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10 Februar 2026

Zwischen zwei Haltestellen (192)


Schwerbepackt steige ich gestern ins Tram ein.
Am Rücken der Fjällräven-Rucksack mit
zwei Büchern, die ich in der Bibliothek ausgeliehen habe.
In der Hand die volle Einkaufstasche.
Nah bei der Türe finde ich zum Glück einen freien Sitz.
Vor mir nehmen drei junge Männer den Raum ein.
Zwei von ihnen stehen, der dritte sitzt da mit weit ausgestreckten Beinen.
Als er bemerkt, dass ich aussteigen will, zieht er sie sofort zurück.
 Ich bedanke mich, drücke auf den Halteknopf und
höre hinter mir die helle Stimme des höflichen Jungen:
"Danke!" "Bitte!" 
Als ich mich umdrehe,
blicke ich in das lächelnde Gesicht des aus Asien stammenden Jungen.  
Ich lächle zurück und sage "Auf Wiedersehen!" 
Er wiederholt das Wort.
Dann winken wir uns zu.
Und ich steige aus.
Leichtfüssig, trotz des schweren Gepäcks...



3 Kommentare:

  1. Das, liebe Hausfrau Hanna, geht weit über Deutsch-Unterricht hinaus.
    Kommunikation der Herzen/Seelen …
    Jetzt ebenfalls leichtfüßig
    Petra

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  2. Es gibt sie also auch, liebe Hausfrau Hanna, die höflichen Jungs, die Platz machen und sich gegebenenfalls bedanken.
    Das macht Mut für die Zukunft.
    Mit einem lieben Gruss,
    Frau Quersatzein

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  3. So etwas macht richtig hoffnungsselig!
    Gruß von Sonja

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