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18 März 2026

Im Blütenrausch


Früh sind sie aufgeblüht in diesem Jahr,
die Magnolien im kleinen Park der nahen Pauluskirche.

Sie werden bestaunt...

Festgehalten mit dem Handy.
Selfies und Filmchen entstehen und
werden umgehend im Netz veröffentlicht...

PS.
Am Rande der Wiese stehen Tafeln mit dem Hinweis: 
"Bitte nicht auf Bäume klettern!"
"Do not climb trees!" 



17 März 2026

Die Streunerin


Die Streunerkatze 
starrt mich unvermittelt an:
"Komm, wir hauen ab!"

Haikuversuch von Hausfrau Hanna


Abhauen ist heute nicht mein Ding.
Heimgehen jedoch schon.
Im Rucksack das neu gekaufte Buch von Meike Winnemuth:

16 März 2026

Der Träumer am Rhein


Träumend liegt er da
am glitzernden Rheinufer
und fängt das Licht auf

Haikuversuch von Hausfrau Hanna


PS.
Das Bild ist vom 26.Februar 2026.
Als es etliche Tage gab mit frühlingswamen Temperaturen.





13 März 2026

Streifzüge


Auf Streifzügen dem Rhein entlang...

und durch die Stadt...

sind plötzlich überall...

...Streifen zu sehen!

PS.
Ein Blogbeitrag gestern hat mir die Idee zum
heutigen Blogbeitrag gegeben:
Danke Petra!

PPS.
Frohe Streifzüge durch das Wochenende
wünscht euch
Hausfrau Hanna

12 März 2026

Zwischen zwei Haltestellen (194)


Im 16er-Tram ins 'Gundeli',
einem Quartier hinter dem Bahnhof.
Ich schaue aus dem Fenster und hänge meinen Gedanken nach. 
Plötzlich werde ich aus meiner Ruhe aufgeschreckt. 
Ein junger Mann beginnt,
sich laut und gestresst mit jemandem am Smartphone auszutauschen:
"Mein Arsch macht so f...cking weh,
dass ich jetzt eingeschränkt bin in meiner Bewegung.
Die Beine brennen, die Waden, die Oberschenkel.
Und auch der Arsch."
Nach diesem Ausbruch herrscht einen Moment lang Stille.
Ich vermute, dass der Gesprächspartner an seinem Leiden Anteil nimmt.
Danach stellt er ihm wohl eine Frage.
Die Antwort des jungen Mannes,
auch wenn sie leise und fast schüchtern ausfällt,
kann ich dennoch ganz deutlich verstehen:
"Mi Fründin bruucht no chli Zyt, 
zum mir wieder chönne z vertraue,
dass i nit wieder abhau."

Der  junge Mann tut mir leid.
Als ich aussteige, wünsche ich ihm im Stillen alles Gute.
Physisch und psychisch...




11 März 2026

"Stell dir vor!"


Beim Bahnhof, 
dem Ort des ständigen Kommens und Gehens,
hat der Strassenmusiker seinen Stammplatz. 
In sich gekehrt sitzt er auf der immer gleichen Bank,
schaut kurz hoch, wenn jemand Geld in den Teller legt 
und bedankt sich leise.
Wieviele Lieder er in seinem Repertoire hat, weiss ich nicht.
Ich höre beim Warten aufs Tram stets das eine:
"Imagine" von John Lennon.





10 März 2026

Begegnung mit dem Lieblingsberg


Es sind die Begegnungen mit Menschen, 
die das Leben lebenswert machen.

Guy de Maupassant, 1850 - 1893
französischer Schriftsteller und Journalist


Ein wunderschönes Zitat von Maupassant.
Ich stimme ihm zu, möchte es jedoch ergänzen:
Auch die Begegnungen mit der Natur machen mein Leben lebenswert.
Wie die Frühfrühlingswanderung vergangene Woche hoch über Engelberg.
Auf der mein Blick immer wieder auf meinen Lieblingsberg fiel -
den 'Hahnen'.


09 März 2026

Mit Bergklängen verabschiedet

 
Letzte Woche.
Wir waren ein paar Tage in Engelberg,
einem Ort in der ländlichen Innerschweiz.
Wie ein Abschiedskonzert fühlte es sich an,
als am Tag vor der Heimreise ein Alphornbläserpaar 
seine Instrumente auspackte und Seite an Seite zu spielen begann.
Die warmen, weichen Obertonklänge berührten und
hüllten ein in eine fast schon meditative Ruhe...





27 Februar 2026

"Blyyb verschpiilt": Der Fasnachtsnachklang


 Die alte Tante 
(wie die Fasnachtsfigur heisst)
hatte keine Eile und legte eine Pause ein.
Der Kleine im Wagen hiess übrigens
Schorschli:


PS. 
Und ich mache jetzt auch eine Pause 
und verabschiede mich für einige Tage:
Habt eine gute Zeit!

Hausfrau Hanna



26 Februar 2026

"Blyyb verschpiilt": Der Fasnachtsmittwoch


 Gestern. 
Wir umrunden die menschendichte Innenstadt,
wo nochmals der durchgeplante Cortège durchzieht.
Und machen spontan bereits am Nachmittag das,
was abends 'Gässle' genannt wird.
Wir lassen uns viel Zeit beim Unterwegssein 'hintenrum' 
durch die Gassen und Gässlein der Altstadt.
Unsere Schritte werden langsam und ruhig...


PS.
Es ist ein an Eindrücken reicher und 'voller' Nachmittag.
Mit vielen zufälligen Begegnungen mit Bekannten,
mit humorvollen und schrägen Situationen, 
mit Lachen und Witzeln.
Und jedes Mal beim Verabschieden sage ich die Worte, 
die ich am Montag von der Frau aus Offenburg gehört habe:
"Ä glückseligi Fasnacht!"



25 Februar 2026

"Blyyb verschpiilt": Der Fasnachtsdienstag


Am gestrigen Fasnachtsdienstag werden wir
von einem auf den Händen gehenden Fasnachts-Trio begrüsst:
 "D Wält stoht Kopf!"
  

Dieses Motto erkennen wir etwas später auch 
auf den Cliquen-Laternen, die jeweils am Dienstagnachmittag 
auf dem Münsterplatz ausgestellt werden.
Wir verweilen sehr lange an diesem Ort.
Bleiben immer wieder stehen und können uns
 von einigen Bildern und Sujets nur schwer lösen:




PS. 
Fast geht vergessen, dass der Dienstag auch der Tag ist,
an dem die Kinder unterwegs sind...




24 Februar 2026

"Blyyb verschpiilt": Der Fasnachtsmontag

 
Gestern Mittag vor Beginn des Cortèges, 
wie der Umzug in Basel genannt wird.
Auf der Mittleren Brücke wechsle ich ein paar Worte
mit einer Frau aus Offenburg.
Als ich ihr zum Abschied "ä schööni Fasnacht' wünsche,
korrigiert sie mich lachend: 
"Wir in Süddeutschland wünschen uns eine glückselige Fasnacht!"
Ihr Wunsch stimmt mich ein auf das kommende Geschehen...





PS.
Heute Nachmittag sind die Kinder unterwegs.
PPS.
Für mich der schönste bzw. der glückseligste der drei Tage :)





23 Februar 2026

"Blyyb verschpiilt": Der Fasnachtssonntag

Gestern. 
Was für ein stimmiger, schöner Sonntagnachmittag.
Wir flanieren kreuz und quer durch die Stadt.
Zusammen mit andern Fasnachtsvorfreudigen,
die sich die noch ruhige Stadt anschauen.
Auf dem Münsterplatz kommen wir ins Gespräch mit zwei Ehepaaren aus Lausanne.
Auf der Pfalz mit einem Paar aus Stuttgart, 
das uns fragt, wo der beste Ort sei,
 um den Morgenstreich um 4.00 Uhr in der Früh zu erleben.
Wir können helfen.
In der Bäumleingasse sprechen wir eine Weile
mit einer Frau aus dem Nachbarkanton Aargau,
die mit ihrem kleinen Hund Zarli unterwegs ist:
"Die Basler Fasnacht ist weltweit bekannt!" 
meint sie, wir glauben ihr.
Und dann, fast am Schluss unseres planlosen Unterwegsseins, 
ein Zusammentreffen mit einer Familie aus der Stadt, 
die nah am Wasser gebaut ist wie ich:
Stockholm!
Nach der Verabschiedung schwebe ich fast davon...


PS.
Diese Stimmung wird etwas später verstärkt durch
die akkubetriebene Nebelmaschine eines Laternenwagens, der vorbeirollt 
und dessen Sujets und Bilder noch mit Tüchern umhüllt sind...


20 Februar 2026

Die Fasnacht rückt näher

 
Drei Ukulele
und ä blauwisse Ueli 
dFasnacht ruggt nöcher

Mundart-Haikuversuch von Hausfrau Hanna


PS.
Ein  'Ueli' ist eine typische Basler Fasnachtsfigur,
ein Schalk mit grosser Klappe und Schellenkappe.

PPS.
Ich freue mich auf den Montag, wenn endlich die Fasnacht beginnt:
''Die drei scheenschte Dääg" - wie man sie in Basel nennt.




19 Februar 2026

Regenerfahrungen

 
Gestern regnete es ohne Unterlass.
Und das war:

Kindern macht der Regen Spass.
Kinder singen im Regen.
Kinder springen in Pfützen.
Kinder halten ihren Schirm fest in der Hand,
und ein fröhliches Spiel mit Mama beginnt...

PS.
Als Abschluss dieser Regentage
das bekannte Zitat der deutschen Schriftstellerin 
Rahel Varnhagen (1771 - 1833)
 
"Was machen Sie?
Nichts.
Ich lasse das Leben auf mich regnen."


18 Februar 2026

Februar-Wetter

 
Lieber eine Kerze anzünden
als der Dunkelheit fluchen.

Katherine Mansfield, 1888 - 1923
neuseeländisch-britische Schriftstellerin
(gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2026)


Was viele zum Jammern bringt,
sehnt die Natur oft genug herbei: 
Regen!
Im Moment fällt er reichlich.
Hier am Rheinknie wechselt er sich jedoch ab mit sonnigen Aufhellungen.
So auch gestern Nachmittag,
als ich mit einer Freundin unterwegs war über den Margarethenhügel.
Plötzlich erschien ein vielfarbiges Licht über der Stadt.
Ein Regenbogen.
Wir blieben eine ganze Weile staunend stehen.
Dann begann es wieder zu schütten.
Wir spannten den Schirm auf und gingen weiter.

PS.
Und am Abend dann zuhause
wurde Katherine Mansfields Gedanke umgesetzt...


17 Februar 2026

Zwischen zwei Haltestellen (193)


Im 8er-Tram zum Bahnhof. 
Eine Frau bietet einer einsteigenden alten Frau ihren Sitzplatz an.
Diese bleibt jedoch lieber stehen, 
hält sich an einem Griff fest 
und lehnt das nett gemeinte Angebot höflich ab:
"I halt's no uss bis Amerika!"


PS.
In Schweden gibt es ein Sprichwort, das eine solche Situation genau trifft:

"Gammal i skinnet 
men ung i sinnet."

PPS. 
Oder übersetzt:
"Alt ist die Haut,
aber jung das Gemüt."


16 Februar 2026

Der Musik zuhören

 

Die Erde hat Musik
für diejenigen, die zuhören.

William Shakespeare
(gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2026)


Wie vielstimmig klingt Regen?
Wie plätschert ein Bach, wie ein Bächlein?
Wie rauscht der Rhein bei Hochwasser?
Wie der Wind, der durch den Ahorn im Hinterhof fährt?
Wie tönt das Lied einer Amsel, 
die gestern auf einem Baum am Rhein gesungen hat?

PS.
Ohne Musikhören kann (und will) ich nicht sein.
Wo, spielt keine Rolle...


13 Februar 2026

Bald kommen die verspielten Tage

 
Was für spannendes Wetter gestern.
Sonne und Regen wechselten sich ab. 
Die drei runden Bistrotische am Rhein waren tropfenbedeckt,
ähnelten verspielten, hingetupften Kunstwerken...


Ganz am Schluss des Spaziergangs, 
ich war auf dem Weg zum Tram,
winkte mir ein Waggis von oben herab zu:
"Blyyb verschpiilt!"

PS. 
Es ist das Motto der diesjährigen Basler Fasnacht,
die am 23.Februar um 4.00 Uhr in der Früh beginnt.

PPS. 
Ich schliesse mich dem Motto an und 
wünsche euch ein frohes, verspieltes Wochenende
Hausfrau Hanna


12 Februar 2026

Auszeit am Rhein


In Begleitung eines gut gefüllten Gläschens...

...ist auch das Alleinsein schön am Rhein! 

PS.
Oder als Reimversuch:

Alleinsein zu zwein
 im Bistro am Rhein.

 Hausfrau Hanna




11 Februar 2026

Zwei Lebensreisen

 

Ein kleiner Nachtrag zum gestrigen Beitrag.
Diese beiden Bücher, die ich in der städtischen Bibliothek 
ausgeliehen hatte, befanden sich in meinem Fjällräven-Rucksack:

Ingeborg Bachmann
'Wir müssen wahre Sätze finden' - Gespräche in Rom und anderswo 

Volker Weidermann
'Wenn ich eine Wolke wäre' - Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens



PS. 
Noch bin ich am Lesen eines anderen Buches.

PPS.
Danach lese ich das Buch über Mascha Kaléko, 
deren Gedichte mir sehr sehr viel bedeuten.
Und dann erst vertiefe ich mich in die Gespräche,
in denen Ingeborg Bachmann Einblicke gibt in 
ihr Schreiben, Denken und Leben.


10 Februar 2026

Zwischen zwei Haltestellen (192)


Schwerbepackt steige ich gestern ins Tram ein.
Am Rücken der Fjällräven-Rucksack mit
zwei Büchern, die ich in der Bibliothek ausgeliehen habe.
In der Hand die volle Einkaufstasche.
Nah bei der Türe finde ich zum Glück einen freien Sitz.
Vor mir nehmen drei junge Männer den Raum ein.
Zwei von ihnen stehen, der dritte sitzt da mit weit ausgestreckten Beinen.
Als er bemerkt, dass ich aussteigen will, zieht er sie sofort zurück.
 Ich bedanke mich, drücke auf den Halteknopf und
höre hinter mir die helle Stimme des höflichen Jungen:
"Danke!" "Bitte!" 
Als ich mich umdrehe,
blicke ich in das lächelnde Gesicht des aus Asien stammenden Jungen.  
Ich lächle zurück und sage "Auf Wiedersehen!" 
Er wiederholt das Wort.
Dann winken wir uns zu.
Und ich steige aus.
Leichtfüssig, trotz des schweren Gepäcks...



09 Februar 2026

R(h)eines Glück...


Glück ist ein kurzer Moment,
in dem ich am See stehe oder an einer Klippe
und in den Himmel schaue.

Tomi Ungerer, 1931 - 2019
franz. Grafiker, Schriftsteller und Illustrator von Bilderbüchern
(gelesen auf dem heutigen Kalenderblatt des Diogenes-Abreisskalenders 2026)



Nicht am See,
am Rhein steht das Mädchen.
Mutig hat es einen grossen Uferstein erklettert
und wirft einen kleinen Stein ins Wasser...

Ein Kreis bildet sich, breitet sich aus...

Und wird vom langsam fliessenden Wasser mitgezogen...

PS.
Mein Blick folgt dem Kreis.

PPS.
Während das Mädchen bereits wieder auf dem Weg ans sichere Ufer ist...




06 Februar 2026

Wie der Gesang von kleinen Vögeln...


Mit der beschwingten, fröhlichen Bergamasca
des italienischen Barockkomponisten und Geigenvirtuosen
Marco Uccellini (ca.1603 -1680) 
wünsche ich euch ein schönes Wochenende

Hausfrau Hanna


PS.
Der Name Uccellini bedeutet 'kleine Vögel'.



05 Februar 2026

Putz-Yoga


Auch an einem trüben Tag
gibt es Sternschnuppenmomente.
Meiner war gestern Alex, der Quartierkater,
der sein Yogaprogramm auf dem Fenstersims absolvierte.
Und sich durch nichts,
auch nicht durch meinen bewundernden Blick,
aus der Ruhe bringen liess... 



04 Februar 2026

Angebunden


Heute noch eine kleine Ergänzung 
zum gestrigen Beitrag über den freilaufenden Hund am Rhein:
Die meisten Hunde, denen ich unterwegs begegne,
werden von ihren Frauchen und Herrchen
(angebunden an der kurzen Leine)
 durch die Stadt geführt und begleitet... 




PS.
"Mit dem Hund ist man halt immer ein bisschen angebunden."

  Marcus Waldispühl