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29 April 2012

Schwarze Zitrone



Als meine Freundin klein war, hatte sie eine klare Vorstellung:
"Wenn ich gross bin, will ich eine Zitrone."

 


PS. Daran musste ich denken, als ich heute Morgen aus dem Fenster lehnte und im blauen Parkfeld diesen alten Citroën erblickte... :)


27 April 2012

Tanz begeistert!

Ganz begeistert  war ich diese Woche von einem Beitrag in der Tageszeitung über den kanadischen Choreografen Edouard Lock, der in den 80er-Jahren die Tanzwelt mit neuen, ungewohnten Bewegungen revolutionierte.
Und das Publikum verstörte.
Faszinierend dieser Mann! Auch das, was er sagt:

"Ein Grossteil unserer Bewegungen hat einzig das Ziel, mit andern zu kommunizieren."

Edouard Lock, Choreograf


PS. Diese Sicht macht uns alle zu Tanzenden - zu Kommunizierenden mit der Umwelt und den Mitmenschen,
freut sich Hausfrau Hanna

26 April 2012

Bescheidener Wunsch


Wie schön es heute ist!
Unter diesen Baum möchte ich mich legen und dabei die Zeit verträumen...


Blühender Quittenbaum


PS.  Sollte ich morgen noch nicht aufgetaucht sein, kann mich ja jemand wecken kommen ... ;)

Allerseits einen traumschönen Frühlingstag
wünscht Hausfrau Hanna



25 April 2012

Der falsche Superlativ

Vor einigen Monaten wechselte ich den Schwedischkurs.  
Neuer Ort. Neue Lehrerin. Neue Gruppe. Neues Niveau.
Ich war nun plötzlich die Schlechteste. Das Schlusslicht.
Das machte mir nichts aus.
Und deshalb antwortete ich ehrlich und ohne zu zögern auf die Frage von schwedischsprechenden Bekannten, wie es mir mit dem neuen Kurs gehe:
"Nu är jag den värsta (nü är ja den väschta)."
Ich war überzeugt, dass das "Ich bin nun die Schlechteste" hiess.
Niemand der höflichen Schweden korrigierte mich.
Und so bemerkte ich den Lapsus erst kürzlich.
Ich verwendete nämlich  jedes Mal den andern Superlativ des Adjektivs 'dålig' (schlecht, schlimm).
Und anstatt "Ich bin die Schlechteste ("jag är den sämsta") sagte ich jedes Mal "Ich bin die Schlimmste"...

Ojojoj!


PS. Dabei stimmt das überhaupt nicht.
Ich bin nicht der Störefried der Klasse.
Sondern nur die Schlechteste...

24 April 2012

Wer hat den Reissverschluss erfunden?


Ein praktischer Schwede natürlich (wer denn sonst)!
Gideon Sundbäck hiess der Erfinder.
Soeben dank der hübschen Gestaltungsidee von Google erfahren :)



23 April 2012

Blickwinkel

Über Mittag an einer Supermarktkasse nahe beim Bahnhof.
Vor mir in der Warteschlange ein grossgewachsener Mann.
Mit der einen Hand legt er seine Sachen aufs Laufband, mit der andern drückt er das iPhone ans Ohr.
Schon beginne ich mich innerlich zu nerven über dieses "allüberallununterbrochenständige Natelgetröte, dem man ungewollt zuhören muss."
Nur, dieser Mann spricht ganz leise. In einem kultivierten Hochdeutsch.
Jetzt werde ich aufmerksam und betrachte den Mann genauer.
Dunkler Anzug, helllila Kravatte und zurückgekämmte, schwarze Haare mit einem exakt gezogenen Seitenscheitel. An der Schläfe bemerke ich erste weisse Haare.
Der Mann, ich schätze ihn auf anfangs vierzig, sieht sehr attraktiv aus.
Ich vermute, dass er in der nahegelegenen Bank im höheren Kader arbeitet. Und Mittagspause hat.
Etwas stutzig macht mich einzig, was vor ihm auf dem Band liegt:
Eine Büchse Red Bull und eine Cola zero.
Dazu ein in Cellophan verpacktes weisses Brötchen.
Wahrscheinlich sein Lunch.
Dann schaue ich in seine Augen. Sie sind klein und geschwollen, sehen rotgeädert und müde aus.
Einen Moment lang durchflutet mich eine kleine Welle des  Mitgefühls.
Dann bin ich an der Reihe.




20 April 2012

Durch vier Jahrhunderte


Der schwedische Jazzmusiker Jan Johansson starb bei einem Autounfall im November 1968 auf dem Weg zu einem Auftritt. Sein Grab ist auf dem Skogskyrkogården (Waldfriedhof) in Enskede bei Stockholm.

Im Moment ist mir genau nach dieser Musik:



Musik durch vier Jahrhunderte mit Jan Johansson

PS. Ich wünsche allen hier Lesenden und Lauschenden ein schönes Wochenende und etwas von der Einfachheit und Klarheit der 'Sinclairvisan',
Hausfrau Hanna

19 April 2012

Neues Design

Das Monumentale und Prächtige des Novartis-Campus muss mich erschlagen haben.
Einen Tag nach dem Besuch bei den Kois, Serras und Gehrys wurde ich krank, lag mit betonschwerem  Kopf und rasselndem Husten im Bett. Verschlief die Zeit. Nichts kümmerte mich.
Gestern fühlte ich mich so etwas wie halblebendig.
Und heute war ich denn auch wieder in meinem Blog, in dem ich mich beinahe nicht mehr zurecht fand: Die mir vertrauten und geläufigen Einstellungen waren verschwunden.
Blogger hatte sich in der Zwischenzeit folgende Überraschung ausgedacht:

"Freuen Sie sich auf eine komplett überarbeitete, noch nutzerfreundlichere Blogging-Oberfläche. Jetzt finden Sie schneller die Funktionen, die Sie brauchen, und können sich ganz auf Ihre Blogposts konzentrieren."

PS. Freuen? Ha!
Ich nerve mich über diese zeitraubenden Neuerungen.
Ein gutes Zeichen. Es geht mir wieder besser...




13 April 2012

Geschlossene Stadt


Gestern war ich als geladener Gast auf dem Novartis-Campus.
Ein beeindruckender Besuch.
Bauwerke entworfen von den berühmtesten Architekten.
Kunst aus Stein und Metall, die aussah wie zufällig hingetragen.
Oder die im Geäst von Bäumen hing 
in Form von Vogelnestern mit eingebauten Lautsprechern.
Verschiedene Restaurants. 
Eine COOP-Filiale.
Ein lieblich angelegter Birkenwald mit locker hingestellten Tischen und Stühlen 
für eine entspannte Pause von der Arbeit.
Und im Zentrum dann das grosse, quadratische Betonbecken 
mit diesen wahnsinnig teuren, japanischen Koikarpfen, 
die Herr Vasella eigenhändig ausgesucht haben soll. 
So zumindest das Gerücht...





PS. Ich hätte hier gern ein paar Bilder aufgeschaltet.
PPS. Leider war das Fotografieren nicht erlaubt.
PPPS. In dieser geschlossenen kleinen Stadt am Rande der grossen Stadt am Rhein.

12 April 2012

Wahre Worte

Gestern auf einem T-Shirt gelesen:

"Du musst dein Ändern leben."

PS. Ja! Morgen beginne ich damit...


11 April 2012

Ort der Ruhe

Es war vor vielen vielen Jahren.
Ich hatte mit den lebhaften Siebenjährigen abgemacht am Nachmittag bei der Dorfkirche.
Ein geeigneter Treffpunkt für die anschliessende Wanderung durch den Wald zum Talweiher.
Als ich ankam, traf mich beinahe der Schlag. Die Kinder warteten nicht etwa brav, wie ich es selbstverständlich angenommen hatte, auf dem Platz vor der Kirche.
Sie rannten auf dem Friedhof umher, umrundeten die Grabsteine, quietschten und schrien vor Lebenslust.
Ich pfiff die Kinder zu mir.
"Ja, geht es noch! Ein Friedhof ist doch kein Spielplatz, sondern ein Ort der Ruhe."
Da sagte Alexandra etwas, was ich nie mehr vergessen habe:
"Aber die Toten können uns doch nicht hören."



PS. Und  irgendwie passt Herr Goethe auch noch dazu:

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet gross und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein! 

Johann Wolfgang von Goethe, Faust I





10 April 2012

Zwischen zwei Haltestellen (23)

Karfreitagmorgen. Im Regiozug hinaus aufs Land.
Es ist ruhig im Abteil.
Und so überlasse ich mich während der halbstündigen Zugfahrt dem dünnen Buch.
Ich lese langsam. Satz für Satz. Schmelze dahin vor Leseglück.
Es gibt Bücher, da möchte ich die Zeit anhalten und zum Stehenbleiben auffordern...
Philippe Claudel 'Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung'


09 April 2012

Bescheidene Blümchen...


Viele klönen über das kalte, trübe Wetter, das einen Strich durch die meisten im Aussen stattfindenden Osterpläne macht.
Ich gehöre nicht dazu.
Im Gegenteil.
Ich bin so heiter gestimmt und ausgeglichen, wie ich es bei schönem Wetter nicht wäre.
Weil ich da ununterbrochen den Drang verspürte, etwas zu unternehmen und auf die Walz zu gehen...
Und jetzt höre ich Musik. Schreibe. Lese.
Zum Beispiel diese rührende Geschichte nach Hans Christian Andersen, die mir Lisette schickte:

"Mitten in dem schönsten grünen Grase wuchsen kleine Gänseblümchen.
Die Sonne beschien sie ebenso warm und schön
wie die grossen, schönen Prachtblumen drinnen im Garten.
Sie dachten gar nicht daran, dass kein Mensch sie dort im Grase sehe,
und dass sie arme, einfache Blumen seien,
nein, sie waren vergnügt.
Sie wendeten sich der warmen Sonne entgegen,
sahen zu ihr auf und horchten auf die Lerche, die in der Luft sang."

nach Hans Christian Andersen




PS. Hans Christian Andersens Originalgeschichte vom Gänseblümchen hier.

07 April 2012

Der zweite Frühling!

Als ich vor zwei Jahren nach Stockholm reiste, drängte dort der Frühling mit leuchtender Kraft hervor.
Einen Monat später als hier in der südlichgelegenen Schweiz.
Ich erlebte einen zweiten Frühling...

Aufbrechendes Birkengrün anfangs Mai 2010 in Stockholm




05 April 2012

Wieder da!


Letztes Jahr hat mich ein Turmfalkenpaar fasziniert, das vor den Augen zweier Livekameras seine Jungen aufzog.
Die Turmfalken sind, wie ich soeben entdeckt habe, wieder am Einziehen und am Nesten:
Hier!

Und hier der Blogbeitrag vom letzten Jahr.



Schöne, frohe Ostern - auch wenn der Himmel tiefhängt,
wünscht allen Hausfrau Hanna




04 April 2012

Das Rauschen des Regens...


Endlich hat es zu regnen begonnen!
Dieses sanfte, gleichmässige Rauschen gestern Abend 
hatte etwas Beruhigendes, Einschläferndes.
Ich wehrte mich gegen diesen Schlaf, 
wollte unbedingt das Buch von Doris Dörrie noch zu Ende lesen.
Ein paar Seiten nur fehlten. 
Immer wieder las und las und las ich über die gleichen Sätze hinweg.
Dann ergab ich mich wohl.
Ich erwachte heute in der Früh, 
fühlte mich wie durchspült, durchwässert, frisch und belebt.
Es sollte mehr regnen...

03 April 2012

Oh herrlicher Frühling!


Åh härliga vår!
Hausfrau Hanna är på riktigt gott humör och inspirerad:
Städa, röja ut, flytta runt möbler, plantera blommor ute på balkongen.
Och idag fönsterputs!





PS. Oh herrlicher Frühling!
Du versetzt Hausfrau Hanna in gute Laune und beflügelst sie:
Aufräumen, aussortieren, Möbel verschieben, Blumen pflanzen auf dem Balkon.
Und heute Fensterputzen!



02 April 2012

Nach blauen Blumen gucken



Ich suche die blaue Blume,
Ich suche und finde sie nie,
Mir träumt, dass in der Blume
Mein gutes Glück mir blüh.

Ich wandre mit meiner Harfe
Durch Länder, Städt und Au'n,
Ob nirgends in der Runde
Die blaue Blume zu schaun.

Ich wandre schon seit lange,
Hab lang gehofft, vertraut,
Doch ach, noch nirgends hab ich
Die blaue Blume geschaut.


Joseph von Eichendorff



PS. Ach Eichendorff - du realitätsferner Wanderer durch die Auen, Länder und Städte! Und der Harfe am Rücken! 
PPS. Hättest du nicht Zeit deines Lebens mit träumenden Augen nach der 'Blauen Blume' gesucht, du hättest sie gesehen. 
PPPS. Vor dir. Ganz nah...