuhr wahrscheinlich direkt weiter zu den Kindern nach Rotterdam... ;)

Zwischen zwei Haltestellen (68)

06.12.2014


In den letzten 24 Stunden fand jemand den Weg in mein Blog mit diesem Suchbegriff:

hausfrau singt an haltestelle

Damit es klar ist: Die singende Hausfrau war im Fall nicht ich.
Nun, was nicht ist, kann ja noch werden!
Die Idee, irgendwo in der Stadt an einer gut frequentierten Haltestelle zu singen, oder an einem Plätzchen zwischen zwei Haltestellen, hat etwas.
Dazu eine Ukulele.
Die vier Griffe, die ich als Kind konnte, beherrsche ich immer noch.
Und dann fehlt nur noch eine knackige, kecke Zeile auf dem Spendenkartonschächtelchen.
Um den Vorbeieilenden und hoffentlich auch Stehenbleibenden das  Loslassen zu erleichtern...


"Übergewicht loslassen!"

PS. Ein schönes, gelöstes und gut austariertes 2. Adventswochenende wünscht allerseits
Hausfrau Hanna

Schaut! Hier...

05.12.2014


... stimmt etwas nicht:



PS. Knifflig! Auch ich benötigte gestern Zeit und musste mehrere Male hinschauen ;)

Ohne Brimborium!

04.12.2014


Als Mädchen schwärmte ich für Federica de Cesco.
Ihr Buch 'Der rote Seidenschal' verschlang ich mehrere Male, und es liess mich von einem Leben mit Chee, dem Jungen mit den goldenen Augen, tagträumen.
Dass die Autorin ein genauso aufregendes, spannendes, abenteuerliches Leben führte wie ihre Hauptfiguren im Buch, nahm ich als gegeben und selbstverständlich an.
Ein solches Leben schwebte mir auch vor. 

Mein Leben gestaltete sich dann aber ganz anders. 
Unzufrieden bin ich deswegen nicht geworden. 
Im Gegenteil... :)
Vor einiger Zeit las ich ein Interview mit der schwedischen Autorin Susanna Alakoski.
Kurz, knapp und ohne Brimborium sagte sie: 
"En författare måste tycka om ord.
En författare måste tycka om att vara ensam.
Författare är ganska tråkiga människor."





PS. Was sich übersetzt so anhört:

"Eine Schriftstellerin muss das Wort lieben.
Eine Schriftstellerin muss das Alleinsein lieben.
Und Schriftstellerinnen sind ganz langweilige Menschen."

Adventsspende

02.12.2014



Gestern hatte ich es eilig.
Ich steuerte, ohne nach links oder rechts zu schauen, die Hauptpost an und nahm dabei überhaupt keine Notiz von dem beim Eingang aufgestellten Spendenplakat mit angefügtem Kässeli.
Bei der Eingangstüre trat unvermittelt und völlig unerwartet eine junge Frau auf mich zu und redete mich an. So laut, forsch und distanzlos, dass ich erschrak und etwas unwirsch "So können Sie nicht auf die Leute losgehen!" bellte.
Als ich die Post wieder verliess, sprach mich einer der jungen Männer, der ebenfalls bei der Spendenaktion mitmachte, an.
Er fragte mich, wie sie das besser machen könnten in Zukunft, sie seien nämlich neu und hätten noch keine Erfahrung.
Er tat das so freundlich und bezogen, dass sich wie von selbst ein gutes Gespräch zwischen uns entwickelte.
Die junge Frau hörte still zu.
Dann verabschiedeten wir uns.
Und ich wünschte ihnen eine gute Zeit und eine erfolgreiche Spendenaktion.


Hausfrau Hannas Spendenselfie 

PS. Meine vorweihnachtliche 'Strassenspende'  gab ich allerdings den beiden Männern von der Aidshilfe, die mich mit einem Kässeli in der Hand am Samstag in der Innenstadt ansprachen.
Meine Mutter hätte von ihnen gesagt: "Die zwei haben den 'Comment'!"  :)

Hausfrau Hanna öffnet die Adventsstube...

01.12.2014


... und tischt etwas Aufgewärmtes von vor vier Jahren auf:
Hier zu lesen!








Zum ersten Advent

28.11.2014


Anna. Helen. Rigmor.
Drei schwedische Sängerinnen. 
Sie singen und interpretieren einen Abendpsalm von Ola Magnell
Vilken underbar sång. Tårar är på väg. Näsduk fram...



PS. Sinngemäss verstehe ich den Text, schaffe es jedoch nicht, ihn gut auf Deutsch zu übersetzen. Jättestort tack om någon tar på sig och översätter texten:

Solen rodnar i nordväst         
se dej om du jordens gäst
invid almen som till sist        
börjat falla kvist för kvist
gråt och glädje glimtar till     
som ett solregn i april
att vi lever att vi dör  
kan vi knappast lastas för

Sköra minnen kom och gick  
I den lugna stund vi fick
Innan larmen gick igång        
och vi glömde jordens sång
gäckad kärlek, gammalt groll
spelar tids nog ut sin roll
men det stora sveket känns   
tills vi nalkas tidens gräns

Nattens oro, tidens krav        
ger mej lust att kliva av
medan benen alltjämt bär      
till en vän jag håller kär
Låt oss hedra ljusets kraft     
och den goda tid vi haft
Men nu vitnar än en alm       
och den får min aftonpsalm.



Ein Zitat ist nicht das Buch!

27.11.2014


Kürzlich in der öffentlichen Bibliothek.
Ich blieb bei den Regalen (Schäften...!) mit den Lebenshilfebüchern und Ratgebern stehen, liess die Augen über die Titel wandern, griff spontan zu einem der neu erschienenen Bücher und blätterte darin. Dieses Anfangszitat liess mich das Buch ausleihen:


"Liebe ist der Sinn - Dialog der Weg - Würde das Prinzip."

Michael Cöllen 





PS. Zuhause begann ich unverzüglich zu lesen, gab jedoch nach zwei Dutzend Seiten bereits wieder auf. Herr Cöllen ist bestimmt ein sehr guter Therapeut. Aber er schrieb mir zu manieriert...







Ein Künstler mit Selbstbewusstsein

26.11.2014


Im Beyelermuseum eine Ausstellung des Malers GUSTAVE COURBET.
Das den Meeresfluten zuwinkende, dunkel gekleidete Persönchen unten links auf dem Plakat ist übrigens der Künstler.
In Wirklichkeit strotzte Monsieur Courbet nur so vor Selbstbewusstsein, sagte er doch im Brustton völliger Überzeugung:

"Das wundert Sie, dass meine Leinwand schwarz ist!
Ohne Sonne ist die Natur schwarz und dunkel;
ich bin wie das Licht, ich beleuchte das Wesentliche..."




Geklont

25.11.2014



Es gibt so viele Sachen, die ich eigentlich nicht brauche.
Und so habe ich in den vergangenen Tagen wieder einmal Schubladen und Schäfte geräumt.
Irgendwie sah es dort aus, als ob sich die Dinge in den vergangenen Monaten wie von selbst vermehrt hätten...



PS. Und ich nehme mir für die nächste Zeit wieder einmal vor:
1. Keine neuen Bücher! 
2. Keine Karten! 
3. Keine mich anlächelnden Pflegecrème-Aktionen mehr auf Vorrat... 


Künstlicher Schnee und ein Jahreszeitengedicht

24.11.2014


Diese milden, sonnigen Tage. Auch der heutige wieder.
Kein Gedanke, dass nächstes Wochenende bereits der erste Advent ist.
In der Stadt sind die Stände für den Weihnachtsmarkt aufgestellt und mit Engeln, Elchen und künstlichem Schnee geschmückt:




PS. Und ich habe es im Moment mit diesem Gedicht:

Muss ein Sommergedicht heiss sein
Ein Herbstgedicht leis sein
Ein Wintergedicht weiss sein

frage ich. Schnee schneit mich ein.
Der Feldweg eine Andeutung ich bin allein,
der Volksmund sagt mutterseelenallein -

Meine Fussspuren, schon füllt sie der Schnee,
Ich trage ein heisses Gelüst in mir:
einen Schuss Rum in dampfendem Tee.

Feste Regeln oder absichtsloses Tun

21.11.2014


In der schwedischen Sprache existieren für das Spiel zwei unterschiedliche Wörter:
Spel und lek.
Je nachdem, ob mit festen Regeln oder absichtslos gespielt wird, ist das eine oder das andere richtig.
Spielt zum Beispiel Vera Fussball, heisst das: Vera spelar fotboll.
Wenn die Grossmutter am Klavier sitzt: Mormor spelar piano.
Und wenn sich Vater und Sohn eine Schachpartie liefern: Far och son spelar schack tillsammans.

Spielen Kinder einfach so vor sich hin, nimmt man das Verb 'leka': Barn leker.
Schön, gäll:)!



PS. In der Schweiz kennen wir das Spiel 'Müetterle'. Nun ist die Frage, ob das 'gespelt' oder 'gelekt' wird... ;)



Neuer Standort

19.11.2014


Seit vielen Jahren steht eine Plastik des Künstlers Richard Serra auf dem kleinen Platz vor dem Stadttheater.
Immer wieder gibt sie Anlass zu Diskussionen. Einerseits wegen ihrer den Raum beherrschenden Erscheinung und andererseits eines ganz banalen Themas wegen.
Erst kürzlich wieder wurde eine Standortverlegung empfohlen, weit abseits des Stadtzentrums. 
Am besten irgendwo in der freien Natur...



Die Skulptur besteht nämlich aus hohen Wänden. Und diese verlocken nicht nur zum Sprayen und Kritzeln, sondern sie bieten halt auch Schutz vor neugierigen Blicken.
Was im Klartext heisst: 

Männer benützen die Kunst als Pissoir!




PS. Die Lachen am Boden sind übrigens vom Regen. Und nicht das, was auch vermutet werden könnte...:



Währungssymbol

18.11.2014


Heute fand jemand mit dem Suchbegriff  hausfrau hanna$  den Weg in mein Blog.
"Lieber Dollarzeichen in der Suchstatistik als in den Augen", war alles, was mir dazu einfiel.





PS. Und weil das ein etwas gar anspruchsloses Beiträglein geworden ist, soll wenigstens das Bild etwas hermachen... :)


Grandezza

16.11.2014


Beim Eingang des grossen Migros vis-à-vis der Tramhaltestelle beim Bankenplatz steht meistens ein Mann mit offen ausgestreckter Hand und einem lieben Gesicht.
Man muss an ihm vorbei, wenn man einkaufen gehen will.
Mit voller Einkaufstasche an der Schulter gehe ich in einem leichten Bogen um ihn herum und höre, wie er mir einfach so "Ä schöne Daag!" wünscht.
Ich stoppe am Trottoirrand, drehe mich um, gehe zurück und gebe ihm etwas Geld.
Auch einfach so. Und weil ich freundliche Menschen mag.
Drei Tage später sehe ich den Mann in der Freien Strasse in einem Boulevardcafé sitzen.
Einem Starbucks Coffee.
Und irgendwie imponiert es mir, dass der Mann nicht nur freundlich ist.
Sondern auch mit Stil das erbettelte Geld ausgibt.

K e i n Starbucks Coffee, sondern ein Café auf dem Marktplatz.

Beseelt

15.11.2014


Wenn ich ihm zuhöre, tauche ich ein in eine Welt jenseits des Alltags.
Und das ist schön!




Möbeldesign zum Letzten...

14.11.2014


Das ging gestern hoch zu und her in Hausfrau Hannas Blogstübchen.
Ich glaube, so viele Kommentare, Anregungen, Bemerkungen habe ich noch nie bekommen.
Möbeldesign scheint anzusprechen und anzuregen...
Einer der Kommentare kam übrigens von einer schwedischen Leserin.
Da er für mich völlig neue Informationen über skandinavisches Möbeldesign enthält, habe ich ihn übersetzt, damit ihr ihn ebenfalls lesen könnt:

"Hej Hausfrau Hanna
ich schreibe jetzt, wie mir  der Schnabel gewachsen ist, ohne den Anspruch, diplomatisch zu sein.
Es scheint, dass alle diese Stühle von Männern entworfen worden sind, dagegen ist nichts einzuwenden. Gibt es doch viele edle Stühle, die von Männern konzipiert wurden.
Der 'Poäng' wurde übrigens von Noboru Nakamura entwickelt, aber ich glaube, er liess sich dabei von Alvar Aalto beeinflussen.
Momentan gibt es übrigens eine Ausstellung im Vitra Design Museum in Weil mit Artek Möbeln.
Männer entwerfen Möbel, um sich auszuruhen nach der Arbeit im Büro. Stühle, in die man sich legen kann und aus denen man praktisch nicht mehr hoch kommt.
Es gibt auch Frauen, die Stühle und Sessel entworfen haben. Vielleicht haben sie ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse von Frauen?
Denk daran, dass auch die Dänen gutes Möbeldesign haben!
BoConcept.com kann dir eine Idee geben.

Mit freundlichen Grüssen PIPPI" 
Sessel aufgenommen im Museum auf  Waldemarsudde/Stockholm


PS. Und so sieht das in der schwedischen Originalversion aus:

Hej Hausfrau Hanna
nu skriver jag som jag tänker, utan att vara diplomatisk. Det verkar som om alla dessa fåtöljer är designade av män, inget emot det, det finns många ädla stolar designade av gubbar.
Poäng är designad av Noboru Nakamura, men jag tror nog att han tog inspiration av Gamle Alvar Aalto. Det finns en utställning i Vitra just nu av Artek möbler.
Gubbar, män, ritar möbler att vila sig i efter arbetsdagen på kontoret. Stolar som man ligger i, som är omöjliga att komma ut ur.
Det finns också kvinnor som designat stolar och fåtöljer. Kanske de har bättre grepp om kvinnornas behov?
Tänk på att danskarna är bra på möbler.
BoConcept.com kan ge inspiration.

Med vänliga hälsningar PIPPI


Hausfrau Hannas neue Sitzgelegenheit (die Fortsetzung...)

13.11.2014


Das Anschaffen einer neuen Sitzgelegenheit ist eine anspruchsvolle und aufwendige Angelegenheit.
Das ist  mir in der Zwischenzeit bewusst geworden.
Danke für alle engagierten Kommentare, Tipps und Anregungen auf den gestrigen Beitrag!
So richtig zu begeistern vermochte keines der von mir ausgewählten Modelle ;)
Eine kleine Anmerkung noch zum Stuhl Nr.4, der für ungute Gefühle gesorgt hat:
Der Stuhl war Teil einer Ausstellung im Goetheanum und wurde von Steiner zum Meditieren benützt...

Und für Frau Flohnmobil hier noch Modell 5 und 6.
Beides Klassiker!

Der Billigsessel aus dem riesigen, blaugelben Möbelhaus mit dem drolligen Namen 'Poäng':

5)POÄNG Serie, hier u. a. mit POÄNG Polster für Sessel mit Bezug „Alme“ natur



Und am andern Ende der Preisskala die Edelliege von Le Corbusier zur totalen Entspannung im Loft:


6) 




PS. Zum Schluss noch die Blumenvariante des grauen Modells von Carl Malmsten:
Der Sonnenblumensessel 'Farmor' (was Grossmutter heisst):


PPS. So. Und jetzt brauche ich eine Tasse Kaffee und muss mich etwas zurücklehnen. Ich wünsche allerseits einen komfortablen Tag ob im Poäng, Corbusier oder wo auch immer,
Hausfrau Hanna 

Hausfrau Hanna sucht eine Sitzgelegenheit und findet es schwierig...

12.11.2014



"Bei Stühlen kommt es nicht allein darauf an,
wie sie aussehen,
sondernd in erster Linie,
wie man darauf sitzt."


Ich wünsche mir seit einiger Zeit einen Sessel. Er sollte bequem sein. Aber auch optisch etwas hermachen.
Dieses Modell des schwedischen Designers Carl Malmsten sieht noch knuffig aus. Ausserdem würde ich mich täglich ein bisschen wie zuhause in Schweden fühlen.
Vielleicht etwas gar bieder und langweilig. 
Und das Grau schlägt mit der Zeit aufs Gemüt:

1)



Dieser hier sieht moderner aus und ist ausserdem leicht transportierbar. 
Aber diese Nähte! 
Sie erinnern mich zu sehr an die Handarbeitsschule von damals:

2)


Oder doch dieser hier aus Leder, das mit der Zeit eine schöne Patina bekommt?
Leder girrt jedoch bei jeder Bewegung, und er erscheint mir etwas gar mocklig:

3)



Last but not least ein formal strenges Modell aus Holz. Fast sieht es aus, als ob es fragen wollte:
"Was macht diese gerade Form mit dir, Hausfrau Hanna"?

4)


PS. 1,2,3 oder 4, was meint ihr?  ;)

Kurzbeitrag

11.11.2014



Nur kurz.
Denn  bald schon fliege ich aus.
Und hoffe, ich bewahre die Übersicht,
die ich in letzter Zeit hin und wieder vermisst habe...



PS. Soeben bei Annette Weber dies hier gelesen...

Natur pur!

09.11.2014


Gestern der gemeinsame Herbstmässbummel über den Petersplatz. Das Wetter ein einziges Leuchten.
Ein grosses Leuchten breitet sich auch auf meinem Gesicht aus.
Und schuld daran hat dieser Mann, ein Deutscher, der in seinem fruchtbunten Stand optisch und akustisch die Leute förmlich anzieht:



Temporeich und ohne sich ein einziges Mal zu verhaspeln, unterhält er die zahlreichen Zuschauenden mit seinem Wissen über gesunde Ernährung.
Die Fakten habe ich in der Zwischenzeit alle wieder vergessen. 
Ein einziger Satz zur Bedienung des Plastikdings namens 'Shakin' Juicer' bleibt mir wahrscheinlich auf Ewig im Gedächtnis hängen: "Sie dürfen nicht drücken, Sie müssen fräsen!"  
Fast schon hypnotisiert schauen die Leute dem Mann zu, wie das 'Fräsen' geht:


Wer Kinder so zu fesseln vermag, der versteht sein Handwerk...

Am Schluss das Geschäft!
Die Frau neben mir kauft gleich zwei der giftiggrünen Plastikdinger. Eines sei ein Weihnachtsgeschenk für die Schwiegermutter, erklärt sie lachend...
Und auch eine nette, gesundheitsbewusste  Hausfrau steht in der Reihe und kauft.
Wers nicht glaubt.
Bitteschön:



Nach dem Kauf meldet sich plötzlich der Hunger, und wir steuern den Risottostand ein paar Meter weiter vorne an. 
Herrlich die Portion mit den Pilzen! Und dem vorläufig letzten Gläschen mit perlblubberndem Inhalt:


PS. Hausmann Hanna hat das Ding in der Zwischenzeit eingeweiht und bereits zweimal einen Früchtejuice (Orange, Trauben, Apfel und etwas Ingwer) zusammengefräst... ;)




Hausfrau Hannas 5.Bloggeburtstag!

06.11.2014


Dieser unsichere Start!
Ein Wunder, dass überhaupt etwas daraus entstanden ist...
Das halblaute Zureden. Der aufmunternde Stups. Der erste kleine Beitrag ist draussen im Netz.
Seither sind fünf Jahre vergangen. Und Hausfrau Hanna bloggt immer noch.
Beinahe täglich. Immer freundlich. Stets unverdrossen. Meistens ohne Trara.
Das tönt jetzt etwas geschwollen.
Aber hin und wieder soll man sich selbst auf die Schulter klopfen und loben:
"Gut gemacht, Hausfrau Hanna! Weiter so! Bewahr dir auch im kommenden Jahr deinen langen, gleichmässigen Ruheatem und deine flinken Finger, die fürs Bloggen notwendig sind!"



PS. Ein herzliches, grosses Danke an alle, die hier lesen und kommentieren: Ihr seid das Salz und das Grünzeug in Hausfrau Hannas Suppe :)

PPS. Morgen wird dann auch in kleiner Runde gefeiert. Der nette Bloggötti, der das Blog für Hausfrau Hanna vor fünf Jahren eingerichtet hat, kommt nämlich extra angereist.

PPPS. Was bedeutet, dass sich Hausfrau Hanna jetzt schon vorsorglich verabschiedet,weil sie morgen mit grosser Wahrscheinlichkeit leicht angezwitschert ist... ;)

Eine volle Farbe

05.11.2014


Heute ein Tag wie eines dieser grauen Bilder von Gerhard Richter.
Er soll (wenn ich mich richtig an die Führung im Beyelermuseum erinnere) gesagt haben: "Alle Farben zusammengemischt ergibt Grau."
Das hat doch etwas Heiteres.




Rheingeschichten

04.11.2014


Letzter Oktobertag unterwegs am Rhein.
Sonne. Wärme. Lebensfreude. Begegnungen. Geschichten...

Zwei ältere Stadtdamen beim Apérölen und Geniessen:  


Zwei jüngere Stadtdamen beim Zusammenstrecken der (hoffentlich lauslosen!) Köpfe für ein Selfie:


Da wird bereits mit den Trommelstöcklein für die nächste Fasnacht geübt:



Ein kleiner, alerter Mann mit weisser Haarmähne, der seinen Arm liebevoll auf die Schulter der neben ihm gehenden Frau gelegt hat:


Eine Filmkamera, die jede Geste des Mannes im lindgrünen Kittel aufnimmt. So das feinfühlige Abtasten des Stadtmodells für Sehbehinderte:


Der Mann wendet sich ab und geht davon. Dieses Profil!  Er ist's!

PS. Und ich verspreche hiermit hoch und heilig, dies ist das letzte Mal, dass ich den Emil erwähne. Und abbilde. Er soll ja nicht zum 'Walking Gag' verkommen... ;)