Klebriges Zuckerzeug

10.11.2012

Es gab etwas damals, was ich nie-, nie-, niemals bekam:
Das war Zuckerwatte an der Herbstmäss.
Ich konnte alle Register kindlicher Überzeugungskunst ziehen:
Bitten und betteln. Quengeln. Stürmen. Tränen verdrücken.
Der sonst so weiche, alles erlaubende Vater blieb unnachgiebig.
So sehr grauste es ihm ob des süssen, klebrigen Zeugs...
 
 
 

PS. Ich bin da nicht so heikel.
Der Kleine hat seine Zuckerwatte bekommen und sie glücklich geschlotzt.
Anschliessend haben wir dann am Rheinufer einen Brunnen gesucht und die klebrigen Finger abgewaschen :)
 
PPS. Zur Herbstmäss passt auch der heutige unglaubliche Beitrag von Frau Flohnmobil über eine andere Leckerei, das Magenbrot. Hier!
 
 

 

 

 

10 Kommentare:

flohnmobil hat gesagt…

Ob es auch schon als geschäftsschädigend gilt, in einem Blog zu schreiben, dass Zuckerwatte süss und klebrig ist?
Ich habe mir nie viel aus dem Zeugs gemacht, da ich von Grund auf nicht gerne sabberige, klebrige oder dreckige Finger habe.
Schönes Wochenende, mit oder ohne Chilbischleckzeug. Bea

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Als Kind hätten mir die klebrigen Finger wahrscheinlich nichts ausgemacht,
liebe Frau Flohnmobil :)
Über die juristische Intervention auf deinen 'Magenbrotblogbeitrag' konnte ich nur ungläubig den Kopf schütteln...
Lang lebe die Pressefreiheit - auch in den Blogs!

Herzlich Hausfrau Hanna

doppelblog hat gesagt…

ich hab's einmal bekommen. Da sass ich auf den Schultern meines Vaters und habe das Zeug genüsslich geschleckt. Hinterher hatte mein Vater weiße Haare.

Danach habe ich es auch nie, nie, nie wieder bekommen.

Liebe Wochenendgrüße
Tine

Quer hat gesagt…

Eigentlich mag ich Zuckerwatte nicht, mochte sie auch als Kind nicht - und doch fasziniert/e mich dieses essbare Wolkensüssgebilde damals genauso wie heute.

Liebe Grüsse ins Grau des Tages,
Brigitte

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Zumindest das,
liebe Tine Doppelblog,
hätte ich bei meinem Vater nicht verursachen können - er hatte nämlich eine Glatze ;)

Herzlich lachend grüsst über die Grenze
Hausfrau Hanna

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Ein riesiges Wolkensüssgebilde zwar,
liebe Frau Quer,
aber darunter oder dahinter nichts Substanzielles: Nur süsses Nichts!
So kam es mir vor, als ich es kosten durfte...

Herzlich Hausfrau Hanna

Anonym hat gesagt…

Ich mag Ihren Blog, Frau Hanna ...
"schlotzen" - das Wort versetzt mich um 40 Jahre zurück ... lang ist's her, dass ich das gemacht habe ... danach immer nur noch "geschleckt" ... Magenbrot - Straßenmärkte mit Socken, Schürzen und sonstigen Haushaltsartikeln, wie Schubändeln usw. ... die Oma ließ uns immer wählen eine Tüte Magenbrot oder eine rote Wurscht im Wecken ... :-)
Hälsningar från Sverige!

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Du bor faktiskt i Sverige,
kära fru Anonym? Det gör mig otroligt glad, din kommentar också :)
Mäss- Jahrmarkt- oder Kirmeserlebnisse begleiten uns wohl alle und sind auch nach all den vielen Jahren noch ganz präsent in der Erinnerung: Wattig, süss, rosa oder rot wie die Wurst im Wecken :)

Hjärtliga hälsningar till Sverige
Hausfrau Hanna

Anonym hat gesagt…

Hej igen,
japp, jag bor i Sverige och hamnade på din blogg via Kerstins "Månsnö" ...
Tyckte mycket om din beskrivning och citatet av Fernando Pessoa ... därefter blev jag nyfiken och började läsa regelbundet.
Hälsningar från Västkusten! :-)

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Hej Västkustenfru!
Jag gillar nyfikna människor - vad trevligt att du hamnade här på mig från Keris blogg:
Varmt välkommen!

Hjärtliga hälsningar
Hausfrau Hanna