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08.08.2021

Zwischen zwei Haltestellen (139)

Gestern Nachmittag.
Im COOP nahe der Tramhaltestelle beim Aeschenplatz
 kaufe ich noch ein paar Dinge ein für das Wochenende.
Vor mir an der Kasse bezahlt eine Frau ihre Ware. 
Sie tut das 
(ich schätze die Frau auf Ende dreissig, anfangs vierzig)
in einer umständlichen, langsamen, bewussten Art.
Genauso packt sie auch ihre zahlreichen Bio-Produkte in ihren Rucksack.
Dann öffnet sie eine Rolle mit Biskuits,
greift nach einem und schiebt es sich in den Mund.
Sie trägt keine Maske.
Hat es wohl einfach vergessen.
Ausgerechnet diese Frau steigt kurz darauf in dasselbe Tram ein wie ich.
Und setzt sich auf den einzelnen Sitz mir gegenüber.
"Darf ich Sie etwas fragen?" spreche ich die Frau an.
"Vorhin im Laden glaubte ich, sie hätten die Maske vergessen.
Nun jedoch sehe ich, dass Sie wohl bewusst keine Maske tragen. Warum?"
Ich habe den Beginn ihrer Begründung leider vergessen.
Aber diesen Satz, den sie folgen lässt, habe ich mir merken können:
"Ja, ich trage bewusst keine Maske. Aus Respekt für mich und meine Gesundheit."
Ich m u s s  ihr antworten.
Und tue es so:
"Auch ich habe Respekt für mich -
und deshalb habe ich auch Respekt für Andere."
Dann wünsche ich ihr einen schönen Nachmittag 
und beachte sie nicht mehr...







8 Kommentare:

  1. Sehr egoistisch, diese Einstellung der Maskenverweigererin.
    Ist es Dummheit, Eigennutz, Ignoranz oder etwas Anderes?
    Ich kann das einfach nicht verstehen.


    Dafür bewundere ich Ihren Mut, werte Hausfrau Hanna.
    So wie Sie sollten viel mehr Menschen "nachhaken".
    Einen lieben Sonntagsgruss,
    Frau Quer

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    1. Oder ist es,
      liebe Frau Quer,
      Selbstbestimmung (Autonomie, Freiheit)?
      ES geht mir letztendlich wie Ihnen: Ich verstehe es nicht. Obwohl ich es immer wieder versuche...

      Einen lieben Montagsgruss
      Hausfrau Hanna

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  2. Was für eine wunderbar passende Antwort. Wie gut, dass du den Mut hattest, die Frau anzusprechen. Und wie gut, dass du diese Antwort gefunden hast. Ich hätte sie wohl in meinem Ärger ob so viel Egoismus und Rücksichtslosigkeit nicht gefunden und hätte nichts gesagt. Danke.

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    1. Eigentlich,
      liebe Alice,
      brauchte das Ansprechen keinen Mut. Vielleicht deshalb, weil ich im Laden eine ganze Weile (!) erst hinter der Frau und danach neben ihr stand bei der Kasse und einen Eindruck hatte von ihr.
      Zudem war ich weder ärgerlich noch aggressiv (ich kenne beides in solchen Situationen). Sonst hätte ich nämlich hinter der Maske das Maul gehalten...

      Einen herzlichen Gruss in die OStschweiz
      Hausfrau Hanna

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  3. HalloHausfrauHanna
    Da schliesse ich mich an: Du hast Roggen im Rücken! Wie du vor Kurzem in einem Blogpost über ein schwedisches Sprichwort geschrieben hast.

    Gruss aus dem BO vom Pesche

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    1. Was,
      lieber Pesche,
      du erinnerst dich noch an das schwedische Sprichwort?
      Ich bin grad ziemlich beeindruckt! :)

      Und schicke dir einen Gruss ins BO
      Hausfrau Hanna

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  4. ihr ganzes tun drehte sich nur um sich, es gefällt mir, wie du sie angesprochen hast. ich hätte noch nach dem impfstatus gefragt. und ich sage den menschen bei solchen argumenten, hoffentlich fällt nicht mal, wenn sie in einem op liegen, ein arzt wegen luftmangel um. lieben gruß, roswitha

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    1. Ihr ganzes Wesen,
      liebe Roswitha,
      strahlte Achtsamkeit und Ruhe aus.
      Und deshalb wollte ich nicht weiter stören ;)

      Lieben Gruss
      Hausfrau Hanna

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