22.01.2021

Begleitet von Tangomusik

    Ich bin der Meinung, dass alles bessergehen würde,
    wenn man mehr ginge.

    Johann Gottfried Seume, 1763 - 1810, deutscher Schriftsteller und Dichter
    (gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2021)



Bei meinem gestrigen Spaziergang 
dem Rhein entlang hörte ich plötzlich Tangoklänge.
Und das lange bevor ich den Akkordeonspieler auf der Bank sah.
Dieser schien der alltäglichen Welt weit entrückt zu sein.
Er spielte derart virtuos und mit Passion die Tangos seiner Heimat,
dass ich eine ganze Weile stehen blieb...


PS. Der Musiker fand nicht nur bei mir Anklang.
PPS. Im Hut befanden sich etliche Geldstücke...




20.01.2021

Janis forever!

Gestern hätte sie
(die neben Joan Baez mein anderes Idol war damals)
ihren 78. Geburtstag feiern können:
JANIS JOPLIN (1943 - 1970)


Meinen Lieblingssong
(nein, nicht 'Me and Bobby McGee...)
hörte ich einige Male gestern:

19.01.2021

Was zum Alltagsbedarf gehört und was nicht...

Gestern begann der zweite Shutdown.
Die Massnahmen wurden verschärft.
So müssen alle Geschäfte, die keine Lebensmittel 
oder Dinge für den Alltagsbedarf führen, geschlossen bleiben.
Ich gehe für einmal im Migros-Supermarkt am Aeschenplatz einkaufen.
Etliche Regale sind mit Plastikbändern abgesperrt.
Diese Produkte gehören nicht zum alltäglichen Bedarf.
Haartrockner etwa, wie ich leicht verwundert bemerke.
An der Kasse lege ich alles aufs Band. 
Darunter auch ein kleines Paket mit Réchaudkerzen.
Die Kassierin stutzt einen Moment, dann meint sie, 
es gäbe die Réchaudkerzen auch im Doppelpack und zum Aktionspreis. 
Sie hole mir jetzt welche.
Ich kann sie nicht aufhalten.
Schon eilt sie davon und ist im Nu wieder zurück:
"Jetzt sind Sie auf der sicheren Seite", sagt sie, und ihre Augen funkeln schelmisch. 
"Glühbirnen dürfen wir nämlich nicht verkaufen!"
 Leicht verwirrt schüttle ich den Kopf:
"Ehrlich, ich verstehe diese Logik nicht ganz."
"Ich auch nicht", antwortet die hilfsbereite, freundlichen Kassierin,
"Reiseartikel dürfen wir nämlich verkaufen!"


PS. Das gemeinsame Lachen tat gut. Und hatte etwas Befreiendes :)


18.01.2021

Rollentausch

Es schneielet, es beielet,
es goht e chüele Wind.
Und d Meitli lege d Händsche a
und d Buebe laufe gschwind.


Schweizer Mundartlied, T.und M. überliefert

Als ich damals als junge Lehrerin 
mit den Schulkindern dieses Schnee- und Winterlied sang,
tauschten wir ganz vergnügt die Rollen:
Die Buben zogen sich die Handschuhe an.
Und die Mädchen liefen geschwind...




16.01.2021

Bisschen Liebe...

Beim über die Brücke Gehen entdeckte ich an einem Pfeiler
ein bisschen Liebe...
BISSCHEN LIEBE FÜR DICH 


PS. Und die verteile ich jetzt grosszügig an alle, die hier lesen. 
PPS. Ein schönes, weisses Wochenende wünscht 
Hausfrau Hanna


15.01.2021

Weisses Basel...

    "Was machen Sie?"
    "Nichts.
    Ich lasse das Leben auf mich schneien."

    Hausfrau Hanna (frei nach Rahel Varnhagen)


Luginbühls Kugel mit weisser Kappe...

Niki de Saint-Phalles Nana im weissen Cape...

Tinguelys Bistro: Geschlossen... 


14.01.2021

Eine etwas verspätete Geburtstagswürdigung

1968 hörte ich sie zum ersten Mal.
Joan Baez.
Zu Beginn des Schuljahres stand eine neue
Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerin vor uns Mädchen.
Sie hiess Anni und war nur wenige Jahre älter als wir.
Neben frischen, unkonventionellen Unterrichtsideen 
brachte sie auch eine LP mit von Joan Baez.
Der erste Song, den wir zusammen anhörten, war 'Farewell Angelina'.
Ich erinnere mich, dass ich hin und weg war. 
Und sich eine neue musikalische Welt auftat...


Anni liess uns Jugendlichen viel Raum -
was damals eher unüblich war im Schulunterricht. 
Wir kreierten Schnittmuster nach unsern Vorstellungen,
änderten mitgebrachte Kleider um und diskutierten gleichzeitig über Songtexte.
Ich liebte und verehrte Anni.
Und ich liebte und verehrte Joan Baez
(und liess sogar meine Haare nach ihrem Vorbild wachsen...).
Gleichzeitig bewunderte ich ihr politisches Engagement
für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Minderheiten.

Am vergangenen 9.Januar wurde sie, 
mein Vorbild von damals, 80 Jahre alt: 
Danke für alles, Joan Baez!

12.01.2021

(Wie) Heimat


   
       Freundschaft - das ist wie Heimat.

       Kurt Tucholsky, 1880 - 1935, deutscher Schriftsteller und Journalist
       (gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2020)


       Freundschaft ist Heimat.

       Charles Baudelaire, 1821 - 1867, französischer Schriftsteller und Lyriker
       (gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2021)




Fast derselbe Satz!
Ein Wort mit drei Buchstaben macht die Veränderung aus.
Mich persönlich spricht die Version Baudelaires mehr an.
Die Freundschafts-Bilder sind vom gestrigen Rheinspaziergang:
Man sass zusammen, tauschte sich aus, trank ein heisses Getränk.
Die Kälte war nebensächlich...