Schöne Ostern!

18.04.2019


Kletterten wir als Kinder auf die Bäume, spassten die Grossen:
"Wenn d'Affe stige, git's schöns Wätter!"

Der Spruch stimmt immer noch!




Schöne Ostertage, ein frohes Unterwegssein 
(und kein Stehen im Stau)
wünscht allen Lesenden
Hausfrau Hanna




Lyrikerin aus Liestal

16.04.2019


Unser Besuch im Dichtermuseum in Liestal galt eigentlich Carl Spitteler:
Dem Mann, dem Schriftsteller, dem Literaturnobelpreisträger.
Dann geschah etwas, womit ich nicht gerechnet hatte:
In einem der Ausstellungsräume waren in einer Vitrine
Gedichte einer Frau, einer Lyrikerin, ausgestellt.

Und diese Gedichte berührten tief...


"Fluchtversuche in Illusionen hat es viele gegeben. Den vielleicht letzten wage ich jetzt im Angesicht des Vergehens, des Todes. Ein paar Gedichte lassen davon ahnen."

Verena Rentsch, (ca. 1987)  Zitat aus dem Internet




Porträt von Verena Rentsch, aufgenommen in der Ausstellung


Ganz zuletzt

Verloren? - Nein!
Ich nenn' es Wachsen,
wenn die Kletterwinde
ganz zuletzt
den Halt verliert
und ihre grüne Zeile
in die Luft verlegt
und ganz zuletzt
auch noch das Schweben
übt.


Verena Rentsch, geb. 1913 in Basel, gest. 1987 in Liestal
aus 'Anflug von Grün', Gedichte 1974





Spitteler, der unbekannte Schweizer Literaturnobelpreisträger von 1919

15.04.2019


Dass alle Kommentierenden gestern richtig geraten haben,
hat mich völlig beeindruckt:
Der runde Gegenstand hinter dem Sicherheitsglas
war tatsächlich eine Nobelpreis-Medaille.
Für Literatur. 
Und zu sehen ist sie
(nein, nicht in Stockholm, wie man leicht hätte vermuten können)
ganz in der Nähe, im Nachbarkanton Basel-Land.
Ja, Liestal, der Hauptort mit seinen heute knapp 15 000 Einwohnern
hat einen Literaturnobelpreisträger 'hervorgebracht'!
Er heisst Carl Spitteler und ist den meisten wohl nicht bekannt.
Er erhielt 1919, nach dem ersten Weltkrieg, den Literaturnobelpreis für sein Werk.
Im Dichter- und Stadtmuseum Liestal
kann man im Moment eine spannend und vielseitig gestaltete
Jubiläums-Ausstellung besuchen.
Und da war ich in der vergangenen Woche.
Zusammen mit einer Freundin,
die mit mir die Schulen besucht hatte in Liestal.
Damals in den Siebzigerjahren.



***


PS. Wir erinnerten uns, dass im Deutschunterricht, bei der aus Liestal stammenden Lehrerin, Carl Spitteler auch kein Thema war...

PPS. Zwei Meinungen, zwei Sichten zu Carl Spitteler, die ich äusserst bemerkenswert fand und deshalb festhielt. Conrad Ferdinand Meyer sagte:



Und Robert Walser:





Etwas zum Raten!

14.04.2019



Was ist das für ein Ding?
Wer  (richtig) rät, beeindruckt mich mindestens so fest,
wie ich vom runden Ding beeindruckt gewesen bin... 


PS. Leider ist das Bild nicht besonders gut. 
PPS. Das runde Ding befand sich nämlich hinter Sicherheitsglas.
PPPS. Und Glas reflektiert bekanntlich...



Musikalische Sternschnuppen zum Wochenende

13.04.2019



2010.
Es war eines der schönsten Konzerte:
Mit ihm!

Offene Frage...

12.04.2019


Gestern war ich im Mittagskino.
Ein Film über Vincent van Gogh und seine letzten Lebensjahre.
Ein Film, der (laut Reklame) einen das Sehen neu lehrte.


Der Film lief bereits einige Minuten, 
als sich die Türe zum Saal geräuschvoll öffnete
und die Stimme eines Mann zu hören war: "Är molt scho!".
Dann suchte sich das verspätete Paar den Weg hinunter
zu seinen nummerierten Plätzen.
Ich selbst, ich gebe es zu, hatte Mühe mit dem Film.
Die Kameraführung war über weite Strecken so schnell und hektisch, 
dass ich fast närrisch wurde. 
Ich kam nie in den Film hinein, blieb seltsam distanziert.
Immer wieder schweifte ich gedanklich ab.
Dass ein Schauspieler mit Jahrgang 1955 
den fast dreissig Jahre jüngeren van Gogh spielte.
(van Gogh starb 1890, als er 37 Jahre alt war)
wollte mir nicht einleuchten.




PS. Ob wohl im umgekehrten Fall eine über 60-jährige Schauspielerin die Rolle einer dreissigjährigen, weiblichen Berühmtheit auch bekommen hätte?
PPS. Nur eine Frage...

Den Tag nehmen, wie er ist...

11.04.2019


Anfangs Woche lese ich im Internet auf der Seite mit den Wetterprognosen dies hier:

"Wetterprognosen lassen Planung nur Tag für Tag zu."

Ich nicke.
Weil mir diese Formulierung gefällt.
Eine Formulierung, die eine genaue Planung
des Wochenprogramms schwierig macht.
Eine Formulierung, die eine gewisse Flexibilität einfordert - 
ein sich Einstellen auf wechselhaftes, unsicheres, unbeständiges Wetter.
Und nicht auf ein Dauerhoch...





PS. Ich passe mein Programm heute dem Wetter an und gehe ins Mittagskino: 
Van Gogh. At Eternity's Gate!
PPS. Ein Film, der uns das Sehen neu lehrt. :)