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04 März 2019

Zwischen zwei Haltestellen (118)



Gestern im Schnellzug nach Zürich.
Wir haben das Viererabteil für uns allein.
Im Abteil nebenan sitzt ein Mittfünfziger,
das graue Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden
und liest in einer Sonntagszeitung.
Im voll besetzten Abteil hinter uns ist ein Gespräch im Gang.
 Neuigkeiten werden ausgetauscht.
Es ist eine Art Rückschau auf die vergangenen Wochen.
Der Satz einer der beiden Männer lässt mich aufhorchen:

"Das Jahr ist erst zwei Monate alt und schon ein Jahrhundertereignis:
Ich habe diesen wärmsten Februar seit Menschengedenken sehr genossen!"



PS. Ich sass eine Weile da und dachte über den Sinn des eben Gehörten nach.
PPS. War der Satz ironisch gemeint? Oder doch ernst?
PPPS. Ich war und bin mir nicht sicher...

8 Kommentare:

  1. Ach ja, liebe Hausfrau Hanna: Man darf sich auch gar nicht mehr wirklich freuen über die aussergewöhnlich warmen Tage, weil sie das Indiz sind für ein weltweites Klima-Problem. Da bleibt einem schon mal die Freude im Halse stecken...
    Ihnen dennoch einen fröhlichen Montag!
    Hier begann er ziemlich struppig mit ungemütlichem Sturmwind.
    Herzlichen Gruss,
    Frau Q.

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  2. Tja, bei besagtem Herrn hätte man schlecht nachfragen können, wie er das denn meinte...
    Wie wir damit umgehen, darüber gibt es eventuell Redebedarf. Wohl oder übel genießen, war wohl die Devise...
    Gruß aus dem sturmdurchbrausten Rheinhessen von
    Sonja

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  3. hmja, man weiss es nicht so recht... bei mir gehts auch
    so "hin- und hergerissen" zu. einerseits ists wunderbar,
    andererseits...
    viele grüße vom sturmgezausten Maschsee
    Sylvia

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  4. Können wir was ändern, wenn wir nur mit schlechtem Gewissen rumlaufen?
    Zu allen Zeiten wurden und werden Katatstrophen-Szenarien entworfen, beim Rückblick darauf wundere ich mich dann manchmal. Ach, ich weiß doch auch nicht …
    Trotzdem herzliche, wenn auch winddurchbrauste Grüße
    Petra

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  5. Ach ja,
    liebe Frau Q.,
    ich versuche, nicht zuviel zu studieren und zu grübeln.
    Ich verdränge vieles. Aus reinem Selbstschutz.
    Und auch deshalb, um die schönen, fröhlichen Dinge zu sehen und zu bewahren.

    Ihnen einen lieben Gruss in den Morgen
    Hausfrau Hanna

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  6. Wenn reden möglich ist,
    liebe Sonja,
    und nicht in Besserwisserei ausartet, finde ich das auch einen richtigen, guten Weg.
    Nicht immer ist das jedoch möglich.

    Lieben Morrgengruss
    Hausfrau Hanna

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  7. Diese Ambivalenz,
    liebe Sylvia,
    kenne ich nur allzugut!
    Einerseits die vielen Gedanken, die ich mir zur Welt und zur Umwelt mache, andererseits alles, was ich in meinem Umfeld, in meiner privaten 'kleinen' Welt schön finde...

    Lieben Gruss vom Rheine an die Leine
    Hausfrau Hanna

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  8. Da hast du natürlich,
    liebe Petra,
    völlig recht: Mit einem schlechten Gewissen herumzulaufen (oder herumzufahren) verändert nichts.
    Dazu braucht es mehr: Einen gewissen (Konsum)Verzicht, eine Verhaltensänderung.


    Liebe Grüsse nach München
    Hausfrau Hanna

    PS. Wobei ich mir manchmal wünschte, gewisse Leute hätten ein schlechtes Gewissen!

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