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29 November 2013

Hausfrau Hannas Tipps für den Advent


Am Sonntag ist erster Advent
Ich verteile schon seit Tagen grosszügig und grossmaulig Tipps, 
wie diese Zeit am besten zu bewältigen sei:
"Tempo herunterfahren!"
"Langsamer werden!"
"Weniger ist mehr!"
"Weg mit dem Anspruch, die weltbesten Gutzi zu backen!"
Eine leise Stimme meldet sich im Innern:
"Fang doch erstmals bei dir an, Hausfrau Hanna!"



PS. Ich wünsche allen ein schönes 1.Adventswochenende, beherzigt meine Tipps, so gut ihr könnt...

PPS. Und nehmt euch einen Moment Zeit, den Beitrag 'Adventsgedanken' zu lesen, den ich genau heute vor drei Jahren geschrieben habe und das neue Weihnachtslied von Benny Andersson "Winterhafen" anzuhören.

PPPS. Es tut nämlich gut, in dieser Zeit einen solchen Ort zu haben... :





Vinterhamn
Musik:  Benny Andersson
Text:  Björn Ulvaeus

Vinterhamn
Här kan jag hämta styrka
Du ger mig skydd och sinnesfrid
Vinterhamn
Vinterhamn
Som psalmen i en kyrka
Gör hjärtat varmt i julens tid.

Winterhafen
Hier kann ich Kraft schöpfen
Du gibst mir Schutz und Seelenfrieden
Winterhafen
Winterhafen
Wie der Psalm in einer Kirche
der das Herz wärmt in der Weihnachtszeit.



28 November 2013

Zwischen zwei Haltestellen (52)

Im 8er Tram versperrt an einer ungünstigen Stelle ein Rollstuhl den Weg.
Niemand sitzt darin, er ist vollgestopft mit Plastiksäcken und Petflaschen.
Ich setze mich auf einen freien Platz mit dem Rücken zur Fahrtrichtung.
Da es mich Wunder nimmt, wem der Rollstuhl gehört, wende ich mich halb um und lasse den Blick schweifen. Ich sehe einen schmächtigen, nicht mehr jungen Mann mit einer Baseballmütze und einer Gesichtsfarbe, die für diese Jahreszeit sehr gebräunt aussieht.
Plötzlich beugt sich der Mann zum Rollstuhl, greift in eine der Plastiktüten und zieht zuerst einen Spiegel hervor.
Dann trägt er Lippenstift auf, umrandet die Augen mit Kajal und deckt die Wangen mit Rouge und Puder ab. Dies alles geschieht langsam und sorgfältig.
Eine junge Frau schaut ebenfalls zu. Mit verständnisvollen Augen und einem kleinen Lächeln.
Als ich aussteige, durchfährt es mich plötzlich:
Das öffentliche Verkehrsmittel ersetzt dem Mann das Zuhause. Sein ganzer Besitz findet Platz im Rollstuhl.
Warum es jedoch ein Rollstuhl ist, vermag ich nicht einzuordnen.
Und das beschäftigt mich noch eine ganze Weile...


23 November 2013

Tierisch guter Glühwein



Vorgestern der erste Glühwein.
Fixfertig gekauft im COOP.
Auf der Etikette der Flasche steht BIO 
und ein ins Auge springendes 'Heisser Hirsch - nichts für scheue Rehe'.
Aus der Pfanne steigt der würzige Dampf in die Nase:



Sultaninen und Mandelstifte gehören unbedingt hinein. 
Denn nur so wird das ein richtig schwedischer Glögg:




PS. Drinnen und draussen ein glücklichglöggliges Wochenende mit warmen Füssen und einem fröhlichen Herzen. "Skål!" wünscht allerseits Hausfrau Hanna

PPS. Übrigens ist der Glögg aus der IKEA besser... und leicht teurer ;)

22 November 2013

Heute vor 50 Jahren...


Es war ein ganz normaler Tag, den ich zusammen mit den meisten Tagen meines Lebens wieder vergessen hätte.
Ich ging in die 4.Klasse.
Unser Lehrer war im Militär. Die Stellvertreterin, normalerweise eine energische und in unsern Augen alte Frau, sah an diesem Morgen bedrückt aus. Sie begann den Unterricht anders als üblich und sagte:
"Ich muss euch etwas Trauriges erzählen. John F. Kennedy, der junge, amerikanische Präsident, ist ermordet worden. Die Welt ist kälter und ärmer geworden."
Das war der Tag nach dem 22.November 1963. Der Tag, an dem wir Kinder mitbekamen und spürten, dass Erwachsene traurig und erschüttert sein konnten...





21 November 2013

Einszuzwölf

Am Sonntag stimmen wir in der Schweiz ab.
Über eine Initiative, die bei gewissen Leuten für Erschrecken und rote Köpfe sorgt.
Sie fordert nämlich, dass der Maximallohn in einer Firma nicht mehr als 12 mal so hoch sein darf wie der Minimallohn.
Man soll sich einmal vorstellen, was das bedeutet. Als Hausfrau bin ich es gewohnt zu rechnen und mache deshalb ein einfaches Beispiel:
Wenn derjenige in der Firma mit dem tiefsten Lohn 4000 Franken bekommt, bekäme also die Toppmanagerin der gleichen Firma 48 000 Franken.
Im Monat selbstverständlich.
Das reicht doch! Oder?

PS. Also ich könnte das Geld beim besten Willen nicht ausgeben...





PPS. Nicht nur Hausfrau Hanna, auch Franz Hohler unterstützt die Initiative: