Sich im Raum spüren

28.09.2016


Mittagskino ist eine wunderbare Erfindung.
Hier werden Filme, die kein Massenpublikum ansprechen, gezeigt.
Und das ganz ohne diese unsägliche, minutenlange Produktewerbung im Voraus.
Vorgestern passte das trübe Wetter optimal.
Ich setzte mich mittags um 12.00 im neu erstellten, türkisfarbenen Kinosaal zuhinterst auf die bequeme, weich gepolsterte Bank.
Der Film fesselte mich vom ersten Moment an.
Eine Stunde und vierzig Minuten vergingen im Flug oder um beim Thema zu bleiben: Im Tanz!
Fulminante Tanzszenen wechselten sich ab mit stillen, privaten Einblicken in das Leben des israelischen Tänzers und Choreografen Ohad Naharin, der mit seiner Bewegungssprache den modernen Tanz revolutionierte. 
Ich war begeistert.
Und mit mir wohl alle Zuschauerinnen.
Acht an der Zahl...


Der (für mich) bewegendste Tanzmoment des Films ist bei 1'28'' zu sehen:




6 Kommentare:

Quer hat gesagt…

Wie schön, diese Möglichkeit des Mittags-Kinos. Und fein, dass Sie es ab und an nutzen. Hier habe ich diese Chance leider nicht.
Der Filmausschnitt bietet bezaubernde Einblicke ins Metier dieses Tänzers und Choreografen. Einzig als Vater würde man ihn sich jünger wünschen...
Herzliche Mittewoche-Grüsse,
Frau Quer

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Das,
liebe Frau Quer,
habe ich still für mich auch gedacht:
Vater zu werden in einem Alter, in dem man(n) eigentlich Grossvater wird, hat etwas Ambivalentes...
Aber die Kleine war entzückend. Und ein tänzerischer Springinsfeld :)

Tanz herzlichen Gruss zu Ihnen
Hausfrau Hanna

Anonym hat gesagt…

HalloTanzfrauHanna
Potz! Jetzt habe ich zuerst Mr.Gaga verwechselt mit Lady Gaga. Habe jedoch den Irrtum während der Tanzszenen schnell bemerkt. Mir imponiert, dass er für seinen Tanzstil nichts Hochtrabendes gewählt hat sondern ihn einfach Gaga nennt.

Gruss vom Nichttänzer Pesche

sylvia hat gesagt…

ah das liebe ich auch, die verregneten oder verhangenen mittage und nachmittage in einem kino zu verbringen, fast ohne mitgucker (leider schon lange nicht mehr gemacht, aber das bringt mich auf die idee.........). das großartigste und einsamste erlebnis war vor vielen jahren in einem großen kino, als einzige zuschauerin, einen thriller mit Götz George zu gucken. irgendwie dekadent, dachte ich zufrieden schnurrend.
den gaga-film wollte ich eigentlich auch gucken - leider verpasst - aber bestimmt kommt er mal wieder, in einem der schönen hannoverschen programmkinos. dann geh ich aber!
viele grüße
Sylvia

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Diese Verwechslung,
lieber Pesche,
liegt nah...
Und Mr. Gaga hätte auch aus dir einen Tänzer gemacht.
Glaube ich ;)

Herzlichen Gruss
Hausfrau Hanna

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Allein im Kino,
liebe Sylvia,
und und ein Thriller auf der Leinwand:
Das stelle ich mir gruselig vor;)
Ein solches Erlebnis hatte ich noch nie.
Aber wer weiss, wenn ich noch öfter an tröpfeligen, trüben Tagen ins Kino gehe...

Den Gagafilm kann ich dir aus vollem Herzen empfehlen.
Vielleicht kommt er auch im TV.

Herzlichen Schönwettergruss aus Basel
Hausfrau Hanna