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04 Juni 2019

Hausfrau Hanna ist schwer von Begriff!


Es gibt etwas, 
was mich immer wieder verblüfft und den Kopf schütteln lässt.
Wenn Frauen von sich in der männlichen Form sprechen:
"Ich bin Koch. Lehrer. Therapeut. Autor. Blogger."
Alle diese Formulierungen habe ich übrigens schon gehört oder gelesen.
Ich habe mir keine ausgedacht.
Vielleicht erklärt es mir hier jemand -
ob Leserin oder Leser, Frau oder Mann, spielt keine Rolle.
Hauptsache, ich verstehe es endlich!


Hausfrau Hanna


Schneider(!)büste beim Eingang eines Nähateliers in Basel




8 Kommentare:

  1. Reine Gewohnheit, nehme ich an.
    Es war bei mir selbst ja tatsächlich auch so:
    Nachdem das Bewusstsein dafür geschärft war,
    habe ich fast mühsam angefangen, umzulernen,
    die weibliche Form ausdrücklich zu
    sprechen und zu schreiben.
    Die Heldinnentat unserer Studienjahre:
    Eine Kommilitonin kämpfte für Abschlusstitel
    in weiblicher Form. Ich gehörte zu den
    ersten Magistras meiner Uni!
    Herzliche Grüße
    Petra

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  2. :-) ich verstehe es auch nicht! aber ja,
    reine gewohnheit könnte es schon sein.
    das sollte frau sich wirklich abtrainieren,
    wie Petra es vorschlägt!
    herzliche grüße
    Sylvia

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  3. Gewohnheit und Ignoranz ist es, je nachdem. Eine Akademikerin in unserem Bekanntkreis sagte, sie sei Architekt. Ich wies sie auf die weibliche Form hin, da sagte sie, sie hätte die neutrale Form gesagt! Bei einem Schreibkurs wurden alle Teilnehmenden mit der männlichen Form angeredet. Ich beschwerte mich und bekam zur Antwort, das ginge aus technischen Gründen nicht anders, wäre sonst zu aufwändig. Ich schlug vor, sie sollten dann im jährlichen Wechsel jeweils die andere Anrede nehmen- keine Antwort.
    In der Tageszeitung sind 12 Frauen und ein Mann auf einem Foto, der Bericht handelte von einem Kurs. Kursleiterin war eine Frau. Unter dem Foto stand wie sehr sich der Kursleiter und die Teilnehmer über den Abschluß freuten. Fünf Olympiateilnehmerinnen und zwei Teilnehmer werden geehrt, gesprochen wird nur von den Olympiateilnehmern.
    Frauen "verschwinden" häufig in Berichten. Dies hat auch zur Folge, dass Mädchen die weiblichen Vorbilder fehlen. Mit traurigem Gruß, Roswitha

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  4. Zum Glück, liebe Hausfrau Hanna, kommt es keiner Frau in den Sinn, sich als Hausmann zu bezeichnen. :-)
    Fröhliche Grüsse von der Füchsin.

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  5. Ob es nur Gewohnheit ist,
    liebe Petra,
    mit Hang zur Bequemlichkeit weiss ich nicht.
    Aber wenn ansonsten bewusste Frauen sich selbst in ihrem Beruf/ihrer Tätigkeit als Mann wahrnehmen und bezeichnen, finde ich das schon skurril...
    Lang lebe deshalb die Magistra! :)

    Herzlichen Gruss
    HausFRAU Hanna

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  6. Trainieren,
    liebe Sylvia,
    und sich dabei bewusst machen, warum die männliche Form gewählt wird.
    Vielleicht deshalb, weil der Koch, der Autor etc. ein besseres Ansehen geniesst?
    Ich frage nur...

    Lieben Gruss
    Hausfrau Hanna

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  7. Spannend,
    liebe Roswitha,
    was du in deinem Kommentar beschreibst. Sich als Frau bemerkbar machen und sich einsetzen und einmischen, ist das einzig Richtige. Wenn auch aufwändig und manchmal nicht sehr angenehm.
    Noch dies: Wenn deine Bekannte, die Architektin ist, von einer 'neutralen' Berufsbezeichnung spricht, dann stimmt das schlicht und ergreifend nicht. Der Architekt ist männlich. Punkt.

    Lieben Gruss
    Hausfrau Hanna

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  8. Das ist ja,
    geschätzte Wortfrau F.,
    richtig ausgefuchst, was Sie da von sich geben ;)
    Und ganz ehrlich, der haargenau gleiche Gedanke ist mir auch gekommen...

    Aufrechter und fröhlicher Gruss
    Hausfrau Hanna

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