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08 November 2010

Nach dem Fest...


Wahrscheinlich habe ich einfach zuviel gefestet an diesem Wochenende und zuviel Alkoholisches gesüffelt aus dem Dreiliterfass, das mir Bloggerkollege Jörg-theomix zu meinem ersten Bloggeburtstag aufgemacht hat.
Auch Kerzen ausblasen kann ganz schön atemlos machen.
Vielleicht sind mir auch all die Prosits, Tuschs und Glückwünsche in den netten Kommentaren zu Kopfe gestiegen:
Ich bin müde. Einfach nur müde. Sofamüde.
Zum Glück ist es trüb heute. Es sieht nach Regen aus.
Und so kann ich die Antwort der lebensklugen Rahel Varnhagen heute den ganzen Tag auf mich wirken lassen:

"Was machen Sie?
Nichts.
Ich lasse das Leben auf mich regnen."






06 November 2010

Heute vor einem Jahr...





... haben 'Hausfrau Hanna' und ich zusammen begonnen zu bloggen.

Der Anfang gestaltete sich allerdings schwierig. Wir stellten uns so dumm und bockig an, dass es (mindestens) einen sanften Anstupser eines bereits erfahrenen Bloggöttis brauchte, bis es klappte.
Mit vielen Dingen im Leben ist es halt so:
Man braucht Unterstützung, Hilfe, Bestätigung. Dann wird und geht es plötzlich ganz einfach.

Wir geben es zu, etwas aufgeregt waren wir dann doch, als wir nach dem Schreiben des ersten Beiträgleins gemeinsam auf 'Senden' drückten...

Ein Blog ohne LeserInnen, ohne Zuspruch, ohne Kommentare hätte wahrscheinlich die sprudelnde Quelle bald schon zum Versiegen gebracht. Dass das nicht passiert ist, liegt am Echo, das immer wieder auf unsere Beiträge zurückschallte. Und so bloggen 'Hausfrau Hanna' und ich zu unserem Amüsement, freuen uns über jeden Kommentar und erleben die virtuellen Kontakte als Bereicherung.
Deshalb schicken wir ein herzliches Dankeschön an alle, die in unserem Blog lesen und kommentieren.

PS. *Räusper*
Wir hätten Freude, grosse Freude, riesengrosse Freude, überschäumende Proseccofreude, wenn wir auch noch Geburtstagspost bekämen. Von sämtlichen netten Leserinnen und Lesern.

PPS. Das würde uns sehr motivieren, ein weiteres Jahr weiterzuschreiben...;-)

04 November 2010

Die zweite Spielhälfte...

Hin und wieder besuche ich die städtische Bibliothek und leihe mir Bücher aus, für die ich kein Geld ausgeben möchte. Ratgeber- und Lebenshilfebücher zum Beispiel.

Auf dem Cover des blaugelb gestalteten Buches "Mutig in die zweite Halbzeit!" lachen mich drei aufgestellte Frauen und ein Mann an. Alle haben die 50 (60?) überschritten. Sie sehen blendend aus, die Zähne sind strahlendweiss, die Haare hingegen ohne den leisesten Hauch eines Weisstons.
Energie, Lebensfreude, Erfolg ab 50 - ich fühle mich angesprochen und nehme das Buch mit.

Es wird eine kursorische Lektüre.

Die beiden Autorinnen schreiben in einem einfachen, flüssigsüffigen Stil garniert mit vielen, vielen, vielen Ausrufezeichen. Die Imperative sollen mir als Leserin wohl die Wichtigkeit mancher Sätze verdeutlichen: "Das Beste kommt noch!"  "Werden Sie Lebenskünstler!"  ""Machen Sie Lächel-Yoga!" "Gestalten Sie Ihr Glück!"

Schon will ich das Buch weglegen, es ist mir zu wenig intelligent, da werde ich aufmerksam:
Eine unbekannte Leserin (oder ein Leser) hat sich im Buch verewigt und aus Ärger und Frustration über das Gelesene jeglichen Anstand über Bord geworfen und feinsäuberlich mit Kugelschreiber Kommentare an den Rand geschrieben.
Nun unterhalte ich mich plötzlich beim Lesen, weil die Kommentare so schräg, treffend und griffig sind.
Auf Seite 67 zum Beispiel schreiben die beiden Autorinnen Gabriele Stöger und Mona Vogl:
"Aber singen können Sie noch bis an den Tag Ihres grossen Finales! Ist Musik also gut für die Gesundheit? Doch Vorsicht: Viele Menschen hören zwar gerne Klassik und besuchen Konzerte. Dabei kann man schön entspannen und geniessen. Aber echte Lebensfreude schafft solch ein passiver Konsum nur selten. Aktiv singen ist viel besser.""Viele Menschen hören zwar gerne Klassik und besuchen Konzerte. Dabei kann man auch schön eund geniessen. Aber echte Lebensfreude schafft solch ein passiver Konsum nur selten. A
Und schon kommt der Einwand der Unbekannten: "Da wäre ich mir nicht so sicher."

Oder folgende platte Aussage der Autorinnen: "Beim Essen muss man nicht wirklich noch Radio hören und/oder Zeitung lesen. Beim Autofahren muss man nicht (immer) telefonieren", wird vervollständigt mit dem umweltfreundlichen Ausspruch: "Auch nicht beim Tramfahren!"




PS. Heute bringe ich übrigens das Buch zurück, um einer anderen Person dieses Leseerlebnis zu ermöglichen: "Wir bereiten Sie gemeinsam auf die zweite Spielhälfte vor. Damit es das Spiel ihres Lebens wird. Damit mächtig was abgeht in der zweiten Hälfte."


03 November 2010

Herbsthimmel



Mit den Sternen kenne ich mich nicht gut aus.
Vielleicht, weil in der Stadt nur ein begrenzter Nachthimmel sichtbar ist und das Licht der vielen Beleuchtungskörper nie richtige Dunkelheit zulässt.
Sicher kenne ich nur die Kassiopeia, die wie ein grosses W am Himmel steht und den Grossen Wagen.
Im Moment fährt er tief am Horizont vorbei.
Ich winke ihm zu.
Die Sterne helfen mir immer wieder, Dinge in eine andere Perspektive zu rücken.
Und ich freue mich auf die Stille, das Verweilen, das Schweigen im Winter.


02 November 2010

Zu Besuch


Und schon sind sie wieder abgereist, meine zwei schwedischen Mädchen Lotte und Siri.
Vorher aber haben wir eine vergnügte Zeit zusammen verbracht und die Stadt erkundet.
Wir haben uns sehr gut unterhalten, auch wenn ich nicht alles wortgenau verstanden habe.
Kinder. Ich liebe sie.