Novemberhut

12.11.2018


Im Hutpavillon 
an der Herbstmäss.
Bevor es Winter wird und kalt,
muss noch eine Kopfbedeckung her!
Die Auswahl ist gross, die Entscheidung fällt schwer,
der Blick verweilt lange auf einem leuchtend roten Hut...



... sie entschied sich dann doch für einen dezenten ;)






November(fr)essen

11.11.2018


"Seit ich ...



die Weisheit mit Löffeln fresse ...


... habe ich nie mehr Magenbrennen!"


PS. Die Bilder vom Steinengel und den Schafen habe ich auf einem Spaziergang am 3.November beim Goetheanum in Dornach gemacht.

PPS. Das Zitat, das ich den weidenden Schafen ins Maul geschoben habe, ist von der Schweizer Künstlerin und Schriftstellerin Maja Bosshard (1952-1992).

PPPS. Gefunden und gelesen habe ich es vor einiger Zeit im Blog 'Quersatzein' (s. auch Blogroll).






Novemberschnäppchen

10.11.2018


Ich warte aufs Tram.
Noch bleibt mir etwas Zeit.
Ich schaue mir deshalb das Werbeplakat
auf der gegenüberliegenden Seite an -
lese aufmerksam, Wort für Wort, den Text durch:
Für sage und schreibe 24 (vierundzwanzig) Franken
können Kurzentschlossene und Novembermüde
mit der BilligAirline Eurowings in die Wärme Mallorcas fliegen.
Schnell greife ich zum Fotoapparätchen:
Diesen Werbespot will und muss ich festhalten!
Als ob wir es vorher abgesprochen hätten,
läuft genau in dem Moment,
in dem ich auf den Auslöser drücke,
eine Frau durchs Bild...



PS.  Und passt auch noch farblich zum MALLE MANN AN BORD...






Novemberblüte

09.11.2018



Novemberblüte!
Sie streckt ihren hellen Kopf -
wartet auf Regen...


Haikuversuch von Hausfrau Hanna


Novemberruf

08.11.2018


Der November hat einen schlechten Ruf:
Dunkel sei er, trüb, nebliggrau, nass und kalt.
An einem Gartenfest im vergangenen Sommer 
kam ich ins Gespräch mit einer mir unbekannten Frau.
Ein Wort gab das andere, 
und plötzlich waren wir mitten im Thema 'Wetter und Reisen'.
Die Frau erzählte mir, der November sei für sie derart schlimm, 
dass sie ihm seit ihrer Pensionierung jedes Jahr entrinne 
und an einen Ort verreise, an dem es warm, sonnig und schön sei.
Ich schaute sie leicht erstaunt an und meinte,
dass das mit dem tristen Novemberwetter so nicht mein Eindruck sei. 
Natürlich werde es am Abend früher dunkel. 
Aber es gäbe auch genug Sonnenstunden mit Helligkeit und Wärme.
Die Frau schaute mich einen Moment lang stumm an.
Und es schien, als ob sie meine Worte erst setzen lassen wollte. 
Dann sagte sie zu meinem Erstaunen: 
"Stimmt wohl! Ich war ja in den vergangenen Jahre gar nicht hier im November.
Und weiss es deshalb nicht!"

NovemberLANDschaft 






Vergänglichkeit (4)

03.11.2018


Tusen tankar.
Tausend Gedanken.
Sie drehen sich um Tod, Vergänglichkeit, Verlust und Trauer.
Ein schönes nordisches Lied, ein Lied voller Wehmut.
Aber auch ein Lied vom Glücklichsein und
von der Schönheit, die es ebenfalls gibt.
Wie die Blumen, die lieblich
am Boden blühen...





PS. Und so sieht der schwedische Text aus:

Jag går i tusen tankar
Jag älskar den jag ej kan få
Så vitt i världen vankar
Och städse sörja må
Så mången sorg på hjärtat bär
För dig min vän så kär
Så många falska människor
Orsaken därtill är
Så mången sorg på hjärtat bär
För dig min vän så kär
Så många falska människor
Orsaken därtill är.

Om jag dig aldrig skådat
Ditt ansikte ditt öga blått
Så har jag aldrig kommit
På ställen där du gått
Då hade jag varit lyckelig
Och fri från sorg och kval
Den dagen kommer aldrig
Som gör mitt hjärta glad
Då hade jag varit lyckelig
Och fri från sorg och kval
Den dagen kommer aldrig
Som gör mitt hjärta glad.

Se blomstrerna de sköna
Hur ljuvligt de på marken står
Jag sörjer mig till döden
För den jag ej kan få
Och om jag då i döden går
Då bliver sorgen din
Rätt aldrig uti världen
Går du ut ur mitt sinn
Och om jag då i döden går
Då bliver sorgen din
Rätt aldrig uti världen
Går du ut ur mitt sinn.

Vergänglichkeit (3)

02.11.2018


Als er dem Tod
aus dem Wege ging,
kam der zu ihm.


Eugen Bollin, 1937, Benediktinerpater im Kloster Engelberg
aus ‚Reifung‘ - Texte und Zeichnungen



Eingangstüre zur Friedhofskapelle im Skogskyrkogården (Waldfriedhof) in Stockholm


Vor zwei Jahren
machten wir ein ein paar Tage Urlaub in Engelberg,
einem  Dorf in der Innerschweiz,
das vom Winter- und Sommertourismus lebt und von seinem Hausberg, dem Titlis.
Zum Dorf gehören auch ein Kloster und ein Museum.
In diesem waren damals Bilder ausgestellt von Eugen Bollin,
einem Benediktinerpater.
Ich wollte den Künstler nicht nur über seine Bilder,
sondern auch über 'sein Wort'  kennenlernen 
und kaufte mir eines seiner dünnen Bändchen:
'Reifung'!
Eugen Bollins knappe Zeilen zum Tod,
(der auf jeden und jede einmal zukommt)
treffen in ihrer Direktheit mitten ins Zentrum.
Heute ist 'Allerseelen' -
der Tag des Gedenkens an die Toten.
Und des Memento mori...