Aus neugierigen Augen schaut mich der knuddelige Hund an,
dann läuft er hinunter ans Rheinufer:
Sein Herrchen, das ihm mit einigem Abstand folgt,
lässt ihn seelenruhig gewähren.
Ich kann nicht anders und spreche den Mittfünfziger an,
frage ihn, ob er das Hundeverbotsschild nicht bemerkt habe.
"Doch, aber es ist mir egal", entgegnet er flapsigarrogant.
Es tönt wohl etwas lehrerinnenhaft, als ich dem Mann zu erklären versuche,
dass ein solches Verbot keine Schikane sei, sondern Sinn mache,
da es Hunde gebe, die Wasservögel jagten und erschreckten.
Nun verändert sich das Verhalten des Mannes.
Er nickt und meint:
"Meiner gehört nicht dazu, meiner jagt nur Wildschweine."
Das kommt für mich so unerwartet und überraschend,
dass sich mein Gesicht zu einem Lachen verzieht.
Wir verabschieden uns.
Und der Mann geht hinunter an den Rhein.
Zu seinem Hund, der brav auf ihn wartet...