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13 Juli 2011

Hagelsturm!

Es regnet in der Stadt. 
Gleichmässig und sanft. 
Die Fenster sind alle weit offen.
Der Austausch zwischen dem zwei Tage nicht gelüfteten 
und deshalb etwas abgestanden riechenden Innen 
und dem frischen Aussen findet statt.
Eine Wohltat. Ich atme tief durch.

Gestern Abend erlebte ich auf dem Land einen Hagelsturm, 
wie ich ihn noch nie gesehen hatte.
Sekundenschnell war er da, überraschte uns 
unter dem schützenden Vordach des alten Hauses, 
wo wir beim Nachtessen sassen.

In fünf Minuten sah der Garten aus, 
als ob jemand Tausende von Pingpongbällen verschossen hätte.


Am meisten litt der Holderbaum unter der Naturgewalt.
Und die kleinen Glasfenster im Estrich, 
die eigentlich unwettersicher hätten sein sollen...

PS. Es hätte schlimmer kommen können, sagten wir zueinander.
PPS. Dann putzten wir gemeinsam die Wasserlachen auf, 
die sich auf dem Fussboden gebildet hatten...


12 Juli 2011

Jimmy, vier Saiten und ein Plektron



Der Musiklehrer meiner grossen Schwester hiess Jimmy.
Er unterrichtete Ukulele.
Hin und wieder nahm mich meine Schwester in die Stunde mit.
Klein und still sass ich neben ihr auf einem Schemel, 
und nichts entging mir.
Denn Jimmy konnte nicht nur gut Ukulele spielen und dabei singen, 
er war auch blond und blauäugig.
Ich himmelte Jimmy an.
Und lernte wie nebenbei die drei, vier Hauptgriffe, 
die man kennen musste, 
um das 'alte Haus von Rocky Docky' spielen zu können...





11 Juli 2011

Der Doppelgänger auf Platz 1


Das Internet ist gespickt mit Überraschungen, 
die mich verwundert die Augen reiben lassen.
Heute zum Beispiel bei der Blogstatistik.
Irgendwo zwischen 'ferner liefen' und 'nichtbeachtet' 
tümpelte einer der vielen Beiträge inmitten aller anderen dahin.
Plötzlich, innerhalb von einigen wenigen Tagen, aus heiterhellem Himmel, 
ich weissauchnichtweshalbundwarum, 
hat genau dieser Beitrag hitparadenmässig die Spitze erstürmt.
Mit sensationellen Seitenaufrufen.
Der Doppelgänger von Null auf Platz 1... ;)








09 Juli 2011

Schreibkunst!


Hausfrauen werden chronisch unterschätzt, manchmal auch belächelt.
Und hin und wieder werden sie zur Projektionsfläche für die eigenartigen Fantasien verklemmter Männer und Glüsteler.
Ich könnte mit meinem 'Hausfrau Hanna'-Blog ein Lied davon singen...

Und jetzt das!
Erfreut lese ich folgende Worte, die von einer der weltbesten Autorinnen stammen:

"Als ich zu schreiben begann, in den Fünfzigern, war ich wie alle Frauen damals eine Hausfrau, ich hatte kleine Kinder, mein Mann arbeitete ausser Haus. Ich hatte schlicht zu wenig Zeit für das Schreiben, keine Zeit für grosse Würfe. Zur Kurzgeschichte fand ich also aus sehr praktischen Gründen."

Getan hat sie Alice Munro, Hausfrau und Mutter und preisgekrönte Meisterin der kleinen literarischen Form. Sie feiert übrigens morgen ihren 80.Geburtstag.
Happy Birthday, Alice Munro!

PS. Und  mögen Sie uns Leserinnen (und Leser) noch viele Jahre mit Ihren Erzählungen beglücken!
Wir Hausfrauen wissen nämlich aus der Erfahrung unseres Lebens, dass es eine hohe Kunst ist, so zu schreiben und genau das herauszufiltern, dass alltägliche Geschehnisse und gewöhnliche, einfache Menschen plötzlich einzigartig erscheinen.

Mit grosser Dankbarkeit und Bewunderung
Hausfrau Hanna

08 Juli 2011

In the Summertime!

Sommer in der Stadt hat auch schöne Seiten.
Dann etwa, wenn das Kulturfloss ankert am Ufer und das Fluss-Open Air beginnt.
Die Atmosphäre ist speziell.
Lässt die Hitze nach und geht dann noch der Mond am langsam eindunkelnden Himmel auf, haben die Gesichter der Zuhörenden einen verklärten Ausdruck.
Eine Konzertstunde lang.

In diesem Jahr ist Mungo Jerry zu Gast, der annodazumals einen Sommer-Evergreen gelandet hat. Seinen einzigen:


Oder aus London das spannende Geschwistertrio Kitty, Daisy & Lewis, das mit Retroswing das Floss zum Schaukeln bringen wird:


Und die Lovebugs. Und Sina. Und Steffe La Cheff,

PS. Wer solche Auswahl hat, hat schon mal die Qual der Wahl,
meint Hausfrau Hanna ;-)