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04 November 2012

Zwischen zwei Haltestellen (35)

Gestern im Regiozug vom Land zurück in die Stadt. Eine Mutter mit ihrem ungefähr achtjährigen Sohn steigt ein. Sie setzt sich auf den freien Platz mir gegenüber.
Der Bub muss im andern Abteil Platz nehmen, was ihm offensichtlich nicht behagt.
Ausdauernd, wie es sonst nur ganz kleine Kinder tun, zwängelt er: "Ich will mit dir den Platz tauschen! Ich will mit dir den Platz tauschen! Ich will mit dir den Platz tauschen!"
Was die Mutter schliesslich mit einem "Hauptsache, du bist nun zufrieden!" tut.
Das ist er!
Kaum sitzt der Bub mir gegenüber, nimmt er mich sogleich ein mit seiner offenen, begeisterten Art und verwickelt mich in ein Gespräch. Er sprudelt über vor Begeisterung: "Der Zug fährt so schnell. Ich sehe so viel. Im Auto sind wir immer im Stau. Hier ist es mir nie langweilig. Ich fahre so gern Zug, viel lieber als Auto!"
Das kann ich aus vollem Herzen bestätigen, was er mir mit einem Strahlen dankt. Die Mutter hört belustigt zu und findet die Idee, öfters mal den Zug zu benützen, bedenkenswert.
Als wir in den grossen Stadtbahnhof einfahren, sieht mein Gesprächspartner auf Zeit einen TGV.
Er weiss, dass dieser nach Paris fährt. Da will er auch einmal hin.
Aber heute will er auf eine ganz andere Bahn. Aufs Riesenrad!
"Von dort oben sehe ich alle Züge. Und die ganze Welt!"

 
 
 

2 Kommentare:

  1. Schön ist's, ein kleiner Bub und eine faszinierte Gesprächspartnerin zu sein!

    Liebe Grüsse in eine rund drehende Woche,
    Brigitte

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  2. Gesprächspartnerin und faszinierte Zuhörerin zugleich,
    liebe Frau Quer,
    und ich hoffe, der Bub hat von seiner drehenden Gondel aus tatsächlich die ganze Welt gesehen...

    Herzlich Hausfrau hanna

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