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30 April 2014

Lebendige Stadt


Wahrscheinlich wurde noch nie so viel gebaut wie im Moment!
Eingerüstete Häuser, die saniert werden. Abgerissene Häuser, die einem Neubau weichen werden. Aufgerissene Strassen. Und eine Stadtsilhouette, die geprägt ist von unzähligen Kranen.
Kein Wunder, dass der Vorwurf erhoben wurde, in der Stadt gebe es viel zu viele Baustellen.
Der zuständige städtische Regierungsrat  Hans Peter Wessels gab eine Antwort, die überzeugte:

"Schlimm wäre es, wenn es keine Baustellen hätte. Das würde bedeuten, dass die Stadt zerfällt und nichts investiert wird. Eine Stadt, in der es Baustellen hat, die prosperiert und wird unterhalten." 


Im Hintergrund ganz knapp zu erkennen: Der (Roche)Turmbau zu Basel... ;)


PS. Übrigens: Heute ist der 'Tag gegen Lärm'!

27 April 2014

Für Rosi: Hegerovas Lieder!



„Noch eine Zigarette, nur noch ein paar Minuten, bleib dort im Sessel sitzen…”





Frau Wildgans schrieb anfangs April in ihrem Blog über 'Hegerovas Lippen'. Beim Lesen des Posts erinnerte ich mich plötzlich, dass ich die tschechische Chansonnière damals sehr aufregend fand und sich noch eine LP in meiner Sammlung befand:



Liebe Rosi, hier nun endlich meine versprochene Antwort.
Gestern nämlich suchte ich die LP 'Hana Hegerova' heraus und hörte sie mir an. A-Seite  und B-Seite. Volksweisen, Chansons, Liebeslieder und politische Lieder:



Hier alle Titel:




PS.  Rosi, deine erinnerte Stelle "Noch eine Zigarette..." fand ich leider nicht. Obwohl ich Frau Hegerovas intensiver und ausdrucksstarker Stimme genau zuhörte und bei einigen Liedern die Nadel sogar zweimal aufsetzte...

PPS. Hegerova sagte übrigens einmal  in einem Interview von sich, sie sei ein Maximalist (!) - heute würde man wohl eher sagen, sie ging stets an und über ihre Grenze.

PPPS. Mit einem herzlichen Gruss über die Landesgrenze,
Hausfrau Hanna









25 April 2014

Heintje war schuld!


Ich wollte nie ein eigenes Haus.
Und ich wollte nie einen Garten.
Das wusste ich merkwürdigerweise bereits mit 15 Jahren.
War es die Verantwortung, die ich scheute? Die Arbeit? Oder das Angebundensein?
Der wahre Beweggrund dieser entschiedenen Haltung war mir nie so ganz klar.
Bis gestern!
Seit gestern weiss ich nämlich: Heintje war schuld!!!
Und dieses Lied:




PS. Der glockenrein singende Holländerbub betörte und verzauberte nämlich alle Mamas und Omas in den Sechzigerjahren. Und das war mir des Guten und des Glücklichen zuviel. Zuviel Märchen. Zuviel heile Welt. Zuviel Häuschen.
Und zuviel blauer Himmel...

24 April 2014

Begegnungen im Wasser



Im smaragdgrünen Wasser 
kam es zu Begegnungen
zwischen unterschiedlichen Tieren -
geflügelten und geflosselten... 




PS. Die passende Musik dazu. Hier!








23 April 2014

Grüss den Frosch!



En liten prinsessa borde hälsa tidigt på en groda för att hitta senare en prins... 


Kronprinsessan och Prinsessan Estelle hälsar på Agapaddan. Foto: Bo Jonsson/Skansen-Akvariet
Kronprinsessan och Prinsessan Estelle hälsar på grodan / Foto: Bo Jonsson/Skansen-Akvariet



PS. Ein kleines Prinzesschen sollte frühzeitig einen Frosch grüssen, damit es später seinen Prinz findet... 

21 April 2014

Zwischen zwei Haltestellen (61)


Es ist schönes, warmes Wetter. Wanderwetter. Der Bus ist fast bis auf den letzten Platz besetzt.
Im 'Tunneldorf' steigt ein korpulenter Mann ein und setzt sich auf den freien Platz hinter uns.
Seine Jacke verströmt, obwohl es Vormittag ist, bereits Beizengeruch.
Im Dorf auf der Hochebene steigen fast alle Leute aus.
Und der Mann um.
Er wechselt nämlich auf seinen Stammplatz schräg hinter der Busführerin, der frei geworden ist.
"S'isch läufigs Wätter hüt", beginnt er.  Und erzählt dann ausführlich von seinen sämtlichen Freuden und Bresten der vergangenen Woche.
Die Chauffeuse bleibt konzentriert, wirft jedoch hin und wieder ein zustimmendes 'hm' ein.
Der Mann sieht zufrieden aus, mit sich und der Welt im Reinen.
Bis zur Endstation erzählt er wortreich weiter. Wir verabschieden uns, wie man das auf dem Land zu tun pflegt und steigen aus.
Nun hat der Mann seine Ansprechpartnerin ganz für sich allein.
Zumindest bis zur nächsten Haltestelle... :)










18 April 2014

Ohne Antwort


Kürzlich bekam ich eine letzte Geburtstagskarte.
Das Sujet auf der Vorderseite bestand aus etlichen 'Sorry, I'm late!'
Auf der Rückseite befand sich, neben den guten Wünschen zum neuen Lebensjahr, eine Erklärung für die Verspätung:
Die Zeit rase nur so dahin. Eben erst sei doch Weihnachten gewesen, nun stehe schon Ostern vor der Tür und man hechte von Termin zu Termin.
In Gedanken schrieb ich eine Antwort, die ich jedoch nicht abschickte:

"Lauf nicht zu schnell! Dir könnte sonst etwas Schönes entgehen."





PS. In diesem Sinn wünsche ich allerseits: Schöne Ostern,
Hausfrau Hanna

16 April 2014

Erfüllung


Am Tisch sei sie gesessen, vor sich ein Kreuzworträtsel 
und habe der heimgehenden Putzfrau noch fröhlich zum Abschied gewinkt.
Etwas später dann habe die Ablösung sie mit auf den Unterarmen 
ruhendem Kopf vorgefunden und geglaubt, 
sie sei nach der langen Nachtwache nur kurz eingeschlafen.
Friedlich habe sie ausgesehen an diesem frühen Morgen im Spital.
Sie hat sich stets einen schnellen, schmerzlosen Tod gewünscht.
Das hat sich erfüllt.
Nur viel zu früh.








14 April 2014

Manchmal fehlen die Worte

Sie haben jahrelang nebeneinander gewohnt.
Haus neben Haus. 
Garten an Garten.
Sie haben nicht mehr miteinander gesprochen 
und sind sich aus dem Weg gegangen.
Nun ist sie, die Schwester, unerwartet und plötzlich gestorben.
Der Schmerz gehört immer den Lebenden...




13 April 2014

Blustspaziergang



"Viele Winter und viele Sommer sah ich kommen und gehn.
Geduld nur, Geduld!
Der Frühling ist nah."

Astrid Lindgren, aus Tomte Tummetott





PS. Einen frühlingshaften Blustspaziergang mit weit geöffneten Sinnen und in leichten Schuhen wünscht Gross und Klein
Hausfrau Hanna

09 April 2014

Gedicht ohne Titel


Für Sie, Frau Quer!
Weil ich dank Ihnen einen Basler Dichter kennengelernt habe, der mir sonst wohl unbekannt geblieben wäre.
Was ich bedauern würde...


Weil es seit drei Tagen regnet
nahezu lautlos landregnet
greife ich nach meinen drei Farbstiften
blau gelb grün
und bringe einen Himmel
darin eine Sonne 
und darunter eine Löwenzahnwiese
aufs Papier - 
der rote Fleck auf der Wiese,
vergossener Wein.

Rainer Brambach



PS. Und ebenfalls für euch zwei, die ihr heute Geburtstag habt! Ich stosse in Gedanken an mit euch...

08 April 2014

Stufe um Stufe

Hermann Hesse.
Die eine Hälfte der Klasse, zu der Schulfreund Biedi gehörte, war hin und weg und erkor ihn zum Kultautor. Las sich durch Siddharta, den Steppenwolf und Goldmund und Narziss, lobte und schwärmte ohne Ende.
Die pragmatische Hälfte, zu der ich gehörte, legte seine Bücher schnöde beiseite, fand ihn zu antiquiert und zu vergeistigt.

Mit seinem Gedicht 'Stufen' jedoch konnte ich als Erwachsene etwas anfangen.


PS. Möge jedes Emporsteigen zu Fuss heute leicht geschehen,
wünscht Hausfrau Hanna


06 April 2014

Grattis ABBA!

ABBA kennen wohl die meisten.
Die schwedische Gruppe hat genau heute vor vierzig Jahren den Grand Prix Eurovision de la Chanson gewonnen mit diesem Lied:


Die meisten kennen wohl auch die Vornamen der vier. Und können zumindest drei der Namen richtig aussprechen. Nur bei Agnetha wird es schwierig. Weil das Buchstabe an Buchstabe Aneinanderreihen nicht funktioniert.
Agnetha wird nämlich wie Langnau ausgesprochen.
Einfach ohne L...
Viel Glück!





03 April 2014

Vergleiche hinken manchmal


Kürzlich drückte mir in der Bahnhofshalle eine freundliche, junge Frau diese Karte in die Hand:


Auf der Rückseite befanden sich sechs Sätze, die wie in schwarzen Trauerflor gehüllt waren:
Mit etwas gutem Willen oder einer Brille ist der Text lesbar... 


PS. Ich brauchte eine Weile, bis ich den Transfer von der Kuh zu mir geschafft hatte. Dann nickte ich zwar zustimmend, wusste jedoch gleichzeitig auch, dass ich an der konsequenten und logischen Umsetzung 'Leben Sie vegan!' scheitern würde...  :(



02 April 2014

Gefangen im Netz...


Der Schattenwurf des gelben Imperativs führt zu einer Verdoppelung:


PS. Ohne weitere Worte wünsche ich allen einen wundervollen Frühlingstag,
Hausfrau Hanna

01 April 2014

Gut erzogen!

Vor Hunden, die umherstreunen, 
habe ich normalerweise tiefen Respekt, 
und ich halte Abstand.
Nicht so vor diesem da:


Dieser wartete stoisch und brav auf sein drinnen essendes Herrchen oder Frauchen und tat auch keinen Wank, als ich mich an ihm vorbei ins Innere des Restaurants bewegte.
Vielleicht wartete er auch bloss deshalb so geduldig, weil er nicht in Versuchung geführt wurde.
Im Restaurant 'Tibits' gibt es nämlich nur Vegetarisches... ;)