Novemberrätsel

17.11.2018


Ein hellgelbes Blatt Papier,
das an der Betonmauer bei einer Kirche klebt.
Zum Schutz vor Niesel und Nässe steckt es in einem Plastikmäppchen.
Ich trete neugierig näher und lese: 
"Wie heisst das erste Baby der Menschheitsgeschichte?"



PS. Bibelkenntnis ist gefragt... !  ;)

Novemberakkorde

16.11.2018


Der aufklappbare Stuhl war leer -
der Strassenmusiker wohl in der Mittagspause.
Das Instrument, ein Akkordeon, stand verwaist am Boden.
Den kleinen Jungen schien das alles nicht zu interessieren.
Er hatte nur Augen für den leise vor sich hin plätschernden Brunnen...




Damit der heutige Blogtitel 'Novemberakkorde' stimmt,
kommt hier Grönemeyers neues Lied 'Sekundenglück':



PS  Ich mag Herbert Grönemeyer (oder 'Gröli', wie wir ihn damals abgekürzt nannten).
PPS. Und das seit Beginn der 80er-Jahre, als er mit 'Männer' einfuhr.
PPPS. Allen einen Tag mit unzähligen Momenten 'Sekundenglück'
wünscht Hausfrau Hanna



Novemberkatze

12.11.2018


Gestern.
Der zweitletzte Mässtag auf dem Petersplatz.
Und mein letzter Besuch in diesem Jahr.
Anders als an andern Tagen war 
das Durchkommen bei den Ständen völlig problemlos.
Es hatte keine Menschenmassen mehr.
Das Ende war in Sicht!
Etwas Wehmut schwang da wohl bei den meisten mit.
Bei einer Standbesitzerin auch Freude und Übermut:



Sie trieb mit ihrer Katze Schabernack -
und diese liess sich voll und ganz auf das Spiel ein:



"Aua!" 


PS. Katzen haben nicht nur Samtpfoten, sie haben auch Krallen... ;)




Novemberhut


Im Hutpavillon 
an der Herbstmäss.
Bevor es Winter wird und kalt,
muss noch eine Kopfbedeckung her!
Die Auswahl ist gross, die Entscheidung fällt schwer,
der Blick verweilt lange auf einem leuchtend roten Hut...



... sie entschied sich dann doch für einen dezenten ;)






November(fr)essen

11.11.2018


"Seit ich ...



die Weisheit mit Löffeln fresse ...


... habe ich nie mehr Magenbrennen!"


PS. Die Bilder vom Steinengel und den Schafen habe ich auf einem Spaziergang am 3.November beim Goetheanum in Dornach gemacht.

PPS. Das Zitat, das ich den weidenden Schafen ins Maul geschoben habe, ist von der Schweizer Künstlerin und Schriftstellerin Maja Bosshard (1952-1992).

PPPS. Gefunden und gelesen habe ich es vor einiger Zeit im Blog 'Quersatzein' (s. auch Blogroll).






Novemberschnäppchen

10.11.2018


Ich warte aufs Tram.
Noch bleibt mir etwas Zeit.
Ich schaue mir deshalb das Werbeplakat
auf der gegenüberliegenden Seite an -
lese aufmerksam, Wort für Wort, den Text durch:
Für sage und schreibe 24 (vierundzwanzig) Franken
können Kurzentschlossene und Novembermüde
mit der BilligAirline Eurowings in die Wärme Mallorcas fliegen.
Schnell greife ich zum Fotoapparätchen:
Diesen Werbespot will und muss ich festhalten!
Als ob wir es vorher abgesprochen hätten,
läuft genau in dem Moment,
in dem ich auf den Auslöser drücke,
eine Frau durchs Bild...



PS.  Und passt auch noch farblich zum MALLE MANN AN BORD...






Novemberblüte

09.11.2018



Novemberblüte!
Sie streckt ihren hellen Kopf -
wartet auf Regen...


Haikuversuch von Hausfrau Hanna


Novemberruf

08.11.2018


Der November hat einen schlechten Ruf:
Dunkel sei er, trüb, nebliggrau, nass und kalt.
An einem Gartenfest im vergangenen Sommer 
kam ich ins Gespräch mit einer mir unbekannten Frau.
Ein Wort gab das andere, 
und plötzlich waren wir mitten im Thema 'Wetter und Reisen'.
Die Frau erzählte mir, der November sei für sie derart schlimm, 
dass sie ihm seit ihrer Pensionierung jedes Jahr entrinne 
und an einen Ort verreise, an dem es warm, sonnig und schön sei.
Ich schaute sie leicht erstaunt an und meinte,
dass das mit dem tristen Novemberwetter so nicht mein Eindruck sei. 
Natürlich werde es am Abend früher dunkel. 
Aber es gäbe auch genug Sonnenstunden mit Helligkeit und Wärme.
Die Frau schaute mich einen Moment lang stumm an.
Und es schien, als ob sie meine Worte erst setzen lassen wollte. 
Dann sagte sie zu meinem Erstaunen: 
"Stimmt wohl! Ich war ja in den vergangenen Jahre gar nicht hier im November.
Und weiss es deshalb nicht!"

NovemberLANDschaft 






Vergänglichkeit (4)

03.11.2018


Tusen tankar.
Tausend Gedanken.
Sie drehen sich um Tod, Vergänglichkeit, Verlust und Trauer.
Ein schönes nordisches Lied, ein Lied voller Wehmut.
Aber auch ein Lied vom Glücklichsein und
von der Schönheit, die es ebenfalls gibt.
Wie die Blumen, die lieblich
am Boden blühen...





PS. Und so sieht der schwedische Text aus:

Jag går i tusen tankar
Jag älskar den jag ej kan få
Så vitt i världen vankar
Och städse sörja må
Så mången sorg på hjärtat bär
För dig min vän så kär
Så många falska människor
Orsaken därtill är
Så mången sorg på hjärtat bär
För dig min vän så kär
Så många falska människor
Orsaken därtill är.

Om jag dig aldrig skådat
Ditt ansikte ditt öga blått
Så har jag aldrig kommit
På ställen där du gått
Då hade jag varit lyckelig
Och fri från sorg och kval
Den dagen kommer aldrig
Som gör mitt hjärta glad
Då hade jag varit lyckelig
Och fri från sorg och kval
Den dagen kommer aldrig
Som gör mitt hjärta glad.

Se blomstrerna de sköna
Hur ljuvligt de på marken står
Jag sörjer mig till döden
För den jag ej kan få
Och om jag då i döden går
Då bliver sorgen din
Rätt aldrig uti världen
Går du ut ur mitt sinn
Och om jag då i döden går
Då bliver sorgen din
Rätt aldrig uti världen
Går du ut ur mitt sinn.

Vergänglichkeit (3)

02.11.2018


Als er dem Tod
aus dem Wege ging,
kam der zu ihm.


Eugen Bollin, 1937, Benediktinerpater im Kloster Engelberg
aus ‚Reifung‘ - Texte und Zeichnungen



Eingangstüre zur Friedhofskapelle im Skogskyrkogården (Waldfriedhof) in Stockholm


Vor zwei Jahren
machten wir ein ein paar Tage Urlaub in Engelberg,
einem  Dorf in der Innerschweiz,
das vom Winter- und Sommertourismus lebt und von seinem Hausberg, dem Titlis.
Zum Dorf gehören auch ein Kloster und ein Museum.
In diesem waren damals Bilder ausgestellt von Eugen Bollin,
einem Benediktinerpater.
Ich wollte den Künstler nicht nur über seine Bilder,
sondern auch über 'sein Wort'  kennenlernen 
und kaufte mir eines seiner dünnen Bändchen:
'Reifung'!
Eugen Bollins knappe Zeilen zum Tod,
(der auf jeden und jede einmal zukommt)
treffen in ihrer Direktheit mitten ins Zentrum.
Heute ist 'Allerseelen' -
der Tag des Gedenkens an die Toten.
Und des Memento mori...



Vergänglichkeit (2)

01.11.2018


Allerheiligen.
Ein Feiertag sowohl für den Nachbarkanton Solothurn,
als auch für die süddeutschen Nachbarn.
Und da alle frei haben, sind alle zu Gast in Basel
und besuchen die Herbstmäss.
Die Stand- und Bahnbetreiber machen ein grosses Geschäft.
Noch grösser ist nur das Gedränge...


Kopf an der Geisterbahn auf der Basler Herbstmäss


PS. Und hier noch dieser Gedanke:

"Vi som lever är bara döda på semester. Några slags sommargäster."
"Wir, die leben, sind bloss Tote im Urlaub. Eine Art Sommergäste." 
(übersetzt von Hausfrau Hanna)


Bodil Malmsten, 1944 - 2016
schwedische Schriftstellerin, svensk författare 






Vergänglichkeit (1)

31.10.2018


Es schmerzt,
wenn Beziehungen zerbrechen,
wenn Freundschaften sich auseinandergelebt haben,
wenn Wege sich trennen, die man zusammen gegangen ist.
Christine Busta schrieb ein Gedicht dazu  -
und fast am Ende dieser eine Satz,
der aufhorchen lässt
und nachklingt:

"es bleibt und wird zu erfülltem Leben."


Bild aufgenommen beim Riesenrad auf der Herbstmäss 2018



Inmitten aller Vergänglichkeit

Einmal wichtig gewesen zu sein,
für jemanden, der einem selber
so wichtig war, dass man glaubte,
alles vorher sei unwichtig gewesen,
und nichts könnte nachher wichtiger werden
als dieses eine Mal –
es bleibt und wird zu erfülltem Leben.

Auch wenn man es längst vergessen wähnt.


Christine Busta, 1915 - 1987, österreichische Lyrikerin
aus ‚Inmitten aller Vergänglichkeit'  Otto Müller Verlag, Salzburg 1985

Lang ersehnt!

29.10.2018


Am Samstag
(genau zum Herbstmässbeginn)
fiel der erste Regen seit vielen Wochen.
Ein sanfter, gleichmässiger, leichter Regen,
den der ausgetrocknete Boden gut aufnehmen konnte.
Einen Regenschirm brauchte ich nicht.
Die Kapuze am Wintermantel
reichte völlig...






PS. Wie habe ich mich nach diesem Regen gesehnt!
PPS. Hej Hanno: Jag har verkligen längtat efter detta regn!




Touristin in der eigenen Stadt (5)

28.10.2018



Damit das klar ist:
Ich bin nicht für Sprayereien!
(Ausser es ist diese knallbunte 'Streetart'-Form)
Oft sind es ärgerliche Schmierereien.
Entstanden aus Langeweile.
Gedankenlosigkeit.
Provokation.
Oder Blödheit.
Dennoch.
Als ich das rote Herz an der Fassade sah,
musste ich es einfach festhalten.
Und ein Bild davon machen.
Vom Haus mit Herz...





Touristin in der eigenen Stadt (4)

27.10.2018


Nervenkitzel. Adrenalinausstoss. Freifallturm. Riesenrad.
Grillwürste. Raclette. Käseküchlein. Magenbrot. Marroni. Zuckerwatte.
Heute Punkt 12 Uhr beginnt sie wieder -
die schönste Zeit in Basel:
Die Herbstmäss!



PS. Hier der Beitrag vom letzten Jahr!

Touristin in der eigenen Stadt (3)

26.10.2018




An der Eingangstüre zum Basler Münster ist ein weisses,
zugegeben nicht sehr auffälliges Plakat befestigt:

baslermünster
Herzlich Willkommen!
Wir bitten um
angemessene Ruhe.




Ich trete ein und mische mich unter die zahlreichen Touristen,
die sich alle angemessen verhalten, ruhig dasitzen oder ein Bild knipsen.
Zwei kleine, etwa vierjährige Kinder,
(ein Mädchen und ein Junge)
haben das Kirchenschiff als Spielplatz entdeckt.
Sie rennen herum, steigen auf die Bänke, springen herunter und werfen sich zu Boden.
Dazu kreischen sie laut vor Vergnügen.
Die beiden Elternpaare reden derweil in aller Seelenruhe zusammen
und nehmen von ihren Kleinen keine Notiz.
Ich verdrehe innerlich die Augen und denke mir meine Sache...



PS. Hat Jesus doch gesagt:
"Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht!"




Touristin in der eigenen Stadt (2)

25.10.2018


Gestern.
Auf dem Weg ins kleine Kulturkino 
komme ich an einem Büroraum vorbei, 
der soeben fertig renoviert und bezogen worden ist.
Die Fensterscheiben sind noch voller Baustaub und Schlieren. 
Ich werfe einen diskreten Blick hinein und sehe an der Wand ein Plakat hängen:




Das Schwarzweissfoto zeigt den Schriftsteller Gerhard Meier,
der mit übereinandergeschlagenen Beinen dasitzt und ruhig in die Kamera blickt.
Vielleicht hat er genau in diesem Moment den Gedanken formuliert,
der auf dem Plakat oben linkszu lesen ist:


Ich bin ihr einfach verfallen
der Schönheit der Gewöhnlichkeit,
der Grösse der Gewöhnlichkeit.

Gerhard Meier, 1917 - 2008
Schweizer Schriftsteller


PS.
Beim Heranzoomen ist der Name der Fotografin erkennbar... 





Touristin in der eigenen Stadt (1)

23.10.2018



Manchmal bin ich in Basel unterwegs wie eine Touristin.
Mein Schritttempo ist gemächlich - ein Schlendern fast.
Das Fotoapparätchen liegt griffbereit in der Manteltasche.
Da ich die Stadt aus dem effeff kenne, 
brauche ich auch keinen Stadttplan für den genauen Weg. 
Mein Blick ist frei und unvoreingenommen.
Und ich sehe Dinge, die ich normalerweise beim Unterwegssein 
mit umgehängten Einkaufstaschen nicht beachte...








Planetenbilder beim Eindunkeln

22.10.2018



Gestern in der Abenddämmerung auf der Pfalz.
Einige Leute stehen bereits da und warten auf die Dunkelheit,
um die über dem Kleinbasel schwebenden Planeten
in ihrer ganzen Leuchtkraft festzuhalten.
Die Profis ruhig und präsent mit Stativ und Kamera:





Die Smartphonebenützenden machen ein schnelles Bildchen,
um es dann umgehend mit einem  😍-Gruss weiter zu schicken:



Und hier noch Hausfrau Hannas bestes Bild, das sie geknipst hat:



PS. Mit einem Fotoapparätchen, das am Limit war bei diesen Bedingungen...



Poesie über Basel

18.10.2018



Worte erübrigen sich -
Poesie soll man nicht zerreden...









Hausfrau Hannas Morgengedanke zum Herbst

17.10.2018



In diesem Herbst 2018,
(der einem verlängerten Sommer ähnelt)
sind Übermut und Melancholie ganz nah beisammen.
Und manchmal ist nur ein Schritt dazwischen...




Planetengarten über der Stadt

15.10.2018


Der Basler Kunstvermittler und Kurator Klaus Littmann hat ein Kunstprojekt initiiert
und ihm den Namen 'Jardin des Planètes' gegeben.
Zwei Wochen lang schweben über der Stadt neun riesige,
von Künstlern geschaffene Planeten.

Völlig diskret habe ich vergangene Woche dem Geschehen 
auf dem Waisenhausplatz im Kleinbasel zugeschaut:




Der rotweisse Planet wird mit Helium gefüllt...



... und schwebt,
etwas abgesondert von den andern Planeten,
 am Tag darauf über der Stadt.




Von der Pfalz beim Münster ist die Sicht auf den Planetengarten am schönsten -
ganz links ist er nochmals zu sehen: Der rote Einzelgänger...





PS. Hier ein Blogbeitrag von 2013 über eine andere Ausstellung von Klaus Littmann im öffentlichen Raum!


PS. Vem kan segla...

14.10.2018



'Vem kan segla förutan vind',
das schwedische Lied vom Segeln ohne Wind und Rudern ohne Ruder ,
ist tatsächlich sehr bekannt:
Auf youtube gibt es eine Vielzahl an Aufnahmen.
Ich habe mich für diese hier entschieden:





Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag -
önskar er alla en skön söndag :)





Wer kann segeln ohne Wind...

13.10.2018


Ein sonniger, milder Herbsttag am Thunersee.
Ein Traumtag, wie viele sagen. Oder ein Tag wie aus dem Bilderbuch. 
Die weich gezeichnete Pyramide im Hintergrund ist der Niesen,
bei dessen Anblick mein Vater immer laut niesen musste.
Ich habe es ihm geglaubt als Kind...


Im Vordergrund ein Segelschiff,
bei dessen Anblick mir das schwedische Lied in den Sinn kommt,
das wir auch hier kennen und singen:

Vem kan segla förutan vind
vem kan ro utan åror.
Vem kan skiljas från vännen sin
utan att fälla tårar?

Wer kann segeln ohne Wind 
wer kann rudern ohne Ruder.
Wer kann sich von seinem Freund trennen
ohne Tränen zu vergiessen?


Zwischen zwei Haltestellen (113)

12.10.2018


Bin ich länger unterwegs  im ÖV, 
(oder im 'Öffi', wie er in Norddeutschland genannt wird)
kaufe ich mir vor Abfahrt des Zuges eine Zeitschrift am Kiosk.
Zum Blättern, Stöbern, Gucken und Überfliegen.
Ich muss mich beim Lesen einer Zeitschrift nicht konzentrieren, 
wie es ein Buch von mir erforden würde,
Als ich jedoch die frischen Mädchenstimmen im Abteil nebenan hörte, 
legte ich die Zeitschrift zur Seite und benutzte sie nur noch,
 um ein paar der aufgeschnappten Sätze hineinzukritzeln.
Damit ich sie auch ja nicht vergass...



PS. Und sie wortgetreu wiedergeben konnte hier im Blog... 






Zwischen zwei Haltestellen (112)

11.10.2018


Die Fahrt vorgestern im Intercity nach Bern dauerte länger als normal.
Ein technisches Problem an einem Stellwerk zwischen Olten und Bern machte einen Umweg nötig.
Deshalb konnte ich auch eine Viertelstunde länger dem lebhaften, schnellen Gespräch der vier  'Biggirls' im Abteil nebenan lauschen.
Die Themen waren vielfältig (aber nicht jedes Thema eignet sich für das Blog... ;)).

Dieses jedoch passt:
"Ich und der Gregory haben in zwei Wochen unser Zweijähriges und wissen nicht, was machen!"
Schon sprudeln die Tipps aus den Mündern der Freundinnen.
Und nein, es war kein Billigstädteflug mit Easyjet dabei (wie man vielleicht vermuten könnte).
Sondern: "Go ässe goh!"




PS. Gefolgt von: "Ä Chochkurs mache!"
PPS. :))




Zwischen zwei Haltestellen (111)

10.10.2018


Gestern im Intercity nach Bern.
Im Abteil neben mir sitzen vier junge Frauen. 
Gymnasiastinnen im letzten Schuljahr vor der Matur, wie ich während der Fahrt herausfinde. 
Sie sind in Ferienstimmung. Das Gepäck und ihr lautes, lebhaftes, fröhliches Schwatzen zeugen davon.
Nun planen sie die gemeinsamen Ferientage. 
Den Mittwoch bekomme ich noch nicht mit. Beim Donnerstag steige ich ein und höre zu:
"Machen wir einen Brunch oder einen Grill?"
Sie entscheiden sich für den Grill.
Eine macht die Einkaufsliste und notiert die Vorschläge: Wienerli, Würstli und Paprika.
 "Ou, das habe ich alles nicht gern!"
"Sag nicht, du hast es nicht gern! Iss es einfach nicht!" 
Der Rüffel wird widerspruchslos akzeptiert.
"Schreib noch bacon auf und Salat! Fertig geschnittenen oder selber machen?"
Sie entscheiden sich für fertig geschnittenen.
Dann folgt eine ganz praktische Frage: "Wo lagern wir die Resten?"
Ich höre zu und freue mich still vergnügt.
Auch weil die vier den Freitag mit der gleichen Ausführlichkeit abhandeln wie den Donnerstag.
Mit einem Brunch allerdings. Und leicht fluffigen Omeletten... 








Mundartliches

09.10.2018


In einem Kartenständer in der Stadt
kann man minimalistische Postkarten kaufen.
Einige sind beschriftet mit einem einzigen Wort.
Andere mit einem kurzen, aufmunternden Mundartsatz:
Für jede Gelegenheit die passende Formulierung!
Bevor ich auf den Bahnhof gehe, 
(ein Tagesausflug an den Thunersee)
lasse ich euch eine kleine Auswahl hier:




PS. Wem eine eigene Wortschöpfung einfällt:
I fröi mi druff!



Zum Wohle der Familie...

08.10.2018


Weil mir im Moment eine zündende Idee für einen aktuellen Beitrag fehlt, habe ich bei den Entwürfen gestöbert und tatsächlich etwas gefunden:



Vor einiger Zeit
machte in der Presse ein Verkauf  Schlagzeilen:
"Nafea faa ipoipo - Wann wirst du heiraten?" 
eines der weltweit bekanntesten Bilder von Paul Gauguin wurde verkauft.
Für die sagenhafte Summe von 300 Millionen Dollar (wie vermutet wurde).
An eine Prinzessin nach Katar (wie gemunkelt wurde).
Der Besitzer des Bildes war übrigens ein Basler.
Ich sass damals in einem Café am Rhein 
und hatte neben der Kaffeetasse eine Tageszeitung, durch die ich mich blätterte.
Das Interview mit dem Basler Gauguinbildbesitzer war derart spannend,
dass ich es von Anfang bis Ende durchlas.
Die  Frage des Journalisten, ob eine Notsituation bestanden habe
und das Bild deshalb verkauft worden sei, verneinte der Bildbesitzer.
Um dann den wahren Grund zu nennen:
"Es geht um eine bessere Vermögensverteilung zum Wohle der Familie."






Berauschendes zum Wochenende

06.10.2018


Music is my Xtasy!



Da sage ich nur: Yes!
Oder kyllä!




Wortspielerei

05.10.2018



Ferienzeit ist (auch) Postkartenzeit!





PS. Eigentlich ist 'Same' der korrekte Begriff für den Laptopbesitzer auf der Bergspitze.
PPS. Aber dann hätte das Wortspiel nicht funktioniert...



Herbstschönes (der Schluss!)

04.10.2018



Die Herbstferien haben in dieser Woche begonnen.
Ob mit Handgepäck, Rucksack oder Rollkoffer:

Ich wünsche ein gutes Unterwegssein! :)





Herbstschönes (6)

03.10.2018


Im  kleinen See in der 'Grün 80' -
eine Feder wird vom leichten Biswind über die Wasserfläche getrieben.



Eine Mutter und ihr Sohn erblicken die Feder ebenfalls.
Und berechnen die Ankunftsstelle am Ufer genau.
Der Kleine legt sich flach auf den Bauch und schaut gebannt zu,
während sich die Mutter hinunterbeugt, die Hand ausstreckt und zugreift:
"Ich habe sie! Die weisse Schwanenfeder!"
Der Bub ist glücklich...




Herbstschönes (5)

01.10.2018


Diese violettblauen Blüten,
die dem hellen Sommerhimmel dieses letzten Septembertages gleichen!
Auf einer kleinen Tafel sind sie angeschrieben mit
"Wunder von Stäfa" -
eine Asternart!



Noch während ich knipse,
 erscheint ein zauberhaft aussehendes Wesen 
(in Begleitung zweier profaner Dienerinnen)
und stellt sich mitten hinein in das blühende Wunder:



Die herbstschöne Blumenelfe lächelt und posiert.
Und weiss zum Glück nicht,
dass auf der kleinen Tafel die Zusatzinformation
"bienenfreundlich" steht... ;)






Herbstschönes (4)

30.09.2018


Letzter Tag im September.
Es wird nochmals ein warmer, ein sonniger Tag.
 Nochmals unterwegs sein in der näheren Umgebung.
Die trockenen Eicheln knacken hören unter jedem Schritt.
An blühenden Astern- und Dahlienfeldern vorbeigehen.
Und vielleicht die eine oder andere Herbstblume
heimtragen...






Herbstschönes (3)

29.09.2018



Vom 'Steinerhügel' in Dornach
(wie ich ihn für mich nenne)
 bietet sich eine unglaubliche Sicht
 bis weit hinunter in die Stadt, in der ich lebe:




Ausser mir ist niemand unterwegs.
Nur er tritt eilenden Schrittes ins Bild und verschwindet gleich wieder...



PS. Und ganz in der Ferne (wenn man genau guckt) ist als winziges, weisses Türmchen der Rocheturm zu sehen.
PPS. Das höchste Gebäude der Schweiz...