09.11.2012

Rauchender Besuch


Jeden Morgen höre ich sie rufen.
Die Meisen im Hinterhof. Fröhlich und munter begleitet mich ihr 'zi zi zi' beim Wachwerden.
Schreibe ich am Laptop, kann ich ihnen zusehen, wie sie die Sonnenblumenkerne aus den vertrockneten Blumenköpfen picken. Bei der kleinsten Bewegung, die ich mache, sind sie auch schon wieder weg, verschwinden im Schutz des grossen Ahorns.
Vor ein paar Tagen nun 'erwische' ich eine der Meisen mit dem Fotoapparätchen.
Ich stehe gut verborgen hinter der Balkontüre, deren grosse Scheiben blank geputzt sind.
Die Meise landet auf einem der Blumenkistchen:



Schon ist sie eine Haltestelle weiter und beäugt vom Rand des Blumentopfuntersatzes die Umgebung:


Sie krallt sich am Rand fest und inspiziert die Hinterlassenschaft des Besuchers vom Vortag. 
Dieser, ein auf den Balkon verbannter Raucher, hat die zu Ende gerauchte Zigarette im Aschenbecher ausgedrückt:


Hätte ich nicht das Fotoapparätchen in den Fingern gehabt,  hätte ich mir wahrscheinlich verblüfft die Augen gerieben! Die Meise nimmt tatsächlich die Kippe mit ihrem kleinen Schnabel auf:


PS. Und schon ist sie  damit weggeflogen! Sie ist so schnell, und ich reagiere so langsam, dass sie auf der nächsten Foto fehlt. Wahrscheinlich sitzt meine kleine Meise da bereits auf einem Ahornast und geniesst das Nikotin...

Kommentare:

  1. oder sie hat auf der Coop-Tasche gelesen: "Für die Liebe zur Natur" und den Stummel entsorgt...
    Einen schönen Hinterhof bewohnen eure Vögel!
    Liebe Grüsse
    Gabriela

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  2. Eine umweltbewusste Meise sozusagen,
    liebe Gabriela :)
    Auch in diesem Moment sind mindestens zwei meiner Meisenfreunde oder -freundinnen hier auf dem Balkon, klettern und tänzeln im Blumentopf mit den Astern herum und picken die (noch) vorhandenen Sonnenblumenkerne.

    Herzlich Hausfrau Hanna

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  3. Das sind aber etwas abartige Geschöpfe, dieser Basler Meisli. Müssen vor allem bärenstark sein, dass sie mit so viel ungesundem Ballast noch abheben.

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  4. Eine an die Stadtluft
    und -betriebsamkeit gewohnte Meise wohl eher,
    liebe Frau Flohnmobil,
    die zudem förmlich über sich hinausgewachsen ist mit der Last im Schnabel. Ich hätte das einem solchen Finöggeli jedenfalls nicht zugetraut - so kann man sich täuschen...

    Herzlich Hausfrau Hanna

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  5. Mit dem faserigen Filtermaterial lässt sich vielleicht die Meisenwohnung formidabel isolieren... ;-)

    Liebe Grüsse und danke für den süssen Fotoroman!

    Brigitte

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  6. Das hat was,
    liebe Frau Quer,
    vor allem, da der Winter bereits vor der Türe wartet ;)

    Herzlich Hausfrau Hanna

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  7. Was für eine nette Vögelchengeschichte.
    Ich zertrample viele olle Walnüsse auf unserem Hofpflaster, wo sich, sobald ich samt Hund im Haus verschwunden bin, zahlreiche Piepmätze draufstürzen...
    Abendgruß von Sonja

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  8. Zertrampelte Baumnüsse zu hinterlassen für Meisen und Co.,
    liebe Frau Wildgans,
    gefällt mir als Idee sehr gut :)
    Da ich oft Turnschuhe trage, werde ich wohl den Hammer nehmen müssen...

    Herzlich Hausfrau Hanna

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