15.06.2021

Faulenzerin am Rhein

Nichtstun erquickt.

Marcus Tullius Cicero, 106 - 43 v.Chr., römischer Redner und Staatsmann


Sie tat weiter nichts,
als einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen.
Zwischen zwei schattenspendenden Bäumen am Rhein.
Aus der Distanz sah es so aus,
als ob sie zufrieden wäre.

PS. Heute werde ich mir in meiner Lieblingsbuchhandlung noch ein Buch besorgen:
Das 'Faulenzer-Lesebuch' aus dem Diogenes-Verlag.


14.06.2021

Nach dem Abstimmungswochenende...

Wir lagen auf der Wiese und
baumelten mit der Seele.

Kurt Tucholsky
(gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2021) 



"Die Seele baumeln lassen"
 ist ein Gedanke, der mich tief anspricht.
Zugleich fällt es mir im Moment nicht einfach, ihn umzusetzen.
Nach diesem nationalen Abstimmungswochenende,
in dem sämtliche massvollen Gesetze für den Klimaschutz (CO2-Gesetz),
für sauberes Trinkwasser und gegen Pestizidverwendung in der Landwirtschaft
abgelehnt worden sind, bin ich einfach nur deprimiert.
Hauptsache ist für eine Mehrheit der schweizerischen Bevölkerung,
dass der eigene Geldbeutel nicht belastet wird...






12.06.2021

Zwischen zwei Haltestellen (138)

    Il faut vivre debout et en mouvement.

    Jacques Brel, belgischer Chansonnier und Schauspieler
    (gelesen auf einem Junizettel des Diogenes-Abreisskalenders 2021)
    


Gestern Nachmittag.
Ich warte aufs Tram.
Hinter mir steht eine Frau ruhig da.
Mit angewinkelten, hochgestreckten Armen.
Ihre Hände sind bis in die Fingerspitzen durchgestreckt.
Einen Moment lang bin ich leise irritiert.
Dann jedoch begreife ich:
Die junge Frau absolviert ihr tägliches Bewegungsprogramm -
eine aneinandergereihte Folge mit langsamen, 
weichen Dehn- und Streckübungen.
Und das am Rande des Bahnhofplatzes...

PS. Bewegung ist überall möglich - selbst zwischen zwei Haltestellen:)





11.06.2021

Mehr Elche...

Gestern wieder einmal am Grossbasler Rheinufer.
Seit Kurzem gibt es dort ebenfalls eine Buvette.
Unter den grossen, schattenspendenden Kastanienbäumen
 trafen wir uns zum ersten Mal seit vielen vielen Monaten wieder.
Sassen zusammen an einem der kleinen, runden Tische.
Tranken ein Gläschen und unterhielten uns.
Und ganz in der Nähe spazierte eine Elchfamilie vorbei...

Wenn auch nur auf einem Wohnmobil, das am Strassenrand parkiert war ;)

PS. Was die Welt braucht, sind mehr Elche!
PPS. Sie strahlen grosse Ruhe und Gelassenheit aus.
PPPS. Und das überträgt sich... 





10.06.2021

Ohne Einfühlungsvermögen


    Es braucht viel Zeit, einen kurzen Weg zu gehen.

    Sophokles
    (gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2021)




Es war während des zweiten Shutdowns,  
als ich in der Tageszeitung diese Empfehlung las:
"Vermeiden Sie den öffentlichen Verkehr, nehmen Sie das Auto oder das Velo!"


PS. Dass es auch Leute gibt, die weder ein Auto noch ein Fahrrad haben, ist für manche nur schwer oder überhaupt nicht vorstellbar... ;(



07.06.2021

Sonntagsrot!

Gestern auf dem Sonntagsspaziergang über den städtischen Hügel.
Es war wie ein Eintauchen in ein Bild von Claude Monet -
ein Eintauchen in ein grosses, grünes Bett voller Mohn:

Ich erinnerte mich nicht, wann in den vergangenen Jahren 
der Mohn so zahlreich und intensiv geblüht hat:

Ein Kornfeld ganz ohne Mohn...

PS. Ja, auch das sahen wir beim Unterwegssein...





05.06.2021

Musikalisch reisen mit meinem Lieblingstrio

Mein Lieblingstrio 'Musique Simili' 
(siehe Blogroll 'gernbesuchte Seiten')
hat während der Zeit des zweiten Shutdowns eine neue CD aufgenommen:
'Paramundo - ein Trio auf Abwegen.'
Leidenschaftlich und virtuos gespielt und gesungen:
Musik, die mich begeistert und tief berührt.
Ich höre die CD seit Tagen immer wieder.
Mein Lieblingslied ist aus Griechenland:
"Samiotissa,  wann gehst du nach Samos?"


PS. Da von Musique Simili (noch) kein Video aufgeschaltet ist auf youtube, habe ich eines mit der unvergesslichen griechischen Sängerin und Schauspielerin Melina Mercouri ausgewählt. 

PPS. Die CD 'Paramundo' kann übrigens bei Musique Simili direkt bestellt werden!


04.06.2021

Tieren zugewandt...

    Nach manchem Gespräch mit einem Menschen 
    hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, 
    einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.

    Maxim Gorki, 1868 -1936, russischer Schriftsteller
    (gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2021)


Die Tiere sind durchaus austauschbar:
Man kann auch eine Katze oder ein Kaninchen streicheln.
Einem vorbeigaukelnden Schmetterling zunicken.
Oder aber vor einer Kuh den Hut ziehen...