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07 Februar 2018

Im Gegenlicht


Gestern.
Was für ein schöner Wintertag!
Der Biswind hatte aufgehört, die Sonne leuchtete sanft.
Der hellblaue Himmel war durchzogen von paar weissen Schlieren.
Auf dem Wasser schaukelten die Möwen.
Und auch die Menschen schienen wie in einer Hülle
der Zufriedenheit und Genügsamkeit zu stecken...





06 Februar 2018

Nationalfeiertag der Samen!



Das Bild ist aus dem Bilderbuch  'Die Kinder von Kautokeino' von Bodil Hagbrink


Mit meinen letzten Erstklässlern
 tauchte ich damals im Unterricht ein in das Leben der 'Samen'
(denen man aus Unkenntnis zu dieser Zeit noch 'Lappen' sagte...).
Die Kinder waren begeistert vom Thema, das uns über mehrere Wochen begleitete.
Sie lernten wie nebenbei auch einige Begriffe auf Samisch:
"Buore Baeivi!"
Komse. Skaller. Rajd. Gabba.
Eine Kollegin, die sehr musikalisch war und Klavier spielte,
 komponierte eine samische Musik.
Und die Kinder tanzten dazu mit stämmigen Samenschritten.
Einige Mütter nähten feine Kopfbedeckungen.
Für die Mädchen die typischen, roten Hauben der Frauen
und für die Buben die sternenförmigen, blauen Männermützen.

Heute ist übrigens der Nationalfeiertag der Samen, der offiziell seit 1992 gefeiert wird.





PS. Ausnahmsweise kopiere ich für einmal einen Kommentar und schalte ihn hier auf. Ich finde, er ergänzt und vertieft den heutigen Beitrag dank des Hintergrunds, den die Kommentatorin, eine in Frankreich lebende und arbeitende Biobäuerin, hat!
Merci beaucoup, chère Madame S., c'est un grand plaisir à lire ça.
Voilà:

"Ich liebe ganze Abläufe und wenn ein Tier geschlachtet wird und das ganze Tier verarbeitet wird, macht mir das eine grosse Freude. In solchen ganzheitlichen Abläufen kommt viel altes Wissen und Achtung vor dem Tier zum Vorschein! ...und nicht zu vergessen das Kunsthandwerk, das hoffentlich noch lange nicht in Vergessenheit gerät!
Ihr Post, geschätzte Hausfrau Hanna war schlicht und ergreifend Supppper!
Herzlichst Madame S."

05 Februar 2018

Wenn etwas schief läuft


Fehler passieren.
Jeder und jedem. Auch mir.
Kürzlich ist mir einer passiert -
nicht aus böser Absicht, sondern aus Gedankenlosigkeit.
Ich habe mich dann entschuldigt.
Und mir anschliessend Gedanken gemacht,
was für Begriffe wir in unserer Umgangssprache geschaffen haben,
um einen Fehler zu umschreiben:
"Ich habe es vermasselt!"
"Ich habe es verbockt!"
"Ich habe es versemmelt!"
"Ich habe es vergeigt!"
"Ich habe es verkackt!"



PS. Die Liste kann gern ergänzt werden... ;)




04 Februar 2018

Zwischen zwei Haltestellen (105)


Gestern im Tram vom Land zurück in die Stadt.
An der Haltestelle 'Grün 80' (ein grosser, schöner Park in Stadtnähe, der 1980 eingeweiht und der Bevölkerung übergeben wurde) steigt ein Mann zu.
Er setzt sich. Und stellt sich den Mitfahrenden laut vor:
"Ich heisse L. und habe zwei Schwestern. Ich war in der Grün 80 und habe Haxe gegessen. Das war gut."
Dann schweigt er.
Niemand nimmt den Gesprächsfaden auf und antwortet ihm.
Ich auch nicht.


03 Februar 2018

Zwischen zwei Haltestellen (104)


Gestern im Tram zum Bahnhof.
Hinter mir beginnt es plötzlich zu tröten. Erst zucke ich leicht zusammen. Dann drehe ich mich unauffällig um. Ich sehe eine Mittvierzigerin, die soeben ein Telefongespräch beginnt:
"Hoi! Los, i ha di vorher nit ghört. I ha s'Münz im Portmonnaie zellt!"
Wahrscheinlich ist diese Einleitung als witzige Entschuldigung gemeint.
Die Frau spricht in lautem Ton weiter. Privates wechselt sich ab mit Krankengeschichten.
Ich kann nicht anders, ich muss zuhören.
Als das Tram auf den Bahnhofsplatz einbiegt, geht eine Frau, die das Gespräch offensichtlich auch mitverfolgt hat, an mir vorbei. Mit leichtem Kopfschütteln und missbilligendem Gesichtsausdruck, wie ich ihn in solchen Situationen auch von mir kenne.
Mit einem leichten Augenzwinkern schaue ich die aussteigende Frau an und lache.
Die Frau kann nicht anders und lacht ebenfalls.
Nonverbale Kommunikation  zwischen zwei Haltestellen...