29.09.2020

Übung macht die Meisterin!

Die Kastanienbäume lassen los.
Wie in jedem Jahr greife ich nach den prallen, glänzenden Kastanien,
stecke ein paar in die rechte und ein paar in die linke Jackentasche.
Die kleinen, verschrumpelten Dinger des letzten Herbstes
 habe ich zuvor zurückgelegt auf die Erde.
Nun beginnt das Drehen, Bewegen und Üben erneut:
Ein Fingerfertigkeitsspiel mit Qi-Gongkugeln aus der Natur.


PS. Ich bin richtig gut darin. 
PPS. Übung!

28.09.2020

Was ist ein Wunder?


Das Wunderbarste an den Wundern ist,
dass sie manchmal wirklich geschehen.

Gilbert Keith Chesterton, 1874 - 1936, englischer Schriftsteller und Journalist
(gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2020)



Ich stehe auf dem Balkon.
Noch glänzen Regentropfen auf dem Glasdach.
Die Sonne strahlt von einem zartblauen Himmel herunter,
und die wohl letzten Schwalben jagen sich durch den Hinterhof.
Sie sammeln sich zum Schwarm und
machen sich bereit für den Abflug in ihre andere Heimat. 
Ich schaue ihnen eine ganze Weile zu.
Dann beginne ich zu frösteln.
Und kehre zurück in die Wärme der Blogstube,
um den heutigen Beitrag zu schreiben.
Ich entscheide mich für das Zitat von Chesterton.
Und frage mich, was für mich ein Wunder wäre... 


26.09.2020

Bei Wind und Regen...

Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will,
für den ist kein Wind der richtige.

Lucius Annaeus Seneca
(gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2020)

Letzte Woche im Park der 'Grün 80' bei Basel.

PS.
Es ist kühl geworden und regnet.
Zudem weht ein starker Wind.
Ich mag dieses Herbstwetter.
Die Heizung ist an.
Und ich bin und bleibe heute gern 'im Hafen'...

Allen hier Lesenden ein gutes Wochenende -
wünscht Hausfrau Hanna

24.09.2020

Mutmachendes Zitat!


"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"

Immanuel Kant, 1724 - 1804, deutscher Philosoph der Aufklärung



 Da mir Kants Begriff  des 'eigenen Verstandes'  
mehr entspricht als der in letzter Zeit oft gehörte 'gesunde Menschenverstand',
habe ich ihn aufgenommen in meine Wortsammlung.

PS. Und ja, ich bediene mich!


23.09.2020

Unbeachtet beim Einkaufen


"Hinter der Gesichtsmaske kann man ungestört Selbstgespräche führen."

Hausfrau Hanna


Und das kann schon mal hilfreich sein.
Zum Beispiel beim Einkaufen.
So wie gestern im Lebensmittelgeschäft.
Als sich eine momentan etwas verpeilte Hausfrau Hanna
die zuhause vergessene Einkaufsliste
immer wieder halblaut murmelnd in Erinnerung rief.
Niemand bekam es mit.
Oder guckte komisch...


20.09.2020

Noch eine Diva...

Vorgestern am Rhein.
Nicht nur die Möwe hatte ihren Auftritt...

Die Diva stand barfuss am Rhein.
Auf weiter Flur war sie allein.
Kein Mann als Begleiter.
Der Hund auch schon weiter.
Nun konnte sie ungestört sein...

(erster Limerickversuch von Hausfrau Hanna)


19.09.2020

Diva am Rhein

Gestern begrüsste mich die erste Möwe.
Sie war sich ihrer Rolle bewusst und
drehte anmutig den Kopf zur Seite.
Eine Diva am Rhein.



PS. Unterdessen hat Blogger definitiv auf die neue Oberfläche umgestellt.
PPS. Eine ziemliche Herausforderung für mich.
PPPS. Die Möwe hat mir geholfen...

18.09.2020

Zwischen zwei Haltestellen (127)

Kinder müssen im ÖV keine Maske tragen.
Der etwa fünfjährige Junge,
der gestern zusammen mit seiner Mutter ins Tram einstieg, 
trug jedoch eine.
Es ist eine besonders hübsche Stoffmaske mit bunten Motiven.
Stolz und laut verkündete er:
"Ich bin ein Bandit!"

Ausschnitt eines Wandbildes in der Innenstadt

PS. Alles klar! 
PPS. Wir Mitfahrenden haben wohl alle gelacht oder geschmunzelt hinter der Maske...

16.09.2020

Bereit zum Mitnehmen

Die Sperrgutabfuhr in der Stadt
ist eine wichtige Art der Müllentsorgung.
Gegenstände, die nicht mehr gebraucht werden,
die zerschlissen oder kaputt sind,
werden hinaus aufs Trottoir gestellt...


... und mit einer offiziellen, orangen Gebührenvignette versehen.

PS. Am besten erst kurz vor Abfuhr.
PPS. Weiss man doch nie, ob nicht vielleicht jemand vorbeikommt und voller Freude den Gegenstand mit nach Hause nimmt...

15.09.2020

Laurence Sterne hat gesagt...


Nirgends strapaziert sich der Mensch so sehr
wie bei der Jagd nach Erholung.

Laurence Sterne, 1713 - 1768, englischirischer Schriftsteller
(gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2020)



PS. 
Die Tinte, mit der dieser Gedanke niedergeschrieben worden ist,
ist im Laufe der vielen Jahre wohl verblasst.
Nicht jedoch seine Aussagekraft...

Keine Strapazen und kein Jagen -
sondern einen guten Spätsommertag wünsche ich allen
Hausfrau Hanna



14.09.2020

Hausfrau Hanna ist sauer


Seit einiger Zeit stellt Blogger
eine neue Oberfläche zur Verfügung.
Sie ist viel komplizierter zu handhaben und unübersichtlich.
Zwar kann ich die alte, vertraute, bewährte Oberfläche wieder herstellen,
wenn ich einen neuen Beitrag schreiben und aufschalten will.
Ein Dienst, den Blogger netterweise für Dödels wie mich noch eine Weile anbietet.
In den kommenden Monaten, so die Ankündigung,
wird jedoch definitiv auf die neue Oberfläche umgestellt.
Mir ist schleierhaft, wer seine Zeit damit verschwendet, 
sich so völlig Unnötiges  auszudenken.
Ich bin sauer. Und das zu Recht!

Graffito an einer Wand im Zentrum der Stadt 


13.09.2020

Was schreiben?


Schrift an einem Zaun beim Papiermühlemuseum 

Diese Frage stelle ich mir als Bloggende häufig
in der jetzigen Zeit mit all ihren Verunsicherungen.
Schreibe ich über Banales wie eine Geburtstagskarte mit Bierhumpensujet?
Über Alltägliches wie das Unterwegssein zu Fuss dem Rhein entlang?
Über spontane Begegnungen und Gespräche mit unbekannten Menschen?
Über das folgsame Einhalten der Maskenvorschrift beim Einkaufen
sowie beim Fahren im ÖV als sogenannter 'Virenschreck', 
wie ein Bekannter und Autobesitzer es genannt hat?

Oder schreibe ich darüber ?

Schrift auf einer Bank am Rheinufer


PS. Fragen...
PPS. Und dennoch wünsche ich euch allen einen guten Sonntag - wie und wo ihr ihn auch immer verbringt!



11.09.2020

Schwieriges Rätsel...


Im Kartenständer des innerstädtischen Kaufhauses Pfauen.
Eine Geburtstagskarte stach mir ins Auge,
die offensichtlich nur für Männer kreiert wurde.
Ein golden leuchtender und überschäumender Bierhumpen
Und darüber die neckisch gestellte Frage:
"Was ist das Lieblingstier des Mannes?"

PS. Ich ging im Kopf einige Tiere durch.
PPS. Aber mir wollte keine stimmige Lösung einfallen.
PPPS. Die stand zum Glück inwendig... ;)




10.09.2020

Zwischen zwei Haltestellen (126)

Kürzlich im Schnellzug.
Bis zur Abfahrt dauerte es noch ein paar Minuten.
Ich sass am Fenster und schaute hinaus.
Er stand auf dem Perron mit erhobenem Arm,
 und seine Hand schien jemandem zum Abschied zuzuwinken...


Aber dem war nicht so!
Er überbrückte bloss die Wartezeit
mit einer sanften Tai Chi-Bewegungsfolge.
Kurz vor Abfahrt des Zuges stieg er ein,
setzte sich in das leere Viererabteil gegenüber.
Und übte, zwischen den Haltestellen, mit geschlossenen Augen weiter...


09.09.2020

Karl Julius Weber hat gesagt...

Die schönste Rede, die man in unsern Zeiten halten kann, wäre:
Über die Kunst, zu Hause zu bleiben.

Karl Julius Weber, 1767-1832, deutscher Jurist, Schriftsteller und Privatgelehrter


Ein Zitat
(so es gut ist)
überdauert Jahre und Jahrhunderte.
Und so stimme ich heute mit ein in diese schönste Rede -
lasse die Kunst des Zuhausebleibens hochleben!


07.09.2020

Happy Monday Dance

Warum nicht einmal tanzend in den Montag starten?
Die Italienerin Bianca und ihr schwedischer Tanzpartner Nils
zeigen, wie es geht: Heja! 


PS. Übrigens kann man an j e d e m Tag tanzen.
PPS. Oder sich zumindest das Filmchen anschauen ;)



06.09.2020

Dag Hammarskjöld hat gesagt...

Att vara andra till lags?
Det är med dig själv du måste leva.

Den andern es recht machen?
Du bist es, mit dem du leben musst.

Dag Hammarskjöld, 1905 - 1961, UN-Generalsekretär
(kurz nach seinem Tod wurde ihm der Friedensnobelpreis zugesprochen)

Peter Moilliet, 1921-2016, Schweizer Bildhauer , die 'Lorelei' habe ich gestern entdeckt...


An Dag Hammarskjölds Frage
(obwohl das 'immer' vor dem recht machen fehlt)
sowie an seiner Antwort 
studiere ich im Moment ziemlich herum...


04.09.2020

Steiner hat gesagt...



   Wer nicht Mystiker wird,
   verleugnet die Natur.

   Rudolf Steiner, 1861 - 1925, Begründer der Anthroposophie
   (Zitat gesehen an einer Hauswand unterhalb des Goetheanums)

Vorgestern: Naturbild auf einer Gartenmauer, das aufs Mitnehmen wartete...

Die sieben Worte Rudolf Steiners,
die ich vorgestern auf der schwarzen Tafel an einer Hauswand
unterhalb des Goetheanums entdeckte,
las ich mehrere Male hintereinander.
Dann hielt ich sie mit der neuen Kamera fest.
Vorhin las ich die Worte nochmals.
Auch mit zeitlichem und räumlichem Abstand
lassen sie mich ratlos zurück -
 ich verstehe sie nicht...



03.09.2020

Auf direktem Weg

Gestern.
Beim Unterwegssein entdecke ich an einem Briefkasten diesen Kleber:


PS.
Heute morgen lese ich in der Tageszeitung,
dass sich dieses Jahr zehn Prozent mehr 
Studienanfänger*innen an der Uni Basel eingeschrieben haben.
Der Grund dafür sei die Corona-Pandemie,
die vielen jungen Menschen die Lust genommen habe,
ein Zwischenjahr mit Jobben und Reisen einzulegen.

01.09.2020

Im Gleichgewicht

Was Wind und Wasser für den Schiffer,
das ist der innere Lebensrhythmus für den bewegten Menschen.
Der Rhythmus trägt ihn, bewegt ihn, schwingt ihn;
er braucht nur zu steuern.

Dore Jacobs, 1894 - 1979, deutsche Bewegungspädagogin


Am Sonntag am Rhein.
Die Schifferin stand auf dem bewegten, schaukelnden Grund. 
Und füllte Kessel um Kessel mit dem Regenwasser, 
das sich in ihrem Nachen angesammelt hatte.
Ihr innerer Rhythmus passte sich dem äusseren an:
Sie war im Gleichgewicht.


31.08.2020

Glücklichmachender Spaziergang im Regen

Gestern Sonntag.
Eigentlich wollten wir bloss ein paar Schritte dem Rhein entlang gehen.
Doch dann wurden daraus viele viele viele Schritte.
So schön und befreiend fühlte es sich nämlich an,
 bei diesem steten, sanft herunterfallenden Regen unterwegs zu sein. 
Das "schlechte Wetter" spielte wohl eine Rolle,
dass sich nur wenige Menschen hinaus trauten -
 Familien mit fröhlichen Kindern etwa.
Zwei Jogger. Drei, vier Radfahrer.
Und wir.

Die neugekaufte, handliche Kamera 
hatte ich in der Regenjackentasche mit dabei.
Ich knipste begeistert drauflos, was mir vor die Linse kam.
Diesen Schwan etwa, der uns durch den Regen zuzuwinken schien...

Oder dieses Detail des neu gestalteten Graffitis 
an der langen Brückenwand vom Kleinbasel hinüber ins Grossbasel:
"More than half of the human body is water."





29.08.2020

"Ich hab dich lieb..."


Ein alter Grönemeyersong.
Und ein junger Grönemeyer.



PS. "Ich hab dich lieb" nehme ich mit in den heutigen Tag
und grüsse alle hier Lesenden ganz herzlich
Hausfrau Hanna


28.08.2020

Auf dem Boden bleiben!


Wer zu philosophieren weiss, braucht nicht durch die Welt zu jetten.

Verfasser unbekannt
(irgendwo gelesen und für gut befunden...)



Es gibt Sätze, die ich mir sofort merken kann.
Der Satz oben gehört eindeutig dazu.
Es ist für mich nicht nötig,
 über 'Gott und die Welt' zu philosophieren.
Ein gutes, anregendes, offenes Gespräch
(sei es am Fluss, im Gartenrestaurant oder unterwegs zu Fuss)
reicht mir vollkommen.
Und hilft mir, auf dem Boden zu bleiben...


27.08.2020

Ein Beitrag ohne Bild!

Normalerweise füge ich jedem Blogbeitrag ein selbstgeknipstes Bild bei.
Manchmal sind es auch deren zwei oder mehr.
Heute jedoch ist das anders. Heute gibt es für einmal kein Bild.

Und das ist der Grund:

Gestern traf ich mich mit einer Freundin in Kaiseraugst, einem hübschen Ort am Rhein.
Wir gingen ein paar Schritte dem Fluss entlang.
Plötzlich entdeckte ich eine spannende Figur, die sich mit einem waghalsigen Sprung in den Rhein zu stürzen schien.
Kunst am Rheinufer!
Ich öffnete den Rucksack, griff nach dem Fotoapparätchen und schoss ein paar Bilder.
Etwas später bot sich dann ein Schwan als Bildobjekt an, der anmutig seinen Hals bog und streckte.
Ich blieb auf Abstand und knipste wieder drauflos.
Die Stelle am Rhein war derart schön, dass wir eine Weile blieben, uns auf eine Bank setzten und uns angeregt unterhielten.
Eine Rheinschwimmerin sprach uns an und fragte, ob wir wohl ihre Tasche im Auge behalten könnten. Dann stieg sie ins Wasser. Und schwamm gegen den Strom.
Als ich gegen Abend zuhause den Rucksack auspackte, war da nur eine leere, schwarze Hülle.
Die intensiven Gespräche am Rhein hatten mich derart absorbiert, dass die kleine Kamera auf der Bank völlig vergessen ging.

PS. Auf meinem Smartphone befand sich zwar ein einziges Bild vom gestrigen Nachmittag - aber es  gelang mir nicht, dieses auf den Laptop zu übertragen.
PPS. Was soll's!
PPPS. Wenn die äusseren Bilder fehlen, fördert das die Fantasie für innere Bilder... ;)

25.08.2020

Das Beste, um anzukommen!

Ich bin froh und erleichtert,
dass die Hitzetage vorbei sind für dieses Jahr.
Ich habe mich verabschiedet vom Bächlein
und vom stillen Ort unter dem Holunderbaum.
Gestern besuchte ich als Erstes die öffentliche Bibliothek.
Beim Eingang war ein grosses Plakat befestigt
mit den geltenden Vorschriften und Schutzmassnahmen.
Ein Handdesinfektionsmittel stand bereit.
Und der Hinweis, dass das Maskentragen optional sei.
Ich lieh mir gleich drei der Bücher aus,
die auf dem Tisch mit den Neuanschaffungen lagen.
Lesen ist das Beste, um anzukommen...

PS. Was für ein Zufall -
alle Bücher sind von schwedischen Autoren/Autorinnen:
 Voosen/Danielsson: Die Taten der Toten.
Nina Wähä: Vaters Wort und Mutters Liebe
Marie Hermanson: Der Sommer, in dem Einstein verschwand.


24.08.2020

Beethoven hat gesagt...


Das beste, um an dein Übel nicht zu denken, ist Beschäftigung.

Ludwig van Beethoven, 1770 - 1827
deutscher Komponist und Musiker


Beethovenbüste in einem Geschäft in Zürich

2020 ist auch das Jahr, in dem Beethoven gewürdigt wird:
Vor 250 Jahren wurde der Komponist in Bonn geboren.
Was für Gedanken ihn wohl umgetrieben hätten zu diesem Jahr,
in dem viele der geplanten Konzerte und Anlässe abgesagt werden mussten?
 Oder mit weniger Zuhörenden, gelichteten Reihen
 und Abstand...


PS. Meine Beschäftigung heute: Ich höre mir wieder einmal Beethovens 'Frühlingssonate' an.
PPS. Zuhause in der Stadt :)


21.08.2020

Sommerrot!

Der Sommer schreitet zügig voran.
Die rote Farbe ist in der Natur allgegenwärtig:
Zieräpfelchen, Feuerdorn, Sanddorn, Heckenkirsche, Vogelbeeren -
die botanischen Namen kenne ich aus dem effeff.





PS.
Bloss beim Zuordnen,
welcher Name zu welchem Strauch, Baum oder Gewächs gehört,
bekunde ich etwas Mühe...









20.08.2020

Michel de Montaigne hat gesagt...

Auch auf dem höchsten Thron
sitzt man nur auf seinem Hintern.

Michel de Montaigne, 1533 - 1592, französischer Philosoph
(gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2020)

Glasfenster im Basler Münster


Ich brauche weder einen Thron noch eine Corbusier-Liege.
Das Bänklein unter dem Holunderbaum reicht mir vollkommen.
Und ein paar weiche Kissen unter dem Hintern.

Allen hier Lesenden wünsche ich einen bequemen Tag,
Hausfrau Hanna






18.08.2020

Von hier nach dort!

 Im Garten auf dem Lande.
Weit oben, in grosser Distanz,
bewegen sich lautlose Pünktchen von hier nach dort -
hinterlassen grosse, weisse Streifen im Blau des Himmels.
Ich denke mir meine Sache.
Greife wieder zum Buch und lese weiter.
Über mir die Krone des Holunderbaums.

Der Reineclaudebaum trug in diesem Sommer viele Früchte.
Und diese waren heiss begehrt...

Wie auch das kühle(nde) Bächlein ;)

Der erste rote Apfel fiel vom Baum.
Und liess den Herbst erahnen...

PS. Ich schicke allen Lesenden einen herzlichen Gruss aus der Stadt, in die es mich für zwei, drei Tage gezogen hat :)



14.08.2020

Nietzsche hat gesagt...


Wo immer ich gehe, folgt mir ein Hund namens Ego.

Friedrich Nietzsche, 1844 - 1900, deutscher Philologe


Bis jetzt kannte ich nur Hunde,
die Bella, Sira, Dion, Gnocchi, Lumi oder Rocco hiessen.
Ego höre ich zum ersten Mal... ;)



13.08.2020

Ohne Esprit...

Juhu! Juhe! Juhu! Juhe!
Wir fahr'n im Auto übern See.

Hausfrau Hanna



PS. Der einfältige Zweizeiler entstand vorhin beim Betrachten des Bildes.
PPS. Man möge es mir nachsehen - mehr Sprachwitz lag heute, an diesem schwülwarmen Tag, einfach nicht drin... 

11.08.2020

Ein bisschen Sehnsucht...

Im Moment ist es schwülheiss.
Ich halte mich oft im Innern der Wohnung auf.
In jenem Sommer 1975, als wir in Griechenland waren,
war es ebenfalls sehr heiss - aber es war eine trockene, erträgliche Hitze.
Wir waren jeden Tag am Meer.
Schwammen unendlich lang in den Fluten.
Dösten am Strand ein im Schatten einer Tamariske.
Ein Dorf mit blendend weissen Häusern und blauen Kuppeln.
Die Säulen eines Göttertempels.
Abends in der Taverne ein Gläschen mit Wasser verdünntem Ouzo.
Oder ein Glas geharzten, griechischen Weins.
(Udo Jürgens Lied 'Griechischer Wein' erschien im Jahr zuvor)
Aus den Lautsprechern ertönte Bouzoukimusik.
Und an den Füssen trugen wir alle Sandalen... 



PS. 'Heilandsandalen', wie wir sie nannten... ;)


08.08.2020

Musik zum Wochenende!

Eine klare, ruhige Stimme.
Die Klavierbegleitung in einem straffen Grundrhythmus,
über den sich eine perlende Melodie emporschwingt...



PS. Anna Ternheim heisst die schwedische, aus Stockholm stammende Sängerin:)


07.08.2020

Am braunen Fluss...


In der Einheit der Natur finden wir immer
auch die unsrige wieder.

Friedrich Schiller, 1759 - 1805, deutscher Dichter und Schriftsteller


Ich lasse Schillers Worte noch eine Weile wirken,
bevor ich mich mit dem Buch unter den Holunderbaum setze.
Allen einen schönen Tag in der Einheit der Natur
wünscht Hausfrau Hanna 



06.08.2020

Ertappt!

Gestern.
Ein schöner, heller und noch nicht heisser Sommertag. 
Dazu ein leises, sanft streichelndes Lüftchen.
Leichtfüssig überquerte ich die Brücke über den Rhein.
Dieser führte viel braunes Wasser,
in dem Holzstämme und Äste schwammen.
Die Helvetia sass wie immer da - 
nachdenklich und ruhig.


Beim Näherkommen sah ich etwas,
das sich diskret hinter dem Reisegepäck verbarg...

Die Helvetia ist eine heimliche Trinkerin! ;)



05.08.2020

Lesevorfreude!


 Gestern.
Ich nahm einen anderen Weg in die Stadt.
Vor dem kleinen Buchladen im Quartier blieb ich stehen.
In der Auslage sah ich eine derart schöne Bücherauswahl,
dass ich flugs ins Innere ging und zwei der Bücher
( sowie eine Anzahl Karten) kaufte.
Sie begleiten mich morgen ins Landrefugium.
Jetzt die schwierige Frage:
Welches der beiden Bücher lese ich zuerst?


PS. Per J. Andersson: Vom Schweden, der den Zug nahm und die Welt mit anderen Augen sah. 
PPS. Robert Seethaler: Der letzte Satz.




04.08.2020

Empfangskomitee

Gestern kühlte es ab.
Ich fuhr zurück in die Stadt.
Beim Nachhausekommen wurde ich empfangen.
Von einer riesigen, grünen Heuschrecke...

... die sich wohnlich eingerichtet hatte :)

PS. Vergangene Nacht erwachte ich und hörte etwas, das mich nervte: Das Surren einer Mücke!
PPS. Dann jedoch hörte ich noch etwas Anderes: Ein gleichmässige, sanftes Geräusch, das mich beruhigte und schnell wieder einschliefen liess. 
PPPS. Regen!

01.08.2020

Ohne Spektakel

1.August. 
Schweizer Nationalfeiertag.
Weder finden spektakuläre Feuerwerke statt,
noch wird geballert bis in die frühen Morgenstunden.
Festivitäten und Grossveranstaltungen sind ebenfalls abgesagt.
Alles ist anders in dieser Zeit...


PS. Ich wünsche den Lesenden aus der Schweiz einen 1.August nach ihrem ganz persönlichen Gusto.
PPS. Selbst lasse ich heute 'Seele und Beine' baumeln und freue mich über die Ruhe...

31.07.2020

Anfangen ist schön...

Die einzige Freude auf der Welt ist das Anfangen.
Es ist schön zu leben, weil leben anfangen ist, immer, in jedem Augenblick.

Cesare Pavese, 1908 - 1950, italienischer Schriftsteller

Im Original:
L' unica gioia al mondo è cominciare.
È bello vivere perché vivere è cominciare, sempre, ad ogni istante.



Meine grösste Freude heute,
an diesem heissen letzten Julitag,
ist nicht etwa die Gartenarbeit.
Es ist das Weiterlesen im gestern angefangenen Buch
(einem anspruchslosen und zugleich packenden Roman)
das mich mitnimmt auf eine Reise um die ganze Welt.
Ohne dass ich mich dafür rühren muss!
Ich kann bequem im Schatten des Holunderbaums ruhen.
Und werde das Buch nur zur Seite legen
 für den einen oder anderen Einstieg 
ins Kühl des Bächleins...