Neuer Standort

19.11.2014


Seit vielen Jahren steht eine Plastik des Künstlers Richard Serra auf dem kleinen Platz vor dem Stadttheater.
Immer wieder gibt sie Anlass zu Diskussionen. Einerseits wegen ihrer den Raum beherrschenden Erscheinung und andererseits eines ganz banalen Themas wegen.
Erst kürzlich wieder wurde eine Standortverlegung empfohlen, weit abseits des Stadtzentrums. 
Am besten irgendwo in der freien Natur...



Die Skulptur besteht nämlich aus hohen Wänden. Und diese verlocken nicht nur zum Sprayen und Kritzeln, sondern sie bieten halt auch Schutz vor neugierigen Blicken.
Was im Klartext heisst: 

Männer benützen die Kunst als Pissoir!




PS. Die Lachen am Boden sind übrigens vom Regen. Und nicht das, was auch vermutet werden könnte...:



Währungssymbol

18.11.2014


Heute fand jemand mit dem Suchbegriff  hausfrau hanna$  den Weg in mein Blog.
"Lieber Dollarzeichen in der Suchstatistik als in den Augen", war alles, was mir dazu einfiel.





PS. Und weil das ein etwas gar anspruchsloses Beiträglein geworden ist, soll wenigstens das Bild etwas hermachen... :)


Grandezza

16.11.2014


Beim Eingang des grossen Migros vis-à-vis der Tramhaltestelle beim Bankenplatz steht meistens ein Mann mit offen ausgestreckter Hand und einem lieben Gesicht.
Man muss an ihm vorbei, wenn man einkaufen gehen will.
Mit voller Einkaufstasche an der Schulter gehe ich in einem leichten Bogen um ihn herum und höre, wie er mir einfach so "Ä schöne Daag!" wünscht.
Ich stoppe am Trottoirrand, drehe mich um, gehe zurück und gebe ihm etwas Geld.
Auch einfach so. Und weil ich freundliche Menschen mag.
Drei Tage später sehe ich den Mann in der Freien Strasse in einem Boulevardcafé sitzen.
Einem Starbucks Coffee.
Und irgendwie imponiert es mir, dass der Mann nicht nur freundlich ist.
Sondern auch mit Stil das erbettelte Geld ausgibt.

K e i n Starbucks Coffee, sondern ein Café auf dem Marktplatz.

Beseelt

15.11.2014


Wenn ich ihm zuhöre, tauche ich ein in eine Welt jenseits des Alltags.
Und das ist schön!




Möbeldesign zum Letzten...

14.11.2014


Das ging gestern hoch zu und her in Hausfrau Hannas Blogstübchen.
Ich glaube, so viele Kommentare, Anregungen, Bemerkungen habe ich noch nie bekommen.
Möbeldesign scheint anzusprechen und anzuregen...
Einer der Kommentare kam übrigens von einer schwedischen Leserin.
Da er für mich völlig neue Informationen über skandinavisches Möbeldesign enthält, habe ich ihn übersetzt, damit ihr ihn ebenfalls lesen könnt:

"Hej Hausfrau Hanna
ich schreibe jetzt, wie mir  der Schnabel gewachsen ist, ohne den Anspruch, diplomatisch zu sein.
Es scheint, dass alle diese Stühle von Männern entworfen worden sind, dagegen ist nichts einzuwenden. Gibt es doch viele edle Stühle, die von Männern konzipiert wurden.
Der 'Poäng' wurde übrigens von Noboru Nakamura entwickelt, aber ich glaube, er liess sich dabei Alvar Aalto beeinflussen.
Momentan gibt es übrigens eine Ausstellung im Vitra Design Museum in Weil von Artek Möbeln.
Männer entwerfen Möbel, um sich auszuruhen nach der Arbeit im Büro. Stühle, in die man sich legen kann und aus denen man praktisch nicht mehr hoch kommt.
Es gibt auch Frauen, die Stühle und Sessel entworfen haben. Vielleicht haben sie ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse von Frauen?
Denk daran, dass auch die Dänen gutes Möbeldesign haben!
BoConcept.com kann dir eine Idee geben.

Mit freundlichen Grüssen PIPPI" 
Sessel aufgenommen im Museum auf  Waldemarsudde/Stockholm


PS. Und so sieht das in der schwedischen Originalversion aus:

Hej Hausfrau Hanna
nu skriver jag som jag tänker, utan att vara diplomatisk. Det verkar som om alla dessa fåtöljer är designade av män, inget emot det, det finns många ädla stolar designade av gubbar.
Poäng är designad av Noboru Nakamura, men jag tror nog att han tog inspiration av Gamle Alvar Aalto. Det finns en utställning i Vitra just nu av Artek möbler.
Gubbar, män, ritar möbler att vila sig i efter arbetsdagen på kontoret. Stolar som man ligger i, som är omöjliga att komma ut ur.
Det finns också kvinnor som designat stolar och fåtöljer. Kanske de har bättre grepp om kvinnornas behov?
Tänk på att danskarna är bra på möbler.
BoConcept.com kan ge inspiration.

Med vänliga hälsningar PIPPI


Hausfrau Hannas neue Sitzgelegenheit (die Fortsetzung...)

13.11.2014


Das Anschaffen einer neuen Sitzgelegenheit ist eine anspruchsvolle und aufwendige Angelegenheit.
Das ist  mir in der Zwischenzeit bewusst geworden.
Danke für alle engagierten Kommentare, Tipps und Anregungen auf den gestrigen Beitrag!
So richtig zu begeistern vermochte keines der von mir ausgewählten Modelle ;)
Eine kleine Anmerkung noch zum Stuhl Nr.4, der für ungute Gefühle gesorgt hat:
Der Stuhl war Teil einer Ausstellung im Goetheanum und wurde von Steiner zum Meditieren benützt...

Und für Frau Flohnmobil hier noch Modell 5 und 6.
Beides Klassiker!

Der Billigsessel aus dem riesigen, blaugelben Möbelhaus mit dem drolligen Namen 'Poäng':

5)POÄNG Serie, hier u. a. mit POÄNG Polster für Sessel mit Bezug „Alme“ natur



Und am andern Ende der Preisskala die Edelliege von Le Corbusier zur totalen Entspannung im Loft:


6) 




PS. Zum Schluss noch die Blumenvariante des grauen Modells von Carl Malmsten:
Der Sonnenblumensessel 'Farmor' (was Grossmutter heisst):


PPS. So. Und jetzt brauche ich eine Tasse Kaffee und muss mich etwas zurücklehnen. Ich wünsche allerseits einen komfortablen Tag ob im Poäng, Corbusier oder wo auch immer,
Hausfrau Hanna 

Hausfrau Hanna sucht eine Sitzgelegenheit und findet es schwierig...

12.11.2014



"Bei Stühlen kommt es nicht allein darauf an,
wie sie aussehen,
sondernd in erster Linie,
wie man darauf sitzt."


Ich wünsche mir seit einiger Zeit einen Sessel. Er sollte bequem sein. Aber auch optisch etwas hermachen.
Dieses Modell des schwedischen Designers Carl Malmsten sieht noch knuffig aus. Ausserdem würde ich mich täglich ein bisschen wie zuhause in Schweden fühlen.
Vielleicht etwas gar bieder und langweilig. 
Und das Grau schlägt mit der Zeit aufs Gemüt:

1)



Dieser hier sieht moderner aus und ist ausserdem leicht transportierbar. 
Aber diese Nähte! 
Sie erinnern mich zu sehr an die Handarbeitsschule von damals:

2)


Oder doch dieser hier aus Leder, das mit der Zeit eine schöne Patina bekommt?
Leder girrt jedoch bei jeder Bewegung, und er erscheint mir etwas gar mocklig:

3)



Last but not least ein formal strenges Modell aus Holz. Fast sieht es aus, als ob es fragen wollte:
"Was macht diese gerade Form mit dir, Hausfrau Hanna"?

4)


PS. 1,2,3 oder 4, was meint ihr?  ;)