30.04.2016

Da Da Da - minimalistisches Lied zum Wochenende


Anfangs der Achtzigerjahre kam ein frischer, flotter Musikstil auf, der sich Neue Deutsche Welle nannte. 
Eines der Lieder, eine kleine Alltagsgeschichte mit wenigen Worten, machte Furore:

Da da da.
Aha aha aha.
Ich lieb dich nicht, 
du liebst mich nicht.
Aha!



Stephan Remmler, der intelligente Kopf von 'Trio', wohnt zeitweise hier in der Stadt.
Ich stand schon neben ihm.
An der Kasse des Kleinbasler Warenhauses 'Manor'.
Jäso, jäso, jäso...


29.04.2016

Offenen Blicks in der Stadt!


PS. Das kommt ganz ganz selten vor. Zwei Beiträge an einem Tag nämlich!
Aber heute bietet es sich an: Am Morgen der Landbeitrag.
Und jetzt, am frühen Abend, der Stadtbeitrag...


....
Det händer mycket
...       ..       ..............
.......                ........... ..... .......            .......
på staden
...............                  ..       ...................                ........ ..........
.......
om man har
................  ........
en öppen blick.
..... .......  ......  . . 
     ........ .....
...
.



Es passiert viel 
in der Stadt,
wenn man einen
offenen Blick hat...



Offenen Blicks auf dem Land!



Det händer mycket på landet
om man har en öppen blick...




Es passiert viel auf dem Land,
wenn man einen offenen Blick hat...





28.04.2016

Dieser Apriltag gestern!



Was für ein Tag gestern!
Der April zeigte alle seine Wettergesichter:
Schneeschauer. Gewitterartige Regengüsse. Windböen. 
Und abends erschien dann noch die Sonne...


Mängisch dunkts eim scho
dass s Läbe nüt anders sig
als es Gwitter
und mir
mir seckle derdur
und der eint breicht der Blitz
und der ander nit
und nienen e Hütte
wyt und breit.


27.04.2016

Hoch in den Baumkronen beginnt das Träumen...


Dienstagabend ist Schwedisch(lern)abend.
Gestern war das eine besonders erfreuliche und spielerische Angelegenheit.
Wir bekamen Bilder von schwedischen Hotels in die Hand gedrückt.
Und die Aufgabe, Werbung zu machen für diese ungewöhnlichen Hotels.
Selbstverständlich auf Schwedisch.
Wir gerieten ins Schwärmen, die fantasievollsten Dinge fielen uns ein.
Der schwedische Tourismusverein hätte uns auf der Stelle engagiert und in sein Marketingteam aufgenommen.

Und das war auf unserem Bild zu sehen:

Hotell Hackspett ©Clifford Shirley




PS. Das kleine, falurote Baumhaushotel 'Hackspett' gibt es tatsächlich!
Hier die Informationen für alle, die sich vorstellen können, den Urlaub einmal so zu verbringen (ich helfe gern beim Übersetzen...).




PPS. Was ein schwedischer Hackspett ist, seht ihr hier. Er präsentierte sich mir äusserst fotogen...

25.04.2016

Begrabene Tanzträume


Kürzlich machte ich bei einem Balletttraining mit.
Wir waren, ausser der Lehrerin und der Kleinballerina, alle Laien.
Es begann einfach. Mit den genauen Fusspositionen:
Erste Position. Zweite. Dritte. Vierte. Fünfte. Sechste.
Die  Pliés, kleine Kniebeugen, gerieten auch noch passabel. Dann ächzten wir uns ins Grand-plié hinunter.
Das Halten des gestreckten Spielbeines nach vorn, zur Seite und nach hinten strengte bereits derart an, dass ich unwillkürlich den Atem anhielt und aus meiner Mitte fiel.
Die kleinen Sprünge an Ort gerieten kläglich.
Bei den Pirouetten setzte ich aus.
Und bei der Arabesque schaute ich nur noch mit grossen, bewundernden Augen zu.




PS. Ein Tutu trug übrigens niemand. 
PPS. Auch die Kleine nicht. Ihre Erklärung war einleuchtend: "S' Tutu stüpft!"

24.04.2016

Beim Lesen...


...sitze ich nicht hoch oben in einem Luftschloss, sondern ganz bequem auf dem blauen Sofa.
Auch gestern am Welttag des Buches.
Mehr dazu (auch zum 'Luftschloss') im Beitrag von Quer: Hier!





PS. Und zum heutigen Sonntag wird noch ein Gedicht nachgeliefert, das mir schön und passend erscheint:


ich erzähle dir
ich erzähle dir die geschichte vom himmel
der himmel hat keine bäume
der himmel hat keine vögel
der himmel ist auch kein erdbeerfeld
der himmel ist ein kleid
das der erde zu weit ist
der himmel hat morgens
und abends ein rosa dach
der himmel ist ein haus
da hinein sollen wir kriechen
der himmel ist nicht so wie du denkst
der himmel ist blau 

Elisabeth Borchers

22.04.2016

Kleines Glück




"Lyckans fjäril sätter sig på axeln,
på den som har tid att vänta."




"Das Glück setzt sich wie ein Schmetterling dem auf die Schulter,
der Zeit hat zu warten."



PS. Und bleibt vor allem ganz still und ruhig, damit er/es nicht gleich wieder davonfliegt... :)




21.04.2016

Musikalische Frühlingsblumen


Gestern.
Der Frühling löste bei mir einen akuten Schub emsigen und zugleich beschwingten Tuns aus:
Ich räumte das Büchergestell aus.
Mit dem Staubsauger entfernte ich zuerst, jedes Buch einzeln in die Hand nehmend, die viele Monate alte Staubschicht. Vor dem Einräumen reinigte und pützelte ich die Tablare mit Allzweckreiniger und Wasser.
Da alle im Haus ausgeflogen waren, hörte ich laut Musik.
Frühlingsmusik.
Aus Schweden.
Um ehrlich zu sein: Es waren Schlager!
'Öppna din dörr' hiess einer, dessen Refrain "Öppna din dörr och säg att du vill ha mig här!" ich kannte und glockenhell mitsang.
Die Haustüre war zwar geschlossen.
Aber das Fenster in der Stube hatte ich weit geöffnet...


PS. 'En bukett med vårblommor' heisst die schwedische CD!

PPS. Übrigens ist schwedischer Schlager für mich etwas völlig Anderes als deutscher Schlager.

PPPS. Obwohl die Nummer 15 auf der CD ( 'En sommardröm i vitt') Note für Note gleich tönt wie Roy Blacks 'Ganz in Weiss'... ;)




20.04.2016

Einblick in den Neubau


Gestern Nachmittag.
Auf dem Heimweg kam ich beim Kunstmuseum vorbei. Anstatt einer riesigen Menschenschlange, wie noch am Wochenende, standen bloss zwei Leute am Ticketschalter.
Da ich mit dem Museumspass ohnehin kein Ticket brauchte, schritt ich schnurstracks über den Innenhof an Rodins 'Bürger von Calais'' vorbei und nahm einen ersten Augenschein im Innern des Neubaus.

Da stand ich nun und staunte in einen der riesigen Ausstellungsräume hinein.
Mein Blick fiel zuallererst auf einen bildschönen, nackten, jungen Mann, der sich selbst von einer japanischen Besucherin nicht aus der Ruhe bringen liess, die sich ihm bis auf wenige Zentimeter annäherte, um ihn ausführlich betrachten zu können

Eine Gruppe Jugendlicher wiederum blieb einen Moment leicht irritiert stehen, wandte sich dann ganz schnell der 'essbaren Kunst' zu, die als blaurot eingehüllter Süssigkeitenhaufen in einer Ecke gestapelt war. Auf einer Tafel wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man die Dinger auspacken und essen durfte...



PS. Mir reichte dieser erste kurze Einblick. Ob ein Kinderlaufgitter oder ein Haufen eingepackter Süssigkeiten 'Kunst' ist? Ich bin da etwas ratlos...

PPS. Was mir hingegen sehr gefiel, waren die verschiedenen Reaktionen der Besuchenden auf die Kunstobjekte. Und das interessante Gespräch mit der netten Aufsichtsperson :)

PPPS. Auf ein anderes Mal also!





17.04.2016

Open House!


Das wird heute wohl nichts mit sportlicher Bewegung oder fröhlichem Unterwegssein in der frühlingsgrünen Natur.
Es regnet seit dem frühen Morgen. Und wird wohl ununterbrochen den ganzen Tag weiterregnen.
Regen ist Segen!
Dabei hätte der Neubau beim Kunstmuseum von Christ & Gantenbein seine Tore geöffnet.
Wenn ich mir vorstelle, dass bei diesem Wetter die Leute wie die Ameisen einfallen und durch die Hallen und Räume wieseln, bleibe ich doch lieber daheim.
Und lese!
Vielleicht ist morgen ja das Wetter besser...



Neubau beim Kunstmuseum der Basler Architekten Christ & Gantenbein



PS. Denn morgen, morgen ist nochmals 'Open House' ;)

16.04.2016

Privatanlass


Vorgestern. 
Glücklich vom Flanieren dem Rhein entlang
kam ich beim Kunstmuseum vorbei.
Junge Frauen und Männer in langen, weissen Schürzen 
trugen in Körben Essen und Trinken 
durch die nach einer langen Umbauzeit wieder geöffneten Tore.
Das hatte etwas Einladendes.
Ich durfte jedoch nicht hinein.
Den Grund las ich auf dem Plakat:


PS. Nach der Preview für die Presse und wichtige Persönlichkeiten aus Kunst, Wirtschaft und Politik ist morgen Sonntag und am Montag dann offen für die gewöhnliche Bevölkerung.

PPS. Und das sogar gratis... :)

15.04.2016

Weiser Rat!


"Wenn sie unglücklich sind und wissen, dass nicht nur Sie, sondern alle Menschen einsam sind, müssen Sie spazieren gehen in der Stadt, die Sie lieben.
Sie werden glücklicher wieder in ihre Wohnung zurück kehren."

Orhan Pamuk, türkischer Autor


Gestern am Fluss.
Noch waren es keine Massen, die am Ufer sassen und das Gesicht an die Sonne hielten.
Die einen kümmerten sich um das Wohl der Tauben...



Die andern um das eigene...



Und hier sind alle vereint auf einem Bild...



PS. Ich bin tatsächlich glücklich zurückgekehrt in meine Wohnung :)







14.04.2016

Zwischen zwei Haltestellen (83)


Am Sonntag.
Wir sitzen im Bus, der uns hinaus aufs Land bringt.
Kurz vor Abfahrt steigt noch ein älteres Ehepaar ein und setzt sich auf die freien Plätze schräg hinter dem Buschauffeur. Der leutselige Mann beginnt  sich unverzüglich mit dem Fahrer, den er offensichtlich kennt, zu unterhalten.
Spruch folgt auf Spruch. Lacher auf Lacher. Jeder der Sprüche endet mit einem bekräftigenden 'he!"
Die Frau sitzt ruhig daneben.
Als das Paar aussteigt, wendet sich der Fahrer an die Frau:
"Bringe Sie Ihrem Männdli doch echli Maniere bi!"
Sie antwortet lakonisch: " Zug isch scho lang abgfahre."


PS. Der Bus fährt weiter. Und wir haben Gesprächsstoff...









13.04.2016

Ins Bild geraten...


Auf dem Marktplatz.
Ein paar Tauben zankten sich um ein fallengelassenes oder absichtlich weggeworfenes Brotkröpfchen.
Ich knipste drauflos. 
Beim Sichten gefiel mir nur eines der Bilder.
Dieses hier...



10.04.2016

Mit Bogeneinsatz und Spielfreude



Heja!
Heute gehe ich an ein
Konzert mit nordischen Liedern.
 Die Vorfreude ist gross -
findet einen Kanal in diesem Instrumentalstück:
Emilia Amper
(eine in Schweden sehr bekannte Musikerin)
wird begleitet von einem kleinen Geigenorchester.
Mich reisst's jedes Mal vom Hocker.
"Wow!"




PS. Der König und die Königin hingegen bleiben ruhig sitzen, scheinen jedoch entzückt... 

08.04.2016

Zum letzten Mal...


Gestern am Bankomat.
Er spuckte anstelle des Hunderters zwei grüne 50er-Noten aus.
Ich hielt den Moment fest.
Denn nächste Woche kommen die neuen Fünfzigerscheine in den Umlauf.




PS. Ich werde Sophie Taeuber-Arp (1889-1943), die erste Frau, die es auf eine Schweizer Banknote geschafft hat, vermissen...

Foto (schwarz weiss) von einer Frau mit Hut und Pelzstola.
Originalporträt von Sophie Taeuber-Arp. ZVG SNB 

PPS. Mehr Informationen zur neuen 50er-Banknote  bringt heute (Zufall! Zufall!!) Frau Flohnmobil in ihrem Beitrag 'Pusteblume'!

07.04.2016

Hausfrau Hanna frönt heute dem Nichtstun...


Und das ist der Grund:
Gestern las Hausfrau Hanna, dass heute der internationale 'Keine-Hausarbeit-Tag' ist.
"Wow", dachte sie, "was es nicht alles gibt! Da bin ich voll mit dabei und mache aktiv mit."
Und deshalb rührt sie heute k e i n e n Finger im Haushalt.
Das tat sie gestern... ;)









05.04.2016

Der Scheinriese am Rhein


Ein Kritiker schrieb in der Zeitung von 'gewalttätiger Architektur'.
Ich bin ganz anderer Meinung. 
Mich fasziniert der Rocheturm.





Manchmal erscheint er dunkel wie ein Anthrazit.
Dann wieder bläulich. Oder lichthell.
Grünlich habe ich ihn auch schon gesehen.
Die Wolken spiegeln sich in seinen Fenstern.
Und hin und wieder findet man ihn auch im Fluss. Als ausgefranste, auf dem Kopf stehende, weisse Säule...




Je weiter entfernt er übrigens ist, desto grösser erscheint er. dem Auge.
Kommt man ihm nah oder steht gar vor ihm, scheint er geschrumpft zu sein und wirkt viel kleiner:


Ein Scheinriese...

04.04.2016

Eine Biografie löst Erinnerungen aus...


Seit über zehn Jahren (das Buch erschien 2000!) steht die Biografie über die österreichische Autorin Marlen Haushofer ungelesen in meinem Büchergestell...
Nun bin ich am Lesen:



Gut dreissig Jahre ist es her, dass ich Marlen Haushofers bekanntesten Roman 'Die Wand' gelesen habe.
Ich erinnere mich, dass mich damals das Buch sehr mitgenommen und beklemmende Gefühle ausgelöst hat, obwohl handlungsmässig nicht viel passiert ist:

Eine Frau, die mit ihrem Hund allein im Wald ist und plötzlich merkt, dass um den Wald herum eine Wand ist, die sie nicht durchbrechen kann. Sie ist eingeschlossen.
Die Welt ausserhalb gibt es nicht mehr. Es gelingt ihr, zu überleben.


PS. Ich nehme mir vor, das Buch nochmals, mit all den vielen Jahren dazwischen, zu lesen.

PPS. Weil das Kernthema, unsere verlorene Beziehung zur Kreatur und zur Natur, auch heute noch aktuell ist. Vielleicht mehr denn je...





03.04.2016

Zwischen zwei Zuständen


Gestern Abend.
Um 19.30 Uhr schaltete ich den Fernseher ein für die 'Tagesschau'.
Die Schlagzeilen gleich zu Beginn waren so schrecklich, dass ich gleich wieder ausschaltete.

Deshalb heute etwas 'Gfreuts' (wie ein lieber Bekannter jeweils schreibt): Drei Katzenbilder.
Und einen Gruss in den Sonntag...





01.04.2016

Aprilscherz - aprilskämt!


Was sein muss, muss heute sein!
Ein 1.Aprilneckspruch auf Schwedisch nämlich:

"April, april din dumma sill,
jag kan lura dig vart jag vill!"

"April, April, du dummer Hering,
ich kann dich an der Nase herumführen, wohin ich will!"




Die Schweden beschimpfen und titulieren jemanden nicht in dieser direkten Art, wie wir es im deutschsprachigen Raum zu tun pflegen...

Man sagt also: "Din dumma sill!" ("Dein dummer Hering!") 
Und nicht: "Du dumma sill!" ("Du dummer Hering!")

Und "Din dumma gås!" ("Deine dumme Gans!")
Und nicht: "Du dumma gås!" ("Du dumme Gans!")

Noch ein Beispiel gefällig? 
Spreche ich mit jemandem, den ich nicht mag, sage ich: "Ditt svin!"


PS. Ich vermute, ihr versteht, was für ein Tier damit gemeint ist... ;)