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31 Juli 2014

Damals in Hotpants...


Irgendwie liessen mir die Hotpants keine Ruhe.
Ich suchte also gestern Abend tief unten im Kasten nach dem alten Fotoalbum, 
fand dieses vergilbte, kleine Bild und scannte es ein.
Es wurde tatsächlich auf den Tag genau vor 43 Jahren aufgenommen.
Der 30.Juli 1971 war übrigens ein unerträglich heisser Sommertag.
Venedig musste man jedoch gesehen haben!
Deshalb wurde ein Halt eingelegt auf der Heimfahrt von Jugoslawien in die Schweiz:


PS. Da sitzen sie erschöpft von der Hitze und der langen Fahrt im VW-Bus mitten auf dem Markusplatz.
PPS. Zwei Freundinnen in Hotpants. 
PPPS.Links Hausfrau Hanna in weissen (was nicht zu sehen ist dank der merkwürdig gekreuzten Beine). Rechts Ulli in blauen aus Jeansstoff.

30 Juli 2014

Dieses schöne Gefühl von Sommer...


Soeben las ich einen Beitrag in der Tageszeitung über die Ultraknapphosen, die wir als Kinder noch als Shorts getragen hatten. Bis sie dann 1971 von Mary Quant als Hotpants neu erfunden wurden.
Was provokant tönte, scharf aussah und in uns ein völlig neues, schönes Sommergefühl erzeugte.
Ich trug sie auch. Natürlich nur in der Freizeit und in den Ferien.
Weiss. Und nicht ganz so knackeng. Dazu Sandalen.


PS. Leider fand ich kein Bild von damals... ;)

PPS. Und Mary Quant feierte, wie ich dank Wikipedia erfuhr, im Februar ihren 80.Geburtstag... :)

29 Juli 2014

Kleine Reminiszenz an einen Schriftsteller


Mit Erich Kästners Büchern wurde ich gross:

Emil und die Detektive.
Das doppelte Lottchen.
Pünktchen und Anton.
Das fliegende Klassenzimmer.
Drei Männer im Schnee.

Es waren wunderbar geschriebene Geschichten, die bunte Tupfer in meinen Alltag sprenkelten.
Und in Welten führten, in denen ich mich stundenlang aufzuhalten vermochte und aus denen ich erst wieder zurückkehrte, wenn der letzte Satz mit dem Punkt geendet hatte...





PS. Genau heute vor vierzig Jahren starb Erich Kästner, eines der Idole meiner Kindheit.

PPS. Sein berühmter 'Emil' war übrigens schuld daran, dass 'Emil aus Lönneberga' von Astrid Lindgren in der deutschen Übersetzung zu 'Michel aus Lönneberga' umbenannt werden musste...!




28 Juli 2014

Ungarische Fussspuren


Zum Wochenstart etwas für Augen und Ohren, 
um in Schwung zu kommen.
Brahms. Ungarischer Tanz.
Viel Vergnügen mit den jungen Ballerinen und Ballerinos 
(oder wie man den männlichen Ballerinen auch immer sagt... )  
der Tanzakademie Zürich:


25 Juli 2014

Hausfrau Hannas Kapitalanlage


Ich besitze eine schneeweisse Büste von Karl Marx, die eigentlich ein Sparkässeli ist.
Oben am Kopf ist der Einwurfsschlitz.
Leider ist er etwas klein geraten.
Es passen nur Geldstücke bis 2 Franken durch.
Fünfliber hingegen nicht.
Gestern Nachmittag durfte geleert werden.
Wir schätzten, wieviel Kapital sich in Karls Bauch angesammelt hatte.
Und lagen völlig daneben...

Spätabends bekam ich nämlich von der überglücklichen Empfängerin diese Mail:

Liebe Hausfrau Hanna, 
alles Münz zusammen war genau 102.05 Franken!!! 
Danke vielvielmals! 
Es war ein bisschen mehr, als wir gedacht haben, hihi! 
Gute Nacht und nochmals Danke!


PS. Ich schrieb zurück: Sehr gern geschehen! Schlaf gut und träum von was Schönem :)

24 Juli 2014

Geordnetes Mutterglück!


Heute hat mich Madame Smillas 'Poussettli-Bild' dazu verführt,
 in meiner Fotoschublade zu kramen.
Et voilà!
Schwedisches Mutterglück in Zweierkolonne:



23 Juli 2014

Sommermorgenmomente


Diese stillen Momente am frühen Morgen,
so durchsichtig wie Libellenflügel im Sonnenlicht.
Im kleinen Teich blühte die erste Seerose. 
Wolken spiegelten sich im Wasser.
Fülle, die mich ganz genügsam machte.
Zufrieden und staunend zugleich.






22 Juli 2014

Ein Leben lang...


Da hängt er am Kachelofen in der Landidylle!
Der Uralttopflappen, den ich damals mit 9 in der Handi stricken musste.
Ein paar Maschen der blauen Häkelumrandung haben sich gelöst. Und etwas ausgebleicht ist er vom vielen Waschen. Aber sonst sieht er noch tipptopp aus:



PS. Damals legte man noch Wert auf Qualität. Denn Garn, Wolle, Stoff mussten ein Leben lang halten...

21 Juli 2014

Eine Frau, die zuviel Platz hat und auf die Werbung hört...


Ich bin zwar wieder in der Stadt.
Aber noch nicht ganz angekommen. Irgendwie fehlen mir Pfupf und Energie.
Vorhin habe ich etwas im Bücherregal herumgewischt und das bisschen Staub aufgenommen.
Dann habe ich im blauen Lyrikbändchen aus Island zu blättern begonnen.
Auf Seite 165 dann ein Gedicht, das mich derart erheitert hat, dass ich wie nicht anders kann und mir nun die ganze Zeit die Situation mit den Männern und den Sofas bildlich vorstelle...



Eine Frau, die auf die Werbung hörte

Die Frau, die sich für nichts als Werbung interessierte, hatte
neun Sofas, aber nur einen Mann, und auch der sah aus, als
wäre er der Werbung entsprungen; er passte derart gut auf
das eine Sofa, dass sie sich acht weitere Männer anschaffte,
nur fiel es ihr dann schwer zu entscheiden, wer auf welches 
Sofa passte.

Elìsabet Kristìn Jökulsdòttir, 1958 in Reykjavik geboren 
aus Isländische Lyrik/Insel Verlag Berlin 2011




18 Juli 2014

Wie ein Sommerwind...


Gestern kam sie. 
Die neue Hitzewelle.
Ich surfte auf ihr weg. 
Hinaus aufs Land in meine Sommeridylle 
mit dem Plauderbächlein im Garten.
Und neu auch mit Internetanschluss in der Stube :)
Deshalb kann ich auch eine leise, kühle Brise hier lassen:


Som en sommarvind smeker du min kind 
Och du fyller mitt sinne 
Berusad är själen av välbehag
Dina kyssar förvandlar min slutna gestalt 

Till ett skimrande, vidöppet hav. 

Wie eine Sommerbrise umschmeichelst du meine Wange
Und füllst meine Sinne
Die Seele ist trunken vor Wohlbehagen
Deine Küsse verwandeln meine verschlossene Art
In ein schimmerndes, weites Meer.


Musik: Leif Göras
Text: Åsa Jinder
Übersetzungsversuch von Hausfrau Hanna

17 Juli 2014

Fantasieankurbelndes


Gestern war ich noch Bücher kaufen.
In einem der Schaufenster meiner Lieblingsbuchhandlung hing ein Plakat mit Sätzen, die etwas ungemein Anregendes hatten. Ich hatte das Fotoapparätchen nicht mit dabei (kommt hin und wieder vor...) und so muss ich jetzt die Erinnerung bemühen. Diese paar Sätzlein sind haften geblieben.
Ich hoffe, mein Gedächtnis spielt mir dabei keinen Streich:



Eine Tasche ohne Bücher ist...

   wie Yin ohne Yang
   wie Tag ohne Nacht
   wie heute ohne gestern
...
...
...
...

 wie Hausfrau Hanna ohne Blog...


PS. ...ist das, was mir dazu eingefallen ist ;)



16 Juli 2014

Sommerduftendes!



Jede Blüte
sinkt nieder. -
Doch es bleibt ihr Duft.

aus Japan




PS. Ich sitze bei weit geöffneten Fenstern im Wohnzimmer.
Ein leichter Geruch nach Benzin und Abgasen dringt herein.
Die Stadtreinigungsequipe saugte soeben mit drei Sommerlaubbläsern die Trottoirs von einzelnen Blättern und Zigarettenkippen frei, und ein im Schritttempo vorbeifahrender Lastwagen nahm die Altpapierbündel mit.

PPS. Und für mich ist es an der Zeit,  die Fenster zu schliessen!

15 Juli 2014

Zwischen zwei Haltestellen (63)


Sonntagmittag auf dem Bahnhof.
Ein Paar verschmutzte Gummistiefel stehen ordentlich nebeneinander auf dem Perron. Und weit und breit ist kein Besitzer zu sehen. Wahrscheinlich kam dieser vom verregneten Openair-Festival in Frauenfeld zurück und scheute, wie der Teufel das Weihwasser, den Aufwand und die Mühe des Säuberns.
Ob die Stiefel einen neuen Besitzer gefunden haben, ist mir leider nicht bekannt.



PS. Kam ich doch abends auf einem anderen Gleis an... ;)





14 Juli 2014

Deutschland ist Weltmeister!


Was habe ich gestern Abend die ganze Zeit darauf gewartet, dass Angela Merkel ihre Arme hochreisst und begeistert jubelt!
Und dann die Enttäuschung.
Die Bundeskanzlerin klatscht bloss anerkennend in die Hände beim späten 1: 0 der deutschen Mannschaft:


PS. Ich war so fixiert auf Frau Merkel, dass mir erst jetzt auffällt, dass dafür der Bundespräsident neben ihr beinahe aus dem Kittel springt... ;)

PPS. Und hier der Beitrag zum WM-Final 2010!


11 Juli 2014

Regentropfen von 1968



Als der Regen in der Nacht leise und ausdauernd aufs Dach tröpfelte, 
tauchte aus der Dunkelheit der Jahrzehnte plötzlich ein Lied auf, 
das mich damals mit seiner sanften Melancholie völlig in den Bann zog... 




10 Juli 2014

Vor dem Ratgeberregal - die Basis für Glück und Erfolg!

Hin und wieder muss es sein.
Ich greife in der öffentlichen Bibliothek zu einem Ratgeber und leihe ihn mir aus. Vier Wochen beträgt die Leihfrist. Das reicht normalerweise, um etwa ein Buch wie jenes der Autorin und Psychologin Eva Wlodarek fertig zu lesen.
Hier ein paar ihrer prägnant formulierten Sätze zum Nachdenken und Weiterspinnen:

"Ihre Angst verschwindet, wenn Sie tun, wovor Sie Angst haben.

Sträuben Sie sich nicht gegen die Führung Ihrer Seele. Sie weiss am besten, was Sie glücklich und erfolgreich macht.

Niemand kann Ihnen Ihren Selbstwert nehmen, wenn Sie ihn nicht hergeben.

Dankbarkeit lenkt den Fokus auf Fülle, Neid auf Mangel.

Nur wenn Sie eine Tätigkeit lieben, sind Sie darin wirklich gut.

Zwei Kriterien zeigen, wo Ihr Talent liegt: Was Sie tun, fällt Ihnen leicht und macht Ihnen Freude."





PS. Wie ich auf der Homepage gelesen habe, bietet Frau Wlodarek auch 'Charisma Days'-Workshops an.

PPS. Für Frauen selbstverständlich...





09 Juli 2014

Mädchenhandarbeit damals


In dieser Juliwoche ist es für die Jahreszeit ungewohnt kühl.
Socken tragen gibt warm. Selbstgestrickte aus Wolle.
Erinnerungen tauchen auf, wie wir Mädchen damals bei der alten Handarbeitslehrerin stricken und häkeln mussten.
Wir sassen zu zweit nebeneinander an kleinen Tischen und strickten alle die gleichen quadratischen Lappen in tristem Beige. Am Schluss umhäkelten wir mit zwei Reihen fester Maschen. Zur Auswahl standen rotes und blaues Baumwollgarn. Was die Entscheidung leicht machte. Immerhin sah damit das Topflappenendprodukt  etwas froher und frischer aus.
Und wir hatten wieder einmal die Fertigkeiten geübt, die zukünftige Hausfrauen beherrschen mussten.
Beim Pult der Lehrerin bildete sich stets eine Warteschlange.
Das gab uns Gelegenheit, leise miteinander zu schwatzen, bis wir an der Reihe waren und die Lehrerin die heruntergefallenen Maschen oder verdrehten Muster korrigierte.
Die aufmüpfigsten Mädchen legten ihr manchmal Fäden aufs Haarbürzi. Dann ging sie mit diesem Muster nach Hause und schimpfte das nächste Mal mit uns, wie frech wir wären.
Und wir schämten uns ein bisschen...


PS. Die Zeiten haben sich geändert. Es gibt schon lange keine 'Mädchenschnurpfschule' mehr.
PPS. Und mich begeistert es immer wieder, wie kreativ, vielfältig, individuell und fantasievoll heute textiles Werken und Gestalten unterrichtet wird :)

07 Juli 2014

Frei nach Luther...




"Selbst wenn morgen die Welt unterginge - heute wird renoviert!"

Hausfrau Hanna


PS. Das Bild ist von 2010. Seither wird praktisch rund ums Jahr in der Nachbarschaft gebaut, totalsaniert, renoviert, verschönert, abgerissen, investiert, geflickt, verlocht, gebohrt, gehämmert, gelärmt... 



06 Juli 2014

Meeresfrisch


Heute soll es heiss werden.
Ein Kleid aus leichter Baumwolle oder Seide ist angesagt, 
das am Körper Meeresfrische erzeugt.
So etwas zum Beispiel:




04 Juli 2014

Musikalischer Fallschirm

Gestern assen 'die Grosse' und ich im Vegirestaurant zu Mittag.
Draussen unter den grossen Sonnenschirmen, es war wieder Sommer geworden.
Dann teilten wir uns einen ihrer aktuellen Lieblingssongs auf ihrem iPhone, einen gefühlsgewaltigen Rap des schwedischen Musikers Timbuktu.
'Die Grosse' hatte den einen Knopf im Ohr stecken, ich den andern.
Sie sang mit auf Schwedisch. Und ich bewegte rhythmisch den Kopf...


PS. Trevlig resa till Sverige, världens bästa Ida, och ha en skön sommar!  Jag är jätteglad när du inte glömmer att Laleh's 'Colors' är m i n  favorit musik ;)

PPS. Und hier noch zwei Strophen des Raps 'Fallskärm' (Fallschirm), die ich übersetzt habe:

Jag var ett mörkt moln, du var en ljusblick
Jag stirra in i vägen, men du hade utsikt
Du segla sju hav, jag satt i en ankdamm
Jag var ett löv i kuling, men du var ankrad
Ich war eine dunkle Wolke, du ein heller Blick
Ich stierte auf den Weg, du hattest Weitsicht
Du segeltest über sieben Meere, ich sass im Ententeich
Ich war ein Blatt im heftigen Wind, du warst verankert

Där är en sjöjungfru, här är ett odjur     
Där blommar fyrklöver, här växer otur  
Du är känslosvall, jag är känslokall         
Du förändrar allt!                                 


Dort ist eine Meerjungfrau, hier ist ein Ungeheuer
Dort blüht vierblättriger Klee, hier wächst Unkraut
Du wirst von Gefühlen überflutet, ich bin gefühlskalt  
Du veränderst alles!

03 Juli 2014

Sommerfrühlärm!



Ich zähle Silben.
Draussen schneidet der Nachbar
die Lorbeerbäume.

Aus Handbuch des Fliegens, Brigitte Fuchs

PS. Hier im Hinterhof ist es leider nicht bloss des Nachbars kreischende Säge, sondern ein alles beherrschender, durchdringender, aggressiver Pressluftbohrer, der Schlag 7.00 die Arbeit aufgenommen hat.
Und das färbt ab...






02 Juli 2014

Sommermonate


An diesem Wochenende beginnen hier die Sommerferien.
Die Leute verreisen. Zumindest diejenigen, die an die Schulferien gebunden sind:
Familien. Schüler. Lehrerinnen.
Ich bleibe in der Stadt.
Wo es mir ähnlich geht, wie es der Basler Lyriker Rainer Brambach beschreibt:

Im Juli und August

Seit Jahren, im Juli und August,
wenn die Villen, Ämter, Schulhäuser
und Fussballplätze verödet sind,
bekomme ich täglich Grüsse von fern.
Der Briefträger wirft
einen Alphornbläser samt Gebirge,
die Seufzerbrücke, den Denker von Rodin,
einen Serben in Pluderhosen,
auch das schilfbestandene Ufer einer
         Nordsee-Insel
in meinen Kasten.

Freunde erinnern sich meiner,
nachdem sie ohne mich fortfuhren.

Rainer Brambach 
aus Gesammelte Gedichte 2003


PS. Etwas irritiert hier auf dem Bild... bloss was?!?!?

01 Juli 2014

'Fussspuren' von Hammerschuhen - die Auflösung!

Was für ein Anlass am Samstagabend!
Und was für Schuhe
Anhora liess in ihrem Kommentar der Fantasie freien Lauf 
und erfand derart vielfältige Anlässe, zu denen die Schuhe gepasst hätten,
 ich hätte unmöglich bei allen dabeisein können. 
Ausser ich hätte mich multipliziert...
Nun jedoch die Auflösung.
Ich war in Schaffhausen im:
 

Einem plüschiggemütlichen, kleinen Theater mit dem Charme 
und der Ausstrahlung längst vergangener Tage. 
Und einem dieser prachtvollen Leuchter an der Decke:

Die Tanzakademie Zürich feierte ihr 10-jähriges Jubiläum 
und tanzte sich eine Woche vor der Hauptaufführung im Opernhaus Zürich 
auf der Provinzbühne ein:

"Wenn die Noten tanzen lernen", 
eine zauberhafte Choreografie nach Musik von Benjamin Britten 
und vier Jungballerinen in Spitzenschuhen:

In diesem himbeerroten Traum von Stöckelschuhen steckten 
übrigens die Füsse der Choreografin:

Schlussapplaus! 
Und bei genauem Hinsehen sind die rosa Schuhe 
ganz links und als unauffälliges Detail erkennbar... ;)