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06 Juni 2014

Sjätte sjätte!


Heute ist der sechste sechste.
Auf Schwedisch sjätte sjätte. Ausgesprochen 'schätte schätte'.
Heute also, am 'sjätte sjätte', wird in Schweden der Nationaltag gefeiert.
Überall wird die Fahne gehisst, die Nationalhymne gesungen. Auswendig. Von allen...
Auch von diesem hier:



PS. Persönliches über den schwedischen Nationalfeiertag hier! Und hier!

05 Juni 2014

Übersetzungskunst

Dank Frau Wildgans gelangte ich auf die wunderschöne Seite von Gerhard Rombach, der in Schweden lebt.
Sein zweisprachiges Gedicht 'Nichts auf der Welt' ('Ingenting i världen') gefiel mir derart gut, dass ich es kopierte und mitnahm in die Schwedischstunde.
Wir übersetzten Herrn Rombach schwedische Fassung mit grosser Begeisterung und Freude und (fast) ohne Hilfe des Wörterbuchs ins Deutsche.
Und das kam dabei heraus:


Nichts auf der Welt

Im Traum sah er sein 
Heimatland mit seinen
grünen Tälern und in der
Ferne schimmerten die blauen Berge

Hörte das sprudelnde Geräusch
des kleinen Bächleins
und ein Habicht
kreiste über ihm

Im Traum kommt seine Geliebte
lächelnd zu ihm und es gab nichts
auf der ganzen Welt
was für ihn unerreichbar wäre

übersetzt von C. und S.



Nichts auf der Welt 

Im Traum sah er 
seiner Heimat grüne Täler
Sah blau schimmernde Berge
in der Ferne

Hörte das Plätschern 
kleiner Bäche
Und ein Habicht 
flog hoch über ihn hinweg

Im Traum kam sie, die er liebte
lächelnd ihm entgegen und
Es gab nichts auf der Welt 
Das ihm unerreichbar erschien

übersetzt von A. und E. 


Nichts auf der Welt

Im Traum sah er
Seiner Heimat grüner Täler
Sah blau schimmernde 
Berge in der Ferne.

Hörte das murmelnde Rauschen
kleiner Bäche und ein
Hühnerhabicht flog
hoch hinaus.

Im Traum kam sie ihm lächelnd entgegen
sie, die er liebte
Und es gab nichts auf der ganzen Welt
das ihm unerreichbar erschien

Übersetzt von P. und S.


Hier das Original zum Vergleichen:

Nichts auf der Welt

Im Traum sah er die
Grünen Täler seiner Heimat
Sah blau schimmernde
Berge in der Ferne 

Hörte das Murmeln
Von Bächen und der
Bussard zog seine Kreise
Hoch über ihm

Im Traum kam die, die er liebte
Ihm lächelnd entgegen und
Es gab nichts auf der Welt das
Ihm unerreichbar erschienen wäre

Gerhard Rombach





PS. Und auch die Lehrerin musste! Sie übersetzte vom Deutschen ins Schwedische:

Ingenting i världen

I drömmen såg han sin 
hembygds gröna dalar
Såg blå skimrande fjäll 
i fjärran

Hörde bäckarnas sorl
och gladan flög
i circlar högt
över honom

I drömmen kom hans 
älskade leende emot honom och
det fanns ingenting i världen
han inte skulle kunna nå

G.,lärare
.


Und hier der direkte Vergleich: Das Original!

Ingenting i världen

I drömmen såg han sitt
hemlands gröna dalar
såg blå skimrande berg
i fjärran

Hörde det porlande ljudet
av små bäckar
och en duvhök flög högt
ovanför

I drömmen kom hon som han
älskade leende emot honom och
det fanns ingenting i hela världen
som föreföll honom ouppnåeligt

Original: Gerhard Rombach





04 Juni 2014

Glühendrote Farbe



"Rot ist die Liebe
rot ist das Blut
rot ist der Lehrer
in seiner Wut."

Diesen dummen Reim sagten wir früher im Chor auf, schmetterten genussvoll den Namen des jeweiligen Lehrers herunter, der unseretwegen ausser sich geraten war.
Der Meier. Der Müller. Der Buser.
Nie, kein einziges Mal jedoch war es eine Lehrerin...


PS. Damals war nämlich der Lehrerberuf noch mehrheitlich ein Männerberuf. Die einzige Lehrerin in der obligatorischen Schulzeit war die Unterstufenlehrerin. Und die war lieb. 

03 Juni 2014

Blogende


Letzte Nacht 
drückte ich im Traum versehentlich die falsche Taste.
Und bestätigte es auch noch mit einem Okay. 
Das Blog war vollständig gelöscht.
Der Bildschirm des Laptops leuchtete hell und leer.
Ich erwachte kurz, wunderte mich einen Moment lang, 
dass ich mich nicht wirklich darüber aufregte.
Dann schlief ich weiter...






01 Juni 2014

Von Lerchen und Nachtigallen und dem Musikhimmel auf Erden


In den vergangenen vier Tagen war die Innenstadt erfüllt mit einer ganz besonderen Fröhlichkeit und Leichtigkeit, die sich schwebend in allen Strassen, Plätzen und Gässchen auszubreiten schien:



Das Europäische Jugendchorfestival war nach zwei Jahren wieder zu Gast. 
Am Samstag, das Wetter machte mit, sangen die jungen Sängerinnen und Sänger auf verschiedenen Openair-Bühnen:


Diese drei Chöre waren für mich persönlich die Highlights:
Der Chor aus New York mit einer unglaublichen Bühnenpräsenz und mit starken Stimmen, auch tänzerisch eine Augenweide bei den Ausschnitten aus der 'West Side Story':

"I feel pretty!"


Als ob sie die Stimmen tief im Innern montiert hätten, sangen die 'Little Singers of Armenia'. 
Beseelt und himmlisch schön ihre Stimmen. Die Tränen waren hinter den Gläsern der Sonnenbrille auf dem Weg...
Inmitten der Mädchen mit den roten Latzhosen sang auch ein einziger Junge. 
Erste Reihe, vierter von links:



Zum Schluss dann der Auftritt einer bunten 'Schoppele' junger Leute mit dem peppigen Namen 'Hitziger Appenzellerchor'. Ihr Name war Programm. Sie performten und jodelten unerhört frisch, witzig und spritzig. Das Publikum geriet vor Begeisterung in Wallung.
Für Aug' und Ohr hier ein Müsterchen :)

"Wemmer nöd e bitzeli, wemmer nöd echli, wemmer nöd e bitzeli  loschtig si?"


PS. Doch, das wollen wir! Danke und auf Wiedersehen EJCF bis in zwei Jahren!