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14 Januar 2016

Zwischen zwei Haltestellen (80)

Gestern im Tram.
Am Barfüsserplatz steigen zwei junge Frauen ein.
Die eine lässt sich mit einem Plumpser auf den Sitz mir gegenüber sinken. Dann fährt sie prüfend mit der Hand über ihre eng sitzende Jeans.
Meine Auge folgen der Handbewegung und fallen auf eine kaputte, ausgefranste Stelle unterhalb des Knies, die jedoch von der jungen Frau nicht weiter beachtet wird.
Erst unten am Saum findet sie etwas, einen kleinen, schwarzen Fleck, der mir wiederum nicht aufgefallen wäre.
Durch Kratzen und Reiben versucht sie ihn wegzukriegen. Gleichzeitig faucht sie ihre Kollegin an:
"Erst steigen wir deinetwegen ins falsche Tram, dann trittst du mich gegen das Bein. Bisch voll än Idiot! Und än Idiot isch no dümmer als ä Strohhalm."
Leider muss ich an der nächsten Haltestelle aussteigen und verpasse deshalb den weiteren Verlauf der Konversation.
Schade. Ich hätte zu gern mitbekommen, was die Kollegin darauf geantwortet hat...

PS. Das bleibt jetzt offen.
PPS. Und kann die Fantasie anregen ;)


2 Kommentare:

  1. Das müssen beste Freundinnen sein! Denn Liebe zankt sich zuweilen. ;-)

    Ein wenig beneide ich Sie, liebe Hausfrau Hanna, um die schönen Tram-Stories.
    Und ich danke Ihnen fürs lebendige Erzählen.

    Herzlichen Gruss,
    Frau Quer

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  2. Sie haben ja so recht,
    liebe Frau Quer,
    es müssen Freundinnen gewesen sein! Auch wenn ich manchmal innerlich leicht zusammenzucke, wenn ich solche und andere 'Kosenamen' höre...
    Da es kälter geworden ist, benütze ich wieder mehr den ÖV!
    Na dann!
    Schauen wir, ob das zu weiteren Tramstories führt... ;)

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