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23 November 2012

Barocke Unterhaltungsmusik

 

Ich erinnere mich, wie unser Musiklehrer Telemann etwas herabtat als Komponist von Tafelmusik, die einzig dazu diente, die essenden, trinkenden und schwatzenden Leute zu unterhalten.
Etwas differenzierter sagt es die Gambenistin Hille Perl:
"Telemann ist irgendwie immer genial. Da ist so viel Witz und Spritzigkeit in der Musik drin, und man kann verstehen, dass er zu seiner Zeit viel populärer als Bach war."
Ihre Worte wirkten!
Kurzentschlossen kaufte ich nämlich gestern ohne Probehören (!) diese Telemann-CD.
Wunderschön auch, wie Hille Perl die beiden Hauptinstrumente der CD, Gambe und Blockflöte, charakterisiert:
"Das sind keine Machoinstrumente - sondern individualistische, vielleicht auch scheue Instrumente, die sich ergänzen."


PS. Hausfrau Hanna rät, sich die Zeit zu nehmen und alle neun (!) Minuten des Videos anzuhören - man wird belohnt!


2 Kommentare:

  1. Ich hab mirs bis zum (abrupten) Schluss angehört. Danke fürs Zeigen. Was da in mir arbeitet, hat mit der Musik wenig zu tun. Das Freiburger Barockorchester wurde zu meiner Schola-Zeit gegründet. Es faszinierte, wie junge Kollegen so mutig und schnell erfolgreich wurden. Wer als Mitspieler eingeladen wurde, hatte das grosse Los gezogen, so in etwa. (Das noch grösser Los zogen jene, welche mit Jordi Savall spielen durften) Und jetzt sitzen hier fast ausschliesslich alternde Menschen, grauhaarig, noch sehr wach und begeistert zwar, aber das junge Orchester von damals ist es garantiert nicht mehr. Schönes Wochenende dir mit Telemann und mit der Sonne und sowieso...
    Gabriela

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  2. Ja, der Schluss ist tatsächlich abrupt und wirkt wie abgeschnitten,
    liebe Gabriela,
    schade!
    Das Freiburger Barockorchester war mir bis jetzt kein Begriff. Jordi Savall hingegen schon. Und Montserrat Figueras mit ihrer Stimme wie eine Bronzeglocke. Die genau heute vor einem Jahr verstummt ist...
    Mit einem herzlichen Danke grüsse ich dich durch die Dunkelheit
    Hausfrau Hanna

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