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11 Oktober 2011

Aus einem Interview...


... in der Tageszeitung habe ich die Essenz herausgefiltert.
Der Chefarzt der Orthopädie am städtischen Universitätsspital wird von der Journalistin konfrontiert mit dem Satz, dass Chirurgen Ärzte seien, die schnipseln, weil sie es mit Menschen nicht gut können. Ob das ein wahres Klischee sei?
"Nein, ich denke immer an den Menschen und sein Schicksal", widerspricht der Chefchirurg.
Das tönt glaubhaft.
Denn er erklärt uns Lesern und Leserinnen gleich anschliessend, wie er das meint:
Ein "Ömeli" müsse man ganz anders behandeln als einen "Profifussballer"...




PS. Der Mann führt folgende Titel: Prof. Dr. med. Dr.phil.
PPS. Und hat Jahrgang 1972. Das Büebli, das!



6 Kommentare:

  1. Ömeli? Klingt nett, aber - was ist das? Ein kleines Eumel?

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  2. Wir brauchen in der Schweiz oft den Diminutiv,
    liebe Anhora.
    sagen 'Büebli' für Bub. 'Meiteli' für Mädchen. 'Hüsli' für Haus. Oder eben 'Ömeli'. Für Oma.
    Und das "Ömeli", das der Chefarzt so flapsiglocker dahingesagt hat, ist mir unangenehm aufgestossen...

    Herzlich Hausfrau Hanna

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  3. 'Ömeli' finde ich nicht so schlimm... aber vielleicht, weil ich Ausländerin bin.
    Was glaubst du?
    Ich finde es nicht schlimmer als "Guetsmörgeli" oder "Schüeli"
    etc....
    Maggan

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  4. Guets Mörgeli, Maggan,

    Sprache hat Wirkung!
    Und wenn der Chefarzt eines Unispitals öffentlich in einem Interview von einer alten Patientin als 'Ömeli' spricht, ist das despektierlich. Und gehört sich nicht.
    Danke für deinen Kommentar, der mir einen richtig guten Denkanstoss gegeben hat,
    Hausfrau Hanna

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  5. Ich finde ja, Profifussballer sind wehleidiger als gestandene Ömis, aber lassen wir das. :-)

    Gewisse Chefchirurgen, bzw. Professoren neigen halt zu einer gewissen Abgehobenheit, ob das mit "déformation proffessionelle" zusammenhängt weiss ich nicht, aber als ich nach der Operation unseres damals dreijährigen Sohns eine "Einverständniserklärung" mit den Worten "ja und wenn ich das jetzt nicht unterschreibe?" quittierte, da hättest du mal das ungläubig fragende Gesicht des Herrn Professors sehen sollen.

    Er hat sicher gute Arbeit geleistet, aber etwas mehr Sozialkompetenz würde man sich bei dem fürstlichen Honorar auf der Einverständniserklärung halt schon wünschen.

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  6. Abgehoben, ja - so kommt es mir auch vor,
    lieber Bobsmile.
    Vielleicht bräuchte es mehr Leute wie dich, die den Mut haben, einem Herrn Professor zu widersprechen!

    Herzlich Hausfrau Hanna

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