Reisehäppchen... .. . . .

13.06.2017


Der Reisetrolley ist gepackt
und steht bei der Eingangstüre.
Visit Corsica?
Nichts da mit Korsika!
Morgen fliegen wir nach

. . . . . . . . . !

Dreimal dürft ihr raten.
Vielleicht reicht auch ein einziger Versuch ;)

Bis in vierzehn Tagen dann!
Liebe Grüsse und kram
Hausfrau Hanna






PS. Wer mich vermisst, kann in der Zwischenzeit diesen Beitrag hier vom Juli 2010 lesen :)

Zwischen zwei Haltestellen mit -minu (99)

10.06.2017



Im Tram werden den Passagieren seit ein paar Wochen kurze Filmchen mit Verhaltensregeln vorgespielt.
Eines finde ich besonders hübsch.
Weil -minu darin agiert.
-minu kennen wohl alle in Basel!
Er ist Journalist und Kolumnenschreiber. Und noch vieles mehr.
Zum ersten Mal las ich Mitte der Siebzigerjahre etwas von ihm.
Ich war eben zurückgekehrt von einem mehrmonatigen Aufenthalt in Rom und stürzte mich begeistert auf seine 'Briefe aus Rom', die in der Tageszeitung veröffentlicht wurden.
Unzählige Jahre hatte er einen Stand mit Ginggernilliszeug an der Herbstmäss.
Im Fundus des Kastens habe ich bis heute eine seiner edlen, roten Tüten mit seinem Schriftzug aufbewahrt...

So.
Und hier ist er:
-minu aus Basel!





Wetterwechsel!

09.06.2017


Trifft eine Warmfront auf eine Kaltfront,
bilden sich am Himmel weisse Schäfchenhaarlöckchen.
Ein Wetterwechsel steht bevor!
Und so sah die himmlische Weide gestern Morgen über Basel aus:



PS. Im Internet gelesen: 

"Der moderne Mensch ist süchtig nach Wetterberichten. Und hat vom Wetter doch keine Ahnung." 

Doppeldeutigkeit

08.06.2017


Unter Kinderkram kann man sich vieles vorstellen:


 In Schweden jedoch hat dieses Wort eine ganz andere Bedeutung.
'Kind' (schind ausgesprochen) ist nämlich die Wange. Oder Backe.
'Kinder' ist der Plural von 'kind' - also die Wangen.
Und 'kram' bedeutet Umarmung.

Soeben habe ich ein neues Wort erfunden:
Wangenumarmung ;)


PS. Und diese verschicke ich jetzt grosszügig westwärts, nordwärts, ostwärts. Und auch in den Süden: Kram till er alla!

Kunst lässt niemanden kalt...

07.06.2017


Ob drinnen im Museum oder draussen in der Natur:
Steht man vor Kunst, löst das stets etwas aus!
Innere Bilder tauchen auf.
Man ist fasziniert. Wehrt ab. Ist ergriffen. Hat einen Kloss im Hals.
Oder aber ein fröhlicher Jauchzer entsteigt der Brust.
Dann etwa, wenn man aktiv mitwirken kann,
wie bei dieser Ausstellung im Modernen Museum in Stockholm:

Moderna museet / Modernes Museum Stockholm


Auf der Vorderseite der Stellwand sind drei unterschiedliche Kleider 
des Modeschöpfers Jean Paul Gaultier abgebildet. 
Der Kopf bleibt ausgespart. 
Und die Museumsbesucherinnen dürfen für einmal Model spielen...



PS. Die Frau im strahlendblauen Gilet hat sich übrigens für dieses extravagante Hippiekleid entschieden.

PPS. Ich blieb selbstverständlich beim Knipsen streng diskret im Hintergrund...


Zwischen zwei Haltestellen (98)

04.06.2017


Heute morgen im Postauto.
Als ich einsteige, unterhält sich der gut gelaunte Chauffeur bereits angeregt und laut mit einer älteren Frau, die den Platz schräg hinter ihm eingenommen hat.
Urmenschliches steht im Zentrum ihres Gesprächs: Krankengeschichten, Beziehungen, Heirat, Ehe.
Er selbst, vernehme ich, ist seit über dreissig Jahren verheiratet.
Die ältere Frau war es nie.
Dafür erzählt sie von einer Bekannten, die mit  Ende 40 doch noch einen gekriegt hat:
"Ich habe zu ihr gesagt: Was für ein Glück dein Mann hat, eine so gute Occasion zu bekommen!"



PS. Ja, so kann das schon mal tönen auf dem Land ;)
PPS. Nun bin ich wieder in der Stadt.
PPPS. Im Stadthorst, wie Madame Smilla zu sagen pflegt...


Kopfsalat ist nicht gleich Kopfsalat...

03.06.2017



Im Dorf gibt es einen kleinen Laden.
Für den alltäglichen Bedarf hat es alles hier. Auch regionale Produkte. Und Wein.
Gestern etwa kaufte ich einen ordentlich in eine Plastikhülle mit rot aufgedrucktem Schweizerkreuz eingepackten Kopfsalat.
Ich legte ihn, damit die Blätter nicht zerdrückt wurden, zuoberst in die Einkaufstasche.
Auf dem Weg nach Hause traf ich die Nachbarin an, und wir hielten einen Schwatz.
Plötzlich entdeckte sie den Kopfsalat und rief:
"Das darf nicht wahr sein: Du hast Salat gekauft! Und wir ertrinken ("versuffe") im Salat und wissen nicht, wohin damit. Gib ihn mir für die Hühner! Und ich gebe dir dafür einen ganz frischen aus meinem Garten."
Und schon verschwand sie hinter dem Haus und kam zurück mit zwei Salatköpfen, an denen noch Erde war.
Zum Abendessen gab es bei uns den frischen Bauernkopfsalat.




PS. Während sich zur gleichen Zeit die Hühner wohl gütlich taten am Salat aus dem Laden...


Weckerleuchten!

02.06.2017


Lebe ich auf dem Land, lebe ich anders.
Zurückgezogener. 
Ohne Tageszeitung. 
Dafür mit den alten LP's von damals, die ich hier aufbewahrt habe und manchmal wieder höre auf dem Plattenspieler.
Mehrere davon sind von Konstantin Wecker, der übrigens gestern seinen 70.Geburtstag feiern konnte.
Eine Erinnerung an eines seiner Konzerte im Stadtcasino Basel. 1983.
Wir sassen in der vordersten Reihe, genau in der Mitte. Die besten Plätze also.
Wecker kam von der linken Seite auf die Bühne. Wuchtig und massiv.
Und dennoch mit einer Aura der Zärtlichkeit und Hingabe umgeben, als er sich ans Klavier setzte.
Wir warteten auf den 'Willy', diese Hymne an die Zivilcourage, den Mut und die Mitmenschlichkeit:

"Freiheit, des hoasst koa Angst habn vor nix und neamands!"




PS. Passend zum Sommer habe ich jedoch "Wenn der Sommer nicht mehr weit ist"gewählt. Und das in einer Version von damals... 

Bescheidener Beitrag zum 1.Juni

01.06.2017


Hinter dem alten Haus hat es eine grosse Wiese
mit Mohn, Pfingstnelken, Margriten, Gänseblümchen,
Akelei, Hahnenfuss, Storchenschnabel, Kerbel
und unzähligen kleinen. blauen Blumen:


Es sind keine Vergissmeinnicht.
Es sind  'Katzenäuglein' (wie wir auf Schweizerdeutsch sagen).
 Ehrenpreis. Oder Veronica.
Sie blühen überall.
Bescheiden und unauffällig...


Hausfrau Hannas Maienglück

30.05.2017



Kein Monet!


Sondern das (oder doch der?) kleine Biotop
mit Seerosen und allerlei Getier.
Ländliches Maienglück... 

Einer wie Mani!

29.05.2017


Ironie

Iro war ein Geigenhändler.
Wahrlich, sein Geschäft gedieh!
Iro war ein guter Kaufmann,
der nichts borgte und nur lieh.
Iro sprach: "Ich bin auch ehrlich!"
Aber das war Iro nie.


Mani Matter, 1936 - 1972
aus ' Was kann einer gegen Zen Buddhisten', Zytglogge 2016


Tinguelymuseum


PS, Ich bewundere Menschen wie Mani Matter, die Dinge mit leiser, feiner und zurückhaltender Ironie auf den Punkt bringen. 

PPS. Eine Kunst in der heutigen lauten Welt... 





Beschwingtes zum Sonntag

28.05.2017


Die Jungfrau geht hinaus in den schönen Hain
und setzt sich draussen ins grüne Gras.
Legt sich die schneeweisse Hand an die Wange
und sieht den Liebsten unter der grünen Linde...


Dann geht das Werben los.


Und die Moral von der Geschicht:
Mädel, vertrau einem Schalken nicht!

(sehr freier Übersetzungsversuch von Hausfrau Hanna)






Der Mai geht zu Ende...

27.05.2017



Heute soll es in Basel über 30 Grad heiss werden.
Morgen ebenfalls.
Und auch nächste Woche geht es sommerlich weiter.
Man solle den Kopf mit einem Hütchen bedecken,
ein T-Shirt anziehen.
sich gut eincrèmen und den Schatten aufsuchen.
Oder sich von 12.00 bis 14.30 Uhr drinnen aufhalten.
Diese Empfehlungen gab der nette Meteomann gestern Abend ab,
nachdem er zuvor die Wetterprognosen verkündet hatte.
Der Sommer ist da!
Und das im Mai...


Rheinliebe


PS. Vorhin hörte ich, wie einer unten auf der Strasse laut und fröhlich die Schweizer Nationalhymne pfiff: "Trittst im Morgenrot daher, seh' ich dich im Strahlenmeer."

PPS. Seine gute Laune war ansteckend.

PPPS. Ein schönes Sommerwochenende also!

Zum Auffahrtstag!

25.05.2017



Ich gehöre
(was den hier regelmässig Lesenden wohl bekannt sein dürfte)
 nicht zu den Reisemunteren.
Ich kenne jedoch in meinem Umfeld Menschen, 
denen die Abenteuerlichkeit des Reisens durch die Blutadern zirkuliert 
und die vor Reisefieber förmlich zu zittern und zu beben beginnen, 
wenn sie das Kerosin am Flughafen einschnuppern.
So anschaulich und sinnlich hat es mir zumindest Schwager F. kürzlich erklärt.
Und ich konnte seinen Zustand sofort begreifen...


Ostsee: Kreuzfahrtschiff im Schärengarten bei Stockholm


PS. Gestern Abend, der voll besetzte Schnellzug fuhr langsam in den Bahnhof ein, hörte ich, wie jemand seiner Begleitung wünschte: "Tschüss und gute Auffahrt!"

PPS. Nehmt das bitte nicht wörtlich... ;)




Teures Getränk!

23.05.2017


Heute eine kurze Antwort auf den gestrigen Blogbeitrag!
Deutsche Lesende haben in ihren Kommentaren erstaunt zur Kenntnis genommen,
wie  (horrend) hoch die Kaffeepreise hier sind.
Ich habe beim Lesen genickt.
Weil es stimmt!
Eine Tasse Kaffee oder Cappuccino
kostet in einem städtischen Café mit Bedienung tatsächlich 5 Franken.
Im Strassencafé am Rhein kann es durchaus noch mehr sein.
Dafür ist die Sicht auf den vorbeiströmenden Fluss wunderschön.
Und die ist im Preis inbegriffen... ;)





PS. Im Ernst jetzt, falls einmal ein Aufenthalt in Basel geplant ist: Es gibt auch hier günstigen Kaffee!
PPS. Man muss einfach wissen, wo!
PPPS. Deshalb zum Schluss Hausfrau Hannas Tipp: 
Im Restaurant des Kleinbasler Warenhauses 'Manor' gibt es sehr guten, aromatischen Kaffee: Die Tasse für SFr. 3.70 :)

Überzeugend erklärt

22.05.2017


Letzte Woche auf dem Bahnhofsplatz.
Ich warte auf das Tram.
Der ältere Mann kommt direkt auf mich zu und spricht mich freundlich an:
"Hätten Sie mir vielleicht 4 Franken 20 für einen Kaffee?
Ich möchte gern einen trinken und habe nur eine kleine AHV."
Wo er denn seinen Kaffee jeweils trinke, frage ich ihn.
"Ich gehe immer zu McDonald's, da kostet er genau 4 Franken 20."
Die Antwort überzeugt mich.
Ich greife nach dem Portemonnaie.



Jeder Tag ist ein neuer Tag!

20.05.2017



Darin ist ein schwedischer Musiker mit kurdischen Wurzeln.
Seine Eltern flüchteten in den Achtzigerjahren aus dem Irak nach Schweden.
Schon als Jugendlicher schrieb er seine ersten Songs.
Vor knapp zwei Jahren begann er, auf  Schwedisch zu texten. Und  zu singen.

Sein neustes Lied heisst "Ja må du leva idag - Mögest du leben heute!"





PS. Ganz anders tönt die akustische Version, die er nach dem Anschlag in Stockholm sang. Sie weckt so viele Gefühle... Hier!

PPS. Ich mag Darin. Am 2.Juni wird er übrigens 30 Jahre alt.


"Denn wenn du die Augen schliesst, ist alles klar.
Sag mir, was du siehst, wenn du dich selbst siehst!
Kannst du etwas vermissen, was du bereits hast?
Einen Atemzug lang, die Zeit, die du zur Verfügung hast.
Ja, mögest du leben heute:
Jeder Tag, jeder Tag ist ein neuer Tag!

So heb dein Glas, denn jetzt ist alles, wie es sein soll!"

(Übersetzungsversuch von Hausfrau Hanna)

Unerreichbar für die Sorgen!

19.05.2017





"Wenn ich schrieb, war ich für alle Sorgen unerreichbar."



Margareta Strömstedt




Es muss nicht zwingend das Schreiben sein.
Unerreichbarkeit kann auch beim Stricken, Hobeln, Gärtnern, Malen geschehen.
Oder jeder andern Tätigkeit, bei der  'man' sich ganz einlässt.
Für eine Weile...

Varmt tack, Astrid!


Landsprache!

17.05.2017


Am vergangenen Samstag am Bauernmarkt im kleinen Dorf.
Eine gut gelaunte Frau, das weisse Haar hochgesteckt, spricht Hausmann Hanna mit seinem Namen an.
Dieser schaut etwas ratlos drein und versucht sich zu erinnern.
Nun streicht sich die Frau mit der Hand über die Haare und sagt in ihrem breiten Landdialekt:
"Kei Wunder, kennsch mi nümm! S'hett mir uff ä Giebel gschneit..."




PS. Die Sprache gehört ebenfalls mit dazu, damit ein Dorf lebendig ist. Und lebendig bleibt...;)








Für ein lebendiges Dorf!

16.05.2017


Am Samstag.
Im kleinen Bauerndorf, in dem ich mich jeweils im Hochsommer aufhalte,
fand der alljährliche Frühlingsmarkt statt -
ein richtig feiner und weitherum beliebter Bauernmarkt mit regionalen Produkten,
Ständen mit Handwerkskunst,
 Esslokalen, Spielangeboten für die Kinder, Live-Musik.
Und einem Wettbewerb, bei dem eigene Gedanken gefragt waren:



PS. Selbstverständlich machte ich mit und schrieb dies hier auf den Zettel:


a) einen Laden
b) eine Beiz
c) viele Vereine
d) wenige/r Autos


Jeder Tag ein Muttertag!

14.05.2017


In Schweden ist der Muttertag später als bei uns: Immer am letzten Sonntag im Mai.
Solche Bilder jedoch gehören das ganze Jahr (und nicht nur am Muttertag)  zum Alltag:
Mütter in Elternzeit, die sich in grösseren oder kleineren Gruppen zusammenfinden und in ordentlichen Zweierreihen mit den Kinderwagen spazierengehen und  sich dabei unterhalten,

"Länge leve mammagruppen! Lang lebe die Mamagruppe!"


Mammagrupp i Stockholm 


PS. Dazu noch dies: Die Müttergruppen spazieren nicht nur zusammen, sie tauschen sich auch gern bei einem Kaffee Latte aus. Und weil sie dabei wenig konsumieren und das Lokal auf Stunden für andere Gäste blockieren, wird das nicht besonders gern gesehen... 

PPS. Mehr dazu in diesem Blogbeitrag von 2013!

PPPS. Ob bei Kaffee und Kuchen, einem feinen Mittagessen oder einem gemeinsamen Frühlingsspaziergang: Ich wünsche allerseits einen schönen Muttertag :)

Zwischen zwei Haltestellen (97)

13.05.2017


Gestern im Tram.
Es ist gut besetzt.
Ganz hinten hat es neben einem Mann noch einen freien Platz. Und da setze ich mich mit der Einkaufstasche hin.
Was heisst setzen?
Ich mache mich klein und schmal und klemme mich auf den  halben Sitz daneben.
Der Mann sitzt seelenruhig da. Die Hände vor dem Bauch gefaltet. Die Beine weit auseinander gestellt.
Warum sitzen Männer so da? Warum beanspruchen Männer Platz, der ihnen nicht zusteht?
Ich spüre, wie Ärger hochsteigt.
Dann mache ich reflexartig etwas, was ich noch nie gemacht habe:
Ich hebe den linken Fuss, bewege das Bein zielgerichtet zur Seite und verkleinere dem Mann den Raum.
Sofort zieht er sein rechtes Bein an.
Dann sitzt er  wieder da wie vorher. Stoisch und mit über dem Bauch gefalteten Händen.
Ich jedoch habe den ganzen Sitz für mich...



PS. Ein Bild gibt es heute nicht!


Hochzeitsfeier am Rhein

12.05.2017


Am Rhein findet pralles, buntes Leben statt.
Kürzlich etwa wurde eine Hochzeit gefeiert.
Eine Drohne filmte von Oben das Ritual,
bei dem sich die jungen Leute an den Händen fassten
und wie einen schützenden Kreis bildeten, in dessen Zentrum
(auch wenn das auf den ersten Blick nicht ganz ersichtlich war)
das Brautpaar stand.
Eine Braut muss nicht immer weiss tragen.
Es reichen auch Jeans.





Ein Fotograf war ebenfalls mit dabei:




PS. Für die Erinnerungsbilder im Album :)

Nichtstun erquickt

11.05.2017



'Und dann muss man ja auch noch Zeit haben,
einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.'


Astrid Lindgren
Tagebuch





PS. Und besonders schön ist das zu zweit am Rhein... :)





Let's skate in the City!

10.05.2017


Vorgestern Sonntag.
Etwas ist anders als an andern Tagen.
Der Zugang hinunter zum Rhein ist aufwändiger als sonst.
Die Fussgängerzone in der Kleinbasler Altstadt ist abgesperrt
wegen der ersten Etappe der Swiss Skate Tour:



Kaum ist das erste Bild geschossen...
... macht es "Ssssssssssssssssssssst!" -
und ein Pulk Inlineskater rollt vorbei.
Das Tempo ist schwindelerregend hoch.
Und ein  kleines Mädchen fragt: "Papi, haben die Batterien?"


PS. Das Haus in der Rheingasse mit der Nummer 51 heisst übrigens 'zur Meerenge' :)


Sie sind gewachsen!

09.05.2017


Vorgestern Sonntag am Rhein.
Nach all den vielen Wochen, in denen er still, träge fast, vor sich hin geflossen ist,
hat er dank des Regens der letzten Woche wieder mehr Wasser und Zug:
Die erste schöne Überraschung!

Und die zweite Überraschung wartete hier:




Sie sind gewachsen! Die Mitte April geschlüpften Nilgänslein :)




Sechs an der Zahl waren es!
Beim Erkunden der Umgebung wurden sie von den Eltern begleitet.
Und nicht aus den Augen gelassen...


Taubenplage!

07.05.2017


Ich habe auf dem Balkon den alten Teppich ersetzt durch einen neuen.
Kaum ist der dezent grauweiss gestreifte Baumwollteppich ausgerollt und glatt gestrichen, der Tisch und die Stühle wieder ordentlich hingestellt, passiert es auch schon:
Die im Hinterhof nistenden Tauben haben den Teppich entdeckt!
Und verschissen...
Bei einem Treppenhausgespräch erzähle ich meiner Nachbarin von meinem Taubenärger.
Sie hat sehr viel Verständnis.
Und am Tag darauf finde ich auf dem Stuhl im Zwischengeschoss einen Liedtext, den sie mir kopiert und hingelegt hat. "Tauben vergiften" von Georg Kreisler:

'Schatz, das Wetter ist wunderschön
Da leid ich's net länger zu Haus
Heute muss man ins Grüne gehn
In den bunten Frühling hinaus!
Jeder Bursch und sein Mäderl
Mit einem Fresspaketerl
Sitzen heute im grünen Klee -
Schatz ich hab' eine Idee:

Schau, die Sonne ist warm und die Lüfte sind lau
Gehn wir Tauben vergiften im Park!'

(...)


Diese Taube habe ich durch die sauber geputzte Stubenfensterscheibe 'geschossen'...


PS. Eigentlich bin ich ein freundlicher, friedlicher Mensch. Aber wenn Tauben meinen Balkon als Tummelplatz entdecken, keimen da Gedanken auf, die eine gewisse Ähnlichkeit haben mit Kreislers Liedtext...

PPS. Auch wenn das Wetter heute überhaupt nicht wunderschön ist, leid' ich es nicht länger zu Haus.

PPPS. Wir gehen nun an den Rhein! Vögel schauen. Schwäne, Enten, Schwalben, Spatzen.

PPPPS. Und auch Tauben... ;)








Den Tag mit einem Gedicht beginnen

05.05.2017


Ein Lyrikband von Werner Lutz liegt griffbereit auf dem Sims zur Strasse hin.
Heute am frühen Morgen, die Sonne scheint, nehme ich ihn in die Hand und lese das Gedicht auf der ersten Seite...

Alte Eiche/gammal ek auf der Insel Fjäderholmarna



Worte
irrlichtern und flackern in mir
Worte
lassen mich ins Unbekannte reisen
Worte
schliessen meine Kreise
Worte
entfachen meine Lebensfreude
Worte
verscheuchen meine Angst



Werner Lutz, 1930 - 2016
Schweizer Lyriker

aus 'Die Ebenen meiner Tage - Gedichte im Dialog', Waldgut Verlag 2015




Fräckis - die Auflösung!

04.05.2017


Ein 'fräckis' ist kein Frechdachs.
Was eigentlich die naheliegendste Erklärung wäre.
Kein sommersprossiger Mensch (vom englischen 'freckles' abgeleitet).
Kein Fräckdachs.
Und auch kein nobler Frackträger.
Diese Begriffe wurden genannt in den Kommentaren
und gefielen mir ausnehmend gut.
Auch wenn sie alle falsch waren.
Bei den zurückhaltenden Schweden ist ein 'fräckis' nämlich
ein schmutziger Witz... ;)


Wandbild in der Steinenvorstadt

PS. Zufällig bin ich letzte Woche auf youtube auf diesen fräckis hier gestossen.
PPS. Die wunderbare Helen Sjöholm erzählt ihn und macht ihn zu einem sprachlichen Erlebnis.
PPPS. Und deshalb habe ich ihn auch mehrere Male hintereinander angehört...;)

Wortabkürzungen

03.05.2017


In der deutschen Sprache kennen wir sie auch:
Die abgekürzten Wörter, die beim Sprechen und Schreiben viel Zeit sparen...
In der schwedischen Sprache werden sie noch häufiger verwendet.
Ich mache ein paar Beispiele:
Ein 'pangis'  ist ein Pensionär oder eine Rentnerin.
Der 'fegis' ist nicht etwa ein Vegetarier, sondern ein Feigling oder ein Angsthase.
Dagis ist ein Kindertagesheim. 
Kändis (schändis ausgesprochen) ist eine bekannte Person.
Und 'bästis' ist die beste Freundin oder der beste Freund.




"Min bästis!"



PS. Letzte Woche lernte ich einen neuen Begriff: Fräckis!
PPS. Wer will, darf gern raten... 


1.Mai am Rhein

02.05.2017



Gestern am Rhein.
Sie ruderten gegen den Strom...




...und er schien Ausschau zu halten nach den Möwen.





Goethe entschied...

01.05.2017




 Letzter Sonntag im April.
Das schöne Frühlingswetter rief zum Wandern.
Abwechselnd machten wir einen Vorschlag,
schüttelten bei jedem den Kopf -
jeder erschien uns zu aufwändig und zu weit.
Auch scheuten wir die vielen Menschen, die ebenfalls unterwegs waren.
Dann machte Goethe uns die Entscheidung plötzlich leicht:

"Willst du immer weiter schweifen?
Sieh das Gute liegt so nah!"

Wir fuhren mit dem Tram auf den Basler 'Haushügel', das Bruderholz.
Das war die beste Idee überhaupt!
Ein einziges grosses Staunen überkam uns -
und es hielt an, bis wir am späten Nachmittag wieder zuhause waren.
Eine wunderschöne Weitsicht über die sanften, grünen Baselbieter Hügel.
Einige waren noch schneebedeckt.
Das Gelb der Rapsfelder und das Blau des Himmels stimmten fröhlich.
Schwedenfröhlich...





Und nur ganz wenige Menschen, die wie wir zu Fuss, 
per Velo oder hoch zu Ross unterwegs waren... 


PS. Goethe sei Dank!






Stimme und Tanz der Freude

30.04.2017


Gestern Samstag war Welttag des Tanzes!
Ich habe es tatsächlich fertig gebracht, diesen zu vergessen.
Und das bloss, weil eine besserwisserische, ältere Dame
und der korrekte Name für den  'Reiher' zuviel Raum eingenommen haben.
Ärger - auch leiser - engt die Wahrnehmung für Anderes ein.
Dabei ist Tanz etwas so unglaublich Schönes!
(Auch ein durch die Luft fliegender Reiher hat etwas von einem Tänzer).
Mit einem Tag Verspätung kommt nun eine Tanzmelodie,
gespielt vom Basler Ensemble 'Kol Simcha'.
Was 'Stimme der Freude'bedeutet.
Richard Wherlock, der Basler Ballettdirektor,
hat dazu ein Handlungsballett choreografiert:
Tewje.




PS. Ich wünsche allen ein frohes, beschwingtes Unterwegssein an diesem schönen, warmen Sonntag. Und kehrt dabei allen Besserwissern der Welt den Rücken zu... !

Hausfrau Hanna

Diskriminierend... .. .

29.04.2017


Fischreiher,
so die ältere, selbstbewusste Dame,
(und ihre Stimme hatte etwas Belehrendes)
dürfe man nicht mehr sagen!
"Warum denn das?" fragten wir unisono.
Weil diese nicht nur Fische frässen.
Korrekt sei deshalb Graureiher.
Oder Silberreiher.


Reiher im Zolli auf der Suche nach Futter -  
im Weiher  (links oberhalb seines Kopfes zu sehen) schwimmt eine Schildkröte vorbei...



PS. Belehrungen sind manchmal mühsam...





Singendes Denken

28.04.2017




Ich denke häufig in Liedern.
Das kommt mir zugute beim Lernen von
schwedischen Wörtern und Begriffen.


Mädchenchor/flickkör in Stockholm 2013


PS. Und so tönt das Denken dann: Hier!
PPS. Das Pendant zum 'flickkör' ist der 'gosskör' - der Knabenchor ;)



Die ganze Farbpalette

27.04.2017


Letzte Woche beim Frühjahrsputz.
In der untersten Schublade des Kastens fand ich eine Malschachtel.
Die Farbtuben waren, mit Ausnahme des Blaus, praktisch unberührt.
Neben den Schälchen zeigten sich ein paar zarte, blaue und grüne Spuren.
Ich stelle die praktisch vollständige Farbpalette allen zur Verfügung:
Auf dass jede und jeder heute ein Bild male!
Passend zur Stimmung oder zum Wetter...






Manchmal ist es besser, man schweigt...

26.04.2017


Gestern im Buchladen.
Vor mir an der Kasse steht eine alte Dame, die bezahlen will: Ein kleines, gelbes Langenscheidt-Wörterbuch. Die Kassierin tippt ein und benennt den Betrag: 15 Franken 90 Rappen.
"Wie viil? Das isch jo gschtohle!"
Die Kassierin schweigt.

Ein paar Minuten später auf dem Barfüsserplatz.
Es hat fein zu regnen begonnen.
Zwei ältere Damen in schicker Aufmachung begrüssen sich mit Herzlichkeit und Küsschen.
"Schäisswätter!" sagt die eine, "geschter isch's so schön gsi!"
Ich möchte der Dame erklären, dass es seit vielen Wochen kaum einen Tropfen geregnet hat. Und  der Regen dringend nötig sei.
Aber ich reisse mich am Riemen, schweige und gehe weiter...



Bewegung ist ein Lebensprinzip (4)

24.04.2017



Wind. Wolken. Monet. Und eine Möwe.




Das mit der Möwe, die durchs Bild fliegt, stimmt seit einer guten Woche nicht mehr.
Die Möwen sind nämlich bereits weg
und haben den zurückgekehrten Schwalben den Raum überlassen...


Hausfrau Hannas Beitrag zum Welttag des Buches...

23.04.2017


Ich habe eine einzige Sucht:
Und das sind Bücher.
Gut, ich bin jetzt ehrlich, ich habe noch eine Nebensucht:
Das sind Karten. Postkarten!
Da heute jedoch Welttag des Buches ist, bleibe ich bei meiner ersten Sucht.
Den Büchern.
Ich habe mir eben erst vorgenommen, k e i n e mehr zu kaufen.
Sondern erst die Viererbeige neben dem Bett abzulesen.
 Aber gestern wurde ich wieder schwach und habe ein Buch gekauft.
Sowie zwei bestellt...





PS. Gekauft: Lorenz Marti 'Der innere Kompass'  (s. auch Blogroll 'Gern besuchte Seiten').
PPS. Bestellt: Maarten 't Hart 'Die grüne Hölle' und Astrid Lindgren 'Steine auf dem Küchenbord'.
PPPS. Soeben in der Blogstatistik entdeckt, dass ich vor vier Jahren bereits einen Beitrag geschrieben habe zum 'Welttag des Buches': Hier!





Bewegung ist ein Lebensprinzip (3)

22.04.2017


Ich habe einen Wunsch.
Einmal möchte ich im Sommer mit dabei sein -
ganz vorne beim 'Allsång auf Skansen' in Stockholm.
Wenn Benny Andersson mit seinem Orchester zum Tanz aufspielt.
Beim Mondwalzer, diesem schwungvollen Stück Musik,
gäbe es kein Halten mehr...





PS. "Hausfrau Hanna, träumen ist erlaubt!" "Husmor Hanna, drömma är tillåtet!" ;)  



Bewegung ist ein Lebensprinzip (2)

21.04.2017


Im Basler Zoo wurde im März eine grosse, neue Anlage eröffnet.
Für die Elefanten.
Diese haben eine ähnliche Eigenschaft wie wir Menschen:
Sie sind immer in Bewegung.



Deshalb heisst die Elefantenanlage:




Was in der ostafrikanischen Sprach Swahili soviel bedeutet wie:
In Bewegung sein.
Wandern.
Umhergehen.


PS. In diesem Sinn wünsche ich allen, die hier mitlesen ein frohes, tembeareiches Wochenende :)

Bewegung ist ein Lebensprinzip (1)

20.04.2017


Unter der Rheinbrücke am Ostermontag.
Ich wollte bloss die verdriesslich aussehenden Köpfe knipsen.
Und tat das aus sicherer Distanz und sehr konzentriert.
Dann fuhr er mir ins Bild:
Der kleine Flitzer...

Ein flatterhaftes Wesen

19.04.2017


Es ist schon einige Zeit her.
Da wollte mich ein Bekannter, ein schlaues, gewitztes Bürschchen, testen:
"Hausfrau Hanna, du sprichst doch Schwedisch! Dann weisst du bestimmt, was 'Fledermaus' auf Schwedisch  heisst?"
Ich: "???"
Er: "Läderlappen!"

Leider ist das Bild, das ich bei der Oper in Stockholm aufgenommen habe, grottenschlecht.
Aber mit etwas gutem Willen kann man oben links das Wort 'Läderlappen' erkennen.
Wortgetreu übersetzt 'Lederlappen'.
Was tatsächlich auf Schwedisch 'Die Fledermaus' heisst.
Die Operette allerdings.
Oder aber der Serienheld Batman... 




PS. Fledermaus, das Säugetier, hingegen heisst...    Fladdermus ;)



Osterüberraschung am Rhein

18.04.2017


Das war ein feiner Ostermontag gestern!
Die Sonne hatte sich verzogen. Wolken bedeckten den Himmel. 
Ungewohnt wenige Leute waren am Rhein.
Dafür hatten die Vögel den Raum für sich eingenommen.
Die soeben aus dem Süden zurückgekehrten Schwalben etwa,
die zu Aberdutzenden über den träge dahinfliessenden Rhein pfeilten. 
Oder die Entenfamilie, die den breiten Kiesstrand ganz für sich allein hatte
und begeistert beobachtet und fotografiert wurde von einer Menschenfamilie:



Die Entenmutter beschützte und wärmte ihre gepunktete Kinderschar:



Dann übernahm der Vater den Wachposten -
und die Mutter war für den Moment ihrer Sorgfaltspflicht enthoben:



Mutter bleibt Mutter! 
In jeder Situation...



Waren es vier, fünf  oder gar sechs Jungentlein? 
Wo waren sie geschlüpft?
Und wie kamen sie ans Rheinufer?
Es blieb beim Raten und Fragen... 



PS. Bis zum nächsten Mal!
PPS. Ob am steinigen Ufer oder auf dem Wasser: Viel Glück auf all euren Wegen!


Osterpause

14.04.2017


Im Süden ist das Wetter über Ostern schön und sonnig.
Viele sind bereits in der Nacht auf den Gründonnerstag weggefahren.
Um die fünf  freien Tage optimal zu nutzen.
Aktuell (habe ich soeben gelesen) soll sich der Verkehr 
zwischen Luzern und dem Gotthard auf einer Länge von 14 Kilometern stauen. 
Die Wartezeit betrage 2 Stunden und 20 Minuten.
Pausen bei Autofahrten sind wichtig... 


Madonnenbild aufgenommen im Musée Unterlinden in Colmar



PS. Das Gedicht unten rundet den heutigen Beitrag ab.
PPS. Auch wenn es kein Ostergedicht ist!
PPPS. Und es auch der reine Zufall ist, dass ich es im Bändchen 'Pausenpoesie, Gedichte zum Neustarten' gefunden habe... ;)



besuch im kloster

durch die schmalen fenster des kreuzgangs
fällt licht auf die pflastersteine
ein zebrastreifen

selbst gottvater oder der sohn oder der heilige geist
kämen sie mit dem auto des wegs
müssten anhalten



Harald Grill
aus 'Pausenpoesie', Gedichte zum Neustarten, 1.Aufl. 2015, Anton G. Leitner Verlag