Frühlingsgefühle (5)

25.03.2019



"Hausfrau Hanna, was wünschst du dir zum Geburtstag?"
"Ein Reise nach Worpswede!"




PS. "Worps" heisst Hügel, "wede" Wald -
uff Wiederluege und bis bald!


 Hausfrau Hanna




Frühligsgefühle (4)

24.03.2019


Gestern in der Stadt.
Musik lag in der Luft.
Ich war in ihrer Nähe...




Und ich spürte diesen heimlichen Zauber...



Den man einmal erlebt und dann nie vergisst...



Und ein Lied klang in mir...



PS. 

Musik liegt in der Luft
Wenn du in meiner Nähe bist
Und ich spür diesen heimlichen Zauber
Den man einmal erlebt und dann nie vergisst
Musik liegt in der Luft
Wenn Du durch meine Träume gehst
Und ein Lied klingt in mir und klingt bald auch in Dir
Denn Musik liegt in der Luft.


T. Caterina Valente, 1931



Frühlingsgefühle (3)

23.03.2019


Frühlingsgefühle überall -
auch im Basler Zoo!

Sie strecken der Sonne das pralle Hinterteil entgegen...



Sie wenden der Sonne das Gesicht zu und scheinen zu lächeln...




Sie geben sich zärtlich...
(als Kinder nannten wir das 'äs Äähli mache'...)




Und sie geben sich zänkisch... 




PS. Ein gefühlsfrohes Wochenende wünscht allen hier Lesenden
Hausfrau Hanna


Frühlingsgefühle (2)

22.03.2019



'En kram om dagen
är bra för magen.'

(aus Schweden)


Bild aufgenommen im Vitramuseum in Weil


PS. 'Eine Umarmung am Tag ist gut für den Bauch.'

PPS. Und viele Umarmungen am Tag machen jede Frühlingsdiät unnötig,
meint Hausfrau Hanna :)


Frühlingsgefühle (1)

21.03.2019


Etwas versteckt sass sie auf einer Treppenstufe
beim Käppelijoch auf der Mittleren Brücke.
Hätte sie nicht laut einen Popsong gesungen,
ich wäre wohl vorbeigegangen, ohne sie eines Blickes zu würdigen.
Sie sang und spielte mit einer Inbrunst, die zu Herzen ging.
Weder ein Sammelteller noch eine Bitte für eine Geldspende:
Sie sang nur für sich.




PS. Ich wünsche euch heute viel Vergnügen und einen offenen Blick: Am Fluss, am See, in den Gärten und Pärken, auf den Plätzen der Stadt und überall dort, wo ihr den März geniessen könnt!






Winter ade

20.03.2019


Heute beginnt der Frühling!



(...)

Der Winter sagt: Ade! Ade!
Und hin ist Kälte, Reif und Schnee
Und Nebel hin und Dunkelheit
Willkommen süsse Frühlingszeit!
Winter, ade!
Frühling juchhe!


August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798 - 1874





PS. Gärtnerin am Rhein. 
PPS. Das Bild ist vom 21. Februar...




PS. Noch ein letztes Mal Fasnacht...

17.03.2019


Am Fasnachtsmittwoch sah ich eine Kinderclique,
die mich mit ihren Larven erinnerte...




... an eine Fasnacht damals auf dem Lande.
Ganz zuoberst auf der Wunschliste meiner Erstklässler stand:
 "Wir wollen als Micky Maus an den Umzug!"
Im Werkunterricht wurden 
(unter Anleitung und mit kleinen Hilfestellungen der Lehrerin)
 individuelle Larven von den Kindern geformt, geklebt und bemalt.



PS. Die Micky Mäuse von damals sind heute 49 Jahre alt...







Väterliche Seligkeit...

16.03.2019



Ach, diese Väter!
Mütter könnten das nicht...


PS.  Nie... ;)

Ausbeute

15.03.2019



An der Fasnacht 2019 bekam ich:
Eine Zwiebel.
Ein Schnäpschen mit dem Aufdruck 'Kleiner Feigling'.
Eine Rose...


PS. Dazu noch eine Handvoll Konfetti.
PPS. Baseldeutsch: Ä Hampfle Räppli...



Schwarzweisse Nachlese

14.03.2019


Zeit um zu 'verschnaufen', aufzuatmen und zu regenerieren:
Eine der Cliquen weiss, was nötig ist an den drei schönsten 
aber auch anstrengenden Tagen:



Es war sujet- und wettermässig eine turbulente und spannende Fasnacht:

Nett,
gepflegt -
politisch
korrekt




An der Basler Fasnacht wird Alkohol getrunken - aber mit Mass.
Betrunkene sieht man selten.
Schliesslich müssen die Fasnächtler drei Tage lang
sicher auf den Beinen stehen und die Töne treffen...



Ganz zum Schluss hat es (mir) doch noch gereicht -
eine Ladung weisser Konfetti traf zielsicher Haare und  Gesicht... .. . . .


PS. Die Fasnacht 2019 ist zu Ende.
PPS. Und in Basel ist wieder Alltag!
PPPS. Die nächste Fasnacht beginnt am 2.März 2020
PPPPS. Hotels können jetzt schon gebucht werden... ;)



Ä scheeni Fasnacht...

13.03.2019


... eine schöne Fasnacht - auch am gestrigen Dienstag.
Ich habe es in vollen Zügen genossen.
Stundenlang.




Für einmal hab ich ganz ungeniert 
von vorn Gesichter fotografiert...




Die zwei freundlich winkenden Waggis
 meinten wirklich...

... mich :)


"Sali, sali, gäll dä kennsch mi nit?"



Fasnachtsmontag-Rot

12.03.2019


Das Wetter gestern am Fasnachtsmontag
war wechselhaft, bissig und äusserst spannend
(und entsprach genau den kritschen Sujets der Cliquen...)

Beim Sichten der aufgenommenen Bilder sah ich:
Rot! 




Rot bei KNIE, dem Schweizer Nationalzirkus,
der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiern kann:



Rot auch das kleine Waggismädchen,
das dem ganzen Fasnachtsgeschehen den Rücken zukehrte
und völlig vertieft Konfetti durch das Brückengeländer in den Rhein warf -
die Mutter liess es gewähren...


PS: Heute Dienstag übernehmen die Kinder die Fasnacht.
PPS. Die Sonne scheint!






Stürmische Wartestunden vor der Fasnacht

11.03.2019


Gestern Sonntag.
Am Rheinknie herrschte stürmisches Frühlingswetter.
Der Himmel veränderte laufend sein Gesicht.
Eben noch schien die Sonne im Himmelsblau.
Dann wieder jagten sich die dunkeln Wolken 
(ähnlich einer Herde wild gewordener Pferde)
und ein kurzer Regenschauer prasselte nieder.
Die Leute schien das alles nicht zu beeindrucken:
Rauchend, biertrinkend und plaudernd sassen sie am Ufer,
liessen sich vom Wind die Haare zerzausen.



Und an einem 'stillen Örtchen' wartete sie auf die Fasnacht...






Der oder das Morgen

09.03.2019


Zaz!
Ich mag diese Sängerin.
Und ich mag ihr neues Lied:





PS. 'Demain c'est toi' zu übersetzen finde ich schwierig, und ich kann mich nicht entscheiden, ob 'Der Morgen bist du!' besser ist oder  'Das Morgen bist du' ...


Zum heutigen Weltfrauentag

08.03.2019


Eine Klöpplerin.
Wie aus einem vergangenen Jahrhundert.
Sie sass da, lächelte still.
Und liess die Holzklöppel fliegen.
Unter ihren Händen entstand ein kleines Kunstwerk.


Klöpplerin (knypplare) im Freilichtmuseum Skansen in Stockholm


PS. Heute wird wohl nicht mehr geklöppelt. Schon gar nicht als Brotberuf. Ersetzt man jedoch das alte Handwerk durch das Nähen von Billigkleidern in weit entfernten Ländern, ist dieses Gedicht aus dem 19.Jahrhundert plötzlich sehr aktuell:


Die Klöpplerinnen


Seht Ihr sie sitzen am Klöppelkissen,
Die Wangen bleich und die Augen rot.
Sie mühen sich ab für einen Bissen,
Für einen Bissen schwarzes Brot!
Grossmutter hat sich die Augen erblindet,
Sie wartet, bis sie der Tod befreit -
Im stillen Gebet sie die Hände windet:
Gott schütz‘ uns in der schweren Zeit.
(...)
Seht Ihr sie sitzen am Klöppelkissen,
Seht Ihr die Spitzen, die sie gewebt:
Ihr Reichen, Grossen – hat das Gewissen
Euch nie in der innersten Seele gebebt?

(...)


Louise Otto-Peters, 1819 - 1895, war eine sozialkritische Schriftstellerin und wurde zur Mitbegründerin der bürgerlichen deutschen Frauenbewegung. Sie lernte 1840 im Erzgebirge Heimarbeiterinnen kennen. 



Eine Treppenhausbegegnung in den Siebzigerjahren...

06.03.2019


Die gestrige kurze Begegnung im Treppenhaus mit den zwei Frauen der 'Zeugen Jehovas' weckte eine Erinnerung: 
Ich war 24 oder 25 Jahre alt, gab Schule und hatte eine kleine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus.
In einer Mittagspause klingelte es an der Wohnungstüre. Als ich öffnete, standen drei Leute vor mir. 
Ich erinnere mich nur noch an den einen Mann, der sich als Mitglied von 'Jean-Michel et son équipe' vorstellte. Er sprach Hochdeutsch mit starkem französischem Akzent.
Was er mir alles erzählte, weiss ich nicht mehr.
Er versuchte mich wohl zu überzeugen, in ihrer 'équipe' Mitglied zu werden.
Und das gelang ihm nicht.
Ich wirkte wohl sehr uninteressiert und gelangweilt.
Am Schluss (daran erinnere ich mich wieder glasklar) fragte mich der Mann nämlich in aller Direktheit: "Wollen Sie nicht, dass Gott Sie liebt?"
Und ich antwortete ihm genauso direkt und kurz angebunden: "Nein!"
Das war's dann auch.
Die drei gingen unverzüglich und wortlos von dannen...





PS. Es nahm mich Wunder, ob etwas von 'Jean-Michel et son équipe' im Internet zu finden war.
PPS. Und tatsächlich, ich fand vorhin einen Wikipedia-Eintrag auf Französisch.
PPPS. Die sektenähnliche Gemeinschaft wurde Mitte der Siebzigerjahre gegründet und hatte Bestand bis anfangs der 90er-Jahre...

Eben erst: Morgenbegegnung im Treppenhaus

05.03.2019


Seit einer guten Stunde sitze ich bereits am Laptop.
Es will mir einfach nichts Gescheites zu einem Blogbeitrag einfallen.
Plötzlich läutet es.
Ich drücke auf den Türöffnungsknopf und warte.
Schritte ertönen im Treppenhaus.
Nach einer Weile erscheinen zwei Frauen. 
In den Händen tragen sie blaue Sichtmäppchen mit Prospekten. 
Sie warten auf dem Zwischenboden und schauen zu mir hoch.
"Oh", sage ich und vergesse völlig, sie zu grüssen.
"Sind Sie etwa Zeuginnen Jehovas? Dann lieber nicht.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag!"
Die ältere der beiden Frauen antwortet freundlich:
"Schön, dass Sie es uns gleich sagen!"
Dann verabschieden sie sich.
Und klingeln im unteren Stock...








Zwischen zwei Haltestellen (118)

04.03.2019



Gestern im Schnellzug nach Zürich.
Wir haben das Viererabteil für uns allein.
Im Abteil nebenan sitzt ein Mittfünfziger,
das graue Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden
und liest in einer Sonntagszeitung.
Im voll besetzten Abteil hinter uns ist ein Gespräch im Gang.
 Neuigkeiten werden ausgetauscht.
Es ist eine Art Rückschau auf die vergangenen Wochen.
Der Satz einer der beiden Männer lässt mich aufhorchen:

"Das Jahr ist erst zwei Monate alt und schon ein Jahrhundertereignis:
Ich habe diesen wärmsten Februar seit Menschengedenken sehr genossen!"



PS. Ich sass eine Weile da und dachte über den Sinn des eben Gehörten nach.
PPS. War der Satz ironisch gemeint? Oder doch ernst?
PPPS. Ich war und bin mir nicht sicher...

Sei nicht zu hart...

03.03.2019



"Sei nicht zu hart.
Denn das Leben ist kurz."


Joan Baez. 1941

US-amerikanische Folksängerin, Bürgerrechtlerin und Pazifistin.
Sie beendet 2019 ihre Karriere mit einer Abschiedstournee.




Joan Baez mit ihrer Mutter


Be not too hard for life is short
And nothing is given to man
Be not too hard when he is sold or bought
For he must manage as best he can

(...)