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04 Januar 2019

Leben gehen...



Vielleicht hat es mit dem Jahreswechsel zu tun, dass ich mir so einige Gedanken gemacht habe in den vergangenen Tagen... vielleicht hat auch die Begegnung mit der Pranic Healing-Therapeutin eine Rolle gespielt...
Was es auch immer war: Nach dem Bild mit der glasklaren Birne geht es weiter!



Manchmal höre ich von andern, wieviel sie sich versagen:
Kein Fernsehen. Kein Smartphone (ich weiss, ich weiss, das ist mir nur allzugut bekannt!!!).
Keine Menschenansammlungen. Keine zu übermütige oder gar ausgelassene Stimmung.
Kein Fleisch. Keine Begegnungen mit Menschen, die energieraubend sind, weil sie zu 'niedrig schwingen'. Und auch keine menschlichen Gefühle wie Ärger, Wut und Zorn.

Damit das klar ist: Ich mag dauermissgestimmte Jammeri, Chlöni und Polteri auch nicht und mache wenn möglich einen Bogen um sie.
Aber mich irritieren auch allzu feinfühlige Menschen. Weil sie den Eindruck erwecken, sie seien dauernd auf der Suche nach einem 'höheren, besseren, entwickelteren' Selbst und einem ausgefüllteren Leben. Eine stete Arbeit an sich selbst.
Dennoch.
Ich möchte sie nicht beurteilen.
Aber etwas würde ich ihnen gern zurufen (und vielleicht traue ich mich irgendwann auch):
"Geht doch einfach leben!"


PS. Vor genau 9 Jahren, am 9.1.2010, habe ich am Schluss eines ähnlichen Blogbeitrags diese Worte geschrieben:

(...)
Es gibt im Leben keine Abkürzungen und schnellen Würfe. Das Leben will Schritt für Schritt gelebt und manchmal auch ausgehalten werden. Mit allem, was dazu gehört:
Mit beruflichen Unsicherheiten. Mit zwischenmenschlichen Krisen. Mit Schmerz und Krankheit, Mit der Trauer um geliebte Menschen.
All das braucht Zeit. Manchmal auch länger, als uns lieb ist...


PPS. Hier der ganze Beitrag!

12 Kommentare:

  1. Liebe Hausfrau Hanna,
    den Lebensweg wirklich zu gehen, sich auf das Leben einzulassen, braucht, wie Sie sagen, Zeit. Und vielleicht auch eine Art Mut, den wir verlernt haben in diesen schnelllebigen, atemlosen Tagen? Ich glaube, ich werde darüber noch ein wenig nachdenken – und dabei leben gehen.
    Herzliche Grüße
    Petra

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  2. Liebe Hausfrau Hanna, ich glaube allzu feinfühlige Menschen vermeiden bestimmte Einflüsse, weil sie sich schützen müssen. Es dringen zu viele Impulse ins Bewusstsein, und das ist kräfteraubend.
    Es gibt aber auch Menschen, die zuviel Zeit haben zum über sich selbst nachdenken. Langzeitsarbeitslose z.B. stelle ich mir so vor. Die Frustrationstoleranz sinkt, weil sie nicht mehr trainiert wird im Arbeitsalltag, da verfestigen sich Gedanken dann in ganz neuen Richtungen.
    Ich habe mit solchen Menschen auch manchmal Mühe, würde es aber in der selben Lage vielleicht nicht anders machen, wer weiß.
    Aber wenn irgendmöglich, sollte man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, wozu das Leben da ist: Um gelebt zu werden, mit allem Mist und Schönen darin. Du hast das wunderbar in Worte gefasst. :-)

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  3. Oh ja, liebe Hausfrau Hanna, das Leben ist nun mal keine Auswahlsendung. Und im Alter schon gar nicht. Wie hat es Joachim Fuchsberger so schön formuliert. "Altwerden ist nichts für Feiglinge." (Und das gilt wohl auch fürs Leben allgemein.)
    Wie Petra denke ich auch, dass wir uns heute schwerer tun mit der Akzeptanz von Schwierigkeiten und Einschränkungen.
    Leben braucht Mut und viel positive Motivation.
    In diesem Sinne: Auf ins Leben!
    Frohen Gruss,
    Frau Quer

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  4. Oder anders ausgedrückt, das Leben ist kein Ponyhof. Aber ist es nicht gerade die tägliche Herausforderung, die das Leben lebenswert macht? Ich fand das treffend, was Anhora sagte, es ist immer auch eine Frage der Perspektive, aus welcher heraus man aufs Leben schaut. Und wenn es einem so richtig mies geht, dann ist die Herausforderung natürlich um einiges grösser, sich den Aufgaben zu stellen, damit das Leben lebenswert erscheint. Geniessen wir also jeden Tag unseres Lebens, wir haben voraussichtlich nur das eine und die Zeit ist endlich.

    Und klar, Handauflegen wirkt, allerdings nur in sehr begrenztem Masse: Der Körper schüttet bei Berührungen den Botenstoff Oxytocin aus, der uns vor Stress schützt und uns lieben und vertrauen lässt. Also kann Handauflegen maximal Heilung unterstützend wirken, mehr aber auch nicht. Man fühlt sich gut, ich geh jetzt meine Frau drücken ...

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  5. Da möchte ich doch einfach nur mal groß und laut SEUFZEN...

    Nachtgruß von einer wilden Pute (manchmal)

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  6. So ist es,
    liebe Petra,
    so wie du es (be)schreibst:
    Das Leben kennt schwierige, herausfordernde Zeiten, die Kraft und Mut brauchen.
    Und wenn man Hilfe braucht, gibt es Angebote und Verfahren, die gut sind.
    Und es gibt 'Angebote' und 'Hilfen', die schaden...

    Fast schon ein Motto - dieses "Ich gehe leben!" ;)

    Lieben Gruss
    Hausfrau Hanna

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  7. Das mit der sinkenden Frustrationstoleranz,
    liebe Anhora,
    leuchtet mir völlig ein. Und wie du es von dir schreibst, erginge es mir wohl ebenso...
    Es kommt jedoch schon drauf an, wie und durch wen diese Menschen aufgefangen werden!
    Ein komplexes Thema.

    Mit allem 'Mist' und allem 'Schönen' - ich schicke dir ein herzliches Grüssle über die Grenze
    Hausfrau Hanna

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  8. "Leben braucht Mut",
    liebe Frau Quersatzein,
    und manchmal vielleicht (ich formuliere es vorsichtig...) auch etwas Demut!
    Was nicht heisst, sich klein zu machen und sich 'niedrig schwingend' zu fühlen...
    Und ja, wahrscheinlich hatten unsere Eltern und Grosseltern weniger Mühe, Dinge akzeptieren zu können, als wir es heute haben.

    Mit einem frohen "Auf in den heutigen Tag!"
    grüsse ich Sie herzlich
    Hausfrau Hanna

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  9. Und schon,
    lieber Bobsmile,
    habe ich (bloggen bildet, sage ich hin und wieder) wieder etwas gelernt:
    Dass es einen Botenstoff namens Oxytocin gibt.
    Der wird heute ohne jedes Mass ausgeschüttet:
    Hausfrau Hanna und Hausmann Hanna haben und feiern nämlich ihren Hochzeitstag :)

    Herzlichen Gruss
    Hausfrau Hanna


    PS. Ich hoffe, du hast deinen Vorsatz ausgeführt und deine Frau richtig fest gedrückt gestern Abend ;)

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  10. Und ich,
    liebe Sonja,
    schwanke zwischen seufzen, mich ärgern, auflehnen und akzeptieren...

    Ich wünsche der wilden Pute, der Wildgans, einen frohen intensiven Tag
    Hausfrau Hanna

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  11. Liebe Hausfrau Hanna, ich selbst bin nicht betroffen von Langzeitarbeitslosigkeit, kenne aber zwei erwerbsunfähige (junge) Menschen ziemlich gut. Unabhängig voneinander haben sie ähnliche Verhaltensweisen: Ihr Denken und Wirken kreist ständig um sie selbst und was ihnen alles nicht gut tut.
    Allerdings bin ich durchaus betroffen von einer gewissen Überempfindlichkeit und hoffe, ich gehe niemandem auf die Nerven damit. ;-)

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  12. Danke,
    liebe Anhora,
    für diese deine Zusatzinformationen!
    Und ich kann dich beruhigen: Mir gehst du ganz und gar nicht auf die Nerven... ;)
    Im Gegenteil!

    Liebes Grüssle in den Abend
    Hausfrau hanna

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