Dieses Blog durchsuchen

30 April 2021

Zwischen zwei Haltestellen (135)

Diese Woche im Tram Richtung Bahnhof.
Schräg vor mir sitzt ein Mann und telefoniert.
Er spricht laut und deutlich durch die Maske.
Ich vernehme, wie er sein Gegenüber am Telefon mit Tipps eindeckt:
"Du musst wie mit einer Wand sprechen!  
Nicht zu persönlich werden. Und nicht zuviel.
Sonst ziehen sich die Leute nämlich zurück." 
Ich bin ziemlich beeindruckt.
Homeoffice und Homeschooling waren mir bekannt.
Homecoaching vom Tram aus hingegen noch nicht...


29 April 2021

Soll ich?

Tanzlust war ein gewisser Schritt 
in Richtung Verliebtheit.

Jane Austen, 1775 - 1817, britische Schriftstellerin
(gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2021)


Nicht lange überlegen!
Soll ich? Soll ich nicht? 
Musik an!
Und dann über das Parkett des Wohnzimmers tanzen:
Heute am Internationalen Tag des Tanzes.
Ich mach's! 

PS. Ihr auch? 



28 April 2021

Lieblingsort (4)

    

    "Wir können den Wind nicht ändern,                     
    aber wir können die Segel richtig setzen."

     Aristoteles 
     (gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2021)

     Und so tönt es in meiner Lieblingssprache:
     "Vi kan inte ändra på vinden
     men vi kan sätta seglen." 
   
  

Dem Rheinufer entlang,
mit etwas 'Luft unter den Segeln' -
genau das brauche ich heute Nachmittag.

Habt alle einen guten Tag, und setzt eure Segel ebenfalls richtig! ;)
Hausfrau Hanna


26 April 2021

Zwischen zwei Haltestellen (134)

Gestern Sonntag im gelben 10er-Tram.
Wir wollen eine kleine Wanderung machen durch die 'Ermitage' -
die schöne Naturoase mit stillen Weihern im benachbarten Landkanton.
Zwei Reihen vor uns sitzt ein junges Paar, das in ein Gespräch vertieft ist.
Plötzlich ein Satz, der mich aufhorchen lässt:
"Chasch scho richtig Party mache, muesch äifach wüsse wo!"
Sagt er zu ihr...

PS. Und auf Hochdeutsch:
"Man kann schon richtig Party machen, man muss einfach wissen wo!"





25 April 2021

Lieblingsort (3)


    Es gibt vielerlei Lärm.
    Aber es gibt nur eine Stille.

    Kurt Tucholsky
    (gelesen im Diogenes-Abreisskalender 2021)



Vor einem Jahr
(während des 1. Shutdowns)
entdeckte ich ihn: Den Ort der Stille und der Menschenleere.
Gestern ging ich wieder einmal hoch zum Friedhof auf dem Hügel.
Ich setzte mich eine Weile auf eine Bank unter einen der grossen Bäume -
die ineinander verknäulten Gedanken bekamen Raum und entwirrten sich. 
Ab und zu gingen andere Besuchende vorbei.
Und auf einem alten, mit Efeu überwachsenem Steinkreuz 
sass still eine Katze...

PS. Sie liess sich durch mich nicht stören, wandte bloss den Kopf ab...