Privatraum

18.02.2010


Auf dem Weg zum Tram komme ich bei der kleinen Quartierspost vorbei.
Ein Auto fährt vor, hält an. Sie steigt aus, geht in die Post hinein.
Er kurbelt das Fenster etwas nach Unten.
Die Wartezeit reicht für eine Zigarette.
Ich beuge mich zum Autofenster und sage:
"Könnten Sie vielleicht Ihren Motor abstellen, wenn Sie nicht fahren?"
Ich sage es freundlich. Mit einem Lächeln. Und überhaupt nicht aggressiv.
Der Mann schaut mich an, als ob er mich nicht verstehen könnte.
Langsam und deutlich beginne ich nochmals.
Erkläre ihm, was ein laufender Motor, der nicht laufen müsste, für die Umwelt bedeutet.
Und dass er seinen kleinen Beitrag zum Umweltschutz beitragen könne, wenn er jetzt gleich den Motor ausmachen würde.
Da sagt der Mann doch tatsächlich: "Das ist mein Auto, da mache ich, was ich will!"
Dabei tippt er mit dem Zeigefinger an seine Stirn.

4 Kommentare:

Harald Jenk hat gesagt…

My car is my castle.

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Willkommen in meinem Blog,
lieber Harald,
schön hast du das gesagt :)
Den Satz merke ich mir für ein nächstes Mal...

Titus hat gesagt…

Ärgerlich in solchen Situation ist, dass einem zu spät die passende Antwort einfällt.

Diese hätte hier lauten können: Aber das ist auch MEINE Luft, welche Sie da verpesten...

Hausfrau Hanna hat gesagt…

@Titus
Ich habe soeben deinen Kommentar hereinklingeln hören, deshalb kommt meine Antwort im Handumdrehen. Schlagfertig sein ohne zu verletzen, finde ich manchmal ganz schön schwierig...
Die guten Sätze fallen mir schon ein. Meist jedoch erst zu Hause...

Einen schönen Abend noch
Hausfrau Hanna