17.10.2019

Basel bleibt bunt (der 9. und letzte Beitrag)


Vorgestern 
 schrieb ich im Blogbeitrag etwas grossmäulig,
dass nun Schluss mit lustig sei und "Basel bleibt bunt".
Heute werde ich bereits wieder wortbrüchig.
Es war gestern am Rhein derart schön
und der am Fluss übende Yogamann zu gut,
um einfach so in der Versenkung zu verschwinden.
In aller Ruhe absolvierte er sein Programm vor aller Augen.
Streckte, dehnte und bewegte sich katzengleich... 


PS. ... und schien dabei über sich hinaus zu wachsen.


15.10.2019

Basel bleibt bunt (8)


Kleine Katzen

Kleine Katzen sind so drollig
und so wollig und so mollig,
dass man sie am liebsten küsst.
Aber auch die kleinen Katzen
haben Tatzen, welche kratzen.
Also Vorsicht! Dass ihr’s wisst!

(...)

James Krüss, 1926 -1997
deutscher Dichter und Schriftsteller 



PS. Mit James Krüss' Reim und der an die Betonwand gesprayten, wendigen Katze ist nun Schluss mit lustig und 'bunten Beiträgen' .
PPS. Das Morgenprogramm mit den Übungen für Rücken, Flanken, Hintern und Beine habe ich bereits hinter mir. 
PPPS. Ob ihr unterwegs seid oder zuhause sitzt und ein Buch lest: "Habt es fein!"



14.10.2019

Basel bleibt bunt (7)


Der Sommer
 kehrte nochmals zurück am Wochenende.
Im Rhein schwammen einige Unentwegte.
Auf den Holzplanken des Rheinbads wurde in Badeanzügen gesonnt:
Sonne tanken und als Reserve mitnehmen in die kommende sonnenarme Zeit.
Am Aeschenplatz leuchteten auf der sonnenbeschienenen Anzeigetafel 28° auf.
Auch heute gibt es nochmals einen Sonnen- und Sommertag. 
Hier in der Stadt...



PS. Allen ein herzliches "Have a nice day!"





12.10.2019

Basel bleibt bunt (6)



Beim Warten auf die unterste der vier Rheinfähren
entdeckte ich Dinge,
die mir zuvor noch nie aufgefallen waren:
Einen 'Ueli' etwa, der  diskret am Anlegesteg hervorguckte. 
Und der Fähre ihren Namen gab.




Der Fährmann der Uelifähre
 ('Fäärimaa' auf Baseldeutsch ) 
war eine Wucht!
"Sali!" begrüsste er mich.
 "Sali!"grüsste ich zurück und nahm Platz auf der Holzbank.
Ausser mir fuhren noch ein deutsches Paar
sowie eine Frau in Begleitung ihres Hundes hinüber.
Der Fährmann füllte einen Plastikbehälter mit Rheinwasser 
und stellte ihn vor den Hund.
Der schlabberte begierig, die Sonne machte durstig. 
Dann entspann sich ein lebhaftes Gespräch 
zwischen dem Fährmann, der Hundefrau und mir. 
Ich lernte während der Fahrt zwischen dem Kleinbasler und dem Grossbasler Ufer
 einiges über Hundehaltung.
Und die Freiheit des Duzens bei uns in Basel...



PS. Die Hundehalterin gab mir die Erlaubnis für das Bild :)





11.10.2019

Basel bleibt bunt (5)


Auch hinter einem Regenschirm
kann die Stimmung heiter sein!

Hausfrau Hanna





PS. Heute und die nächsten Tage ist der Regenschirm kein Thema: Die Sonne scheint.
PPS. Und es wird und bleibt warm.



10.10.2019

Basel bleibt bunt (4)



Diese beiden kleinen Buben 
krabbeln hoch und rutschen runter.
Ihre Welt wird bunt und bunter.
Und sie schreien: "Nomoll, nomoll!
Papi, wart, äs isch sooo toll!"

(Reimversuch von Hausfrau Hanna)




PS. Und Papi liess seine Knöpfe krabbeln, klettern und rutschen.
PPS. Geduldig wartend, das Smartphone in der Hand ...



07.10.2019

Basel bleibt bunt (2)


Die ehemalige Kaserne
ist heute ein Kulturzentrum für die freie Theater-, Tanz- und Performanceszene.
Im Moment wird sie saniert.
Vor die eingehüllte Fassade kam eine lange Wand -
und diese wurde von StreetArt-KünstlerInnen aufs Schönste genutzt.





PS. Die Kaserne befindet sich am Rhein auf der Kleinbasler Seite. 
PPS. Wohl deshalb wurde der Fisch zum vorherrschenden Motiv.
PPPS. Bei mir löste der Anblick der Fische und Velos eine Erinnerung aus an einen frauenbewegten Spruch der frühen 80er-Jahre... ;)


06.10.2019

Basel bleibt bunt (1)


Es gibt Leute,
die sagen es laut und deutlich: 
"Basel isch rotgrien!"
Diese Beschränkung auf zwei Farben stimmt ganz und gar nicht.
Basel ist mehr als bloss rot und grün: Basel ist bunt!
Beim Unterwegssein am Kleinbasler Rheinufer in der vergangenen Woche
bestätigte eine leicht gruselige, schwarz gesprayte Schrift 
meine Wahrnehmung:



PS. Trotz des heute tief hängenden, grauen Himmels wünsche ich allen einen bunt gemischten Sonntag :)

05.10.2019

Pikantes zum Wochenende!


Heute Morgen 
las ich in der Tageszeitung "Die Kehrseite der Medaille",
einen Artikel, der sich kritisch mit dem Nobelpreis auseinandersetzte.
Ganz nebenbei noch eine kleine Information: 
Seit der ersten Nobelpreisverleihung 1901 bekamen
856 Männer und 51 Frauen einen Nobelpreis. 
Als ich vorhin die Blogstatistik durchsah, 
stach mir dieser Suchbegriff ins Auge:
 hannas pikanten geschichten
Ich konnte mich beim besten Willen nicht erinnern,
je eine solche Geschichte geschrieben und veröffentlicht zu haben. 
Aber tatsächlich, es gab eine!
Und diese spielte sich ab an einem Nobelpreisbankett in Stockholm.


PS. Hier die ganze pikante Geschichte von 2011! ;)



03.10.2019

Notierte ♥-Wünsche


Vor der Apotheke
(die zum COOP-Supermarkt beim Bahnhof gehört)
stand eine grosseTafel für ♥-Wünsche der Kundinnen und Kunden.
Und aller Vorbeieilenden.





:)))




Ja, ja, der Akkusativ...


01.10.2019

Der wahre Wonnemonat!



Ein Kauz mit Namen Christian
verliebte sich in einen Schwan.
Der Wasservogel, kurz und knapp
wies Christians Avancen ab.
Er sei ein Schwan und keine Schwänin
und fest liiert mit einer Dänin.
Bald schwimme er nach Kopenhagen,
die Hochzeit sei in vierzehn Tagen.
Dem Kauz hingegen rate er:
Er nehm' es nur nicht allzu schwer!
Wie wär es denn, dies nur am Rand,
mit einem Flug nach Kristiansand ?


Erwin Messmer
aus 'Poesie-Agenda' 2019





PS. Das Gedicht steht heute, am ersten Tag des Monats Oktober, in der Poesie-Agenda.
PPS. Hausfrau Hanna ist hell entzückt.
PPPS. Und meint: "Nicht der Mai, sondern der Oktober ist der wahre Wonnemonat des Jahres!" 



30.09.2019

Kurzzeitfreund


Letzte Woche auf der kleinen Wanderung:
Es war offensichtlich, dass ihn mein Anblick amüsierte.
Und er meine Gesellschaft genoss... ;)



PS. 'Bästis' wird in Schweden sowohl für die beste Freundin, als auch für den besten Freund verwendet :)





29.09.2019

Kurzzeitfreundin



Beim Unterwegssein vorgestern 
folgte mir eine zierliche, kleine Katze.
Erst blieb sie auf Distanz und beobachtete mich mit wachen Augen.
Als sie sicher war, dass ihr von mir keine Gefahr drohte,
kam sie auf leisen Sohlen näher und schlich um mich herum.
Sie schmiegte sich leise miauend an meine Beine und
wurde auf diesem Wegabschnitt zu meiner besten Freundin.
'Min bästis' auf Schwedisch... :)



PS. Ein frohes Unterwegssein an diesem Sonntag, der nochmals den Sommer erinnern lässt. 
PPS. Allein oder mit einem/r bästis an der Seite.

28.09.2019

Von Hand gepinselt



"Geniessen Sie die Aussicht,
solange es sie noch gibt!"



PS. Den Spruch las ich gestern beim Unterwegssein.
PPS. Jemand hatte ihn dekorativ und sehr sorgfältig an die gelbe Wand hinter den Sonnenblumen gepinselt.


27.09.2019

Auf Tour!


Da stand es.
Wie eine Wand.
Das grosse, weisse Wohnmobil.
Auf einem Parkplatz nahe des Rheins.
Auf der Rückseite eine fröhlich stimmende Zeichnung
mit einem tanzenden Paar.und zwei Namen. 
Wohin die Tour von Ana + Daddy wohl geht?



PS. Wohin auch immer: Glückliche Reise euch beiden!





26.09.2019

Lesen macht glücklich!



Die vergangenen Tage 
las ich mich, Kapitel für Kapitel, glücklich:
Lorenz Martis Gedanken und Texte bewirkten es.
Das Buch tat mir unglaublich (!) gut, 
öffnete und weitete meinen engen, abweisenden Blick
auf Religion und Spiritualität.
Danke dafür!





PS. Gestern begann ich mit einem Kriminalroman.
PPS. Abwechslung macht ebenfalls glücklich...

25.09.2019

Was dann...?



"Was wäre,
wenn du im Schlaf träumst,
im Traum zum Himmel steigst
und da eine schöne Blume pflückst?
Und was, wenn du erwachst -
mit der Blume in der Hand?
Ja, was dann?"


Samuel Taylor Coleridge, 1772 - 1834
Englischer Dichter der Romantik





Das Gedicht habe ich in Lorenz Martis neu erschienenem Buch 'Türen auf!' gefunden. Ich habe es mehrere Male gelesen. Leise und auch laut.
Es hat mich beglückt...


23.09.2019

Kurzlebiges Kunstwerk


Auge in Auge.
Kurzlebige Kunst aus Sand.
Bis der Regen fällt...

(Haikuversuch von Hausfrau Hanna)




Gestern Abend beim Eindunkeln begann es endlich zu regnen. Zuvor war es unangenehm schwül und sehr warm gewesen. Ich öffnete die Türe zum Hinterhof, trat auf den Balkon, atmete mehrere Male tief durch und hörte dem Rauschen des Regens zu. An den kleinen Hund aus Sand verschwendete ich keinen Gedanken....





22.09.2019

Stadtattraktion!


Gestern Samstag.
Nach einer 'fika'
(schwedisch für 'KaffeemitSchwätzchen')
verabschieden wir uns auf dem Marktplatz mit einer 'kram'
(schwedisch für Umarmung).
 Gutgelaut und beschwingt gehe ich den Rheinsprung hoch.
In der Augustinergasse  kommt mir eine grosse Touristengruppe entgegen.
Zuvorderst eine Nachbarin, die Stadtführungen macht.
Wir winken uns zu.
Als ich an der Gruppe vorbeigehe,
rufen mir viele der Touristen ein freundliches "Hello neighbour!" zu,
das ich mit einem fröhlichen "Hello!" erwidere.
Fast komme ich ins Grübeln beim Weitergehen:
Woher die bloss gewusst haben,
dass ich eine Nachbarin ihrer Stadtbegleiterin bin... 



Sitzbank in der Innenstadt



PS. Nach kurzem Nachdenken weiss ich warum, und ich muss lachen...





20.09.2019

Der Beginn eines Gedichts...


Das Gedicht 'Vinden slår i böckerna' - 'Der Wind stöbert in Büchern' des schwedischen Schriftstellers und Philosophen Lars Gustafsson beginnt mit den Worten:


Sensommar, årstid
som passar min ålder.
(...)

Spätsommer, Jahreszeit
die meinem Alter entspricht.
(...)




PS. Mein Gedicht würde so beginnen:


Höst, årstid
som passar min ålder.
(...)

Herbst, Jahreszeit
die meinem Alter entspricht.
(...)


19.09.2019

Dieses 'Müssen'...


Es ist mir bewusst, dass ich mich wiederhole.
Aber es muss wieder einmal gesagt sein:
Was gibt es Schöneres als Bücher?
Als Bücher zu lesen? 
Und Bücher zu kaufen?
Eben!
Gestern kaufte ich in meinem Lieblingsbuchladen gleich zwei.
Ein Taschenbuch von John Burnside "In hellen Sommernächten".
Sowie ein neu erschienenes Buch, bei dem mein Gesicht ganz hell wurde vor Freude:
"Türen auf! Spiritualität für freie Geister" von Lorenz Marti.



PS. Einen weiteren Buchtipp von 'Wildgans' gebe ich ebenfalls gern weiter:
Doris Dörrie 'Leben, schreiben, atmen'.

PPS. Ich werde heute oder morgen nochmals in die Buchhandlung gehen... müssen! ;)

PPPS. Genau in diesem Moment klingelt übrigens eine Mail herein: Ein Newsletter der BuchBasel...


18.09.2019

Streicheleinheit!


Seit mehr als einer halben Stunde sitze ich da.
Betrachte Bilder, die ich bei den Entwürfen abgespeichert habe.
Formuliere Sätze und versuche mich an Haikus.
Nun gebe ich auf. 
Das wird heute nichts mehr.
Eine kleine Streicheleinheit zum Schluss.
Für alle, die regelmässig lesen.
Aber auch für jene, die zufällig hier sind.
Muh! ;)




PS. Manchmal sollte man es sich nicht unnötig schwer machen mit dem Schreiben eines Blogbeitrags, meint Hausfrau Hanna...



17.09.2019

Ein Herz in Stein gemeisselt


Am Samstag 
fand im Kreuzgang beim Basler Münster 
ein Handwerkermarkt statt:
Steinmetze, Zimmerleute, Glaser, Glockengiesser, Kalligrafen, Papiermacher 
stellten ihre traditionelle Handwerkskunst vor.
Ich fühlte mich wie 'Zuhause', 
als ich den Männern und Frauen bei der Arbeit zuschaute.
Mein Vater war Schreiner und hatte im Haus eine Werkstatt.
Bereits als kleines Mädchen stand ich auf einer Harasse 
neben ihm an der Hobelbank und schaute ihm zu.
Und er lehrte mich den Umgang mit dem wohl schönsten Material:
Dem Holz! 

Wohl deshalb war ich am Samstag völlig hingerissen 
von dieser kleinen, begabten Steinmetzin:



Ihr erster Versuch klappte noch nicht.
Der zweite jedoch gelang: 
Das Herz war vollkommen!


13.09.2019

Freitag, der 13. ...



Heute ist Freitag, der 13.!
Wie soll man es halten mit diesem Tag?
Ihn in der Agenda pechschwarz anstreichen?





...oder zartrot vor Glück?



PS. Ich wünsche einen farblich gut durchmischten Freitag, den 13. -
sowie ein glückliches Unterwegssein! :)



12.09.2019

It's not cool, man!


Kürzlich erst las ich in einem andern Blog von einem Hackerangriff.
"Wie würde ich wohl reagieren, wenn  das mein(en) Blog beträfe?"
fragte ich mich kurz.
Nun, vorgestern geschah es tatsächlich:
Als ich am Morgen einen Beitrag schreiben wollte,
sah ich riesengrosse Smileys,
die jeden der 2448 veröffentlichten Beiträge
praktisch unlesbar machten.
Die Hinterlassenschaft eines übenden, übermütigen Hackers.
(Ehrlich, ich hätte ihm den Hintern versohlen können...)




PS. Zum Glück nahm sich ein Internetfachmann des Problems an und konnte es beheben.
PPS. Ein herzliches, grosses Danke dafür!
PPPS. Hausfrau Hanna kann wieder bloggen.
PPPPS. Und bloggt weiter...

10.09.2019

Hilfe!



Da habe ich vorhin ganz ungläubig geschaut:
Irgendjemand hat über Nacht das Blog versaut.
Ich habe keine Ahnung, wie das geschehen konnte.
Und werde versuchen, die unsäglichen Smileys, 
die unter jedem Beitrag zu sehen sind, wieder zu entfernen.
Wie ich das bewerkstelligen soll, ist mir völlig unklar...



08.09.2019

Von der Schwierigkeit des Lesens...


Im Schwedischkurs haben wir begonnen, 
einen Krimi (en deckare) zu lesen.
Das bedeutet 'Hausaufgaben'.
Der Einstieg gestaltet sich für mich schwierig.
Das Lesen gelingt mir nicht wirklich gut.
Ich schweife immer wieder ab, vergesse das Gelesene sofort wieder.
Ich blättere zurück zum Anfang des Kapitels und beginne aufs Neue.
Die vielen Personen und Namen sind eine zusätzliche Schwierigkeit.
Erst als ich auf die Idee komme, laut zu lesen, geht es besser.
Vielleicht deshalb, weil ich mir zuhöre... 




PS. Åsa Larsson, 1968, ist eine schwedische Krimiautorin
PPS. Sie wuchs in Kiruna, der nördlichst gelegenen Stadt Schwedens, auf.
PPPS. Solstorm bedeutet Sonnensturm.





07.09.2019

♥-Spruch


Gestern Nachmittag.
Wir begegneten uns zufällig in der Innenstadt.
Die Frau und ich.
Vor vielen Jahren gingen wir zusammen zur Schule.
Sie erzählte mir aus ihrem Leben.
Ich hörte zu.
Und sagte nicht viel.
Altersarmut macht betroffen.
Familiengeschichten ebenfalls.



PS. 
Etwas später ging ich hoch zum Münster und entdeckte im Kreuzgang diesen Spruch.
Ich las ihn mehrere Male und versuchte, ihn zu verstehen. Ich war irritiert und bin es immer noch.
Vielleicht hat jemand mehr Zugang und eine Erklärung...



06.09.2019

Hausfrau Hannas Reminiszenz an den Sommer 2019


Är isch mit sire Staffelei am Sunntig über Land
und het äs Süschee gsuecht, won är chönnt male.
Da trifft si Künschtlerblick ufene Chue am Waldesrand,
är gseht, das git es Meischterwärk nid z zahle.

(...)

Mani Matter, 1936 - 1972
Schweizer Mundartliedermacher und Berner Troubadour
1.Strophe seines Chansons 'Chue am Waldrand'



Mani Matters berndeutsches Chanson geht so weiter:
Der Künstler malt zuerst den Wald im Hintergrund, den Hügel, ein wenig vom Himmel und dann im Vordergrund die Wiese mit den vielen Blumen. Am Schluss kommt er zur Hauptsache: Der Kuh.
Er mischt mit geschickter Hand auf seiner Palette die Brauntöne, tunkt den Pinsel in die Farbe und will ansetzen zum Malen.
Aber herrje, in der Zwischenzeit hat sich das unverschämte Tier davongemacht...



Liegende Kuh/Sommer 2019



PS. Und die Moral von Mani Matters Geschichte?
PPS. Beim Malen immer mit dem 'bewegten Sujet' beginnen! 
PPPS. Empfiehlt Hausfrau Hanna... ;)




04.09.2019

Für immer auf dich!


"Mein gesamtes Schaffen - sei es mit Songs, Kurzgeschichten oder Zeichnungen - dient einem einzigen Zweck: mit dem Leben klarzukommen. Es ist meine Art, die Welt zu verstehen und mich mit ihr zu versöhnen."

Büne Huber, 1962
Schweizer Musiker (in einem Interview)






PS. Sein neues Lied 'Für immer uf di' hat Büne Huber seiner verstorbenen Mutter gewidmet.

03.09.2019

Bass erstaunt...


In seinem Glase
Der Goldfisch bass erstaunt blickt,
dass heute Herbst ist.

Buson, 1716 - 1784
japanischer Haikudichter



Wandsprayerei im Treppenhaus des 'Warteck'-Kulturzentrums Basel


Die Sonne scheint seit dem frühen Morgen. 
Durch die offene Balkontüre strömt kühle Luft in die Wohnung. 
Mein Blick schweift immer wieder ab -
entfernt sich vom Bildschirm des Laptops
und verweilt dann auf den grünen Blättern
des grossen Ahorns im Hinterhof...



02.09.2019

Zum Herbstbeginn



"Ein kleiner Ärger bringt den Kreislauf in Schwung -
oder aber ein Spaziergang in der jahreszeitlichen Natur!"

Hausfrau Hanna





PS. Gestern nahm ich, ganz ohne Wehmut, Abschied vom Lande.
PPS. Nun bin ich zurück in der Stadt und freue mich auf Spaziergänge dem Rhein entlang.
PPPS. Den Spruch habe ich bei den Blogentwürfen gefunden.
PPPPS. Irgendwie passt er zum Herbstbeginn...

31.08.2019

Herbstboten!


Heute 
ist der letzte Hitzetag dieses Sommers -
so zumindest hat es gestern Abend 
der Chef der Meteosendung persönlich prognostiziert.
Wie bin ich ihm an den Lippen gehangen.
Nächste Woche soll es Herbst werden!
Mit angenehmen Temperaturen um 20 Grad.
Erste Herbstboten habe ich auch schon entdeckt.
Rotwangige  Äpfel:



Sowie winzigkleine Kastanien, die sich im Innern
der aufgesprungenen Hülle anzuschmiegen scheinen...


PS. Herbstfülle!






30.08.2019

Süsse Gratismuster



Gestern im Dorfladen. 
Nachdem ich die eingekauften Lebensmittel bezahlt hatte,
bekam ich von der Angestellten zwei bunte Beutelchen in die Hand gedrückt.
Was nichts war im Vergleich zum Kunden vor mir an der Kasse:
Er bekam mindestens sieben. 
Wenn nicht acht...


Lachgummi (mit Fruchtsaft und Vitaminen)


PS. Ich habe die Lachgummis noch nicht probiert.
PPS. Werde jedoch den Tipp 'nimm 2' genau befolgen.
PPPS. Und über das Resultat berichten... ;)

29.08.2019

Von sommerlichen Sonnenhüten


Die Sommertage ziehen sich dahin.
Ich passe mich an.
 Was heisst, ich bin nicht sehr aktiv.
Ich habe kaum ins Internet geschaut und fast nichts geschrieben.
Der Blogbeitrag bei Quersatzein über 'Sonnenhüte'
hat mich aus der Sommerträgheit gerüttelt.
Und so kommt heute ein Bild aus dem Dorf,
das ich auf dem Weg in den Laden geknipst habe:



Sowie ein Bild des in der Schweiz sehr bekannten Mundartmusikers 
'Stiller Has', der hier am Wochenende 
ein begeisterndes Openair-Konzert auf dem Ochsenplatz gab.
Auch er mit Sonnenhut...





25.08.2019

Spätsommerlaube



Ich verbringe die letzten Augusttage auf dem Lande.
Es ist ein Abschiednehmen vom Sommer.
Die Mauersegler sind bereits weggezogen.
Aber die Schwalben sind noch hier. 
Und schaue ich ihnen zu, 
breitet sich etwas aus in mir,
das sich wie stilles, bescheidenes Glück anfühlt.
Noch hat die Sonne Kraft und sticht tagsüber.
Dann ziehe ich mich mit einem Buch zurück
(Anna Enquist 'Denn es will Abend werden')
in die grüne Laube...




An diesen heissen Sommer
werden wir denken
wenn wir wieder
zu Schneemännern
gefroren sind.

Gerhard Rombach, deutscher Autor
(in Schweden lebend)




24.08.2019

In den Himmel loben


Kürzlich auf der Pfalz beim Basler Münster.
Eine attraktive, etwa fünfzigjährige Frau 
und ein gleichaltriger, ebenfalls attraktiver Mann
 sitzen nebeneinander auf der Sandsteinbrüstung
und unterhalten sich angeregt.
 Die beiden sind kein Paar,
scheinen sich jedoch gut zu kennen. 
Ich habe das Fotoapparätchen bei mir
und knipse den wolkenbedeckten Himmel, den Rhein
und die vielen roten Baukräne beim Rocheturm.
Das dauert seine Weile.
Deshalb (und nur deshalb) höre ich, 
was die Frau dem Mann erzählt:

"Geschter hani s'Mitarbeitergschpröch gha. 
I bi diräkt ussem Yoga cho und ganz ruehg gsi. 
Si häi mi in Himmel globt!"




PS. Und so klingt es auf 'Hochdeutsch':
"Gestern hatte ich das Mitarbeitergespräch. Ich kam direkt aus dem Yoga und war ganz ruhig. Sie lobten mich in den Himmel!"

PPS. Den Begriff  'In den Himmel loben' habe ich nicht gekannt, werde ihn mir jedoch merken ... ;)



23.08.2019

Schwedisches (9) Die Hausmannskost mit der schwierigen Aussprache!


Die schwedische Sprache hat eine grosse Schwierigkeit,
und das ist die Aussprache.
So wird das Fleischbällchengericht
(das man dank der IKEA-Restaurants auch hier kennt)
stets falsch ausgesprochen:
K.ö.t.t.bullar, wie es geschrieben wird.
Was irgendwie eklig tönt.
Dabei schmecken die kleinen Fleischbällchen ganz lecker.
Traditionell werden sie mit Kartoffelstock (potatismos), 
dünn geschnittenen, eingelegten Gurkenscheiben und
Preiselbeermarmelade (lingonsylt) serviert:




PS. Was sein muss, muss sein - die richtige Aussprache nämlich.
PPS. 'Kött' (Fleisch) wird 'schött' ausgesprochen.
PPPS. Heute ist übrigens in Schweden der 'Tag der Fleischbällchen'.
PPPPS. Oder der 'köttbullens dag' :)





20.08.2019

Schwedisches (8) Dem Herbst entgegen...


Schweden und seine Musik.
Schweden und seine MusikerInnen.
Carl Michael Bellmann, 1740 - 1796.
 Evert Taube, 1890 - 1976.
Benny Andersson.
Ulf Lundell.
Helen Sjöholm.
Laleh. Darin. Miriam Bryant.
Aber auch Björn Afzelius, 1947 - 1999,
dessen Lieder von der Liebe handeln.
Von der Politik (er war Sozialist).
Und vom  Leben mit allen Tiefen und Höhen.
Dieses Lied
(es heisst 'höst', 'Herbst')
 passt zum heutigen Tag, der den Herbst ahnen lässt...





Det går emot höst, det börjar bli kallt,
det blir alltmer gott att vara inne.
Snart är den här, betraktelsens tid
då sommaren bara är ett minne.

Es geht dem Herbst entgegen, es beginnt, kalt zu werden,
am schönsten ist es nun, drinnen zu bleiben.
Bald ist sie da, die Zeit der Beschaulichkeit,
nun, da der Sommer nur eine Erinnerung ist.

(übersetzt von Hausfrau Hanna)


18.08.2019

Schwedisches (7) Ein leichter Wind


Ein Grab auf dem Friedhof bei der Katarinakirche in Stockholm.
Auf der schlichten, bescheidenen Grabplatte stehen zwei Worte: 
Här vilar. 
Der Name des Verstorbenen ist etwas grösser eingeritzt:
Lars Gustafsson.
Darunter die Daten: 
17. Mai 1936 - 3. April 2016.
Hier ruht einer der bedeutendsten Schriftsteller Schwedens.




In einem Gedicht stellte Lars Gustafsson sich sein Sterben vor - an einem Tag anfangs August.
Die Worte gehören für mich zu den ergreifendsten und berührendsten, die ich je gelesen habe:


Es soll ein Tag sein

Es soll ein Tag Anfang August sein
die Schwalben fort, doch eine Hummel
noch irgendwo, die im Himbeerschatten
ihren Bogen ausprobiert.

(...)


Und dann will ich
nicht ohne Erleichterung

diese Welt verschwinden sehen.


Lars Gustafsson, 1936 - 2016
schwedischer Schriftsteller und Philosoph


(aus dem Schwedischen von Verena Reichel)



Du skall vara där


Det skall vara en dag i början av augusti
svalorna borta men någonstans en humla
kvar som prövar sin stråke
i hallonskuggan

(...)


Och så vill jag
inte utan lättnad

se denna värld försvinna


Lars Gustafsson, 1936 - 2016
svensk författare och filosof




17.08.2019

Schwedisches (6) Erinnerungen an den schwedischen Sommer


Im Sommer 1979
war ich zum ersten Mal in Schweden -
an der Westküste bei Göteborg in Bohuslän.
Wir waren eine bunt zusammengewürfelte Reisegruppe
aus der Ostschweiz, aus dem Kanton Zürich und aus dem Basler Landkanton.
Vieles habe ich vergessen.
An Anderes wiederum erinnere ich mich glasklar:
Ans Volkstanzen mit Tanzlehrer Birger etwa.
Er lehrte uns den Hambo, einen polkaähnlichen Tanz
 (mit einem guten Tänzer würde ich die Schritte heute noch hinkriegen).
Wir fuhren mit einem alten Fischerkahn hinaus in die Schären,
 feierten Mittsommer und tanzten
um die von uns geschmückte Mittsommerstange.



Einmal waren wir unterwegs auf einer Wanderung
im dichten schwedischen Wald,
als plötzlich ein riesiger Elch auftauchte und
auf seinen hohen Beinen langsam an uns vorbeischaukelte.
Und alle verschwanden wir mucksmäuschenstill hinter den Bäumen.
Auch die 3000 Jahre alten Felsenzeichnungen von Vitlycke
(die unterdessen zum Weltkulturerbe der UNSESCO gehören)
waren beeindruckend:



PS. Erinnerungen.
PPS. Damals, 1979, muss meine Liebe zu Schweden entstanden sein...



16.08.2019

Schwedisches (5) Weisser Kragen


Die Blume,
die bei uns Margrite heisst,
 heisst auf Schwedisch 'prästkrage' - 
Priesterkragen.



PS. Aussehensmässig nicht zu verwechseln mit 'kamomill'. Der Kamille ;)