Von späten Ladenöffnungszeiten, getrockneten Bananen und unfreiwilliger Komik

31.05.2014


Eigentlich hätte das Video, das uns 'die Grosse' auf ihrem Smartphone vorspielte, zum gestrigen Chai Latte-Post gehört.
Ich fand ihn mit dem Video jedoch etwas überladen.
Und deshalb kommt der 34-Sekundenfilm, der sich um späte Ladenöffnungszeiten und Einkaufsverhalten dreht, erst heute.

Voilà!



PS. Kleine Hilfe für Mundartunkundige:
Der Mann: "Salat und Milch und Brot und solche Sachen! Ja, ich muss das schon, ich arbeite so lange."
Die Frau: "Ähm, das Nachtessen. Ich arbeitete bis jetzt."
Die zweite Frau auf die Frage des Reporters: "Warum gehen Sie nach 20 Uhr einkaufen?"
"Weil ich Lust dazu hatte!"

Chai Time!

30.05.2014


Draussen ein Grauwettertag mit kühlen Temperaturen. 
Zusammenrutschen gibt warm. In einer italienischen Kaffeebar zum Beispiel, in der es göttlich nach Kaffee riecht. Cappuccino? Caffe Latte? Das war gestern! 
'Die Grosse', soeben heimgekehrt von England, empfiehlt das neue Kultgetränk Chai Latte:


PS. Auf meine Bitte hält sie 'mein erstes Mal' mit dem Smartphone fest: Das kleine Glas links gehört übrigens mir, das grosse Glas rechts der 'Grossen'. 

PPS. Chai Latte schmeckt wunderbar nach Zimt und Kardamom und gibt ein warmes, behagliches Gefühl. 

PPPS. Vielleicht ein Tick zu süss für meinen Geschmack. Im Advent jedoch genau richtig... ;)

"Geld kann unsere wesentlichen Bedürfnisse nicht erfüllen"

28.05.2014


Dieses Zitat, das dem Dalai Lama zugeschrieben wird,  las ich heute Morgen auf einem Kalenderzettel.
Und diesen Spruch las ich am letzten Wochenende an einer Drehorgel am Bauernmarkt :



PS. "Gar kein Geld zu haben, macht nicht unbedingt froh",  dachte ich. Und schon griff meine Hand gleitig ins Portemonnaie, was der Drehorgelmann freundlich verdankte...

PPS. Morgen allerseits einen schönen Auffahrtstag - wünscht Hausfrau Hanna.

PPPS. Und nehmt die Auffahrt um Himmels willen nicht wortwörtlich, sondern gebt acht beim Fahren!

Kleiner Ausreisser

27.05.2014


När rymmaren greps
bar han fickorna fulla
med kantareller.

Als der Ausreisser gefasst wurde
hatte er die Taschen
voller Pfifferlinge.




PS. Und am Bauernmarkt vermögen bunte Spielzeugautöli kleine Ausreisser zu locken ...

Pfingstrosenfrau

26.05.2014


Am Samstag an einem Blumenstand auf dem Markt.
Der Blick fällt auf eine mit pastellfarbenen Rosetten geschmückte Umhängetasche:




Was blüht denn hier?


PS. Sie war so betörend schön, die dunkellockige Pfingstrosenfrau, ich erlag ihrem Zauber und knipste gleich zweimal...


Augen zu...

24.05.2014


Fabrizio de André, der italienische Cantautore, den ich Lucio Dalla stets vorgezogen habe.
Beide sind tot. 
Ich möchte eigentlich die Augen schliessen bei diesem wundervollen Lied und nur zuhören. 
Aber es wird von Filmszenen aus dem Altfilm 'La Strada' begleitet.
Und die möchte ich sehen.
Genau jetzt, klick:





PS. Allen ein wundervolles Wochenende - Hausfrau Hanna

PPS. Liebe Elli, 
ich hoffe nun, dass dieses Video mit dem wunderschönen Lied des Cantautore Fabrizio de André auch in Deutschland abspielbar ist. Nicht nur in der Schweiz...


Rechtschreibung ist oft schwierig und Glücksache...

23.05.2014


... aber die Hauptsache ist doch, er wird da entsorgt, wo er hingehört! 


Glücksgefühle

22.05.2014


Es gibt Tage, die sich bleiern anfühlen. Nichts will sich bewegen. 
Und dann der Zufall:
Die Augen fliegen über einen schwedischen Spruch, und während der Kopf übersetzt, beginnen die Glücksgefühle zu strömen:
"Att vara fri, att kunna stå upp och lämna allt –
utan att se sig tillbaka.
Att säga ja."
Dag Hammarskjöld




"Frei sein, aufstehen zu können und alles zu lassen -
ohne zurück zu schauen.
Ja zu sagen."

Übersetzung Hausfrau Hanna

Wenn der Sommer auf dem Weg ist...

21.05.2014



Was ich am meisten mag am Sommer:
Ohne Socken und Strümpfe in Sandalen zu schlüpfen.
Und bunte Blumenstoffe.



Erste Amtshandlung

20.05.2014


Nicht nur Hausfrau Hanna war an diesem Wochenende zügig unterwegs, sondern auch 'lillsessan Estelle', die kleine Prinzessin Estelle, von Schweden.
Stramm und munter schritt sie einen Märchenpfad (sagostig) ab, den sie zur Taufe geschenkt bekommen hatte: Första dag på jobbet ;)


Foto: Anna Hållams/TT

PS. Was für ein schönes und sinnvolles Geschenk für ein Prinzesschen, das dank seiner Geburt alles schon hat, findet Hausfrau Hanna und lässt gleich noch den Link hier für den Abstecher in den nächsten Schwedenferien ins Naturschutzgebiet Tåkern:)  

Irrflug!

19.05.2014


Es ist der 10.März 2014, am Nachmittag des Fasnachtsmontags.
Auf dem Marktplatz macht eine Wagenwaggisgruppe eine Pause vom Cortège und steht plaudernd und biertrinkend herum.
Am tarnfarbenen Wagendach baumelt prominent eine Schwedenfahne.
Ich gehe näher an den Wagen heran.
Und stehe vor einem larvenlosen Waggis, auf dessen Rücken zwei Kreuze prangen.
Das gelbe Schwedenkreuz neben dem weissen Schweizerkreuz! Was für ein Sujet!


Auf meine Bitte, ob ich ihn fotografieren dürfe, büschelt sich der Waggismann, der aus der benachbarten Landschaft stammt,  für mich zurecht.
Dann kommen wir ins Gespräch über das Wagensujet. Es geht um die Kampfjets mit dem schwedischen Namen 'Gripen', über dessen  Beschaffung wir im Mai abstimmen können.
Das Gespräch fällt etwas einseitig aus.
Der Waggismann erteilt mir nämlich ohne Punkt und Komma, geschliffen wie die spitze Nase des Gripen, eine kleine Lektion in Staatskunde. Er erklärt mir die Schweiz der Grossväter und Väter, wie er mit Stolz in der Stimme und wortwörtlich sagt.  Auch das 'Ja' zur Masseneinwanderungs-Initiative handelt er ab und warum er genug habe von all den korrupten und sich bereichernden Politikern.
Und zum Schluss dann auch, warum die Schweiz den Gripen brauche.
Auf meine etwas zögerlich vorgebrachte Frage, ob denn die Schweiz als 'Insele' überlebensfähig sei, kommt wie aus der Pistole geschossen: "Ja, genau das muss die Schweiz bleiben: Eine Insel mitten in Europa!"
Wir verabschieden uns mit einem herzlichen, kräftigen Händedruck.
Und ich kann es nicht verkneifen: "Sie werden im Mai an  mich denken, wenn der 'Gripen' abgelehnt wird."



PS. An diesem Maiwochende fand die Abstimmung über die Beschaffung der Gripenkampfjets statt. 
Und  ich behielt recht!

Anker

16.05.2014

Meine beiden Anker im Leben: Bücher und Musik.
Aktuell sind das: 'Der Mann, der vergessen wurde' der schwedischen Autorin Mia Ajvide.
'Es wird leicht, du wirst sehen' des aus Algerien stammenden Autors Martin Winckler.
Und als Ohrenpost 'Music for a While' mit Christina Pluhar und l'Arpeggiata.

Ein Anker , der an einer einer Plakatsäule klebte...


PS. Ich wünsche allen ein gut verankertes, schönes Wochenende
Hausfrau Hanna

Momentane Gestimmtheit

15.05.2014


Heute ein Link in einen lichten Morgen im Norden Schwedens.
Eine Elchkuh ist im Fokus der Kamera.
Sie streckt ihren Kopf weit hinunter in die Mulde eines Heuhaufens und frisst und kaut gemächlich ihr Futter.
Und das stimmt friedlich und ruhig.
Man sollte mehr Elchen zuschauen...

Bodenständiger Wunsch

14.05.2014



Der Wunsch

Flügel möchte ich besitzen,
bis zum blauen Himmel dringen,
wo die schönen Sterne blitzen -
schöner Engel schenk mir Schwingen!

Als der Engel mich vernommen,
griff er in die Silbertruhe -
und was habe ich bekommen?
Gute, feste Wanderschuhe!

Hedwig Diestel




PS. Ballerinen tragen zwar keine guten, festen Wanderschuhe, sondern Spitzenschuhe hart wie Beton.
Und tanzen darauf und darin scheinbar ganz ohne Gewicht. Als ob sie an den Schulterblättern tatsächlich Flügel befestigt  hätten...



Zweisprachiges Glück

12.05.2014

Frau Wildgans schickte mir heuten diesen Link.
Dem ich unverzüglich folgte.
Dahinter verborgen ein Gedicht.
Auf Deutsch und auf Schwedisch.
Jetzt bin ich unerhört glücklich...

 



Det gjorde mig oerhört lyckligt att läsa dikten på svenska.
Och det var lite som att komma hem...



Zum Muttertag!

10.05.2014


Für alle Mütter, die bloggenden und die nicht bloggenden, gibt es heute schon von Hausfrau Hanna ein paar mit grosser Sorgfalt ausgewählte Blumen zum morgigen Muttertag:







Zwischen zwei Haltestellen (62)

09.05.2014

Gestern im Tram.
Eine quirlige Schar Vorschulkinder sitzt mit ihren zwei jungen Betreuerinnen vor mir.
Eine der beiden kommt auf die Idee, die sehr bewegungsaktiven Kinder mit einem Ratespiel etwas zu bremsen.
Sie spricht einen der Buben an: "Ritchy, du darfst dir jetzt ein Tier ausdenken, und wir erraten es."
Ritchy versteht wohl das Spiel nicht ganz.
Er plaudert dreimal sein Tier selbst aus und strahlt dabei, dass alle seine Milchzähnchen zu sehen sind.
Jedes Mal erklärt ihm die junge Frau von Neuem, dass er das Tier nicht verraten dürfe, sondern die Kinder raten lassen müsse.
Beim vierten Mal erklärt sie es ihm ganz langsam und unterstreicht das Gesagte mit eindeutigen Gesten: "Ritchy, pssst!" Sie hält den Zeigefinger an ihren Mund. "Du darfst den Tiernamen nicht sagen, nur ganz still hier in deinem Kopf denken." Sie tippt sich mit der Hand an ihren Kopf. "Und du darfst nur mit "ja" oder "nein" antworten."
Nun hat Ritchy die Spielregeln begriffen. Das Ratespiel kann weitergehen.
"Hat das Tier vier Beine?"    "Ja!"
"Hat man es auch daheim?"  "Ja!"
"Ist es klein?"   "Ja!"
Die Kinder raten. Und raten. Und jedesmal ist es falsch.
Bis Ritchy es nicht mehr aushält und ruft: "S'isch ä Giraff!"


E.Stalder  'Lichtorte'


PS. In mir beginnt sich eine Freudenkugel zu drehen. Ich hätte Ritchy noch ewig zuhören können...
Kinder sind ein Wunder!

Gesprächsfetzen

08.05.2014

In der Fussgängerzone der Innenstadt am Samstag.
Hinter mir geht ein junges Paar, das in ein Gespräch vertieft ist.
Plötzlich spitze ich die Ohren und höre genau zu.
Der Mann erzählt seiner Freundin von einem Bekannten, der nach einem schweren Motorradunfall im Koma gelegen sei. Familie und Freunde hätten ihn täglich besucht und seien an seinem Bett gesessen.
Die Stimme des jungen Mannes wird nun plötzlich lauter und bekommt etwas Eindringliches:
"Und weisch, was er als Erstes gesagt hat, als er aus dem Koma erwacht ist? 'Wo isch mi Töff?' hat er gesagt. Und weisch, was er gemacht hat, als er wieder zuhause war? Er ist sofort wieder Töff gefahren. Der Spinner!"



PS. Als unbeteiligte Zuhörerin konnte ich nichts zu dieser Geschichte eines Unbelehrbaren sagen. Ich verlangsamte nur meinen Schritt, liess das junge Paar an mir vorbeigehen und schaute ihm nach...

Wer schreibt den besten Schlagertext?

06.05.2014


Eine schöne Idee!
Und immer, wenn ich eine Idee schön finde, kommt sie natürlich...
... aus Schweden!
Für die TV-Sendung 'Babel' komponierte Abba-Benny eine neue, tänzerischleichte Melodie.
Zehn Autoren und Autorinnen wurden angefragt, ob sie dazu einen Schlagertext schreiben wollten.
Und sie wollten. So etwa die Krimiautorin Camilla Läckberg, die bei uns wohl am bekanntesten ist.
Jeden Sonntag wird nun eines der Beispiele in der Sendung vorgestellt. Am Ende wird abgestimmt, welcher Text den Leuten am besten gefällt.
Übrigens singt die wunderbare Helen Sjöholm alle zehn Fassungen.
Und ich mit ihr :)
Hier!

Foto: SVT/ Helen Sjöholm sjunger 'För mina kära'


PS. Ich überlege mir soeben, ob sich wohl auch Schweizer Autoren und Autorinnen  für diese Idee begeistern und überzeugen liessen. Und welche...




Klarsicht

05.05.2014


Da ich nicht will, dass mir der Schatz die Menukarte vorlesen muss, trage ich stets eine Billiglesebrille in der Handtasche mit.
Und ein Brillenputztuch...


Grosse Kraft

02.05.2014


In der Fussgängerunterführung, die ich regelmässig benütze, schrieb jemand diesen Wunsch an die Wand:

Hope to the Peoples

PS. Ein paar Tage später war die Schrift bereits wieder übermalt. Die Hoffnung jedoch ist eine starke Kraft. Vielleicht die stärkste...

Mein Apfelbäumchen

01.05.2014


1. Mai. 
Laut Wetterfee
mit dem sanften Blick
soll es den ganzen Tag regnen.
Wir lassen das Ausschwärmen. 
Und bleiben wie die Bienen
(am Tag der Arbeit)
in der Wabe
sitzen...


PS. Und hier zum Zeitvertreib Musik, die passt.