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27 Februar 2026

"Blyyb verschpiilt": Der Fasnachtsnachklang


 Die alte Tante 
(wie die Fasnachtsfigur heisst)
hatte keine Eile und legte eine Pause ein.
Der Kleine im Wagen hiess übrigens
Schorschli:


PS. 
Und ich mache jetzt auch eine Pause 
und verabschiede mich für einige Tage:
Habt eine gute Zeit!

Hausfrau Hanna



26 Februar 2026

"Blyyb verschpiilt": Der Fasnachtsmittwoch


 Gestern. 
Wir umrunden die menschendichte Innenstadt,
wo nochmals der durchgeplante Cortège durchzieht.
Und machen spontan bereits am Nachmittag das,
was abends 'Gässle' genannt wird.
Wir lassen uns viel Zeit beim Unterwegssein 'hintenrum' 
durch die Gassen und Gässlein der Altstadt.
Unsere Schritte werden langsam und ruhig...


PS.
Es ist ein an Eindrücken reicher und 'voller' Nachmittag.
Mit vielen zufälligen Begegnungen mit Bekannten,
mit humorvollen und schrägen Situationen, 
mit Lachen und Witzeln.
Und jedes Mal beim Verabschieden sage ich die Worte, 
die ich am Montag von der Frau aus Offenburg gehört habe:
"Ä glückseligi Fasnacht!"



25 Februar 2026

"Blyyb verschpiilt": Der Fasnachtsdienstag


Am gestrigen Fasnachtsdienstag werden wir
von einem auf den Händen gehenden Fasnachts-Trio begrüsst:
 "D Wält stoht Kopf!"
  

Dieses Motto erkennen wir etwas später auch 
auf den Cliquen-Laternen, die jeweils am Dienstagnachmittag 
auf dem Münsterplatz ausgestellt werden.
Wir verweilen sehr lange an diesem Ort.
Bleiben immer wieder stehen und können uns
 von einigen Bildern und Sujets nur schwer lösen:




PS. 
Fast geht vergessen, dass der Dienstag auch der Tag ist,
an dem die Kinder unterwegs sind...




24 Februar 2026

"Blyyb verschpiilt": Der Fasnachtsmontag

 
Gestern Mittag vor Beginn des Cortèges, 
wie der Umzug in Basel genannt wird.
Auf der Mittleren Brücke wechsle ich ein paar Worte
mit einer Frau aus Offenburg.
Als ich ihr zum Abschied "ä schööni Fasnacht' wünsche,
korrigiert sie mich lachend: 
"Wir in Süddeutschland wünschen uns eine glückselige Fasnacht!"
Ihr Wunsch stimmt mich ein auf das kommende Geschehen...





PS.
Heute Nachmittag sind die Kinder unterwegs.
PPS.
Für mich der schönste bzw. der glückseligste der drei Tage :)





23 Februar 2026

"Blyyb verschpiilt": Der Fasnachtssonntag

Gestern. 
Was für ein stimmiger, schöner Sonntagnachmittag.
Wir flanieren kreuz und quer durch die Stadt.
Zusammen mit andern Fasnachtsvorfreudigen,
die sich die noch ruhige Stadt anschauen.
Auf dem Münsterplatz kommen wir ins Gespräch mit zwei Ehepaaren aus Lausanne.
Auf der Pfalz mit einem Paar aus Stuttgart, 
das uns fragt, wo der beste Ort sei,
 um den Morgenstreich um 4.00 Uhr in der Früh zu erleben.
Wir können helfen.
In der Bäumleingasse sprechen wir eine Weile
mit einer Frau aus dem Nachbarkanton Aargau,
die mit ihrem kleinen Hund Zarli unterwegs ist:
"Die Basler Fasnacht ist weltweit bekannt!" 
meint sie, wir glauben ihr.
Und dann, fast am Schluss unseres planlosen Unterwegsseins, 
ein Zusammentreffen mit einer Familie aus der Stadt, 
die nah am Wasser gebaut ist wie ich:
Stockholm!
Nach der Verabschiedung schwebe ich fast davon...


PS.
Diese Stimmung wird etwas später verstärkt durch
die akkubetriebene Nebelmaschine eines Laternenwagens, der vorbeirollt 
und dessen Sujets und Bilder noch mit Tüchern umhüllt sind...


20 Februar 2026

Die Fasnacht rückt näher

 
Drei Ukulele
und ä blauwisse Ueli 
dFasnacht ruggt nöcher

Mundart-Haikuversuch von Hausfrau Hanna


PS.
Ein  'Ueli' ist eine typische Basler Fasnachtsfigur,
ein Schalk mit grosser Klappe und Schellenkappe.

PPS.
Ich freue mich auf den Montag, wenn endlich die Fasnacht beginnt:
''Die drei scheenschte Dääg" - wie man sie in Basel nennt.




19 Februar 2026

Regenerfahrungen

 
Gestern regnete es ohne Unterlass.
Und das war:

Kindern macht der Regen Spass.
Kinder singen im Regen.
Kinder springen in Pfützen.
Kinder halten ihren Schirm fest in der Hand,
und ein fröhliches Spiel mit Mama beginnt...

PS.
Als Abschluss dieser Regentage
das bekannte Zitat der deutschen Schriftstellerin 
Rahel Varnhagen (1771 - 1833)
 
"Was machen Sie?
Nichts.
Ich lasse das Leben auf mich regnen."


18 Februar 2026

Februar-Wetter

 
Lieber eine Kerze anzünden
als der Dunkelheit fluchen.

Katherine Mansfield, 1888 - 1923
neuseeländisch-britische Schriftstellerin
(gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2026)


Was viele zum Jammern bringt,
sehnt die Natur oft genug herbei: 
Regen!
Im Moment fällt er reichlich.
Hier am Rheinknie wechselt er sich jedoch ab mit sonnigen Aufhellungen.
So auch gestern Nachmittag,
als ich mit einer Freundin unterwegs war über den Margarethenhügel.
Plötzlich erschien ein vielfarbiges Licht über der Stadt.
Ein Regenbogen.
Wir blieben eine ganze Weile staunend stehen.
Dann begann es wieder zu schütten.
Wir spannten den Schirm auf und gingen weiter.

PS.
Und am Abend dann zuhause
wurde Katherine Mansfields Gedanke umgesetzt...


17 Februar 2026

Zwischen zwei Haltestellen (193)


Im 8er-Tram zum Bahnhof. 
Eine Frau bietet einer einsteigenden alten Frau ihren Sitzplatz an.
Diese bleibt jedoch lieber stehen, 
hält sich an einem Griff fest 
und lehnt das nett gemeinte Angebot höflich ab:
"I halt's no uss bis Amerika!"


PS.
In Schweden gibt es ein Sprichwort, das eine solche Situation genau trifft:

"Gammal i skinnet 
men ung i sinnet."

PPS. 
Oder übersetzt:
"Alt ist die Haut,
aber jung das Gemüt."


16 Februar 2026

Der Musik zuhören

 

Die Erde hat Musik
für diejenigen, die zuhören.

William Shakespeare
(gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2026)


Wie vielstimmig klingt Regen?
Wie plätschert ein Bach, wie ein Bächlein?
Wie rauscht der Rhein bei Hochwasser?
Wie der Wind, der durch den Ahorn im Hinterhof fährt?
Wie tönt das Lied einer Amsel, 
die gestern auf einem Baum am Rhein gesungen hat?

PS.
Ohne Musikhören kann (und will) ich nicht sein.
Wo, spielt keine Rolle...


13 Februar 2026

Bald kommen die verspielten Tage

 
Was für spannendes Wetter gestern.
Sonne und Regen wechselten sich ab. 
Die drei runden Bistrotische am Rhein waren tropfenbedeckt,
ähnelten verspielten, hingetupften Kunstwerken...


Ganz am Schluss des Spaziergangs, 
ich war auf dem Weg zum Tram,
winkte mir ein Waggis von oben herab zu:
"Blyyb verschpiilt!"

PS. 
Es ist das Motto der diesjährigen Basler Fasnacht,
die am 23.Februar um 4.00 Uhr in der Früh beginnt.

PPS. 
Ich schliesse mich dem Motto an und 
wünsche euch ein frohes, verspieltes Wochenende
Hausfrau Hanna


12 Februar 2026

Auszeit am Rhein


In Begleitung eines gut gefüllten Gläschens...

...ist auch das Alleinsein schön am Rhein! 

PS.
Oder als Reimversuch:

Alleinsein zu zwein
 im Bistro am Rhein.

 Hausfrau Hanna




11 Februar 2026

Zwei Lebensreisen

 

Ein kleiner Nachtrag zum gestrigen Beitrag.
Diese beiden Bücher, die ich in der städtischen Bibliothek 
ausgeliehen hatte, befanden sich in meinem Fjällräven-Rucksack:

Ingeborg Bachmann
'Wir müssen wahre Sätze finden' - Gespräche in Rom und anderswo 

Volker Weidermann
'Wenn ich eine Wolke wäre' - Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens



PS. 
Noch bin ich am Lesen eines anderen Buches.

PPS.
Danach lese ich das Buch über Mascha Kaléko, 
deren Gedichte mir sehr sehr viel bedeuten.
Und dann erst vertiefe ich mich in die Gespräche,
in denen Ingeborg Bachmann Einblicke gibt in 
ihr Schreiben, Denken und Leben.


10 Februar 2026

Zwischen zwei Haltestellen (192)


Schwerbepackt steige ich gestern ins Tram ein.
Am Rücken der Fjällräven-Rucksack mit
zwei Büchern, die ich in der Bibliothek ausgeliehen habe.
In der Hand die volle Einkaufstasche.
Nah bei der Türe finde ich zum Glück einen freien Sitz.
Vor mir nehmen drei junge Männer den Raum ein.
Zwei von ihnen stehen, der dritte sitzt da mit weit ausgestreckten Beinen.
Als er bemerkt, dass ich aussteigen will, zieht er sie sofort zurück.
 Ich bedanke mich, drücke auf den Halteknopf und
höre hinter mir die helle Stimme des höflichen Jungen:
"Danke!" "Bitte!" 
Als ich mich umdrehe,
blicke ich in das lächelnde Gesicht des aus Asien stammenden Jungen.  
Ich lächle zurück und sage "Auf Wiedersehen!" 
Er wiederholt das Wort.
Dann winken wir uns zu.
Und ich steige aus.
Leichtfüssig, trotz des schweren Gepäcks...



09 Februar 2026

R(h)eines Glück...


Glück ist ein kurzer Moment,
in dem ich am See stehe oder an einer Klippe
und in den Himmel schaue.

Tomi Ungerer, 1931 - 2019
franz. Grafiker, Schriftsteller und Illustrator von Bilderbüchern
(gelesen auf dem heutigen Kalenderblatt des Diogenes-Abreisskalenders 2026)



Nicht am See,
am Rhein steht das Mädchen.
Mutig hat es einen grossen Uferstein erklettert
und wirft einen kleinen Stein ins Wasser...

Ein Kreis bildet sich, breitet sich aus...

Und wird vom langsam fliessenden Wasser mitgezogen...

PS.
Mein Blick folgt dem Kreis.

PPS.
Während das Mädchen bereits wieder auf dem Weg ans sichere Ufer ist...




06 Februar 2026

Wie der Gesang von kleinen Vögeln...


Mit der beschwingten, fröhlichen Bergamasca
des italienischen Barockkomponisten und Geigenvirtuosen
Marco Uccellini (ca.1603 -1680) 
wünsche ich euch ein schönes Wochenende

Hausfrau Hanna


PS.
Der Name Uccellini bedeutet 'kleine Vögel'.



05 Februar 2026

Putz-Yoga


Auch an einem trüben Tag
gibt es Sternschnuppenmomente.
Meiner war gestern Alex, der Quartierkater,
der sein Yogaprogramm auf dem Fenstersims absolvierte.
Und sich durch nichts,
auch nicht durch meinen bewundernden Blick,
aus der Ruhe bringen liess... 



04 Februar 2026

Angebunden


Heute noch eine kleine Ergänzung 
zum gestrigen Beitrag über den freilaufenden Hund am Rhein:
Die meisten Hunde, denen ich unterwegs begegne,
werden von ihren Frauchen und Herrchen
(angebunden an der kurzen Leine)
 durch die Stadt geführt und begleitet... 




PS.
"Mit dem Hund ist man halt immer ein bisschen angebunden."

  Marcus Waldispühl



03 Februar 2026

Auf den Hund gekommen...

 
Aus neugierigen Augen schaut mich der knuddelige Hund an,
dann läuft er hinunter ans Rheinufer:

Sein Herrchen, das ihm mit einigem  Abstand folgt,
lässt ihn seelenruhig gewähren.
Ich kann nicht anders und spreche den Mittfünfziger an,
 frage ihn, ob er das Hundeverbotsschild nicht bemerkt habe.
"Doch, aber es ist mir egal", entgegnet er flapsigarrogant.
Es tönt wohl etwas lehrerinnenhaft, als ich dem Mann zu erklären versuche,
dass ein solches Verbot keine Schikane sei, sondern Sinn mache,
da es Hunde gebe, die Wasservögel jagten und erschreckten.
Nun verändert sich das Verhalten des Mannes.
Er nickt und meint:
"Meiner gehört nicht dazu, meiner jagt nur Wildschweine."
Das kommt für mich so unerwartet und überraschend, 
dass sich mein Gesicht zu einem Lachen verzieht.
Wir verabschieden uns.
Und der Mann geht hinunter an den Rhein.
Zu seinem Hund, der brav auf ihn wartet...




02 Februar 2026

Zum Tanzen schön!


An diesem milden, sonnigen Sonntag gestern
zog es die Menschen an den Rhein.
Zwei Männer sassen am Ufer und stimmten ihre Instrumente,
eine Gitarre und eine Bouzouki. 
Dann begannen sie zu spielen,
eine griechische Volkstanzmelodie, die mir vertraut war.
Ich summte mit.
"Orea!" sagt man in Griechenland.
"Schön!" 
Und genau das rief ich den beiden Musikern zu,
als der letzte Ton verklang.
Sie verstanden mich, drehten sich um und
riefen ein fröhliches "Efcharistó!" nach oben: 
"Danke!"


30 Januar 2026

Januar-Ausklang (5)


Im Münster wurde geprobt,
Bachklänge ertönten...

PS.
Keine Bachklänge, 
sondern Benny Anderssons ruhige Pianoklänge 
begleiten ins Wochenende:




29 Januar 2026

Januar-Ausklang (4)

 
Den Seifenblasen 
seine Wünsche mitgeben
und schweben lassen...

Haikuversuch von Hausfrau Hanna


PS. 
Und platzen die schimmernden 'Wunschträger' auf ihrem Weg nach oben, 
lassen sie sämtliche Wünsche frei...

28 Januar 2026

Januar-Ausklang (3)


Als ich heute erwache 
und langsam ankomme im Tag,
höre ich ein Geräusch,
das in meinen Ohren wie Musik klingt:
Es regnet!

Vollständig wach bin ich jedoch erst,
nachdem ich mir ein youtube-Musikstück angehört habe,
das einem Kommentar zum gestrigen Beitrag beigefügt war:
AC/DC's 'Highway to Hell' in einer Klassikvariante.
Grossartig dieser musikalische Tagesbeginn!
Grossartig das Trio 'Wildes Holz'!


PS.
Möge es den ganzen Tag weiterregnen!




27 Januar 2026

Januar-Ausklang (2)

    Nichts in der Welt ist so ansteckend 
    wie Gelächter und gute Laune.

    Charles Dickens
   (gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2026)


Jedes Mal,
wenn ich durch das schmale Gerbergässlein gehe,
werfe ich auch einen Blick auf die langgezogene 'Wall of Fame', 
auf der verschiedene Pop- und Rockgrössen abgebildet sind.
Gestern ist alles anders.
Beim Flanieren durch das Gerbergässlein
entdecke ich genau gegenüber der Wand ein Plakat,
das den Eingang zu einer Bar ziert.
Ich sehe es zum ersten Mal. 
Als ich den Text lese, bin ich leicht irritiert.
Dann lese ich ihn nochmals, halblaut und langsam.
Jetzt verstehe ich ihn... 

... und bekomme beinahe einen Lachanfall ;)


26 Januar 2026

Januar-Ausklang (1)


Gestern Sonntag beim Münster.
Als die Strassenmusikerin meinen Blick sah,
der auf den friedlich auf einer Decke liegenden Hunden verweilte, 
erzählte sie mir, dass die beiden ein Schwesternpaar seien.
Dann nahm sie ihre Blockflöte und begann zu spielen.
Sie spielte virtuos, die Klänge schwebten hoch.
Und es schien, als ob die alten Münstermauern
Telemanns Musik in sich aufnehmen würden...





22 Januar 2026

Januar-Sein am Rhein (4)


So sehr er auch den Hals verdrehte 
und es immer wieder flehentlich versuchte...

Das am Rhein sitzende junge Paar
teilte seinen Mittagslunch nicht mit ihm...

PS.
"Sälber frässe macht feiss,
i bi gar ä mageri Geiss."

PPS.
Dieser Mundartspruch
(der uns damals in solchen Situationen entschlüpfte)
kam mir soeben in den Sinn...

PPPS.
Mit einem Augenzwinkern in den Tag
Hausfrau Hanna



21 Januar 2026

Januar-Sein am Rhein (3)

 
    Ruhe zieht das Leben an, 
    Unruhe verscheucht es.

    Gottfried Keller
    (gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2026) 



Und Ruhe
kann sich einstellen beim zügigen Unterwegssein:

...beim Spielen einer Runde Schach mit noch offenem Ausgang:

... beim Lesen eines Buches mit hochgelagerten Beinen:

PS.
Der nahe Rhein ist ein Ort,
wo all das möglich ist.