Spitteler, der unbekannte Schweizer Literaturnobelpreisträger von 1919

15.04.2019


Dass alle Kommentierenden gestern richtig geraten haben,
hat mich völlig beeindruckt:
Der runde Gegenstand hinter dem Sicherheitsglas
war tatsächlich eine Nobelpreis-Medaille.
Für Literatur. 
Und zu sehen ist sie
(nein, nicht in Stockholm, wie man leicht hätte vermuten können)
ganz in der Nähe, im Nachbarkanton Basel-Land.
Ja, Liestal, der Hauptort mit seinen heute knapp 15 000 Einwohnern
hat einen Literaturnobelpreisträger 'hervorgebracht'!
Er heisst Carl Spitteler und ist den meisten wohl nicht bekannt.
Er erhielt 1919, nach dem ersten Weltkrieg, den Literaturnobelpreis für sein Werk.
Im Dichter- und Stadtmuseum Liestal
kann man im Moment eine spannend und vielseitig gestaltete
Jubiläums-Ausstellung besuchen.
Und da war ich in der vergangenen Woche.
Zusammen mit einer Freundin,
die mit mir die Schulen besucht hatte in Liestal.
Damals in den Siebzigerjahren.



***


PS. Wir erinnerten uns, dass im Deutschunterricht, bei der aus Liestal stammenden Lehrerin, Carl Spitteler auch kein Thema war...

PPS. Zwei Meinungen, zwei Sichten zu Carl Spitteler, die ich äusserst bemerkenswert fand und deshalb festhielt. Conrad Ferdinand Meyer sagte:



Und Robert Walser:





8 Kommentare:

Quer hat gesagt…

Das ist hoch interessant, liebe Hausfrau Hanna.
Spitteler kannte ich - wenn auch vorwiegend dem Namen nach.
Den "Kritiken" nach zu schliessen war er nicht unumstritten.
Aber ihm ist immerhin die hohe Nobel'sche Ehre zuteil geworden.
Und das darf man würdigen.
Danke für den feinen Bericht.
Und herzlichen Gruss,
Frau Quer

Sonja hat gesagt…

Ja, danke!
Und was C.F. Meyer meint, dem stimme ich zu. Kann man doch auch bei anderen sehr klugen Menschen dieses Unvermögen finden, leider.
Nochmal: Ihre Unternehmungen gefallen mir äußerst...
Gruß von Sonja
P.S.: Jetzt hoffe ich, nicht wieder 21x diese Bildchen klicken zu müssen, von wegen wie viele Ampeln oder Busse oder ...ich sehe!

Anonym hat gesagt…

HalloHausfrauHanna
Die beiden Schreibkollegen schienen den Zugang zum Werk des Nobelpreisträgers nicht ganz gefunden zu haben ;-)
Kleine Frage noch: Was hat Spitteler denn so geschrieben?
Mir ist nichts bekannt und geläufig schon gar nicht.

Gruss vom Pesche

sylvia hat gesagt…

Spitteler - ich kenn leider nichts von ihm.
aber Liestal, Liestal. da war ich mal. an einem sonntag
vor einem Morgestraich. als die männer mit feuer durch die
stadt spazierten. das hat mich schwer beeindruckt!
liebe sonnenglitzergrüße vom Maschsee
Sylvia

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Eine Würdigung,
liebe Frau Quer,
verbunden mit einer Feier in der Stadtkirche (mit Bundesrat Alain Berset!) und einem Fest wurde ihm nach kürzlich zum 100-jährigen Jubiläum zuteil!
Ob sein Werk, das als 'sperrig' und 'seltsam antiquiert' beschrieben wird, nun (mehr) Aufmerksamkeit erhält, lasse ich offen...

Lieben Gruss
Hausfrau Hanna

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Ich nicke,
liebe Sonja,
seufzend und zustimmend:
Manchmal weiss man wirklich, auch nach mehrmaligem Lesen nicht, was ein Autor/eine Schriftstellerin will und meint...

Lieben Gruss
Hausfrau Hanna

PS. Sind das die unsäglichen Bilder, die ihr Kommentierenden anklicken müsst, um nicht als 'Roboter' zu gelten????
PPS. Tut mir leid!

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Spitteler,
lieber Pesche,
hat ein Werk namens 'Imago' geschrieben.
Und ein monumentales Epos mit 20 000 Versen 'Olympischer Frühling', für das er den Nobelpreis bekommen hat.
Wie gesagt, ich habe nichts von ihm gelesen...

Lieben Gruss
Hausfrau Hanna

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Du meinst,
liebe Sylvia,
den Chienbäse-Umzug (Feuerwagenumzug), der am Abend vor dem Morgesträich im Städtchen (!!!) Liestal über die Bühne geht:
Feurig, hell lodernd und eindrucksvoll.
Und eine Touristenattraktion :)

Lieben Gruss
Hausfrau Hanna