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23 Februar 2026

"Blyyb verschpiilt": Der Fasnachtssonntag

Gestern. 
Was für ein stimmiger, schöner Sonntagnachmittag.
Wir flanierten kreuz und quer durch die Stadt.
Zusammen mit anderen Fasnachtsvorfreudigen,
die sich die noch ruhige Stadt anschauten.
Auf dem Münsterplatz kamen wir ins Gespräch mit zwei Ehepaaren aus Lausanne.
Auf der Pfalz mit einem Paar aus Stuttgart, 
das uns fragte, wo der beste Ort sei,
 um den Morgenstreich um 4.00 Uhr in der Früh zu erleben.
Wir konnten helfen.
In der Bäumleingasse sprachen wir eine Weile
mit einer Frau aus dem Nachbarkanton Aargau,
die mit ihrem kleinen Hund Zarlie unterwegs war:
"Die Basler Fasnacht ist weltweit bekannt!" 
meinte sie, wir glaubten ihr.
Und dann, fast am Schluss unseres planlosen Unterwegsseins, 
ein Zusammentreffen mit einer Familie aus der Stadt, 
die nah am Wasser gebaut ist wie ich:
Stockholm!
Nach der Verabschiedung schwebte ich fast davon...


PS.
Diese Stimmung wurde etwas später noch verstärkt 
durch die akkubetriebene Nebelmaschine eines Laternenwagens,
der vorbeirollte und dessen Sujets und Bilder 
noch mit Tüchern umhüllt waren...


20 Februar 2026

Die Fasnacht rückt näher

 
Drei Ukulele
und ä blauwisse Ueli 
dFasnacht ruggt nöcher

Mundart-Haikuversuch von Hausfrau Hanna


PS.
Ein  'Ueli' ist eine typische Basler Fasnachtsfigur,
ein Schalk mit grosser Klappe und Schellenkappe.

PPS.
Ich freue mich auf den Montag, wenn endlich die Fasnacht beginnt:
''Die drei scheenschte Dääg" - wie man sie in Basel nennt.




19 Februar 2026

Regenerfahrungen

 
Gestern regnete es ohne Unterlass.
Und das war:

Kindern macht der Regen Spass.
Kinder singen im Regen.
Kinder springen in Pfützen.
Kinder halten ihren Schirm fest in der Hand,
und ein fröhliches Spiel mit Mama beginnt...

PS.
Als Abschluss dieser Regentage
das bekannte Zitat der deutschen Schriftstellerin 
Rahel Varnhagen (1771 - 1833)
 
"Was machen Sie?
Nichts.
Ich lasse das Leben auf mich regnen."


18 Februar 2026

Februar-Wetter

 
Lieber eine Kerze anzünden
als der Dunkelheit fluchen.

Katherine Mansfield, 1888 - 1923
neuseeländisch-britische Schriftstellerin
(gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2026)


Was viele zum Jammern bringt,
sehnt die Natur oft genug herbei: 
Regen!
Im Moment fällt er reichlich.
Hier am Rheinknie wechselt er sich jedoch ab mit sonnigen Aufhellungen.
So auch gestern Nachmittag,
als ich mit einer Freundin unterwegs war über den Margarethenhügel.
Plötzlich erschien ein vielfarbiges Licht über der Stadt.
Ein Regenbogen.
Wir blieben eine ganze Weile staunend stehen.
Dann begann es wieder zu schütten.
Wir spannten den Schirm auf und gingen weiter.

PS.
Und am Abend dann zuhause
wurde Katherine Mansfields Gedanke umgesetzt...


17 Februar 2026

Zwischen zwei Haltestellen (193)


Im 8er-Tram zum Bahnhof. 
Eine Frau bietet einer einsteigenden alten Frau ihren Sitzplatz an.
Diese bleibt jedoch lieber stehen, 
hält sich an einem Griff fest 
und lehnt das nett gemeinte Angebot höflich ab:
"I halt's no uss bis Amerika!"


PS.
In Schweden gibt es ein Sprichwort, das eine solche Situation genau trifft:

"Gammal i skinnet 
men ung i sinnet."

PPS. 
Oder übersetzt:
"Alt ist die Haut,
aber jung das Gemüt."