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05 Januar 2019

Zwischen zwei Haltestellen (114)


Gestern im Tram.
Eine Frau und ein Mann sitzen hinter mir und unterhalten sich. 
Plötzlich bin ich ganz Ohr.
"Ich bin froh, dass Weihnachten vorbei ist. Es ging mir nicht gut. Ich war wieder so depro", höre ich die Frau sagen.
Der Mann, er ist wohl ein Bekannter oder ein Freund, antwortet ganz ruhig:
"Ja, die Weihnachtszeit hat es in sich, eine Zeit, die nachdenklich macht."
Wie das Gespräch der beiden weitergegangen ist, weiss ich nicht. Ich steige an der nächsten Haltestelle aus.
Aber dieser eine Satz hat mir gereicht.
Und dieser Satz hat mich beeindruckt.  




5 Kommentare:

  1. Mir gefällt die Antwort des Mannes auch sehr gut.
    Weihnachten kann also durchaus etwas anstossen oder bewirken.

    Nachdenkliche Nachmittagsgrüsse aus dem Schnee,
    Frau Q.

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  2. Liebe Hausfrau Hanna, welchen Satz meinst du denn? Es stehen ja einige zur Auswahl. Ich bin vor allem über ein Wort gestolpert: depro. Sagt man das so in der Schweiz? Ich kenne nur depri, und das kann tatsächlich etwas mit Weihnachten zu tun haben. Sollte nicht so sein, ist aber für manche Menschen keine einfache Zeit .

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  3. Ja,
    liebe Frau Q.,
    mich hat der (etwa 50-jährige) Mann auch beeindruckt. Weil er weder getröstet, noch abgewehrt hat...

    Lieben Gruss in den Dreikönigstag
    Hausfrau Hanna


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  4. PS. Und wie wir hier in Basel zu sagen pflegen:
    "Dr Keenig isch immer im zwäite Bolle vo linggs!" ;)
    Viel Glück :)

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  5. Tatsächlich,
    liebe Anhora,
    wird in der Schweiz für traurig, pessimistisch, schlecht drauf oft der Ausdruck „Ich bin depro“ gebraucht. Ein kleiner Unterschied zu Deutschland, der mir nicht bekannt war.

    Liebes Grüssle in den Dreikönigstag!
    Hausfrau Hanna

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