Zwischen zwei Haltestellen (121)

08.06.2019


Baustellen. Bauarbeiten.
Lärm. Staub. Tramumleitungen. Haltestelleverschiebungen.
Seit vielen Wochen ist das der Alltag in der Stadt und um den Bahnhof.
Das kann schon mal zu Verwirrung führen und leisen Ärger erzeugen.
Gestern etwa, das Tram ist blockiert und kann nicht weiterfahren,
entlädt sich plötzlich der ganze aufgestaute Ärger einer Spätsiebzigerin:
 "Sie Idiot!" stösst sie hervor und meint damit den Tramführer,
den sie für ihr Zuspätkommen verantwortlich macht.
 Bei der grossen Baustelle vor dem Kunstmuseum
fällt das Auge dann auf eine fein gewirkte, textile Werbung,
hinter der sich Baumaschinen, aufgebrochene Trottoirs 
und nicht mehr begehbare Fusswege verbergen...


 Sag mir die drei magischen Worte...
...Ich, Du,
               Wein.






10 Kommentare:

Quer hat gesagt…

Ein Lächeln, liebe Hausfrau Hanna, tut sicher gut zwischen diesen baulichen Änderungen und Ärgernissen.
Für die drei Alternativworte zu "Ich liebe dich" könnte ich mir allerdings zwischen dem Du und dem Ich besseres als Wein vorstellen, ein Es etwa oder Natur oder Poesie...
Wobei gegen ein feines Glas Wein beim Tête-à-tête nichts einzuwenden ist.
Amüsierte Grüsse ins Heute,
Frau Q.

quercus hat gesagt…

Vielleicht werden demnächst für aufgebrachte Fahrgäste kleine Probiergläschen mit Wein oder Wasser angeboten, wenn die Haltezeit es ermöglicht. Oder einfach Gutscheine verteilt, wie manchmal bei der DB. Leider können nicht alle Bauarbeiten nachts stattfinden, und die Firmen haben Arbeitskräftemangel, und die Anwohner wollen nachts schlafen,...
Lächeln und Unterhalten hilft wirklich auch, sogar in der Tram.

sylvia hat gesagt…

na denn prost;-)! ein wenig tröstet es zu hören,
dass es in Basel grad auch nicht entspannter ist
als hier bei uns. baustellen über baustellen,
zum glück geh ich meist zu fuß. doch auch die
tramgeleise werden hier und da überholt. dann
allerdings...
lieber gruß
Sylvia

Anhora hat gesagt…

Die aufgebrachte Tram-Passagierin kann ich verstehen. Die Weinwerbung dagegen ... ich weiß nicht. Wenn überhaupt, hätte ich nicht mit dem "Ich" begonnen, sondern mit dem "Du". Aber durch die Baustellenreflexionen ist die Wirkung sowieso fraglich. ;-)

PepeB hat gesagt…

Gelassenheit ist Übungssache. Und bei einem
Gläschen Wein in angenehmer Gesellschaft lässt sich trefflich
üben. Dann klappt's auch mt dem Tramfahrer (mal so als mein
persönlcihes Wunschdenken).
Herzliche Grüße
Petra

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Genau so geschah es,
liebe Frau Q.,
ein Lächeln überzog das Gesicht beim Studieren dieser Werbeleinwand (für ein Lokal).
Und Sie könnten jederzeit auch als Werbetexterin arbeiten.

"An Pfingste goht's am ringste!" - herzlichen Pfingstsonntaggruss
Hausfrau Hanna

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Eine gute Idee,
liebe Roswitha,
dieses Gläschen zum Innehalten und den Ärger hinunterschlucken ;)
Noch besser jedoch ist die Idee mit den Gutscheinen.
Also ich hätte nichts dagegen... ;)

Herzliche Pfingstsonntaggrüsse nach Deutschland
Hausfrau Hanna

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Ärger,
liebe Anhora,
kann ich gut verstehen. Aber dieser Ärger kannte kein Mass und keine Scham.
Mir tun die Arbeiter und Tramführer manchmal richtig leid.

Vielleicht ist die Werbung, die mit dem Ich beginnt, wohlklingender als sie andersrum...;)

Herzliches Pfingstgrüssle über die Grenze
Hausfrau Hanna

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Ein Prost,
liebe Sylvia,
zur rechten Zeit kann entspannen! ;)
Ja, es geht drunter und drüber in der Stadt und notfallmässig müssen die Verkehrsbetriebe ganz schnell umdisponieren und die Trams umleiten...

Dir (ebenfalls) ein frohes zu-Fuss-Unterwegssein und herzliche Pfingstgrüsse an den Maschsee
Hausfrau Hanna

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Zeitdruck,
liebe Petra,
ist wohl einer der grössten Überforderungsfaktoren.
Und genug Zeiteinplanen ist nicht jedermanns und jedefraus Sache...
Das mit dem Gläschen in einer engenehmen Gesellschaft jedoch trägt zur Entspannung und zum Wohlbefinden bei!

Herzliche Pfingstsonntagsgrüsse nach München
Hausfrau Hanna