Das Hinterteil des 'Wild Maa'...

28.01.2010


"Gallinae estis", sagte unser Lateinlehrer jeweils, wenn wir Mädchen wieder einmal die Zeit vergessen hatten und kichernd und plappernd zu spät in die Stunde kamen.
Gestern kam mir die liebevolle Titulierung wieder in den Sinn.
Ich hatte beim Schreiben dieses Beitrags die Zeit vertrödelt. Genau um zwanzig nach elf drückte ich auf den Balken 'Post veröffentlichen'. Und schon hechtete ich  kopflos wie ein Huhn davon. Die Schuhe provisorisch gebunden, den Fotoapparat vergessen, immerhin mit Mütze und Schal am richtigen Ort.
Genau in dem Moment, als das Floss im Rauch der abgegebenen Böllerschüsse vorbeifuhr, galoppierte ich mit gelöstem rechtem Schuhbändel über die Brücke und sah zum ersten Mal den tanzenden 'Wilde Maa' nur von hinten...
Schwarzgewandete Ehrengäste in Reih und Glied, ausgerichtet wie Figürchen aus dem Töggelikasten, begleiteten den 'Wild Maa'. Zu ihrer Sicherheit waren sie eingekleidet in feuerrote Schwimmwesten, was einen optisch schönen Effekt gab. Dann nahm mir der Rauch wieder etwas die Sicht. Ganz am Schluss rauschte dann noch mit städtisch vornehmer Zurückhaltung Attila vorbei. Das Polizeiboot.




Nachtrag 1:  Am Nachmittag war der Fotoapparat dabei. Es war klirrend kalt. Und so schön, dass ich die Stimmung nicht wiederzugeben vermag. Das Bild muss genügen.

Nachtrag 2:  Soeben  habe ich in der Tageszeitung gelesen, dass Ehrengast Eveline Widmer-Schlumpf ebenfalls verspätet an den Anlass kam.