E.m.i.l

28.02.2014

Er ist wohl der einzige, dessen Vorname reicht, und alle kennen ihn.
Emil.
Und jetzt noch diese Neuigkeit:
Emil zieht im Sommer um.
Von den lieblichen Ufern des Genfersees an den Rhein.
Hieher in meine Stadt!



PS. Was mich persönlich nicht überrascht. Der weiss, wo's schön ist...:)

PPS. Und noch etwas Klatsch über Emil hier in diesem Beitrag!


Jugendsprache

27.02.2014



"Und jetz bisch fame?"



PS. Mehr zur Ausstellung über Marylin Monroe hier!
PPS. Und zum Musical 'Fame' im Stadttheater hier!

Rezent gewürzt

26.02.2014


Heute ist so richtig trauriges Grauregenwetter.
Genau das passende Wetter also, um wieder einmal ein Raclette in den Portionenofen zu schieben.
Dazu Essiggurken und Kartöffelchen. Pfeffer aus der Mühle.
Und 'räss nachgwörzt' mit virtuoser Hackbrettmusik aus dem Kanton Appenzell:



Namen sind Schall und Rauch...

25.02.2014


Vor einiger Zeit, noch unter der alten Namensregelung mit den Doppelnamen, diskutierten eine Freundin und ich über die Namenswahl junger Frauen bei der Heirat.
Sie fand nichts dabei, dass die Frau den Familiennamen des Mannes annahm und ihn ihrem Mädchennamen voranstellte.
Ich dagegen reagierte etwas genervt und verständnislos, dass Frauen nicht ihren Namen behalten wollten.
Ein Wort gab das andere. Ein Erklärungsversuch folgte dem andern. Und so geschah es, dass wir emotional etwas in Fahrt kamen.
Zum Glück fiel der Freundin rechtzeitig ein Witz ein, der die festgefahrene Situation auflockerte und mich derart zum Lachen brachte, dass sich meine gereizte Stimmung im Nu auflöste:

"Ella Hösli schämte sich stets für ihren Nachnamen. Nun jedoch freute sie sich. Sie heiratete nämlich einen Mann, der den wohlklingenden, italienischen Nachnamen Ganzoni trug.
Denn ab sofort konnte sie sich stolz und selbstbewusst vorstellen mit: "Grüezi! Ella Ganzoni-Hösli."


PS.Wer die Pointe nicht versteht: Ich erkläre sie gern ;) 

Zwischen zwei Haltestellen (58)

23.02.2014

Tramfahren kann manchmal ganz schön zum Fantasieren einladen.
So wie gestern.
Auf der Rückseite des Sitzes vor mir prangten nämlich zwei dick eingekratzte Buchstaben und ein Herz:


PS. Ich überlegte mir, wer das hätte sein können. War es ein Mann mit seinem Taschenmesser? Oder eher eine Frau mit einer Nagelfeile?
Oder war es vielleicht das Gemeinschaftskratzwerk all jener Fahrgäste, die vor mir auf dem Sitz gesessen hatten? Was einer begonnen hatte, führten andere weiter... ;)




Eine faszinierende Blume

22.02.2014


Sie heisst Laleh. Was persisch ist und 'Tulpe' bedeutet.
Die Schwedin mit iranischen Wurzeln ist wohl eine der kreativsten, begabtesten, tiefgründigsten und intelligentesten Sängerinnen. Und Künstlerinnen.
In ihren Liedern, die sie selbst textet und komponiert, geht es meist um die Kraft des Lebens und um das Sterben.
Laleh. Tulpe.
In Schweden ist sie ein Star.
Zeit, dass man sie auch hier kennt:




Erster Frühlingstag.
Ich will mit dir zusammen sein.
Ich will so sehr mit dir zusammen sein.
Damit ich sehen kann,
dass ich ein Teil bin von allem.

Grosser Frühlingstag.
Ich will mit dir zusammen sein.
Lass mich länger leben
nun, da ich sehen kann.

Vårens första dag
och jag vill va' med,           
och jag vill va' så med,
så att jag kan se
att jag är en del av allt.

Vårens stora dag
och jag vill va' med.
Låt mig leva längre
nu när jag kan se.






Unterwasserwelten

21.02.2014


Staunend an der grossen Scheibe den Fischen zuschauen.
Eintauchen in die blaue Unterwasserwelt, bis es im Kopf schwindelt...

 

"Dieser Fisch ist blind!" sagt der interessierte und genau beobachtende Zollibesucher.


Stimmt!


Und gleitet in Zeitlupentempo ein Krokodil vorbei, folgen die nächsten Fragen auf dem Fuss:
"Werden die Fische nicht gefressen von den Krokodilen? Und müssen die Wärter dann  immer wieder neue hineintun?"
Unterwasserwelten regen an...








Zwischen zwei Haltestellen (57)

20.02.2014


Auf einer der Rheinfähren.
Der Fährmann muss erst noch ein vorbeiziehendes Frachtschiff abwarten, dann legt er ab.
Da ich die einzige Passagierin bin, ist das Fahrgeld schnell eingezogen, und es bleibt Zeit für ein Schwätzchen zwischen den Ufern.
Ein Rindenstück, das oben an einer Wand hängt, weckt nämlich mein Interesse:

"Verzell du das em Fährimaa
und vis-à-vis isch änedra.
Luegsch's vo dr andre Site a."


Und bringt den Fährmann dazu, ein Fotoalbum im Innern der Fähre zu holen und mir ein paar Bilder von seinem Australienurlaub vor vielen Jahren zu zeigen.
Was die Form eines Rindenstücks auch bewirken kann!


Ein grossartiger Film

18.02.2014

Mittagskino am Montag.
Die Leute strömen in den Saal, um sich den neuen Film von Stephen Frears anzusehen:
Philomena.
Es ist eine wahre Geschichte (was ich jedoch erst während des Abspanns bemerkt habe...):
Zwischen Bigotterie und tiefer Gläubigkeit.
Zwischen Liebe und Hass.
Zwischen feuchten Augen und herzlichem Lachen.
Mit einer Judy Dench, die einfach nur grossartig ist.
Hingehen!



PS. Oder lesen. Das Taschenbuch 'Philomenas verlorener Sohn' von Martin Sixsmith ist soeben auf Deutsch erschienen.

Frühlingssignale...

17.02.2014

14.Februar.
In einem Vorgarten blüht bereits die erste Osterglocke.


Menschliche Qualitäten

16.02.2014


Verunsicherte Menschen verstehe ich. Angst ebenfalls. Deshalb hat mich auch die knappe Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative am letzten Wochenende nicht wirklich erstaunt.
Als ich jedoch vor zwei Tagen intelligente, privilegierte, rundum versorgte Menschen sagen hörte, dass sie der Initiative zugestimmt hätten, da blieb ich ratlos zurück.
Und das wird wohl noch einige Zeit so bleiben...



Gefragte Frauen...

14.02.2014

Heute etwas Politik.
Nein, kein Statement zur Masseneinwanderungs-Initiative. Das Resultat ist bekannt.
Nicht oder wenig bekannt ist jedoch eine städtische Abstimmung, die ebenfalls am letzten Wochenende stattfand. Darin ging es um eine Geschlechterquote.



Regierung und Parlament hatten beschlossen, dass künftig ohne Wenn und Aber 30% Frauen in den öffentlich-rechtlichen Verwaltungsräten vertreten sein müssen.
So weit, so fortschrittlich!


Junge, bürgerliche PolitikerInnen waren anderer Meinung und ergriffen das Referendum und sagten der Frauenquote selbstbewusst und forsch den Kampf an. Was sich so anhörte:
"Qualität braucht keine Quote!"
"Wir heutigen, jungen Frauen haben diese staatlichen Krücken nicht nötig, das ist eine Diskriminierung."
"Wir sind sehr gut ausgebildet und brauchen keine Geschlechterquote."


Die engagierten Politikerinnen der jungen FDP, CVP und der Jungliberalen hatten übrigens nicht den Hauch einer Chance.
Die städtische Bevölkerung nahm nämlich die Quotenregelung an.
Zu knapp 60%...


PS. Gestern nun las ich einen bemerkenswerten Artikel in der Tageszeitung. In diesem stand, dass es schwierig werde, genügend Verwaltungsrätinnen zu finden. Und zwar nicht deshalb, weil es zu wenig qualifizierte Frauen gebe.
Sondern weil Frauen:
kritischer sind,
mehr Fragen stellen,
vorher vorsichtiger abklären
und länger darüber nachdenken, ob sie ein Mandat übernehmen wollen...


PS. ...als Männer!
Vervollständigt Hausfrau Hanna und verteilt grosszügig Schokoladeherzen an alle zum heutigen Valentinstag:)








Hingabe

12.02.2014


Über diese Musik zu schreiben geht nicht.
Man muss ihr lauschen. Und sich ihr hingeben.






"All you need is...

11.02.2014




... love! Aber ein bisschen Schokolade ab und zu kann auch nicht schaden!" soll Charles M.Schulz, der Erfinder der Comic-Serie 'Peanuts', einmal gesagt haben


Liegt es an der Jahreszeit, dass ich so verfressen bin? Um ganz präzis zu sein: Schokoladeverfressen.
Nicht bloss 'ab und zu'.
Sondern regelmässig.
Täglich also.
Gestern habe ich den Vorrat wieder aufgestockt. Es ist ein schönes Gefühl, dass drei ganze Tafeln meiner Lieblingsschokolade von Villars im Ausziehregal warten.
Die mit dem Edelweiss und den ganzen, herrlich krachenden Nüssen:

PS. Nur für den Fall... dass mir jemand... und nicht weiss... was...
Danke!

Schwarzpinkes Jackett und rote Lippen

10.02.2014

Dieses schwarze Sakko!
Dieser heruntergezogene Kragen in auffallendem Pink!
Diese expressive Haltung!
Was ein Plakat an der Tramhaltestelle auch für Erinnerungen auszulösen vermag:





Cliff Richard. Der englische Popstar. In den Sechzigerjahren kannte ihn jedes Kind dank des sinnlichen und aufklärerisch wirkenden Hits 'Lucky lips'.  Damit der deutsche Text zur Melodie aufging, wurden aus den glücklichen Lippen kurzerhand rote Lippen: 

"Rote Lippen soll man küssen, 
denn zum Küssen sind sie da
Rote Lippen sind dem siebten Himmel ja so nah.
Ich habe dich gesehen und ich hab mir gedacht
So rote Lippen soll man küssen
Taa-aag und Nacht!"



PS. Ich konnte übrigens den Schlager mit genau demselben englischen Akzent singen wie Cliff Richard.
Und zugleich habe ich mich etwas geekelt bei der Vorstellung, dass der rote Lippenstift beim Küssen abfärbte...








Lesefutter im Februar

08.02.2014


'Zlatans' tätowierter Rücken ist fertig gekrault.
Jetzt kommen Selma und Astrid dran... :)))))


David Rosenkrantz:  'Ich bin Zlatan Ibrahimovic' 
Barbara Thoma: 'Selma Lagerlöf - Von Wildgänsen und wilden Kavalieren'
Birgit Dankert: 'Astrid Lindgren - Eine lebenslange Kindheit' 

Frühlingsgefühle im Februar

07.02.2014


Gestern erwachte ich nicht nur ungewöhnlich früh, ich fühlte mich auch vom ersten Moment an munter und im Schuss. Solche Gefühle riefen nach Frühlingsputz:
Fenster. Vorfenster. Und alle Spinnweben, die sich über den Winter angesammelt hatten und hoch oben an den Zimmerdecken zitterten.
Der Schwung reichte bis in den frühen Nachmittag hinein.
Ich machte mich auf den Weg zur Sammelstelle mit den Containern für grünes, braunes und durchsichtiges Altglas.
Die Sonne wärmte und leuchtete.
In einem Vorgarten sah ich den ersten Schmetterling.
Einen Admiral.
Weiter vorn auf einem Mäuerchen lag eine Wollmütze, die ein Kind ausgezogen und wohl vergessen hatte...


PS. "Es ist doch erst Februar! Was ist auch mit diesem Winter los?" fragt sich Hausfrau Hanna verwundert und schickt einen Frühlingsgruss an alle Lesenden :)


Rücken kraulen...

06.02.2014

... soll knisternde, wohlige Gefühle erzeugen. Deshalb hier der Ratschlag zum Donnerstag:

'Kraule deinem Lieblingsbuch
öfter mal den Rücken!
Du kannst sicher sein,
es knistert wohlig vor Entzücken.'

Georg Bydlinski, aus: ABC und Tintenklecks, Gedichte für Kinder 2007


PS. Im Moment kraule ich der Biografie "Ich bin Zlatan Ibrahimović" den Rücken.
Wer Zlatan ist?
Hier!


Zarte Töne

05.02.2014




Im Durchgang zum Rheinufer hängen drei Plakate nebeneinander:
Konzertwerbung und Abstimmungspropaganda -
farblich perfekt aufeinander abgestimmt.
Da war ein Ästhet am Werk.
Von mir deshalb ganz klar:
 "Dreimal JA!"


 Ja zum öV! Ja zum Musiktrio! Ja zur Quote!

Dem Rhein entlang

04.02.2014

Soeben habe ich mir fast die Augen am Bildschirm des nigelnagelneuenundsoschnellwieeinjungesrehlaufenden Laptops angeschlagen:
Bobsmile (s.Blogroll) hat nämlich nach Langem wieder einen Beitrag aufgeschaltet und

einen Spaziergang dem Rheinufer entlang beschrieben und mit schönen Bildern illustriert: Hier.




Balance ist alles!

02.02.2014



Dass Pinguine ihre Beine durchdrücken,
um dann scheinbar ewig auf den Fersen zu ruhen, wusste ich nicht.
Und hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, ich hätte es nicht geglaubt: