Möwenfüttern (die Fortsetzung)

14.01.2015


Gestern ein bilderbuchmässiger Prachtsfrühlingstag. Warme Temperaturen und eine Leuchtsonne, die die Sonnenbrille erforderte.
Ich ging auf der sonnigen Kleinbasler Seite dem Rhein entlang.
Die Möwen sassen ruhig aufgereiht auf dem Geländer oder schaukelten auf dem Wasser.
Dann fiel mir eine Möwe auf, die einen überdimensionierten Bissen Brot im Schnabel eingeklemmt hatte.
Einen Augenblick lang fürchtete ich, dass das nicht gut ausgehen könnte. Und der Bissen im kurzen Vogelhals steckenbliebe.
Aber Möwen schaffen so etwas offensichtlich mit Links.
Und ich schaute nun gebannt und für längere Zeit einer grossen Möwenschar (die paar Tauben hatten nicht den Hauch einer Chance) zu, wie sie sich gierig über die Brotresten hermachte, die jemand auf die zum Rhein hinunter führenden Stufen ausgeleert hatte.






Hier wäre normalerweise ein Bild vom wilden Möwenfestfressen...





PS. ...aber ich Dödel vergass (ehrlich wahr!) das Fotoapparätchen zuhause :(

PPS. Und verpasste damit die Gelegenheit, einmalige Bilder meiner Lieblingsvögel zu schiessen (die übrigens so beschäftigt waren mit der Futteraufnahme, dass sie meine Nähe völlig ignorierten).
Schade.


6 Kommentare:

Quer hat gesagt…

Die Bildinszenierung findet nun einfach in unseren Köpfen statt. - Das ist doch auch schön!

Lieben Gruss ans Rheinknie,
Frau Quer

flohnmobil hat gesagt…

Möwen, hochverehrte Hausfrau Hanna, haben wir auf unseren Reisen als die gierigsten und futterneidigsten aller Geschöpfe kennen gelernt.
Grosses Vergnügen bereitete uns eine Möwe an der Küste Oregons. Wir hatten die Haut eines geräucherten Fischs in einen Abfall-Eimer geschmissen und konnten beobachten (und filmen!) wie der gierige Vogel buchstäblich kopfüber in den Kübel schnabulierte. Erst noch etwas zögerlich, da das Objekt der Begierde gar weit unten lag, schliesslich nahm er allen Mut zusammen und reüssierte.
Mit erinnerungsschwangeren Grüssen
Bea

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Und aus dieser statischen Bildinszenierung,
liebe Frau Quer,
entwickelt sich dann ein Kopfkino, wo sich alles zu bewegen, flattern, fliegen, picken und zu schlingen beginnt... ;)

Herzlich Hausfrau Hanna

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Was für eine anschauliche, köstliche Geschichte,
verehrte, weitgereiste Frau Flohnmobil,
ich sehe sie bildhaft (!) vor mir:)
Möwen sind gierige, unverschämte, händelsüchtige Kreischvögel.
Und fünf Minuten später sieht es aus, als würden sie auf dem Wasser schaukelnd meditieren...
Faszinierend!

Herzlich grüsst in den Krachen
Hausfrau Hanna

Smilla hat gesagt…

Ja das ist doch einmal etwas Anderes! Sehe ihre Möwen mit meinem inneren Auge fast gestochen scharf!!
Geschätzte HHH, eigentlich sollte ich....
und nun werde ich es auch tun!!!
Herzliche Grüsse
Madame S.

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Und mir,
ma chère Madame Smilla,
haben die Fressmöwen einen gestochen scharfen Spiegel vorgehalten.Ab sofort werde ich mich wieder etwas mehr zurückhalten und mässigen beim Futtern und Essen.
Ja, die Gier ist etwas Unschönes...

Herzlich Hausfrau Hanna