Dieses Blog durchsuchen

12 März 2026

Zwischen zwei Haltestellen (194)


Im 16er-Tram ins 'Gundeli',
einem Quartier hinter dem Bahnhof.
Ich schaue auch dem Fenster und hänge meinen Gedanken nach. 
Plötzlich werde ich aus meiner Ruhe aufgeschreckt. 
Ein junger Mann beginnt,
sich laut und gestresst mit jemandem am Smartphone auszutauschen:
"Mein Arsch macht so f...cking weh,
dass ich jetzt eingeschränkt bin in meiner Bewegung.
Die Beine brennen, die Waden, die Oberschenkel.
Und auch der Arsch."
Nach diesem Ausbruch herrscht einen Moment lang Stille.
Ich vermute, dass der Gesprächspartner an seinem Leiden Anteil nimmt.
Danach stellt er ihm wohl eine Frage.
Die Antwort des jungen Mannes,
auch wenn sie leise und fast schüchtern ausfällt,
kann ich dennoch ganz deutlich verstehen:
"Mi Fründin bruucht no chli Zyt, 
zum mir wieder chönne z vertraue,
dass i nit wieder abhau."

Der  junge Mann tut mir leid.
Als ich aussteige, wünsche ich ihm im Stillen alles Gute.
Physisch und psychisch...


1 Kommentar:

  1. "Unter jedem Dach ein Ach", sagte mal jemand zu mir.
    In jedem Tram wohl auch, liebe Hausfrau Hanna …
    Da kann man wirklich nur alles Gute wünschen, meint auch
    Petra

    AntwortenLöschen