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06 November 2012

Hausfrau Hanna feiert den 3.Bloggeburtstag!!!


Am 6.November 2009 habe ich aufgeregt  auf 'senden' gedrückt: Der erste Blogbeitrag von unterdessen über 700 war 'draussen'...
Das ist tatsächlich schon drei Jahre her!
Herzlichen Dank für all eure Besuche hier.
Das Lesen.
Das Kommentieren.
Ohne diese Echos und Begegnungen wäre mir wahrscheinlich der Atem beim Schreiben ausgegangen und ich hätte aufgehört.
Dürfte ich mir heute etwas wünschen, formulierte ich es frei, frank und forsch so:
Ich wünsche mir als Geburtstagsgeschenk viele freundliche, nette, aufmunternde, unterstützende, motivierende Kommentare.
Und damit das einfacher zu bewerkstelligen ist, habe ich die eingebaute Sicherheitskontrolle mit den lästigen, schwer lesbaren Zahlen- und Buchstabencodes entfernt...




PS. Wir machen nämlich weiter, 'Hausfrau Hanna' und ich. Auch im vierten Jahr.

05 November 2012

Ein schönes Kompliment oder en fin komplimang!


Maggan schrieb mir gestern eine Mail in ihrer Muttersprache Schwedisch.
Sie endete mit folgenden Worten: "Din svenska blir bara bättre och bättre!! Grattis!"
Das tönte wie Engelsmusik in meinen Ohren.
Und so schrieb ich unverzüglich zurück:
"Tack för komplimangen som gjorde mig jätteglad. Svenska är mitt absolut favoritspråk och berikar mitt liv."

Engelsmusik - änglar musik

PS. Was ich völlig zu erwähnen vergass, war, att mitt svenska faktiskt är...  knagglig ;))


04 November 2012

Zwischen zwei Haltestellen (35)

Gestern im Regiozug vom Land zurück in die Stadt. Eine Mutter mit ihrem ungefähr achtjährigen Sohn steigt ein. Sie setzt sich auf den freien Platz mir gegenüber.
Der Bub muss im andern Abteil Platz nehmen, was ihm offensichtlich nicht behagt.
Ausdauernd, wie es sonst nur ganz kleine Kinder tun, zwängelt er: "Ich will mit dir den Platz tauschen! Ich will mit dir den Platz tauschen! Ich will mit dir den Platz tauschen!"
Was die Mutter schliesslich mit einem "Hauptsache, du bist nun zufrieden!" tut.
Das ist er!
Kaum sitzt der Bub mir gegenüber, nimmt er mich sogleich ein mit seiner offenen, begeisterten Art und verwickelt mich in ein Gespräch. Er sprudelt über vor Begeisterung: "Der Zug fährt so schnell. Ich sehe so viel. Im Auto sind wir immer im Stau. Hier ist es mir nie langweilig. Ich fahre so gern Zug, viel lieber als Auto!"
Das kann ich aus vollem Herzen bestätigen, was er mir mit einem Strahlen dankt. Die Mutter hört belustigt zu und findet die Idee, öfters mal den Zug zu benützen, bedenkenswert.
Als wir in den grossen Stadtbahnhof einfahren, sieht mein Gesprächspartner auf Zeit einen TGV.
Er weiss, dass dieser nach Paris fährt. Da will er auch einmal hin.
Aber heute will er auf eine ganz andere Bahn. Aufs Riesenrad!
"Von dort oben sehe ich alle Züge. Und die ganze Welt!"

 
 
 

02 November 2012

Essen ohne Argwohn



"Wer durch des Argwohns Brille schaut
sieht Raupen selbst im Sauerkraut."

Wilhelm Busch
 
Alles aus Wolle...

Ich bin überhaupt kein argwöhnischer Mensch. Und deshalb kaufe ich heute, Wilhelm Busch und kalte Jahreszeit sei Dank, wieder einmal Sauerkraut, lasse es leise und sanft vor sich hin köcheln.
Dazu noch Speck, Waadtländer Saucisson und Salzkartoffeln.

PS. Ob Sauerkraut, Braten oder Käsespeise - ich wünsche landauf und landab und auch über die Grenze: "Lasst euch euer Essen schmecken!"
Hausfrau Hanna

01 November 2012

Der Sinn ihres Lebens...



Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich diese Geschichte gelesen habe. 
Sinn und PS. haben mir dabei so gut gefallen, dass ich den Text kopiert und aufbewahrt habe:


"In Marrakesch, der bedeutendsten Stadt im Süden Marokkos, versetzen die Gawana-Musiker mit betörend schönen Klängen ihr Publikum in Trance. Sie stellen zwar Spendenteller auf, aber Geld ist nicht Sinn und Zweck ihrer Darbietungen. Sie sind Sufi, Angehörige einer religiösen Bruderschaft, die Gott huldigen, indem sie für Geld spielen. Am Ende der Zeremonie nehmen sie ihre Einkünfte und geben noch am gleichen Tag alles aus, was sie verdient haben, um am nächsten Tag unbelastet zu beginnen. Reichtümer anzuhäufen kommt nicht in Frage. Das würde nur dazu führen, dass sie sich um ihre Ersparnisse und die zu bezahlenden Rechnungen sorgen und dadurch von ihrer Musik und von Gott abgelenkt werden. Es ist für sie wichtig, das Geld zu verdienen: Es verbindet sie mit ihrem Publikum und mit der Wirklichkeit. Aber es ist ebenso wichtig, das Geld zwischen den Fingern zerrinnen zu lassen. 
PS. Die Musik, nicht das Geld, ist der Sinn ihres Lebens."


Aus: Harriet Rubin „Soloing“ (2001)