Sommeraktiv!

20.06.2019


Gestern im Tram.
Ich setze mich so, dass mein Blick 
direkt auf einen der kleinen Bildschirme fällt,
auf denen sich Tagesnews und Kurzinfos abwechseln.
Plötzlich wird mir als Tramfahrerin diese Frage gestellt:
"Wie aktiv ist dein Sommer?"
Noch bevor ich mir eine Antwort überlegen kann,
folgt schon eine Liste mit Aktivitäten,
die in diesem Sommer in den Parks und Anlagen der Stadt
angeboten werden:

Fitness.
Tai Chi.
Bodytoning.
Pilates.




PS. Ich gebe die Frage gern weiter.
PPS.  Ihr dürft euch für eine Antwort Zeit lassen. Oder nehmen... ;)

Aha! Art Basel (5)

17.06.2019



Während der 'Art Basel'
konnte das kunstbegeisterte 'Fussvolk' einen Parcours
 rund um den Münsterplatz ablaufen.
Mich faszinierte besonders das Werk des belgischen Künstlers
Rinus Van de Velde (1983),
das im Bau- und Verkehrsdepartement gezeigt wurde:
Nachdem eine Flut das Dorf überschwemmt hatte,
blieb als letzter Zufluchtsort das Hausdach mit dem Kamin...

Rinus Van de Velde: Prop, Flood, Roof', 2018


Kunstinteresse wird früh geweckt... ;)




Aha! Art Basel (4)

16.06.2019




Das Kunstwerk ist eine imaginäre Insel, 
die rings von Wirklichkeit umbrandet ist. 


José Ortega y Gasset, 1883 - 1955
spanischer Philosoph, Soziologe und Essayist




Camille Henrot: 'System of Attachment'
Während der 'Art Basel' installiert auf dem Münsterplatz 

Aha! Art Basel (3)

15.06.2019


Liegt es daran,
dass während der 'Art Basel' das Auge anders wahrnimmt?
Plötzlich ist da überall Kunst!







PS. Wem zu einem oder gar allen der drei 'Kunstwerke' im öffentlichen Raum ein passender Titel einfallt: Ein herzliches Dankeschön schon jetzt!




Aha! Art Basel (2)

14.06.2019




Die 'Art Basel' ist die grösste Kunstmesse der Welt.
Hat sie ihre Tore geöffnet, schwirrt es in der Stadt.
Auffallend viele schick gekleidete, attraktive Menschen
sind in der City unterwegs. Art-Publikum eben!
Seit gestern sind die Ausstellungshallen auch geöffnet
für die 'Normalsterblichen', die an Kunst und Kultur interessiert sind. 
Ich selbst gehe jedoch nicht hin.
 Ich schaute dafür gestern Mittag einem Künstler zu,
der bei der Mittleren Brücke mit einer Spraydose hantierte:




Als ich nach einer guten Stunde zurück kam, war das Kunstwerk fertig:



PS. Lots of love allen hier Lesenden, und habt einen frohen Tag!
Hausfrau Hanna





Aha! Art Basel (1)

13.06.2019



Gestern auf dem Münsterplatz.
Was ist denn das für eine Konstruktion, 
die aussieht wie ein Wartsaal?



Aha!
Es beginnt mir zu dämmern:
Die 'Art' hat begonnen in Basel!




Pfingstmontagspaziergang

12.06.2019



Vorgestern Pfingstmontag.
Es regnete gleichmässig und sanft. 
Wir hätten auch zuhause bleiben können.
Was jedoch jammerschade gewesen wäre.
Denn das Unterwegssein über das Bruderholz
(ein stadtnahes Gebiet mit viel Weite und Grün)
war bei diesem Wetter ganz besonders schön.
Wir kamen an hellgrünen Ährenfeldern vorbei,
in denen Klatschmohn und Kornblumen blühten.
An den Ästen der Kirschbäume hingen bereits reife Früchte.
In einem Gehege suhlten sich Schweine im Morast.
Es waren nicht viele Spaziergänger unterwegs.
Ab und zu rannte ein joggendes Paar vorbei
 oder eine Fahrradgruppe überholte uns.
Eine Frau hoch zu Ross ritt uns entgegen.
Sie hob die Hand und grüsste.
Regen macht nicht nur schön.
Sondern auch freundlich.



PS. Ein begeisterter Spaziergänger war übrigens auch Goethe:

Ich ging im Wald so für mich hin,
und nichts zu suchen,
das war mein Sinn.
(...)






Zwischen zwei Haltestellen (121)

08.06.2019


Baustellen. Bauarbeiten.
Lärm. Staub. Tramumleitungen. Haltestelleverschiebungen.
Seit vielen Wochen ist das der Alltag in der Stadt und um den Bahnhof.
Das kann schon mal zu Verwirrung führen und leisen Ärger erzeugen.
Gestern etwa, das Tram ist blockiert und kann nicht weiterfahren,
entlädt sich plötzlich der ganze aufgestaute Ärger einer Spätsiebzigerin:
 "Sie Idiot!" stösst sie hervor und meint damit den Tramführer,
den sie für ihr Zuspätkommen verantwortlich macht.
 Bei der grossen Baustelle vor dem Kunstmuseum
fällt das Auge dann auf eine fein gewirkte, textile Werbung,
hinter der sich Baumaschinen, aufgebrochene Trottoirs 
und nicht mehr begehbare Fusswege verbergen...


 Sag mir die drei magischen Worte...
...Ich, Du,
               Wein.






In Schwedenfarben

06.06.2019


Etwas erstaunt erblicke ich beim
Hintereingang der öffentlichen Bibliothek ein parkiertes Fahrzeug.
Nein. Ich bin nicht in Schweden!
Die Basler Polizei hat kürzlich einige neue Elektrofahrzeuge erhalten. 
Und die sind bemalt in den Farben gelbblau.
Heja! ;)



PS. Zudem wäre ein schwedisches Polizeiauto mit  'POLIS' angeschrieben.
PPS.  Betonung auf der zweiten Silbe... 

Sommergenuss!

05.06.2019



Scheint die Sonne richtig heiss,
empfehle ich Zitroneneis. 

Hausfrau Hanna





PS. Es darf auch ein Vanille-, Erdbeer- oder Schokoladeeis sein. 
PPS. Oder vielleicht eine ganz neue Kreation:

Randen-Balsamicosorbet
Peperoni-Ingwer-Salbeisorbet
Tonkabohneneis
Hanfglacé.


PPPS. Diese Beispiele habe ich gestern in einem Kulinarikartikel in der Tageszeitung gelesen ;)


Hausfrau Hanna ist schwer von Begriff!

04.06.2019


Es gibt etwas, 
was mich immer wieder verblüfft und den Kopf schütteln lässt.
Wenn Frauen von sich in der männlichen Form sprechen:
"Ich bin Koch. Lehrer. Therapeut. Autor. Blogger."
Alle diese Formulierungen habe ich übrigens schon gehört oder gelesen.
Ich habe mir keine ausgedacht.
Vielleicht erklärt es mir hier jemand -
ob Leserin oder Leser, Frau oder Mann, spielt keine Rolle.
Hauptsache, ich verstehe es endlich!


Hausfrau Hanna


Schneider(!)büste beim Eingang eines Nähateliers in Basel




Zwischen zwei Haltestellen (120)

02.06.2019


Gestern Samstag im Tram.
Hinter uns in einem Abteil höre ich eine Frauenstimme.
Ich verstehe jedes Wort. Gern hätte ich mich umgedreht, um ein klares Bild von der dominanten Sprecherin zu bekommen. Ich habe mich jedoch nicht getraut.
Ich vernehme, dass sie die Mutter einer jungerwachsenen Tochter ist, der sie vor einiger Zeit schon eine Reise nach New York versprochen hat. Wenn der Schulabschluss geglückt sei und diese bis dahin nicht zu rauchen begonnen habe.
Beides hat offensichtlich bestens geklappt.
Mutter und Tochter waren in der Zwischenzeit in New York.
"Den Hinweg haben wir per Kreuzfahrtschiff gemacht. Eine Aussenkabine mit Balkon, Tischchen und Stühlen für 800 Dollar!" Diese Summe wiederholt sie begeistert noch zweimal.
Dann fährt sie weiter: "Den Weg zurück sind wir dann geflogen. New York, New York habe ich jetzt gesehen."
Die Antworten der Anderen verstehe ich nicht. Ihre Stimmen sind zu leise.
Auch die Stimme der Mutter ist verstummt. Beinahe bin ich enttäuscht.
Aber dann setzt die Frau, sie hat sich in der Redepause offenbar mit dem Smartphone beschäftigt, zum Endspurt an: "Schaut mal, hier habe ich noch einige Fotos von meinem neuen Pool!"



PS. Tramfahrten halten mich immer wieder auf dem 'Laufenden'... ;)



Sommerbeginn 2019

01.06.2019


Sommer. Sommar.
Langezeit. Längtan.
 Sommerlieder. Sommarsånger.



Allen einen guten Start in den Sommer 2019!




Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

31.05.2019


"Kannst du dein Haus nicht mehr erspähen,
wird’s höchste Zeit zum Rasenmähen."

Spontispruch,
aus dem Internet 






Kein Trudeln war's!
Es war fokussiertes Arbeiten und Werken der Garten- und Hinterhofbenützenden:
Rasenmähen. Steinplatten säubern. Tische, Stühle, Sonnenschirme und Grillanlagen bereitstellen. Und Efeuranken und letzte vermoderte Blätter säuberlich entfernen.
Alles ist nun bereit.
Morgen beginnt der Sommer...


Zum Auffahrtstag 2019!

30.05.2019


Entspanne dich. Lass das Steuer los.
Trudle durch die Welt. Sie ist so schön.

Kurt Tucholsky (1890 in Berlin, 1935 in Göteborg)
deutscher Schriftsteller und Journalist


Fluss-Art am Rheinufer - Banksy als Vorbild!



Lieber Kurt Tucholsky,
mir gefallen diese deine Worte! Vor allem das Trudeln hat es mir angetan.
Wenn ich jedoch (wie vor ein paar Tagen im Bahnhof und anschliessend im Schnellzug) die vielen vorbei hastenden Reisenden mit ihren Rollkoffern sehe, dann werde ich unsicher, ob das mit dem sich Entspannen und dem Steuerloslassen heute noch seine Gültigkeit hat...

Einen schönen Auffahrtstag wünscht allen hier Lesenden
Hausfrau Hanna



Sonnenfleck

29.05.2019


Gestern Nachmittag in der Innenstadt.
Plötzlich brach die Sonne zwischen den Wolken hervor.
Als ich hochguckte zur Hauswand mit dem Zitat des Künstlers Dieter Roth,
entdeckte ich einen leuchtendhellen Fleck über der Schrift:




Als ich kurze Zeit später nochmals hochschaute,
war der Fleck bereits wieder verschwunden...

.

"... freuen Sie sich doch, dass Ihnen die
Sonne immer noch scheint."  Dieter Roth (1975)



Von Angesicht zu Angesicht

28.05.2019


In meinem Umfeld wissen nur wenige, dass ich blogge.
Ich bin da sehr diskret und hänge das nicht an die grosse Glocke.
Als ich es vor einiger Zeit dennoch einer gleichaltrigen Bekannten erzählte 
und ihr vielleicht etwas gar überschwänglich vorschwärmte,
was sich für gute, mich bereichernde Kontakte dank des Bloggens ergeben hätten,
wehrte diese fein ab und meinte:
"Das ist nichts für mich. Ich treffe die Leute lieber from face to face."
Das akzeptierte ich selbstverständlich.





Von mir aufgenommenes Bild des Elisabethenbrunnens am Klosterberg in Basel



PS. Und ich klärte sie auch nicht auf, dass sie 'Blog' mit 'Facebook' verwechselt hatte...





Sonntagsfülle

26.05.2019



Die Fülle eines Lebens
hängt nicht von Erlebnissen ab,
sondern vom Erleben.


Robert Seethaler, 1966
österreichischer Schriftsteller







Im Schneckentempo

25.05.2019


Ich mag Haikus.
Die dreizeiligen Gedichte in ihrer knappen Form faszinieren mich.
Und lese ich eines, strecke ich automatisch bei jeder Silbe einen Finger hoch:

5
7
5

Als ich am Dienstag, es regnete leicht, das Haus verliess, schaute ich eine Weile einer kleinen Häuschenschnecke zu, die sich ganz langsam den Weg über das Gartenmäuerchen suchte:

Ganz langsam sucht sich
die kleine Häuschenschnecke
den Weg nach Hause.

(Haikuversuch Hausfrau Hanna)



PS. Eines meiner liebsten Haikus (ich glaube, ich habe es vor Jahren auch schon im Blog gebracht...) ist dieses hier:

Die Schnecke steht auf
und legt sich wieder schlafen.
Ohne viel Trara.

Kobayashi Issa, 1763 - 1828
japanischer Haikudichter


PPS. Ich wünsche allen hier Lesenden ein schönes Wochenende! Ganz ohne Trara... ;)


Verjüngungskur!

23.05.2019


Der in Basel lebende Autor Hansjörg Schneider hat eine Autobiografie geschrieben.
Sie liegt bereit:




(...)    'Schreiben ist für mich wie eine Verjüngungskur. Du erfindest Dich immer wieder neu beim Schreiben, mit jedem Satz und auch der Art, wie Du eine Geschichte erzählst. Jede Geschichte ist eine Schicht Haut, die man verliert und wieder wachsen lassen muss. Eine Häutung. Eine Verjüngungskur eben.'

Hansjörg Schneider, 1938, Schweizer Autor
in einem Interview mit der Tageszeitung bz

PS. Das ganz Interview hier!

Der Maler am Fluss

22.05.2019


Am Rhein.
Der Künstler auf dem Klappstuhl 
schien wie versunken in seiner Welt.
Dann blickte er einmal auf den Fluss,
einmal zum bewölkten Himmel.
Und einmal hinüber zum Münster.
Dann senkte er den Blick wieder und
hielt mit Pinsel und Wasserfarben 
seine Eindrücke fest.




Alltagsseele

21.05.2019



Ich bin kein Herdentier.
Und meide Menschenmassen, wenn immer möglich.
Vieles ist ohnehin unwichtig,
und ich muss nicht überall dabei sein. 
Was ich jedoch mag sind diese Momente im Alltag
(und im alltäglichen Unterwegssein)
die ich hier im Blog 'Sternschnuppen' nenne...








Bademut

20.05.2019


Sie zeigten Mut,
streiften die Kleider ab,
und einer rief:"Du hast eine geile Badehose an!"



Dann stiegen sie kreischend hintereinander in die Flut
und liessen sich treiben.
Nach ungefähr 10 Sekunden war bereits wieder Schluss mit lustig...


... die Wassertemperatur des Rheins betrug gestern 12,8 Grad! ;)




"Dare to dream!"

19.05.2019


"Wag es zu träumen!"
So das Motto des diesjährigen ESC.
Ich gebe es zu: Ich guckte ihn auch in diesem Jahr.
Bis in alle Nacht hinein.
Ohne einzuschlafen.
Einige der Lieder gefielen mir sogar gut.
Ich befand mich jedoch in einem echten Dilemma -
wohnten doch ach zwei Seelen in meiner Brust:
Eine blaugelbe, die für Schweden zerschmolz
und einen Sänger, der wirklich gut singen konnte.
Und eine rotweisse für den Schweizerschnüfel Luca Hänni.
Gewonnen hat am Schluss dann der Song aus den Niederlanden.
Auch damit kann ich leben.
Ist Amsterdam doch ebenfalls eine sehr schöne Stadt:
Bis im nächsten Jahr also ;)



PS. Ganz ohne Showeffekte und Trara kam diese Liveband aus, die irische Musik spielte.
PPS. Gesehen und gehört gestern Nachmittag am grossen Bauernmarkt in unserer Landidylle :)


'Hausfrau mit Haus'

17.05.2019


Die letzten Tage verliefen ereignislos
(oder langweilig, wie man auch sagen könnte...)
Ich war meist zuhause.
Putzte, was anstand.
Schrieb viel von Hand.
Machte mir Gedanken.
Und war auch wieder gedankenlos.
Las das Buch der koreanischen Autorin Han Kang:
'Deine kalten Hände'.
Merkte plötzlich, wie gut mir dieses 'nur' Zuhausesein tat.
Und dass sich etwas, 
was mich über lange Zeit beansprucht und beschäftigt hatte
zu verändern begann...





PS.  hausfrau mit haus
PPS. Diesen Suchbegriff fand ich vorhin in der Blogstatistik.
PPPS. Ich habe zwar nur eine Wohnung. aber zu einem Schwedenhäuschen mit Fenstern, die sich nach aussen öffnen, würde ich nicht nein sagen... ;)



Dieses Gefühl von Zuhausesein

13.05.2019


Det är tid att gå hem.
Men vi är redan hemma.

Lars Gustafsson, 1936 - 2016
schwedischer Schrifsteller und Philosoph



Es ist Zeit, nach Hause zu gehen.
Aber wir sind schon zu Hause.

(übersetzt von Hausfrau Hanna)



Gestern Sonntag am Rhein
Es war frisch, die Bise ging, und die Sonne musste sich immer wieder den Weg durch die Wolken bahnen. Auf der untersten Stufe am Ufer sass ein Erpel, ein paar Meter weiter oben ein Mann: Den Rucksack, den warm eingekleideten Hund und das gefüllte Weinglas neben sich.
Alle drei schienen sich 'zuhause' zu fühlen...





Magisches Feuer!

09.05.2019



Gestern sah  ich im Mittagskino 'Stan und Ollie' -
eine Filmhommage an die beiden Starkomiker Stan Laurel und Oliver Hardy.
Oder Dick und Doof, wie wir sie als Kinder nannten.
Gotte Clara besass damals einen Projektor für Schmalspurfilme.
Da sassen wir Kinder also in der abgedunkelten, guten Stube
und durften Schwarzweissfilme mit Dick und Doof schauen.
Ich erinnere mich nur noch an einen.
Und das auch nur deshalb, weil Doof eine magische Fähigkeit hatte:
Er konnte mit seinem Daumen Feuer entfachen.
Anstatt wie alle andern in stiller Bewunderung zu schauen,
kommentierte das vorlaute Kind jeden gelungenen Feuerversuch mit:
"Das isch ä Fuule! Das isch ä Fuule! Das isch ä Fuule!"
(Ein Kind heute würde wohl "Das ist fake!" sagen)
Gotte Clara wurde übrigens stinksauer und rügte mich.
Ob ich später nochmals zu einer privaten Stummfilmvorführung
eingeladen worden bin, ist mir entfallen...


Ich fand übrigens eine Kurzfassung mit Doofs brennendem Daumen:
Viel Vergnügen! ;)



PS. Das Kommentieren ist nicht nötig, darf jedoch gern sein ;)

Nahsicht und Weitsicht...

08.05.2019


Manchmal muss man sich auf den Weg machen. Um aus der Enge der städtischen Gassen und Strassen heraus zu finden.
Und Weite zu erleben. 

Was üs
noch isch
händ mir gärn
aber mängisch
isch en Wiitsicht
au wichtig


Emil Steinberger, 1933
Schweizer Kabarettist, Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler
in Basel lebend 



Was uns nahe ist,
haben wir gern.
Aber manchmal 
ist eine Weitsicht
auch wichtig.

(Emils Worte ins Hochdeutsche übertragen von Hausfrau Hanna)




Maimohn

07.05.2019


Bis jetzt war der Mai kein Wonnemonat.
Soeben las ich in der Tageszeitung, wie sehr die momentane Witterung
und der nächtliche Frost die Bauern belasten.
Und dennoch überkam mich gestern ein grosses Staunen,
 als ich auf dem Spaziergang dem Rhein entlang 
rote Flecken im Grün des Grases entdeckte:



Der Mohn blühte!








Naja!

06.05.2019



Der Gartenzwerg in seinem Garten
möcht liebendgern die Arbeit starten.
Noch lässt das Wetter ihn zuwarten
mit Setzen von Salaten zarten...


Reimversuch von Hausfrau Hanna




PS. Naja.
PPS. Reimen und dichten ist nicht so meins.
PPPS. Einen wirklich guten 'Reim' findet ihr heute im Blog 'Quersatzein': Hier zu lesen!  

Gruss von Frau Holle...

05.05.2019


Was war denn gestern los!
Mitten am Nachmittag setzte plötzlich ein dichter, heftiger Schneefall ein.
Schneeflocken, so gross wie Wattebäuschchen, fielen vom Himmel.
Frau Holle schüttelte die Bettlaken derart gründlich aus über der Stadt,
wie nie zuvor während des Winters.
Hätte das Kalenderblatt nicht den 4.Mai angezeigt,
hätte ich einen grossen Freudensprung gemacht...

Stube in einem alten Bauernhaus, Freilichtmuseum Ballenberg


PS.  Einen ruhigen Sonntag in der Wärme der Stube 
wünscht allen Lesenden 
Hausfrau Hanna

Kurz, knapp und locker formuliert! Oder 'Zwischen zwei Haltestellen' (119)

02.05.2019



"Grillen, chillen oder auf die Strasse?"
Diese knapp und locker formulierte Frage 
las ich gestern auf dem News-Bildschirm im Tram.
Hausmann Hanna und mir fiel die Entscheidung leicht:
Wir wollten auf die 'Strasse'!
Am Vorabend des 1.Mai bestätigte der Meteomann im Schweizer TV
mit einem gut gelaunten, lässig tönenden "Morgen gibt es T-Shirtwetter!"
 was wir uns ohnehin vorgenommen hatten:
Durchs Frühlingsgrün zu wandern.
Zwar traf seine Prognose nicht ganz zu...


PS.  ...die Mehrheit der Wandernden war unterwegs in Jacken oder langärmligen Blusen ;)


S'isch Maietag!

01.05.2019


In Weiss gebettet - 
der Kirschbaum!



D'Zyt isch do
D’Zyt isch do, Zyt isch do
Singt’s ufem Nussbaum scho, gugu
D’Zyt isch do, Zyt isch do
Singt’s ufem Nussbaum scho.

Singt’s ufem Schlehdornhaag
Singt’s was es singe mag
S’isch Maietag, s’isch Maietag.

 Aus dem Kanton Solothurn
 Josef Reinhart, 1875 – 1957, Schweizer Volksschriftsteller

Die Serpentinentänzerin

29.04.2019


Heute ist der Welttag des Tanzes!
Eine Tänzerin, die einst Furore machte
mit ihren wehenden Seidengewändern und ihren Choreografien,
denen sie so schönen Namen wie Blumentanz,
Schmetterlingstanz, Märchentanz, Serpentinentanz gab,
war die Amerikanerin Loie Fuller ( 1862 - 1928).
Sie war eine Pionierin des modernen Tanzes und inspirierte viele männliche Künstler.
Damals etwa August Rodin und Henri de Toulouse-Lautrec.
 Und heute Georg Baselitz, der ihren Serpentinentanz in einer Skulptur 'fest' hielt:
Eine leise Parodie, irgendwie...




Ausstellung anlässlich des 80.Geburtstags von Georg Baselitz/Fondation Beyeler 2018



PS. Und so sah es aus, wenn Loie Fuller tanzte:

Zeit zu leben!

28.04.2019


Auch gestern regnete es.
Den Schirm brauchte ich nicht.
Die Kapuze am Mantel reichte vollkommen.
Auf dem Nachhauseweg kam mir ein jüngerer Mann entgegen,
 der laut "Räge macht schön! Räge macht schön! Räge macht schön" sang.
Zuhause auf dem Sofa las ich die Biografie über Paula Modersohn-Becker zu Ende.
Es war kein schnelles Überfliegen, es war ein langsames, genaues Lesen.
Mit einem Bleistift unterstrich ich Sätze und machte kleine Randnotizen.
Dann reiste ich weiter nordwärts bis nach Schweden.
Mit Musik ging das ganz einfach und schnell. 
Åsa Jinder, die schwedische Musikerin und Nyckelharpaspielerin
berührte mich mit ihren einfachen Weisen und Worten.
Eines der Lieder hörte ich mir mehrere Male an:
"Nu är tid att leva!"
Nun ist Zeit zu leben!

Frühling 2010 in Stockholm


PS. Das schwedische Wort für Frühlingsgefühle ist 'vårkänslor'.
PPS. 'Worschänslur' ausgesprochen.

Unter dem gleichen Himmel...

26.04.2019


Heute regnet es.
Es ist ein stetes, sanftes Tröpfeln.
Kein rauschender Regen.
Um Berlin
(habe ich vorhin in der Tageszeitumg gelesen)
herrscht nach einem viel zu warmen und zu trockenen Winter
höchste Waldbrandgefahr.

'Wir leben alle unter demselben Himmel...'





PS. 'Under samma himmel' ist von Åsa Jinder, die auch die Nyckelharpa spielt.
PPS. Die dem Video beigefügten Bilder sind von Carl Larsson (1853 - 1919).



.

Mit Herz fahren!

25.04.2019



Der Überzug am Sattel des Fahrrads ist ausgewechselt
und der Frühlingsstimmung angepasst.
Auf rosa Grund prangen rote Herzen:

"Wohin du auch fährst -
fahr' mit deinem Herzen!"

Konfuzius
 (leicht abgeändert von Hausfrau Hanna)



PS. Damit kein falscher Eindruck entsteht:  Das rosa Velo mit den ♥♥♥ gehört nicht mir!
PPS. Es ist mir (ganz zufällig beim Vorbeigehen) ins Auge gestochen...




Spamwelle

24.04.2019


Kürzlich wurde mein Blogstübchen
 mehrere Tage lang von einer grossen Spamwelle geflutet.
Hunderte von Clicks gab die Statistik an.
Die Seiten trugen Namen wie Monica, Tiffany, Chelsea.
Unterdessen ist die Welle verebbt.
Ich bin sowas von erleichtert!


PS. Dafür tauchte gestern in der Statistik bei den Suchbegriffen dies hier auf:
 hanna die dumme kuh...

PPS. Damit kann ich leben ;)




Blütenpassion

23.04.2019



Osterspaziergang.
Betört vom Weiss der Blüten
mache ich ein Bild:



Haikuversuch von Hausfrau Hanna



Schöne Ostern!

18.04.2019


Kletterten wir als Kinder auf die Bäume, spassten die Grossen:
"Wenn d'Affe stige, git's schöns Wätter!"

Der Spruch stimmt immer noch!




Schöne Ostertage, ein frohes Unterwegssein 
(und kein Stehen im Stau)
wünscht allen Lesenden
Hausfrau Hanna




Lyrikerin aus Liestal

16.04.2019


Unser Besuch im Dichtermuseum in Liestal galt eigentlich Carl Spitteler:
Dem Mann, dem Schriftsteller, dem Literaturnobelpreisträger.
Dann geschah etwas, womit ich nicht gerechnet hatte:
In einem der Ausstellungsräume waren in einer Vitrine
Gedichte einer Frau, einer Lyrikerin, ausgestellt.

Und diese Gedichte berührten tief...


"Fluchtversuche in Illusionen hat es viele gegeben. Den vielleicht letzten wage ich jetzt im Angesicht des Vergehens, des Todes. Ein paar Gedichte lassen davon ahnen."

Verena Rentsch, (ca. 1987)  Zitat aus dem Internet




Porträt von Verena Rentsch, aufgenommen in der Ausstellung


Ganz zuletzt

Verloren? - Nein!
Ich nenn' es Wachsen,
wenn die Kletterwinde
ganz zuletzt
den Halt verliert
und ihre grüne Zeile
in die Luft verlegt
und ganz zuletzt
auch noch das Schweben
übt.


Verena Rentsch, geb. 1913 in Basel, gest. 1987 in Liestal
aus 'Anflug von Grün', Gedichte 1974





Spitteler, der unbekannte Schweizer Literaturnobelpreisträger von 1919

15.04.2019


Dass alle Kommentierenden gestern richtig geraten haben,
hat mich völlig beeindruckt:
Der runde Gegenstand hinter dem Sicherheitsglas
war tatsächlich eine Nobelpreis-Medaille.
Für Literatur. 
Und zu sehen ist sie
(nein, nicht in Stockholm, wie man leicht hätte vermuten können)
ganz in der Nähe, im Nachbarkanton Basel-Land.
Ja, Liestal, der Hauptort mit seinen heute knapp 15 000 Einwohnern
hat einen Literaturnobelpreisträger 'hervorgebracht'!
Er heisst Carl Spitteler und ist den meisten wohl nicht bekannt.
Er erhielt 1919, nach dem ersten Weltkrieg, den Literaturnobelpreis für sein Werk.
Im Dichter- und Stadtmuseum Liestal
kann man im Moment eine spannend und vielseitig gestaltete
Jubiläums-Ausstellung besuchen.
Und da war ich in der vergangenen Woche.
Zusammen mit einer Freundin,
die mit mir die Schulen besucht hatte in Liestal.
Damals in den Siebzigerjahren.



***


PS. Wir erinnerten uns, dass im Deutschunterricht, bei der aus Liestal stammenden Lehrerin, Carl Spitteler auch kein Thema war...

PPS. Zwei Meinungen, zwei Sichten zu Carl Spitteler, die ich äusserst bemerkenswert fand und deshalb festhielt. Conrad Ferdinand Meyer sagte:



Und Robert Walser:





Etwas zum Raten!

14.04.2019



Was ist das für ein Ding?
Wer  (richtig) rät, beeindruckt mich mindestens so fest,
wie ich vom runden Ding beeindruckt gewesen bin... 


PS. Leider ist das Bild nicht besonders gut. 
PPS. Das runde Ding befand sich nämlich hinter Sicherheitsglas.
PPPS. Und Glas reflektiert bekanntlich...